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Keine Monologe! (Seite 3 von 4)

Es gibt Menschen, die, wenn Sie erst einmal zu reden begonnen haben, gar nicht mehr aufhören. Und es gibt Gesprächspartner, die sich selbst gerne hinter den Redebeiträgen anderer verstecken. Für beide Fälle gilt die Regel: Keine Monologe, denn ein Monolog ist kein Gespräch.

Wenn wir mit jemanden reden, verstreicht nicht nur unsere Zeit

Wenn wir mit einem anderen Menschen reden, sollten wir immer im Hinterkopf haben, dass wir auch die Zeit unseres Gegenübers verbrauchen. Wir vergessen leider zu oft, dass in einem Gespräch nicht nur unsere eigene Zeit verstreicht, sondern auch die des anderen. Deshalb ist es wichtig, sich ab und zu einmal klar zu machen, dass der Gegenüber einem selbst Zeit schenkt. Gehen Sie mit dieser Zeit sorgsam um und nutzen Sie das Geschenk nicht aus. Es ist nicht verwunderlich, wenn der andere keine Lust mehr hat, mit uns zu reden, wenn nur wir reden wollen und er oder sie nicht zu Wort kommt.

Unterschiedliche Redetypen sind hier besonders gefordert

Es gibt sehr unterschiedliche Gesprächstypen. Der eine ist lebhaft und sehr gesprächig, ein anderer eher ruhig und zurückhaltend, eine ist wortgewandt, wieder eine andere verschwiegen. Solche unterschiedlichen Charaktereigenschaften führen oft zu einem Ungleichgewicht bei den Gesprächsanteilen, mit denen beide zunächst ganz zufrieden sind. Hier gilt es aber vor allem in Beziehungen, darauf zu achten, dass sich ein solches Ungleichgewicht nicht dauerhaft manifestiert und sich so z.B. bei eher schweigsamen Personen über die Zeit vieles anstaut.

Es geht darum, Verantwortung für die Kommunikation in Ihrer Partnerschaft zu übernehmen

Es geht nicht darum, sich selbst zu verbiegen oder vollkommen zu ändern, um z.B. als eher schweigsamer Mensch nun zum großen Redner zu werden. Viel wichtiger ist, zu erkennen, dass zur Kommunikation in einer Partnerschaft immer zwei Menschen gehören. Einer allein kann eine funktionierende Kommunikation nicht aufrechterhalten. Deshalb müssen sich in einem gewissen Maße auch beide Lebenspartner einbringen. Nur so kann Ihre Kommunikation dauerhaft effektiv sein. Verantwortung für die Beziehung zu übernehmen, heißt auch, sich verantwortlich für eine effektive Kommunikation zu fühlen. Und da ist der eher stille Teil gefordert, etwas mehr zu sagen und der eher lebhafte Teil, dem anderen mehr Raum zum Reden zu geben.


Achten Sie auf ein Gleichgewicht im Gespräch

Natürlich gibt es bei uns allen Phasen im Leben, in denen wir ein besonders großes Redebedürfnis haben, z.B. wenn es uns nicht gut geht oder wir an einem Problem arbeiten. Dann ist es auch in Ordnung, mehr zu reden als der andere. Aber wir sollten das nicht überstrapazieren. Ein Gespräch ist nun einmal ein Vorgang zwischen mindestens zwei Menschen. Und es sollte möglichst ein Gleichgewicht zwischen den Gesprächsteilnehmern bestehen. Darauf gilt es zu achten.