Gut und erholsam schlafen
Von Tania Konnerth
Wir verbringen rund ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen. Wir brauchen den Schlaf, um uns zu erholen und zu regenerieren. Aber ca. ein Drittel aller erwachsenen Deutschen leidet an Schlafstörungen – und das mit schlimmen Folgen. Neben Erschöpfung, Reizbarkeit und verminderter Leistung kann es auch zu Konzentrations- und Aufmerksamkeitsmängeln kommen, die sich z.B. im Straßenverkehr gefährlich auswirken. Hinzu kommt die Gefahr, dass wir auf Dauer regelrecht ausbrennen, denn ohne einen erholsamen Schlaf können wir die körpereigenen Batterien nicht effektiv aufladen.
Wir haben hier für Sie Wissenswertes und ganz praktische Tipps zusammengestellt, damit Sie in Zukunft besser schlafen können.
Von Frühaufstehern und Nachteulen…
Die Sache mit den Nacht- und Morgenmenschen ist kein Mythos, sondern hier unterscheiden wir uns tatsächlich. Der eine steht problemlos morgens auf, fällt aber am Abend früh ins Bett – genau dann, wenn andere erst so richtig fit werden. Hier ist es empfehlenswert, sich mit den eigenen Bedürfnissen vertraut zu machen und sich möglichst einen Tagesablauf zu schaffen, in dem die Arbeit und Anforderungen entsprechend der Hoch- und Tiefphasen organisiert werden. Auch wenn das nicht immer 100%ig möglich ist, so können Sie hier auch schon mit kleineren Maßnahmen viel für sich tun.
Störungen im gewohnten Schlafrhythmus
Tipp
Achten Sie einmal ganz bewusst darauf, wie Sie auf eine Veränderung Ihrer Schlafgewohnheiten z.B. am Wochenende reagieren und überlegen Sie sich, ob es nicht vielleicht einfach erholsamer für Sie ist, Ihre normalen Schlafgewohnheiten beizubehalten.
Ob Sie nun früh oder spät ins Bett gehen möchten – entscheidend ist, dass Sie Ihren gewohnten Schlafrhythmus nicht ständig wechseln. Vor allem das Wochenende ist eine Zeit, in der die meisten von uns abrupt länger aufbleiben und ausschlafen. Damit bringen Sie Ihren Schlafrhythmus durcheinander und riskieren, sich dadurch viel weniger als sonst zu erholen. Dabei ist es weniger problematisch, länger auszuschlafen als zu lange aufzubleiben. Schlaf nachzuholen, ist für viele sehr erholsam, allerdings sollten Sie auch das wiederum nicht übertreiben.
Grundsatz: Gut schlafen ist wichtiger als lange schlafen
Grundsätzlich gilt, dass weniger die Länge des Schlafes entscheidend ist, als vielmehr die Qualität. Manch einer macht sich das Leben schwer, indem er das Gefühl hat, unbedingt sieben Stunden schlafen zu müssen. Aber er ist nachfünf Stunden hellwach. Sorgen Sie sich nicht, wenn Sie wenig schlafen – so lange Sie sich dabei gut erholen, ist alles in Ordnung.
Wie gut schlafen Sie?
Wie erholsam Ihr Schlaf ist, können Sie vor allem daran erkennen, ob Sie sich am Morgen gut erholt und fit für den Tag fühlen. Das muss nicht gleich nach dem Aufstehen der Fall sein, denn die meisten von uns brauchen ein bisschen Zeit, um morgens in Schwung zu kommen. Aber grundsätzlich sollten Sie sich nach einer Nacht gut ausgeruht und gestärkt für das Tageswerk fühlen.
Wenn Sie schlecht einschlafen können, nachts häufig wachliegen und morgens wie gerädert aufwachen und das Gefühl haben, dass Sie sich im Grunde sofort wieder ins Bett legen müssten, ist ihr Schlaf nicht so erholsam, wie er es sein sollte.
Ernste Schlafstörungen
Ernsthafte Schlafstörungen liegen vor, wenn
- Sie entweder weniger als 4 Stunden oder mehr als 14 Stunden am Tag schlafen,
- Ihr Schlaf über mehr als 4 Wochen gestört ist,
- Sie länger als 30 Minuten brauchen, um einzuschlafen, u.ä.
Die Tipps, die Sie im Folgenden finden, sollen Ihnen dabei helfen, besser ein- und durchzuschlafen. Sollten Sie dennoch weiterhin an Einschlaf- oder Durchschlafschwierigkeiten leiden, empfehlen wir Ihnen, einen guten Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen und gemeinsam mit ihm dem Problem ganzheitlich auf den Grund zu gehen. Ursachen für Schlafstörungen können z.B. körperlicher oder seelischer Natur sein, die dann mit fachkundlicher Hilfe angegangen werden sollten.




