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Vom Land des NEIN

Von Tania Konnerth2 Kommentare

"Sag nicht nein, sag ja: wie Sie Nein-Mauern durchbrechen können" von BJ Gallagher und Steve Ventura. – Offenbach: Gabal, 2008. – 162 S. – ISBN: 3-8974-9795-6. – ca. 20,- EUR

Im ersten Teil wird eine Parabel erzählt. Sie handelt vom Land des NEIN und davon wie Leute wie N. Thusiasmus oder Frau Neuhier an Menschen wie V.A. Skeptiker oder Frau Vielleicht-Später geraten. Diese Geschichte ist wie in Bilderbuch für Erwachense aufgemacht: wenig Text, witzige Illustrationen und plakative Botschaften.

Die grundlegende Aussage: Im Land des NEIN ist es für Menschen mit Ideen und Vorschlägen manchmal ganz schön frustrierend, aber es gilt, sich davon nicht unterbekommen zu lassen.

Im zweiten Teil geht es dann darum, die Erkenntnisse aus der Geschichte für die eigene Praxis zu nutzen. So werden z.B. die Gründe und Mechanismen für NEINs im Alltag aufgezeigt, also warum Ideen und Vorschläge abgeschmettert werden und warum man gerade im Geschäftsbereich viel häufiger ein NEIN als ein JA hört.Darüber hinaus gehen die Autoren auch auf Ursachen ein, die beim Initiierenden liegen und die ein NEIN geradezu provozieren, wie z.B. zu impulsives Handeln, schlechte Vorbereitung etc.

Ein besonders tolles Kapitel ist das, in dem man einmal für sich selbst analysieren kann, was man selbst eigentlich hört, wenn jemand NEIN zu uns sagt, wie z.B. Ablehnung, Desinteresse etc – dabei muss genau das gar nicht immer zutreffen. Zum Ende hin gibt es Anregungen dazu, was wir aus einem NEIN lernen können und auch wie es möglich wird, immer mehr Orte des JA zu erschaffen.

Es ist gar nicht so einfach, diesem Buch mit einer Rezension gerecht zu werden, denn es hat so viel eigenen Charme, so viel Witz und so viel Weisheit in sich, dass die Darstellung hier leider fast blass wirkt. Auch wenn der Preis für ein Paperback recht hoch ist, lohnt sich auf jeden Fall, das Buch zu Hand zu nehmen, denn: unsere Welt braucht viel mehr JA!

Fazit: Ein echter Mutmacher und Kraftspender für Menschen, die zu oft ein NEIN hören – und ein unterhaltsames Buch noch dazu.

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

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  1. Karo schreibt am 1. Juni 2008 um 16:04

    Das mit dem "NEIN"-Sagen (und auch hören) ist schon so eine Sache.
    Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass es manchmal besser für mich ist, auch mal NEIN zu sagen. Sonst sind andere oft so freundlich und laden alle Problemchen bei einem ab. Ich muss mir aber nicht jeden Affen auf die Schulter setzen lassen. Unter dem Aspekt Selbstverantwortung ist ein klares NEIN manchmal genau so wichtig wie ein überzeugtes JA. Schließlich sind es die zwei Worte im Leben, die sich jeder gut üerlegen sollte - und zwar vorher. Mitmenschen, die einem wohlgesonnen sind, verstehen das. :-)

  2. Hoinz schreibt am 2. Juni 2008 um 07:20

    Ich finde auch, das JA und NEIN in einem sinnvollen Ausgleich stehen müssen. Um seine eigenen Grenzen zu sehen und auch zu ziehen, ist ein klares NEIN durchaus der richtige Weg.

    Manchen fehlt einfach der Mut mal NEIN zu sagen, wo es auch hingehört. In manchen Situationen versuchen einem Andere auszunutzen oder zu manipulieren und da ist ein NEIN auch völlig OK.

    Und wenn man ein NEIN hört, ist das auch OK. Wenn man noch einen Hauch von Begründung mitbekommt, dann ist das auch OK. Auch mit der Abgrenzung von Anderen kann man umgehen. Man darf sich dann nicht einreden, es wäre ein Angriff auf einem selbst. Es ist dann einfach eine Aussage zu einer Frage oder Situation.