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Schöpfungsmythen aus aller Welt

Von Tania Konnerth

"Warum die Erde rund ist: 111 Schöpfungsmythen, gesammelt und neu erzählt" von Tim Krohn. – Eichborn: Berlin, 2008. – 192 S. – ISBN: 3821858397. – ca. 17,- EUR (gebunden)

Dieses eigenwillige Buch muss man sich erarbeiten.

Vom Titel her weiß man, dass es um Schöpfungsmythen geht, aber das ist auch alles. Und so findet man sich auf der ersten Seite bereits in einer Geschichte, die sich allerdings als Rahmenhandlung herausstellen soll. Ob man hier nun verwirrt oder neugierig reagiert, dürfte je nach Lesertyp unterschiedlich sein. Es folgen 111 Geschichten konsequent mit "Erste sternklare Nacht", "Zweite sternklare Nacht" usw. durchgetitelt. Diese Überschriften kommen aus der Rahmenhandlungsgeschichte und am Ende jeder Geschichte gibt es genau auf diese auch wieder einen Rückbezug.

Schöpfungsgeschichten sind ja oft schon auf eine seltsame Art verstörend, denn sie präsentieren sich meist nicht gefällig, sondern bildgewaltig und nicht selten blutrünstig. Die Entscheidung des Autors diese Geschichten nun in eine weitere einzubetten, macht es für den Leser nicht leichter, den Stoff zu verarbeiten. Aber das Buch wirkt auch nicht so, als wolle es jemanden etwas leicht machen. Das muss man mögen oder man wird mit dem Buch nicht klarkommen.

Die Illustrationen von Kat Menschik sind treffend und unterstreichen das merkwürdige Gefühl des Aufgewühltseins beim Lesen der Geschichten.

Sehr schade ist, dass man die Herkunft der Schöpfungsgeschichten nicht als Quelle gleich bei der Geschichte nachlesen kann. Diese sind leseunfreundlich und äußerst knapp am Ende in einer Liste aufgeführt.

Fazit: Ein ungewöhnliches, sperriges Buch, das weniger für die breite Masse geeignet ist, als für Leser/innen, die eine Herausforderung lieben.

Bewertung: Ohne Bewertung, da hier entscheidend ist, ob man überhaupt einen Zugang zu dem Buch findet.

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