Kontakt
Facebook
Twitter
RSS
Gästebuch
Wöchentlicher Newsletter

Der entspannte Bogen

entspannter bogen

Es heißt, dass der alte Apostel Johannes gern mit seinem zahmen Rebhuhn spielte.

Nun kam eines Tages ein Jäger zu ihm. Verwundert sah er, dass ein so angesehener Mann wie Johannes einfach spielte. Konnte der Apostel seine Zeit nicht mit viel Wichtigerem als mit einem Rebhuhn verbringen?

So frage er Johannes: “Warum vertust du deine Zeit mit Spielen? Warum wendest du deine Aufmerksamkeit einem nutzlosen Tier zu?”

Verwundert blickte Johannes auf. Er konnte gar nicht verstehen, warum er nicht mit dem Rebhuhn spielen sollte.

Und so sprach er: “Weshalb ist der Bogen in deiner Hand nicht gespannt?”

Der Jäger antwortete: “Das darf nicht sein. Ein Bogen verliert seine Spannkraft, wenn er immer gespannt wäre. Er hätte dann, wenn ich einen Pfeil abschießen wollte, keine Kraft mehr. Und so würde ich natürlich das anvisierte Ziel nicht treffen können.”

Johannes sagte daraufhin: “Siehst du, so wie du deinen Bogen immer wieder entspannst, so müssen wir alle uns immer wieder entspannen und erholen. Wenn ich mich nicht entspannen würde, indem ich z.B. einfach ein wenig mit diesem – scheinbar so nutzlosen – Tier spiele, dann hätte ich bald keine Kraft mehr, all das zu tun, was notwendig ist. Nur so kann ich meine Ziele erreichen und das tun, was wirklich wichtig ist.”

Quelle:  ”Die Wow-Präsentation
von Wolf W. Lasko und Iris Seim,
Geschichte leicht geändert

  1. Kerstin Werner schreibt am 15. März 2012 um 12:00

    Ja, Pausen im Leben sind wichtig!
    Schöne Geschichte...

  2. Sylvia schreibt am 18. März 2012 um 06:43

    Sehr inspirierende und stimmige Geschichte. Die Aussage darin , kann ich nur bestätigen.Wir neigen dazu aus den unterschiedlichsten Gründen den "Bogen immer gespannt" halten zu wollen. Das daß auf Dauer nicht möglich ist, hab ich auch erfahren müßen. Leider lernt man etwas manchmal erst, wenn man den "Bogen überspannt" hat, bzw. "auf der Nase liegt", aber immerhin man bzw. Frau hat gelernt daraus.

    Danke für die schöne Geschichte

    Sylvia

  3. Alexander Beck schreibt am 20. März 2012 um 10:41

    schöne Inspiration. Erinnert mich ein wenig an Buddhismus. Der Weg zur Erleuchtung, durch den Weg der Mitte. Wenn Du die Saiten eines Instruments zu stark spannst, reißen sie. Wenn Du sie zu schwach spannst, kannst Du nicht darauf spielen.
    Gruß
    Alexander

  4. Bamgeline schreibt am 26. April 2012 um 22:36

    Alles imgleichgewicht... Das ist das wichtigste