Die 11 effektivsten Selbstcoaching-Methoden in einem Selbstlernkurs

Affirmationen – Ein praktischer Weg zu Wachstum, Veränderung und Heilung

Affirmationen

Affirmationen zu nutzen, ist eine der einfachsten und bekanntesten Methoden, wenn es darum geht, sich selbst zu ändern. Falls Sie nicht wissen, was eine Affirmation ist, finden Sie hier eine kurze Erklärung: Eine Affirmation ist ein selbstbejahender Satz, den wir uns selbst wieder und wieder sagen, um unsere Gedanken umzuprogrammieren.

Das Ziel dabei ist, unser Verhalten und unsere Gefühle zu dauerhaft zu verändern. Denn Denken, Fühlen und Handeln hängen wechselseitig zusammen und wenn ich meine Gedanken durch Affirmationen dauerhaft ändere, dann ändert sich nach einer Weile auch mein Verhalten und auch meine Gefühle ziehen nach. Das klappt zwar nicht immer so gradlinig, aber doch erstaunlich oft. Vor allem, wenn man einige Regeln befolgt, die Sie im Laufe dieses Textes kennenlernen werden. Wie funktioniert das nun genau mit den Affirmationen? Dazu ein Beispiel: Wenn ich mir wünsche, selbstbewuster zu werden, dann kann ich die folgende Affirmation wieder und wieder im Geiste vor mir hersagen:

Zum Herunterladen

Hier finden Sie zu einige fertige Affirmationen zu den Themen:

  • Vertrauen
  • Gesund abnehmen
  • Liebespartner finden
  • Selbstorganisation

Diese Affirmationen können Sie für Ihr Training einsetzen.

Affirmationen hier herunterladen

“Ich glaube jeden Tag mehr daran, dass ich wichtig bin und dass ich zähle.”

oder

“Ich glaube an mich. Jeden Tag mehr und mehr.”

Und wenn Sie sich diese Affirmationen eine Weile lang selbst sagen, dann wird sich das positiv auf Ihr Selbstbewusstsein auswirken – Sie programmieren sich gleichsam darauf, selbstbewusster zu werden. Sie ersetzen Ihre Zweifel und negativen Gedanken über sich selbst durch positive – und das wirkt.

Vorsicht Falle: Direkte Formulierungen

Manch ein Affirmations-Kenner wird jetzt bei den Beispielen von oben Folgendes sagen: Das ist ja gar keine Affirmation. Die ist ja gar nicht in der Gegenwartsform (Ich bin …) formuliert und diese Sätze sind ja viel zu lang. So eine Affirmation muss vielmehr so lauten:

“Ich bin selbstbewusst.” oder “Ich bin schön.”

Und genau darin liegt meiner Ansicht nach die Ursache dafür, warum Affirmationen bei so vielen Menschen überhaupt nicht funktionieren: Solche direkten Form von Affirmation haben einen gravierenden Nachteil. Wenn wir uns sagen: “Ich bin schön” melden sich bei vielen von uns sofort die inneren Zweifler zu Wort und sagen:

  • Das glaubst du doch selbst nicht.
  • Mach dir nur etwas vor.
  • Was soll der Quatsch?

Und letztlich stärken wir dann dadurch unsere Zweifel und nicht das, was wir eigentlich stärken wollten (zum Beispiel unser Selbstbewusstsein). Deswegen ist es für die meisten von uns wichtig, dass wir unsere Affirmationen eher indirekt formulieren. Statt: “Ich bin selbstbewusst” umschreiben Sie die Sache lieber vorsichtig. Zum Beispiel: “Ich kann mir erlauben, für mich einzustehen” Oder: “Ich darf meine Meinung sagen” Oder: “Ich traue mich jeden Tag mehr und mehr einfach ICH zu sein” Ob für Sie eher direkte oder indirekte Affirmation das Richtige sind, müssen Sie selbst herausfinden, das ist für jeden anders. Hier können Sie sich aber gut von Ihrem Gefühl leiten lassen. Sprechen Sie eine Affirmation einfach einmal aus und hören Sie dann in sich rein. Fühlen Sie sich wohl mit der Affirmation, dann bleiben Sie dabei. Hören Sie innere Zweifel, verspannen Sie sich innerlich oder fühlen Sie sich einfach unwohl mit dem Satz, dann sind Sie auf dem falschen Weg. Wählen Sie einfach die Formulierungen, zu denen Sie innerlich “Ja” sagen können und bei denen Sie ein gutes Gefühl haben.

Wie entwickelt man eine Affirmation?

Ok, wie entwickelt man nun eine Affirmation? Das ist ganz einfach: Formulieren Sie einfach, wie Sie es gerne hätten. Wenn Sie schlank sein wollen, dann sagen Sie “Ich bin schlank” oder “Ich kann mir erlauben, jeden Tag ein bisschen schlanker zu werden, bis ich mein Wunschgewicht erreicht habe.” Oder wenn Sie sich mehr Wohlstand wünschen, dann sagen Sie sich: “Ich bin wohlhabend” oder “Ich genieße Wohlstand und Fülle in meinem Leben” oder “Ich erlaube mir, mehr Geld zu verdienen”. Oder wenn Sie sich einen Partner wünschen, dann sagen Sie sich: “Ich bin offen für eine neue Partnerschaft” oder “Ich erlaube mir, jeden Tag anziehender und anziehender zu werden” Sie können sich auch fragen: “Welcher Weg führt dahin?” und dann ausgehend von den Antworten Affirmationen formulieren. “Ich will schlank werden und welcher Weg führt dahin?” Antwort: 1) ich esse leichte und gesunde Sachen 2) ich treibe regelmäßig Sport. Affirmation: “Ich kann mir erlauben, mich leicht und gesund zu ernähren. Ich bekomme immer mehr Spaß daran, mich zu bewegen. Ich komme meinem Traumgewicht immer näher. Ich kann mir erlauben, schlank zu sein.” Wie schon geschrieben: Probieren Sie einfach ein bisschen rum und wählen Sie eine Formulierung mit der Sie sich wohlfühlen und denken Sie nicht zu viel darüber nach, ob das nun richtig oder falsch formuliert ist. Im Zweifelsfall hilft die Affirmation:

“Ich vertraue darauf, dass ich das mit meinen Affirmationen genau richtig mache.” :-)

Wie Sie dauerhaft zu mehr Gelassenheit und inneren Frieden kommen …

Und hier noch einige Satzfragmente, die sich gut für indirekte Affirmationen eignen:

  • Ich darf …
  • Ich kann mir erlauben …
  • … jeden Tag mehr und mehr …
  • … immer mehr und mehr …
  • Es ist gut für mich …
  • Ich genieße es …
  • Ich werde jeden Tag …
  • Schon bald merke ich, dass …
  • Ich freue mich darauf …

Ausgehend von Problemen Affirmationen entwickeln

In den Beispielen unter “Wie entwickelt man eine Affirmation?” ging es darum, Affirmationen für Ziele zu entwickeln, wie zum Beispiel “schlank sein” oder “mehr Selbstbewusstsein”. Sie können Affirmationen auch nutzen, um Probleme zu bearbeiten, wenn Sie also weg von etwas Unerwünschtem wollen. Zum Beispiel “Keine Angst mehr haben” oder “Nicht mehr krank sein”. Der Trick ist hier, das Problem (wovon will ich weg) in ein Ziel (wo will ich hin) umzuwandeln. Denn wenn Sie im Restaurant sagen, ich will keine Pizza, dann weiß der Kellner trotzdem nicht, was er Ihnen bringen soll. Und so ist es im Leben irgendwie oft auch. Man muss sagen, was man will, damit man es bekommt. Wer den ganzen Tag nur rumnölt, was ihm alles nicht gefällt, der bekommt selten wie durch ein Wunder das, was er eigentlich haben wollte. Man bekommt dann gar nichts. Deswegen ist es wichtig, seinen Fokus auf das zu richten, was man will und nicht auf das, was man nicht mehr will. Die Zauberfrage in diesem Zusammenhang ist: “Was will ich anstelle dessen?” Wenn Sie sich zum Beispiel zu oft Sorgen machen und darunter leiden, dann überlegen Sie sich einfach, was Sie anstelle der Sorgen haben wollen. Zum Beispiel: Das Vertrauen, dass alles gut wird. Und die Affirmation könnte dann sein:

“Ich vertraue dem Leben” oder “Alles wird gut” oder “Ich erlaube mir jeden Tag mehr dem Leben zu vertrauen”.

Nicht für andere entscheiden

Eine beliebte Falle bei Affirmationen ist die, ein Ziel zu formulieren, das nicht im eigenen Einflussbereich liegt. Ich kann mit Affirmationen ja letztlich nur meine eigenen Gedanken beeinflussen. Deswegen bringt es nichts, so etwas zu formulieren, wie:

“Mein Freund liebt mich immer mehr”. (Falsch)

oder

“Mein Chef wird immer freundlicher zu mir”. (Falsch)

Der Freund und der Chef haben ihren eigenen Kopf und denken ihre eigenen Gedanken. Und die können wir mit unseren Affirmationen schlecht beeinflussen. Und wenn wir versuchen, andere zu ändern, dann kämpfen wir einen Kampf, den wir nicht gewinnen können. Deswegen sollten Affirmationen am besten auf uns selbst bezogen sein. Wenn Sie mit anderen Menschen ein Problem haben, dann können Sie sich höchstens fragen: “Wie kann ICH damit besser umgehen?” oder “Was kann ICH tun?” oder “Was sind MEINE Bedürfnisse und was kann ICH tun, damit diese erfüllt werden?” Und dann würde vielleicht eine Affirmationen dabei herauskommen, wie:

“ICH liebe meinen Freund auf eine gesunde Art und Weise”

oder

“ICH komme jeden Tag besser und besser mit meinem Chef zurecht, egal was er tut”.

Wenn Sie Affirmationen gefunden haben…

Ok… wenn Sie sich nun einige Affirmationen ausgedacht haben … wie setzen Sie die Affirmationen nun ein, um sich positiv zu verändern? Da gibt es viele Möglichkeiten. Sie können Ihre Affirmationen:

  • im Geiste vor sich hersagen
  • Sie können sie auswendig lernen
  • Sie können sie laut sagen, im Auto oder vor dem Spiegel
  • Sie können sie singen
  • Sie können diese auf Zettel schreiben und dorthin kleben, wo Sie sie oft sehen
  • Sie können sie sich selbst per E-Mail schicken
  • Sie können sie wieder und wieder aufschreiben, per Hand oder am Computer
  • Sie können sie aufnehmen und sich anhören
  • Sie können einen Freund bitten, Ihnen die Affirmation in “Du-Form” ins Ohr zu flüstern (Zum Beispiel: Du darfst vertrauen haben).
  • Sie können sie sich auf T-Shirt drucken lassen.
  • Sie können Ihren Bildschirmschoner damit füttern
  • Sie können sich in PowerPoint eine Präsentation basteln und sich diese täglich anschauen
  • und und und …

Das Ziel ist ja, die Affirmationen zu verinnerlichen und zum automatischen Teil Ihres Denkens zu machen. Und wie Sie das anstellen, ist ganz Ihrer Kreativität überlassen. Möglichkeiten gibt es genug.

Am Anfang ist es seltsam

Bei der Anwendung von Affirmationen ist eines wichtig zu wissen: Wenn Sie Ihr Affirmationstraining ein paar Tage gemacht haben, merken Sie normalerweise die ersten Ergebnisse. Manchmal merken wir, dass wir unserem Ziel schon ein kleines bisschen näher gekommen sind. Aber manchmal gibt es auch eine sogenannte Erstverschlimmerung, so wie in der Homoöpathie. Es wird also erst einmal kurz schlimmer, bevor es besser wird. Ist ja irgendwie auch verständlich. Da bäumen sich dann unsere alten Denk-Gewohnheiten noch einmal auf, bevor Sie von den neuen, besseren Gedanken ersetzt werden. Deswegen fühlt sich für viele Menschen das Affirmationstraining in den ersten Tagen seltsam an. Das ist normal. Nehmen Sie das bitte nicht zum Anlass, wieder aufzuhören. Halten Sie diese Phase aus und machen Sie weiter mit Ihrem Training. Wenn sich dieses seltsame Gefühl allerdings nach ein paar Tagen nicht gelegt hat, dann ist das ein Hinweis, dass Sie sich selbst zu viel Druck machen oder dass Sie nicht die richtigen Affirmationen ausgewählt haben. Und die folgende Affirmation hift Ihnen dabei, mit diesen Anfangsschwierigkeiten besser umzugehen:

“Ich erlaube meinen Affirmationen immer besser und besser zu wirken. Mein Affirmations-Training macht mein Leben jeden Tag in kleinen Schritten besser und besser. Ich genieße es, mich zu entwickeln und als Mensch zu wachsen.”

Wenn Sie mit Affirmationen arbeiten, ist es übrigens grundsätzlich eine gute Idee, solche Affirmationen wie diese im vorherigen Absatz in Ihr Training einzubauen, denn dadurch bejahen und bestätigen Sie Ihr Training und dadurch kommen Sie normalerweise schneller zum Ziel, weil Sie den Prozess der Veränderung damit selbst fördern.

Die Stolperfalle

Und jetzt zum wichtigsten Punkt: Es gibt beim Arbeiten mit Affirmationen eine große Stolperfalle, DIE Stolperfalle sozusagen. Viele Menschen fangen an, ihre Affirmationen zu verinnerlichen und hören dann viel zu früh damit auf. Und dann wundern sie sich, dass es nichts gebracht hat. Dann hört man oft: “Affirmationen haben bei mir nicht funktioniert.” Ja konnten sie auch nicht, weil derjenige viel zu früh aufgehört hat. Bis Sie Ihre Affirmationen wirklich verinnerlicht haben, braucht es abhängig vom Thema und der der Intensität Ihres Affirmations-Trainings ca. 30-90 Tage. Und in diesen 30-90 Tagen müssen Sie sich Ihre Affirmationen möglichst täglich einprägen. Uh, das klingt anstrengend? Ist es aber eigenlich gar nicht. Denn 10-20 Minuten können wir doch täglich immer irgendwo reinquetschen. Die Herausforderung ist eher, es nicht zu vergessen. Es ist letztlich eine Frage wie ernst Sie die Sache nehmen. Wer es ernst meint, der sorgt dafür, dass er es nicht vergessen kann und sorgt auch dafür, dass man sich selbst nicht austricksen kann. “Da muss ich mich nicht dran erinnern, da denke da schon von alleine dran.” Aber genau das ist die Stimme unserer inneren Widerstände, die am liebsten alles beim Alten lassen wollen. Und Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie eine Sache einfach aus den Augen verloren und vergessen, die eigentlich gut für Sie gewesen wäre? Wie gut hat Ihre Erinnerung da funktioniert? Wenn Sie es also ernst meinen, dann sorgen Sie dafür, dass Sie Ihr Affirmationstraining narrensicher ist, 100%ig, mit Sicherheitsnetz versehen, so dass Sie es garantiert nicht vergessen können. Stellen Sie sich vor, Sie wären sehr, sehr vergesslich und müssten aber jeden Tag eine bestimmte Tablette nehmen, weil Sie sonst mausetot umfallen würden. Wie würden Sie dann sicherstellen, dass Sie Ihre Tablette nicht vergessen können? Wie würden Sie sich in dieser Situation an Ihre Tablette erinnern? Und genau den gleichen Erinnerungs-Mechanismus verwenden Sie dann für Ihr Affirmations-Training. Eine schöne Affirmation in diesem Zusammenhang ist auch:

“Ich kann mir erlauben, jeden Tag an mein Affirmationstraining zu denken und es jeden Tag mehr und mehr genießen.”

So jetzt haben Sie alles, was Sie für ein erfolgreiches Affirmationstraining brauchen. Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß und viele, viele positive Veränderungen in Ihrem Leben. Übrigens finden Sie oben rechts auf dieser Seite einige PDF-Dokumente, auf denen Sie einige Ideen für Affirmationen zu verschiedenen Themen finden. Wir werden diese Reihe in nächster Zeit auch durch die verschiedensten Themen ergänzen. Also schauen Sie ruhig öfter vorbei. Oder abonnieren Sie unseren Newsletter, da weisen wir auch auf die neuen Affirmations-Blätter hin.

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