Tipps und Tricks rund um das kreative Schreiben

Haben Sie Lust auf das kreative Schreiben? Aber Sie glauben vielleicht, dass es dafür viel Vorbereitung, Material, Vorwissen und dergleichen braucht, um loslegen zu können? Das stimmt nicht! Hier finden Sie einige hilfreiche Tipps für den Schreibstart.

Was Sie wirklich brauchen

Das Wichtigste haben Sie bereits – Sie können lesen und schreiben! :-) Ansonsten brauchen Sie für den Start einen Stift und ein Blatt Papier.

Und darüber hinaus brauchen Sie nur noch etwas Mut. Mut, Worte aufs Papier zu bringen.

Was Sie zunächst nicht brauchen

Sie brauchen für den Beginn keine Anleitungen, Stilguides oder Rechtschreibregelbücher. Sie müssen weder die Kommataregeln perfekt beherrschen, noch müssen Sie Wörterbücher auswendig lernen. Sie brauchen keine Richtlinien und keine Kritiker.

All das behindert die meisten Menschen dabei, einfach munter drauf loszuschreiben. Aber genau das ist ganz wichtig. Schreiben lernt man nur durch das Schreiben. Egal, wie viele Fehler Sie machen, egal, ob die Texte zu lang, umständlich oder fad sind – wichtig ist, dass Sie schreiben!

Was hilfreich ist

Sehr nützlich ist, wenn Sie eine möglichst große Lust zum Schreiben mitbringen. Fabulierlust, Dichtlaune, Erzählfreude – das sind wertvolle Motivationsquellen.

Hilfreich können auf längere Sicht Wörterbücher sein. Die meisten Menschen nutzen im Alltag einen mehr oder weniger begrenzten Wortschatz – den so genannten aktiven Wortschatz. Über die Begriffe, die wir automatisch täglich nutzen hinaus, kennen wir aber viel mehr Wörter – das ist der passive Wortschatz. Leider fallen uns Wörter nicht immer dann ein, wenn wir sie brauchen. Und genau dafür sind Wörterbücher eine feine Sache.

Ich würde, wenn Sie merken, dass Sie dauerhaft schreiben möchten, die Anschaffung folgender Werke empfehlen:

  • Ein Wörterbuch der deutschen Sprache - Ein solches Werk dient als Nachschlagewerk oder auch zum Stöbern zwischendurch. Sie können sich angewöhnen, täglich für 10 Minuten darin zu blättern und werden damit Ihren Wortschatz ganz automatisch stetig erweitern. Sie sollten hier ein möglichst umfangreiches Werk wählen. Die kosten zwar mehr, aber wenn es darum geht, den Wortschatz zu erweitern, dann sollte das Buch möglichst viele Begriffe beinhalten.
  • Ein Synonymlexikon - Das ist für den alltäglichen Gebrauch sehr nützlich. Wer schreibt, wird immer wieder an einen Punkt kommen, wo man ein Wort schon mehrfach benutzt hat – aber es fällt einem einfach kein anderer Ausdruck dafür ein. Ein Blick in ein Synonymlexikon zeigt eine Fülle an sinnverwandten Begriffen, so dass Sie Ihre Texte reicher und bunter gestalten können.

Extra-Tipp: Viele Textverarbeitungsprogramme, wie z.B. Word, bieten auch einen so genannten “Thesaurus”, mit dem Sie oft schon ein gutes Stück weiterkommen können.

Was es sonst noch gibt

Wer mit dem Schreiben beginnt und sich ein bisschen umschaut, wird schnell auf eine Fülle von Möglichkeiten stoßen, sich damit zu befassen.

Schreibforen, Schreibzirkel u.ä.

Zunächst können Sie mit anderen Schreiberlingen in Kontakt kommen. Im Internet gibt es z.B. viele Seiten mit Schreibforen und Schreibwerkstätten und im “realen Leben” Schreibzirkel und dergleichen mehr.

Kontakte zu anderen Schreibern können sehr inspirierend, aber auch ausgesprochen frustrierend sein. Hier ist empfehlenswert, sich vorher gut zu überlegen, was man sich “zumuten” will. Schreibforen, in denen Texte regelmäßig zerfetzt und auseinander genommen werden, sind etwas, das sich meiner Ansicht nach gerade Schreibanfänger/innen nicht antun sollten. Achten Sie auf eine angenehme, sympathische und wohlwollende Atmosphäre.

Seminare, Workshops u.ä.

Es gibt auch Workshops und Seminare zu den verschiedensten Themen rund um das Schreiben. Von mir gibt es z.B. einen Selbstlernkurs Kreatives Schreiben, der sich speziell an Einsteiger richtet oder einen Selbstlernkurs zum autobiografischen Schreiben, der für alle ist, die ihre eigene Lebensgeschichte schreiben erforschen möchten. Es gibt aber auch Fachseminare z.B. zum journalistischen Schreiben, Werbetexten und mehr.

Ob solche Kurse sinnvoll sind oder nicht, lässt nicht verallgemeinernd beantworten. Es gibt Menschen, die sich sehr gut aus sich selbst heraus motivieren können. Andere brauchen einige Anstubser von außen, um in Schwung zu kommen. Einigen fallen Schreibthemen zuhauf ein, andere tun sich mit der Themenfindung eher schwer.

( Tipp: Wie Sie in 7 Tagen eine richtig gute Entscheidung treffen. )

In solchen Kursen werden in der Regel Methoden vermittelt und Themen angeboten, so dass Sie einen äußeren Rahmen für das Schreiben bekommen. Auch erfahren Sie etwas darüber, wie Ihre Texte auf andere Menschen wirken und Sie finden in dem, was Sie von anderen lesen können, Inspirationen. Auch hier würde ich Ihnen empfehlen, darauf zu achten, dass es sich um konstruktives Feedback und nicht um vernichtende Kritik oder auch “Korrekturen” handelt.

Die Frage, ob solche Kurse online oder “real” besser sind, ist eine Frage des Geschmacks – manch einem liegt die Online-Arbeit mit der freien Zeiteinteilung, andere brauchen einen realen und direkten Kontakt zur Lehrperson.

Tipp: Stellen Sie immer schon im Vorfeld all Ihre Fragen, damit Sie klären können, ob ein Angebot für Sie sinnvoll ist oder nicht.

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