Entscheidung über Leben und Tod
Von Tania Konnerth
"Beim Leben meiner Schwester" von Jodi Picoult. – München: Piper, 2006. – ISBN: 3-4922-4796-2. – ca. 9,- EUR
Was für eine Geschichte: Anna Fitzgerald wurde von ihren Eltern künstlich gezeugt, um ein optimaler Spender für ihre an Leukämie erkrankte Schwester zu sein. So wurde sie über die Jahre zu vielfachen Operationen und Spenden genutzt. Anna ist inzwischen 13 und nun braucht Kate eine Niere. Anna weigert sich zum ersten Mal in ihrem Leben und schaltet einen Anwalt ein.
Diese Geschichte wird aus den verschiedenen Blickwinkeln der beteiligten Personen erzählt, was einem beim Lesen sehr eindringlich schildert, wie vertrackt die ganze Situation ist. Man kann selbst nicht unbetroffen bleiben und versucht, einen eigenen Standpunkt zu finden – aber wie würde man tatsächlich entscheiden?
Die eingestreute Liebesgeschichte ist für die eigentliche Geschichte unwichtig, stört aber auch nicht übermäßig. Das Ende hingegen ist schwach, weil sich die Autorin damit leider selbst aus der Verantwortung stiehlt. Trotz der Schwächen ein empfehlenswertes und mitreißendes Buch.
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