Geschichten über Menschen – Geschichten über das Leben
Von Tania Konnerth • Ein Kommentar
Die Brooklyn-Revue von Paul Auster. – Reinbek: Rowohlt, 2006. – ISBN: 3-4980-0066-7 . – ca. 20,- EUR (gebunden)
Ich muss zugeben, dass ich als echter Paul-Auster-Fan natürlich nicht wirklich objektiv bin, wenn es darum geht, einen Roman von ihm zu rezensieren. Aber ich habe auch schon Bücher von ihm gelesen, mit denen ich nicht so viel anfangen konnte. "Die Brooklyn-Revue" hingegen für mich eines seiner besten.
Die Handlung ist schnell zusammengefasst: Nathan Glass steht nach seiner überstandenen Krebserkrankung, seiner Frühpension und seiner Scheidung an dem Punkt, noch einmal neu zu beginnen. Er zieht nach Brooklyn und trifft nach langer Zeit seinen Neffen Tom wieder. Und von da an sorgt das Schicksal für allerlei Begegnungen und Geschehnisse, die ihr Ende dann an einem Tag finden, der weltweit als der 11.September in die Geschichte eingehen wird.
Viel wichtiger als die eigentliche Handlung sind die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Paul Auster so kunstvoll wie geschickt vor uns ausbreitet. Wir lernen hier tatsächlich Menschen kennen, nicht nur Figuren. Charakterköpfe und Persönlichkeiten und damit folgt dieses Buch dem, womit er bereits bei "Smoke" und "Blue in the face" begeister hat. Es geht um das Leben und um das Sterben, um die Liebe, um das Erwachsenenwerden und vieles mehr. Paul Austers Sprache, sein Stil, die Bilder, die er erschafft und seine Erzählweise – all das ist wie immer genial und ich war richtig traurig, als ich ans Ende dieses wundervollen Romans kam.
Fazit: Wieder einmal ein wundervoller Paul Auster – nicht nur Fans geeignet, sondern vor allem auch für alle, die es werden möchten.
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Wunderbar, diese Rezension. Die Brooklyn-Revue (engl. The Brookly Follies, der deutlich bessere Titel) ist definitv mein derzeitiges Lieblingsbuch. Und der Grund, jetzt endlich anzufangen, auch die anderen Auster zu lesen.
*Tania Konnerth schreibt:*
Jep, das seh ich ganz genauso! :-)
Danke für die Rückmeldung,
Tania, vom "Zeit zu leben"-Team