Über das Zuhören und das Leben
Von Tania Konnerth
"Die Symphonie des Augenblicks" von Mattia Signorini. – München: Kailash, 2010. – 224 S. – ISBN-10: 3- 4246-3018-7. – ca. 18,- EUR (gebunden)
"Die Symphonie des Augenblicks" ist die Geschichte von Green Talbot, der eine besondere Gabe hat: er kann zuhören. Er kann so gut zuhören, dass er auch die Sprache von Diestelfinken und Möwen versteht. Das zusammen mit seiner Eigenart, ausgesprochen neugierig zu sein, lässt ihn viel erleben. Er reist von England nach Amerika und wieder zurück nach Europa, trifft auf die verschiedensten Menschen, erlebt Gefährliches, Wunderliches und Phantastisches und lernt zu guter letzt auch die Liebe kennen.
Der junge, italienische Schriftsteller Mattia Signorini hat hier ein ganz wundervolles Buch geschrieben. Die Geschichte erinnert entfernt an Forrest Gump, aber geschaffen hat er etwas ganz eigenes. Es finden sich faszinierende Szenen in den Buch, die einen nach dem Lesen noch lange begleiten. Die Charaktere sind so gezeichnet, dass sie eigene Bilder im Kopf entstehen lassen und man hat das Gefühl, manche von ihnen wirklich kennen gelernt zu haben. Die Sprache fließt und nichts stört den Lesegenuss.
Schon das schöne Cover des Buches zog mich in seinen Bann – und ich wurde beim Lesen dann keine Seite lang enttäuscht. "Die Symphonie des Augenblicks" ist eine Geschichte über Menschen und das Leben, über Abenteuer, Persönlichkeiten und die verschiedenen Wege, die man im Laufe der Zeit einschlägt.
Fazit: Ein sehr schön geschriebener, inspirierender Roman, der lange in einem nachklingt.
Bewertung: ![]()
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