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Scheitern Sie doch mal!

Von Tania KonnerthEin Kommentar

"Lässig scheitern: das Erfolgsprogramm für Lebenskünstler " von Ute Lauterbach. – München: Kösel, 2007. – ISBN-10: 3-4663-0759-7. – ca. 13,- EUR (gebunden)

Inhaltlich bietet "Lässig scheitern" einen interessanten Denkansatz: Nämlich den, dass wir zum Scheitern bereit sein müssen (und im Idealfall das Scheitern eben ganz lässig annehmen), um Glückseligkeit erleben zu können. Wer Angst vor dem Scheitern hat, ist unfrei und verkrampft. Nur wer auch mit Niederlagen klarkommt, kann wirklich erfolgreich sein.

So weit, so gut.

Nun hat Ute Lauterbach für die Präsentation dieses Ansatzes einen streckenweise verwirrenden Weg gewählt. In dem Buch wird der "Club der gescheiterten Männer" vorgestellt, dem ein Franz-Josef und ein Werner angehören und von dem ein Gustav der Präsident ist. So soll gleichsam anhand von Fallbeispielen die Philosophie des Buches vermittelt werden. Ob das allerdings so gelingt, ist doch fraglich. Etliche Leser/innen werden sich sicher fragen, wer diese Männer eigentlich sind, ob sie real oder ausgedacht sind, denn es sind Interviews von ihnen zu lesen und gerade Gustav äußerst sich durchgehend über den Club, dem die Leser/innen beitreten sollen.

Meiner Einschätzung nach dürften die spezielle Art dieses Buches und der betont flapsige Schreibstil verbunden mit der Tatsache, dass man Ute Lauterbachs ironischen Humor mögen muss, "Lässig scheitern" zu einem Buch für eine ausgewählte Zielgruppe machen – allen voran dürften die Fans der Autorin Freude daran haben. Für alle, die Ute Lauterbach noch nicht kennen, empfiehlt sich eines ihrer anderen Bücher zum Einstieg, wie z.B. Werden Sie Ihr eigener Glückspilot (aus dem in "Lässig scheitern" übrigens auch zitiert wird).

Fazit: Ein schmaler Band mit einem interessanten Ansatz, aber einer Darstellung, die nicht jedem liegen dürfte.

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

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  1. Ekbert-Joachim Lienhart schreibt am 4. November 2007 um 17:12

    Hiho,
    zum Thema 'Achtsamkeit und Entscheidungen' :

    Der 'Magier' übt sich geradezu in Entscheidungen. Einmal getroffene Entscheidungen dürfen nur im äussersten Notfall
    zurückgenommen werden. Warum? Weil das Unbewusste - das ja
    grenzenlos über die eigene Person hinausreicht - sich sofort an die Arbeit macht, die getroffene Entscheidung zu realisieren. Wer sich im einen Augenblick mal so, dann wieder andersrum entscheidet, dem kann natürlich keine Hilfe zuteil werden.
    Herzlichst E.J.