Konflikte konstruktiv klären
Von Tania Konnerth
"Praxisbox Konfliktklärung in Teams & Gruppen: praktische Anleitung und Methoden zur Mediation in Gruppen" von Christian Bähner, Monika Oboth und Jörg Schmidt. – Paderborn: Junfermann, 2008. – ISBN: 3-8738-7679-5. – ca. 40,- EUR (feste Box mit 291 Karten, alle farbig illustriert)
Die Zusammenarbeit in Teams und Gruppen verläuft nicht immer harmonisch – im Gegenteil: häufig wird eine so genannte "Mediation" nötig: eine professionelle Konfliktklärung. Bei der Mediation geht es darum, "Win-Win-Situationen" zu finden, also Situationen, die für alle Beteiligten eine Verbesserung darstellen und nicht nur einen Kompromiss. Um das zu schaffen, ist einiges an Methoden- und Kommunikations-Knowhow nötig und genau das will die vorliegende Box bieten.
Die "Praxisbox Konfliktklärung in Teams & Gruppen" besteht aus einer festen Pappbox, in der Sie einen dicken Stapel Karten im Format DinA5 finden. Fast 300 Karten (beidseitig bedruckt) mit geballtem Wissen und praktischen Übungen – da hat man einiges zu tun, um alles durchzuarbeiten.
Schnell wird klar, dass hier aus der Praxis für die Praxis geschrieben wurde, denn die Inhalte, Beispiele und Übungen sind konsequent für die praktische Anwendung gemacht. Geeignet sind die Karten nicht nur für Mediatoren, sondern für alle, die Teams leiten oder begleiten oder Gruppenprozesse moderieren. Die meisten Karten sind zum (Er)Lernen gedacht, einige können aber auch direkt in der Praxis eingesetzt werden (Checklisten).
Damit, wie man am besten mit der Kartei lernen kann, wird man ein bisschen allein gelassen – hier wäre ein praktische Anleitung für all jene, die gerne an die Hand genommen werden, hilfreich gewesen. So muss man sich selbst eine Lernstrategie erarbeiten. Eine große Hilfe stellt dafür die Inhaltskarte da, da man mit ihr einen Überblick bekommt und gezielt entscheiden kann, wie man vorgehen möchte, um sich den Stoff anzueignen. Es bietet sich an, von der Inhaltskarte eine vergrößerte Kopie zu erstellen, so dass man dort notieren kann, welche Karten man in welcher Reihenfolge durcharbeiten will bzw. durchgearbeitet hat. Überhaupt ist es empfehlenswert, Notizen, Fragen und Anmerkungen gleich auf die Karten zu machen (dazu findet sich mal mehr, mal weniger Platz) oder ggf. Post-it-Notes zu nutzen. Eine Alternative ist, ein Blanko-Buch zu nehmen, wo man dann die Karten in die Seiten legen kann und dort die Notizen dazu führen kann.
Fazit: Ein exzellentes Werkzeug zum Thema Mediation für Menschen, die sich Wissen gerne selbstständig aneignen und dafür keinen festen Rahmen brauchen.
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