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Lauter gute Fragen

Von Tania KonnerthEin Kommentar

"Table Talk: 110 verblüffende Fragen für Gespräche mit Herz und Verstand" von Gertrud Hirschi. – München: Ariston / Hugendubel, 2008. – ISBN-10: 3720540502. – ca. 15,- EUR (Box mit 111 Kärtchen und einer Anleitung)

Gute Fragen können wundervolle Gespräche auslösen – spannende, tief gehende und alle Seiten bereichernde. Genau diese Idee ist die Grundlage für das vorliegende Kartenset, mit dem Gertrud Hirschi 111 Fragen bereitstellt, die für eben solche Gespräche sorgen sollen.

Unter den Fragen sind Klassiker wie "Du bist für drei Monate auf einer einsamen Insel. Welche drei Gegenstände würdest du mitnehmen?", Erinnerungsanregungen wie "Wofür hast Du als Kind einmal richtig großen Ärger bekommen?", Reflexionen wie "Nenne drei Komplimente, die dich besonders freuen würden." oder "Gibt es etwas, das du noch unbedingt neu dazulernen oder vertiefen möchtest?Was?", Fragen, die engagierte Diskussionen auslösen können, wie "Nietzsche sagt: Glück ist eine andere Bezeichnung für Willensstärke. Was meinst du dazu?" und viele, viele mehr.

In der kleinen Anleitung, die den Karten beiliegt, zeigt die Autorin kurz auf, was man alles mit den Kärtchen machen kann und das macht Lust, gleich loszulegen.

Einen Abzug gibt es für die "Mogelpackung" – der Quader ist nämlich nur gut zur Hälfte mit Kärtchen gefüllt, zwei Pappplatzhalter nehmen den Rest ein. So wird ein größeres Paket vorgetäuscht, als enthalten ist. Das ist schade, denn inhaltlich hat das Set das nicht nötig.

Den Titel wird man sich wohl gut überlegt haben, aber wie viele tatsächlich sofort etwas mit dem Begriff "Table Talk" anfangen können, bleibt offen.

Fazit: Ein nettes, kommunikationsanregendes Kärtchenset für angeregte Gesprächsrunden zu zweit oder mehreren.

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

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  1. Anette schreibt am 26. Februar 2009 um 16:20

    Hallöchen,

    ich finde Table Talk toll. Hab ihn bei Thalia entdeckt und musste es mitnehmen.

    Super Sache wenn Gäste da sind, mal oberflächlichere Fragen, dann mal wieder tiefgehende.

    Schade finde ich, was ich auch bevor ich es gekauft habe, das die Autorin (die ich sehr schätze, habe mehrere Werke von ihr gelesen) doch sehr von meinem Lehrer Wolfram Jokisch abgekupfert hat. Der die Sinnier-Fragen erfunden hat und seinen unverkennlichen Stil hat, den ich hier leider sehr stark wiederfindet.

    Ich hätte mir ein wenig mehr Autenzität von der Autorin gewünscht.

    Liebe Grüße

    Anette