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Schritt für Schritt Tai Chi erlernen

Von Tania Konnerth3 Kommentare

"Easy Tai Chi: Tai Chi in einfachen Schritten" von Robert Parry. – Kreuzlingen: Irisana (Hugendubel), 2008. – 128 S. – ISBN-10: 3-7205-5048-6. – ca. 10,- EUR (mehrfarbig)

Das auch China stammende Tai Chi erfreut sich seit vielen Jahren einer großen Beliebtheit auch hier bei uns im Westen. Es handelt sich ursprünglich um eine effektive Kampfsportart, die aber in vereinfachter Form eine sehr wohltuende Möglichkeit bietet, etwas für den eigenen Körper und auch für die innere Befindlichkeit zu tun. Nach chinesischer Überzeugung fließt durch uns das so genannte "Chi". Gemeint ist damit unsere Lebensenergie. Und nur wenn diese störungsfrei fließen kann, fühlen wir uns gut und sind gesund. Das Tai Chi hilft mit seinen sanften und harmonischen Bewegungen, das Chi anzuregen und zum Fließen zu bringen.

Nun ist es mit Bewegungsanleitungen in Büchern nicht immer so einfach. Denn während ein realer Lehrer auftauchende Fragen sofort beantworten und mögliche Fehler korrigieren kann, ist man mit einem Buch auf sich allein gestellt. "Easy Tai Chi" versucht beides in Buchform aufzufangen. Neben den gut erklärten und illustrierten Anleitungen wird immer auch wieder auf mögliche Fehler oder auftauchende Fragen eingegangen. Es werden Erklärungen und Hintergrundinfos geboten, die es "uns Westlern" leichter machen, uns auf diese Art der Bewegung einzulassen.

Sehr schön ist, dass die Bewegungsabläufe mit Zeichnungen so illustriert sind, dass man sie tatsächlich nachvollziehen kann. Der Umschlag des Buches kann zudem als Poster auseinander gefaltet werden, auf dem dann die Bewegungsabläufe als Ganzes zu sehen sind.

Vorgestellt wird eine Kurzform des so genannten Yang-Stils und ihr kompletter Durchgang dauert für Geübte rund 8 Minuten. Der Autor weist aber auch darauf hin, dass eines an Zeit und Üben nötig ist, um die Bewegungen tatsächlich zu beherrschen.

Fazit: Ein empfehlenswerter Ratgeber für alle, die einen ersten Einblick in das Tai Chi bekommen möchten und die sich gut selbst mit einem Buch etwas beibringen können.

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

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  1. Andreas Wolf schreibt am 11. Januar 2009 um 13:41

    Tai Chi wird im Westen immer populärer - kein Wunder, denn es ist DER Stresskiller überhaupt !
    Wer in der Mittagspause Zeit findet 10Min "die Form" zu üben wird sicherlich nicht in das übliche Nachmittags-Loch fallen & generell viel leistungsfähiger sein (wobe Tai Chi auch ein wunderbares Mittel zum "Aufwachen" Morgens oder für einen kühlen Kopf Abends nach der Arbeit ist !

    Nun muss man sagen dass ein Buch - sei es noch so gut - keine persönliche Trainingsstunden in einer Gruppe bei einem kompetenten (!) Lehrer/in ersetzen kann.

    Sehr wohl ist ein solches aber sehr hilfreich zur Ergänzung - am Anfang macht es vielen Übenden Probleme sich die Abläufe zu merken.
    Ebenso kann man in guten Büchern mehr über die Ursprünge des Tai Chi erfahren und weitere Energieübungen finden, die gut für die "Weiterentwicklung" sind.

    Ich möchte Ihnen deshalb gerne zusätzlich folgendes Buch ans Herz legen:

    Die Kraft des Tai Chi (Andrew Popovic)
    ISBN 3-332-01769-1

    Ein sehr umfassendes Werk - insbesondere was die "Rahmeninformationen" betrifft.
    Vorgestellt wird die (nicht ganz so populäre) Wu-Stil-Kurzform.

    Herzliche Grüße & viel Spaß beim Üben :)
    Andreas Wolf

  2. uwe stapper schreibt am 28. April 2009 um 08:55

    hallo,

    es ist sicherlich richtig , was Herr Wolf schrieb.
    Einen Trainer kann so ein Buch niemals ersetzen.
    Doch glaube ich , dass jemand der schon einmal Kampfkunst und die damit verbundenen Technicken ausgeübt bzw. trainiert hat,durchaus in der Lage ist die Bewegungsabläufe des Tai chi
    nachzuvollziehen.Bogenschritt und ähnliches wird ja auch in anderen Kampfkünsten angewendet. Somit fällt es demjenigen
    wohl leichter Tai chi zu erlernen,als wenn man totaler Neuling auf diesem gebiet ist.Naja ,wie dem auch sei,Tai Chi
    ist nicht nur für die Gesundheit gut, sondern macht auch Spaß.

    Grüße aus dem sauerland

  3. Adept schreibt am 7. August 2009 um 00:09

    Hallo Zusammen, ich bin noch der absolute Anfänger was Tai Chi betrifft deswegen lasse ich mich auch gerne korrigieren. Meiner Meinung nach ist eine Tai Chi Kurzform zu erlernen ohne die "Langform" zu kennen so wie das Pferd von hinten aufzuzäumen. Stoische Bewegungsabläufe in 8 Minuten nachtanzen kommt mir fast vor wie der Ententanz mit Ansage vom Discjockey. Für mich ist Tai Chi etwas extrem mentales mit der Notwendigkeit der absoluten Verinnerlichung. Wie soll ich in einem hektischen Achtminutentripp loslassen und mit meinem Tan Tien kommunizieren? Sollte man sich für Tai Chi nicht lieber genug Zeit nehmen und lieber auf andere Dinge des täglichen Lebens verzichten?