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Von einem, der Geschichten verkauft…

Von Tania Konnerth3 Kommentare

"Der Geschichtenverkäufer"(Hörbuch) von Jostein Gaarder, gelesen von Hans-Peter Bögel. – Stuttgart: Kreuz, 2007. – ASIN: 3783128757 – ca. 25,- EUR

Der norwegische Schriftsteller Jostein Gaarder ist vor allem durch sein Jugendbuch Sophies Welt bei uns bekannt geworden. "Der Geschichtenverkäufer" ist nun ausdrücklich ein Roman für Erwachsene und lag uns als Hörbuch zur Rezension vor.

Der Kern dieses Romans ist faszinierend: Hauptfigur ist Petter Spinnemann – ein Mann, der schon als Kind über eine blühende Phantasie verfügte. Seine große Stärke ist es, Geschichtenideen zu erfinden. Und weil er kein Interesse daran hat, sie selbst auszuarbeiten, beginnt er damit, seine Ideen zu verkaufen. Jostein Gaarder sprüht über seinen Protagonisten nur so vor Einfällen – und so bekommt das Buch eine interessante Doppeldeutig. Gleichzeitig hat er seine Figur nicht glatt und nett gezeichnet, sondern Petter Spinnemann ist auf mehreren Ebenen ein "Spinner". Nicht nur seine Verrücktheit, sondern auch seine Geschichten selbst bringen ihn bald in eine Lage, die er sich nicht einmal selbst hat ausmalen können…

Streckenweise mutet der Roman schräg und surrealistisch an. Man fühlt sich abgeschreckt und angezogen zu gleich von der Hauptfigur, der zwischen Genie und Wahnsinn schwankt.

Das Hörbuch ist exzellent von Hans-Peter Bögel gelesen. Einziges Manko: es handelt sich um eine gekürzte Fassung.

Fazit: Ein faszinierender Roman, exzellent als Hörbuch gelesen.

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

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  1. Hubert schreibt am 12. März 2007 um 10:06

    Habe es vor zwei Jahren mal angelesen aber wieder aus der Hand gelegt.
    Kurz darauf fiel mich ein Buch auf mit einer ähnlichen Thematik: Joseph von Westphalen: "Das Zeitalter der Eidechse"
    Derartig lustiges und entlarvendes habe ich selten gelesen

  2. Tania schreibt am 12. März 2007 um 13:11

    Hallo Hubert,

    ja, den Einstieg fand ich auch erst nicht ganz so leicht, aber ich muss sagen, es hat sich gelohnt, dranzubleiben.

    Danke auch für den Tipp - klingt sehr interessant!

    Herzlich,
    Tania vom "Zeit zu leben"-Team

  3. Hubert schreibt am 12. März 2007 um 19:10

    Hallo Tania,

    ja, manchmal bringt man sich mit zu wenig Durchhaltevermögen leider um den einen oder anderen späteren Genuss.
    Das Buch hat jedoch den Vorteil, das es geduldig im Regal steht und man sich jederzeit wieder mit ihm einlassen kann.

    Werde mal sehen, was der zweite Versuch ergibt.