Unternehmerisches Denken in Geschichtenform
Von Tania Konnerth
"Der kleine Fahrradladen: Eine Geschichte von Selbstverantwortung und Motivation" von Werner Schwanfelder. – 94. S. – Frankfurt a.M.: Campus, 2008. – ISBN: 3-5933-8655-0. – ca. 10,- EUR (gebunden)
Dieses handliche Buch steht ganz in der Tradition von z.B. Die Mäusestrategie oder Fish!: Eine Geschichte dient dazu, anschaulich Wissen zu vermitteln.
Erzählt werden im Grund zwei Geschichte, die geschickt ineinander verwoben sind. Einmal ist da Peter Fleischmann, der sich angesichts des plötzlichen Todes eines seiner Mitarbeiter vor die Aufgabe gestellt sieht, die leere Stelle nun neu zu besetzen. Er hat nun aber drei in Frage kommende Mitarbeiter, zwischen denen er sich nicht entscheiden kann. Ein Freund erzählt ihm darauf die Geschichte vom kleinen Fahrradladen, in der sich die Mitarbeiter des Ladens nach dem überraschenden Ableben ihres Chefs selbst zu organisieren beginnen. Das, was die Fahrradladen-Mitarbeiter nun beschließen, dient wiederum Peter Fleischmann als Unterstützung für seine eigene Aufgabe.
Der Text ist schlicht und schnell gelesen, aber die Umsetzung des Gelesenen dürfte länger in Anspruch nehmen. Es geht um komplexe Team-Prozesse, um Entscheidungsfindung, um unternehmerisches Denken. Das aber wird so simpel vermittelt, dass die Kernaussagen deutlich werden und dabei gleichzeitig viel Mut gemacht wird. Gelungene Teamarbeit, gemeinschaftliche Entscheidungen, eine gemeinsame Vision – all das ist möglich! Man bekommt zwar keine konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitung, aber zumindest einige inspirierende Anregungen.
Fazit: Eine nette, kleine Business-Geschichte, die große Themen anschaulich vermittelt.
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