Wie Wirtschaft Sinn macht
Von Tania Konnerth • 4 Kommentare
"Spuren statt Staub: Wie Wirtschaft Sinn macht" von Anja Förster und Peter Kreuz. – Berlin: Econ, 2008. – 272 S. – ISBN: 3-4302-0052-0. – ca. 23,- EUR (gebunden)
Von Anja Förster und Peter Kreuz haben wir bereits zwei Bücher hier vorgestellt: Different Thinking! und Alles, außer gewöhnlich. Da mich das hier vorliegende Buch genauso begeistert hat, wie die ersten beiden, will ich es Ihnen nicht vorenthalten.
Mein Fazit vorab: Wären doch nur alle Wirtschaftsbücher so unterhaltsam! Unterhaltsam, dabei aber gehaltvoll – das ist eine Mischung, die selten zu finden ist.
Der Titel "Spuren statt Staub" hat seinen Ursprung in einem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry und bildet die Grundbotschaft des Buches: Spuren hinterlassen, heißt Sinn machen. Und wie Unternehmen Sinn machen können, beschreibt das Autoren-Team mittels kleiner Anekdoten, Fallbeispielen und Gedankenanstößen. Thesen, Forderungen und Argumente werden mit einem Feuerwerk aus Wortwitz und Graphik präsentiert, das einen weiter- und weiterlesen lässt. Sicher dürfte der Schreibstil Geschmacksache sein, aber wer ihn mag, für den wird das Lesen zu einem Genuss.
Inhaltlich geht es um alle möglichen Bereiche, die ein erfolgreiches Unternehmen ausmachen (können). Das zusammenzufassen, ist ziemlich unmöglich, denn die Fülle an Anregungen und Inspirationen, die geboten wird, ist enorm. Schauen Sie einfach bei der nächsten Gelegenheit in dieses Buch uns lesen Sie ein, zwei Seiten – Sie werden sehr schnell wissen, ob Sie ein Fan werden oder nicht.
Fazit: Gehaltvolles Wirtschafts-Knowhow auf witzige und lockere Art.
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So ganz neu scheint mir der Gedanke nicht zu sein. Es geht im Grunde um den alten "Markenartikel"-Gedanken. Sicherlich erweitert um die Sicht nach innen, sprich auf die Mitarbeiter.
Trigema setzt das in Deutschland ganz erfolgreich um.
Der Erfolg hängt aber auch vom Kundenverhalten und den Märkten ab. Die Discounter fahren eine ganz andere Schiene, sind aber auch erfolgreich.
Im Grunde ist heute jeder Artikel und jede Dienstleistung discountfähig, das sollte miberücksichtigt werden.
Aber es wird sicherlich Nischen geben, wo das funktioniert.
Ich persönlich bin eher ein Fan von No-Name- und Me-too-Produkten. Aber das ist Geschmacksache
Schön wär's für Endverbraucher, wenn es auch eine Service-Dienstleistung gäbe. Mittlerweile gibt es ja einige Computer-Service-Unternehmen aber wer repariert Hausgeräte wie Waschmaschinen oder Kühlschränke?
Da ist es ganz gleich ob man einen Markenartikel oder ein No-Name Produkt kauft.
Was sind Me-too-Produkte?
Me-too-Produkte,sind Produkte, die für einen bestimmten Anbieter neu sein können, die jedoch für die Verbraucher lediglich eine neue Marke oder eine neue Variante eines bestehenden Produkts darstellen und deren gesamtes Erscheinungsbild eine Imitation eines sehr erfolgreichen Wettbewerbsprodukts ist.
Ich habe gestern neue Druckertinte für meinen Canon Drucker gekauft. Die Tinte gibt es von Canon als Original oder auch von Geha. Zu sehr unterschiedlichen Preisen. Die Geha-Tinte könne man als Mee-to Produkt bezeichnen.
Oder ein anderes Beispiel. Jemand nimmt als Margarinesorte "Rama". Me-too Produkte sind Rama vergleichbare Magarinen mit einem anderen Label und in der Regel zu günstigeren Preisen.
Ah, danke Hubert.
Offensichtlich kaufe ich ebenfalls Me-too-Produkte. Jedenfalls was die Druckertinte betrifft.
Wirtschaft macht Sinn, wenn sie den Verbraucher erreicht, denke ich. Was nutzt mir die teure Original Canon-Patrone, wenn ich sie mir nicht leisten kann? Dann vertrocknet sie im Regal.
Allerdings würde ich eher ein qualitativ höherwertiges Kleidungsstück im klassischen Design kaufen. Es ist der Mode nicht so sehr unterworfen und haltbarer.
Also sowohl Spuren hinterlassen als auch beim Discounter reinschneien.