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Führungsvisionen

Von Tania KonnerthEin Kommentar

"Leader gesucht: from hard work to heart work. Der Weg vom Manager zur Führungspersönlichkeit" von Heinz Kaegi. – Göttingen: Businessvillage, 2010. – 192 S. – ISBN-10: 3-8698-0070-4. – ca. 20,- EUR (gebunden)

Keine Sorge, Sie müssen kein Englisch können, um dieses Buch zu verstehen, auch wenn das der Untertitel vermuten lässt. Heinz Kaegi war nur eine gewisse Zeit in den Staaten tätig und hat von dort einige Begriffe mitgebracht.

Worum es in dem Buch geht, ist ein neues Führungsverständnis, wenngleich die Sache so neu auch wieder nicht ist – nur es hapert, wie so oft an der Umsetzung. Der Autor kommt selbstbewusst daher und stellt zunächst sich und seine persönliche Geschichte in den Mittelpunkt. Das ist interessant und schafft auch eine gute Vertrauensbasis. Ab Seite 45 geht es dann richtig los mit einem 7stufigen Führungskonzept:

Es findet sich viel Kluges in dem gut strukturierten Buch und zahlreiche, kernige Aussagen, die mutig sind und anregen. Der Autor beschwört den "Leader von morgen" im Gegensatz zum "Leader von gestern" und zeigt daran die Kluft auf zwischen einem Führungsansatz der aus seiner Sicht nicht funktioniert zu einem, der Erfolg und Erfüllung verspricht. Das ist plastisch und überzeugend – aber erreicht es auch die Richtigen? Ich denke, die Gefahr ist groß, dass all die, die bereits ähnlich denken, sich bestätigt sehen und dass der Rest sich eher nicht angesprochen fühlt, nach dem Motto – "Was interessiert mich das morgen, ich muss doch heute funktionieren."

Die Vision, die Heinz Kaegi zeichnet, ist bunt, kraftvoll und schillernd, aber Menschen, die anders ticken könnten beim Lesen den Eindruck gewinnen, diese Vision für sich eh nicht umsetzen zu können. Hier hätte aus meiner Sicht etwas mehr Konzentration auf den "Leader im Heute" hilfreich sein können. Aber wenn es stimmt, was der Autor schreibt, nämlich dass Visionäre die wirklichen Realisten sind, weil sie die Welt bewegen, dann kann sein Ansatz ja tatsächlich einiges verändern.

Fazit: Ein anregendes Buch für kraftvolle Visionäre und Führungskräfte, die vieles anderes machen möchten.

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

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  1. v1 schreibt am 27. November 2010 um 09:00

    Auf den ersten Blick kommen mir direkt die konfuzianischen Stufen für ein erfülltes Leben (Miteinander) in den Sinn, wenn ich die 7 Stufen lese. Es lautet:

    Wer das Ziel kennt, kann entscheiden.
    Wer entscheidet, findet Ruhe.
    Wer Ruhe findet, ist sicher.
    Wer sicher ist, kann überlegen.
    Wer überlegt, kann verbessern.

    Nun die "Wahrheit" hat wohl viele Propheten.

    v1