Wenn Kinder schlecht in der Schule sind…
Von Tania Konnerth • Ein Kommentar
"Warum es nicht so schlimm ist, in der Schule schlecht zu sein: Schulschwierigkeiten gelassen meistern" von Heidemarie Brosche. – München: Kösel, 2008. – 192 S. – ISBN-10: 3466308178. – ca. 15,- EUR
Der größte Verdienst dieses Buches besteht zunächst allein in seiner Existenz. Denn dass es so einen Titel gibt, dürfte sehr viele Eltern schon einmal durchatmen lassen. Nicht nur, dass sie merken, dass sie mit ihren Ängsten nicht allein sind, nein, mehr noch: Da schreibt eine Lehrerin, die selbst Mutter von drei Kindern ist, dass die Welt nicht untergeht, wenn es in der Schule nicht so gut läuft.
Und genau diese Erkenntnis sorgt hoffentlich für eine Entstressung, was das Thema Schule angeht. Denn Fakt ist: Mit Druck, Drohungen oder Schimpfen kann mit Kinder selten zum Lernen bringen. Viel besser wäre es, ihnen a) vielfältigste Wege zum Lernen zu zeigen und b) ihre Begeisterung zu wecken. Dafür aber müssen Eltern erst einmal tief durchatmen, wenn es schon wieder eine 5 gegeben hat.
Eine Anleitung zum besseren Lernen bietet das Buch nicht (da gibt es ja auch schon zahlreiche Titel) und die Schulsituation verändern kann es auch nicht. Aber es zeigt z.B. auf, woher Schulprobleme kommen können und welche Stärken in so manchem Schulversagen liegen können. Auf diese Weise kann es die Familiensituation verändern und das ist viel wert. Der Text ist locker geschrieben und sowohl mit Zeichnungen als auch Zitaten illustriert. Kleine Fallbeispiele sorgen für einen Praxisbezug.
Fazit: Ein wichtiges und wohltuendes Buch zu einem Thema, das viele Eltern bewegt.
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Als ehemalige Grundschullehrerin weiß ich, dass Schulversagen eine "Alarmglocke" bedeutet.
Ohne Grund, einfach so, ist kein Kind ein Schulversager. Einfache oder schwerwiegende Gründe können dahinter stecken:
Physische (wie schlecht hören oder sehen...), seelische (Kummer jeder Art, wie Tod o. Geburt in der Familie, Trennung, Armut...), geistige (zu früh eingeschult,hochbegabt!, weniger begabt), äußere Schulsituation, Lehrer, Mitschüler).
Schuldzuweisungen bringen hier nicht weiter.
Offene, liebevolle Gespräche mit Kind und Eltern, einzeln und zusammen, evtl. Arztbesuche ect. helfen.
Begleitung durch einen Fachmann (z.B. schulpsycholog. Dienst) kann sehr viel Unterstützung bringen.
Wichtig ist:
Das Kind fühlt sich angenommen, geliebt!!!, egal was es für NOTEN mit nach Hause bringt. Die Noten bestimmen nicht den WERT eines Kinder, eines Menschen......der Eltern.....