Alte Wunden heilen
Von Tania Konnerth • 4 Kommentare
"Mit der Kindheit Frieden schließen: wie alte Wunden heilen" von Ulrike Dahm. – München: Ariston, 2006. – ISBN: 3-7205-2787-5. – ca. 15,- EUR
Unsere Kindheit prägt uns entscheidend und nicht immer ist das, was wir erlebt haben, positiv gewesen. Im Gegenteil: viele Menschen tragen tiefe Wunden aus ihrer frühesten Zeit mit sich herum, die ihnen das Leben als Erwachsene oft schwer machen. Die gute Nachricht ist, dass wir uns mit unserer Kindheit aussöhnen und dass selbst tiefe Wunden heilen können.
Ulrike Dahm ist Familientherapeutin und hat hier einen liebevollen und hilfreichen Ratgeber für alle geschrieben, die ihre Kindheit endlich verarbeiten möchten. Sie zeigt dafür sehr liebevolle und würdigende Ansätze, wie z.B. Voice Dialogue und sie schult den Blick auch ganz bewusst für die schönen Dinge, die wir in unseren frühen Jahren gemacht haben.
Eine Schlüsselerkenntnis aus dem Buch lautet: "Für eine gute Kindheit ist es nie zu spät." – ein Satz, der für manche/n von uns ein echter Augenöffner sein dürfte.
Der Ratgeber ist wunderschön aufgemacht und durchgehend farbig illustriert.
Fazit: Ein liebevoller Ratgeber zur Aussöhnung mit den Wunden der eigenen Kindheit.
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Den Blick auf die schönen Dinge zu richten und Dankbarkeit zu empfinden, dass ist ein schöner Ansatz. Ich kenne das Buch ncith, doch der Satz, für eine schöne Kindheit ist es nie zu spät gefällt mir.
Wir sind ja selbst unseres Glückes Schmied. Wir können vielleicht die Vergangenheit nicht mehr verändern, doch wir können wählen, was wir fühlen, indem wir uns entscheiden, die Dinge verändert wahrzunehmen, was durch einen veränderten Blickwinkel auf die Dinge ja jedem möglich ist.
Wir sind ja heute selbst verantwortlich, was wir erleben - durch unsere Gedanken entstehen ja die Gefühle, wir haben demnach die Wahl, uns jetzt selbst glücklich zu machen!
Ich mag das!
Joysea
Durch Zufall bin ich in Italien auf dieses Buch gestoßen. Beim Lesen der Seite über den Perfektionismus bin ich hängen geblieben. Das Buch spricht die Wahrheit in Sachen "Verletzungen in der Kindheit" offen an und das mit einer klaren Sanftheit, bei der sich der Leser nicht ertappt fühlt und somit ein gutes Gefühl entsteht. In vielen Sätzen habe ich mich 1:1 wiedergefunden und erkannt. Es ist schon richtig, meine Kindheit ist für mein "Erwachsenenleben" verantwortlich - aber es kommt darauf an was ICH daraus mache ... Dieses Buch ist absolut empfehenswert für Menschen, die sich vorgenommen haben ihrer Herkunft auf den Grund zu gehen ... nur das mit dem Verzeihen klappt noch nicht ... und ich nehme mir dazu die Zeit, die ich dazu brauche
Angelika
mit diesem Thema muß ich mich aussöhnen... ich weiß auch, Wunden heilen, aber es bleiben Narben.... DANKE für den Tipp
Nach zwei Therapien sollte es ja wohl gut sein, denke ich. Ist es aber nicht. Was ich mit meinem Vater erlebt habe, hindert mich immer noch - 30 Jahre nach seinem Tod - daran, so zu leben, wie ich es möchte. Ich bin skeptisch, werde in dieses Buch aber mal hoffnungsvoll reinkucken.