Ein Trauerbegleiter
Von Tania Konnerth • 4 Kommentare
"Der Tod ist nicht das Ende: Gedanken zum Abschiednehmen " von Ilse Grünewald und Birgit Janetzky. – Ostfildern: Matthias-Grünewald-Verlag, 2007. – ISBN: 3-7867-2674-4. – ca. 14,- EUR (gebunden)
"Der Tod ist nicht das Ende" ist ein sehr sensibles und verständiges Buch zu den schwierigen Themen "Tod" und "Trauer". Nach einer Einleitung folgen diese Kapitel:
- Den Abschied nehmen
- Berührungen – sich berühren lassen
- Vielfalt der Gefühle
- Freisetzung kreativer Kraft
- Heilsamer Umgang mit Ritualen
- Sterben können ist ein heiliges Wissen
die den inhaltlichen Rahmen aufzeigen und auch schon einen ganz guten Eindruck vom Stil und der Ansprache geben. Zu jedem Kapitel gibt es einen Text der Autorinnen und dann folgt jeweils eine Zitat- und Gedichtsammlung. Die Texte sind sehr gezielt ausgewählt und ermöglichen es, sich einzulassen und die aufkommenden Gefühle zuzulassen.
Auf dem Buchrücken wird dieses Buch als "ein guter Begleiter auf dem Trauerweg" bezeichnet und das trifft es sehr gut. Es richtet sich an Menschen, die akut oder auch schon länger trauern und es ermutigt dazu, seinen ganz eigenen Weg durch den Schmerz und auch aus ihm heraus zu finden.
Der schmale Band ist graphisch sehr ansprechend aufbereitet. Durch das Buch ziehen sich wundervolle Aquarelle von Su-Kyoungo Yu, die die Themen nicht nur illustrieren, sondern zu kleinen Meditationen einladen – man kann sich beim Betrachten sehr gut seinen Gedanken und Gefühlen hingeben.
Fazit: Ein wertvoller Begleiter für trauernde Menschen.
Bewertung: ![]()
![]()
![]()
![]()
![]()





Trauer!? Trauert man nur, wenn jemand, den man liebt, gestorben ist? Was ist, wenn man über Monate einem geliebten Menschen nachtrauert, den man verloren hat, der jedoch noch lebt? Ist es eine Art Liebeskummer? Ich denke, nicht nur. Denn auch diese Trauer kann uns krank machen, auch diese Trauer schmerzt unmöglich stark und verleitet uns zu Unwohlsein. Man denkt über die Fehler nach, man fühlt sich als Versager, man fühlt sich als Verlierer, man fühlt sich als nicht anerkannt, als nicht angenommen, als nicht gewollt. Mängel entstehen, Selbstvertrauen schwindet. Die Sehnsucht macht es uns schwer. Man denkt, man hat den Weg verfehlt. Wie ist das mit der Trauer in so einer Angelegenheit?
*Tania Konnerth schreibt:*
Selbstverständlich kann auch eine Trennung Trauer auslösen - in diesem Buch geht es aber tatsächlich um die Trauer bei Verlust durch Tod.
Zum Thema "Trennungen überwinden" gibt es auch Bücher, wie z.B. dieses hier:
http://www.zeitzuleben.de/buch/familie/wenn-der-partner-geht.html
oder
http://www.zeitzuleben.de/buch/familie/ploetzlich-single.html
Ihnen alles Gute und viel Kraft,
Tania Konnerth vom "Zeit zu leben"-Team
Hallo zusammen ! Wer hat Lust mit mir zusammen ein Trauerseminar zu veranstalten. Mit ca. 15 Personen soll von Freitag bis Sonntag ein Seminar stattfinden, um sich mit dem Thema TRAUER auseinanderzusetzen.
Bitte meldet Euch bei mir und wir können zusammen die Planung angehen. Bis dann und liebe Grüße aus Oberhausen
Harald Adam
Auf meinen letzten Kommentar habe ich bisher leider keine Reaktion erfahren.Ist es denn so schwer sich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer auseinanderzusetzen ? Würde mich über ein paar Worte oder Sätze freuen. Danke !Euer Harald Adam
Hallo Harald Adam
habe erst gerade deinen kommentar gelesen..
Ja für viele ist es sehr schwer darüber zu reden ich selbst bin an Brustkrebs erkrankt habe Metastasen und werde wohl nie mehr völlig geheilt werden. Ich arbeite mit Brustkrebserkrankten und leite auch eine Selbsthilfegruppe und habe mich sehr oft mit dem Thema Sterben auseinandergesetzt und doch muss ich immer wieder feststellen das die Menschen dieses Thema nicht berühren möchten aus Angst, es ist eine sehr feinfühle Sache zu diesem Thema hinzulenken und es kommt auch immer darauf an in wie weit der Gesprächsführende seine eigenen Ängste darstellt... ich denke Trauerseminar ist schon gut wenn das jemand leitet der viel Erfahrung damit hat.Ich habe deinen Kommentar gelesen doch ich zb. ich wäre nicht darauf angesprungen. die Menschen haben ängste sich der eigenen Endlichkeit zu stellen (und ich spreche da aus einer eigenen Erfahrung )und es bedarf da einer Menge
und jeder Mensch geht anders damit um.Ich weiß nicht ob du selbst Betroffener bist. vielleicht ein kleiner Tipp...mache eine Gesprächsrunde oder eine Art Selbsthilfe daraus so das es leichter ist für denjenigen diesen Schritt dahin zu tun.
lg
Rosalie