Klare Worte in Sachen Sterben
Von Tania Konnerth
“Vom Lieben und Sterben: Konflikte, Nöte und Hoffnungen Angehöriger” von Barbara Dobrick. – Freiburg: Kreuz, 2010. – 240 S. – ISBN-10: 3783134978. – ca. 18,- EUR
Tod und Sterben sind emotionale Themen und so ist bei allem sachlichen Anschein dieses Buches (Aufmachung, Schreibstil, Cover) auch dieses Buch ein sehr emotionales.
Barbara Dobrick beschreibt aus ihrer persönlichen Erfahrung mit einigen Sterbefällen und aus vielen Gesprächen heraus, was es bedeutet, andere Menschen zu verlieren. Sie schreibt über den Schmerz, die Angst vor dem Verlust und über die Schwierigkeiten, Beziehungen aufrecht zu erhalten, wenn der Tod ansteht. Sie schreibt auch über das Sterben und nennt die Dinge beim Namen.
Mit diesem Buch wählt die Autorin nicht den Weg des Trostes, der in vielen anderen Trauerbüchern vermittelt wird. Sie will auf den Tisch bringen, was es wirklich heißt, wenn jemand stirbt. Sie geht auf die Dramen ein und spricht aus, was viele nur denken, sich aber nicht auszusprechen wagen. So leistet dieses Buch auf seine Weise eine ebenfalls wichtige Hilfe für eine aktive Trauerarbeit.
Hier noch ein Blick ins Inhaltsverzeichnis:
- Was ist ein guter Abschied vom Leben? Fantasien, Idealvorstellungen und die Wirklichkeit
- Katastrophale Diagnosen und ihre Wirkungen
- Medizin als unhaltbares Versprechen oder Kunst der Linderung
- Beziehungskonflikte wirken weiter und verändern sich
- Verbindende und trennende Gefühle
- Warum der Anfang des Lebens auch dessen Ende mitbestimmt
- Die letzten Stunden
Fazit: Ein Buch, das offene und klare Worte über das Sterben findet und die Dinge beim Namen nennt.
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