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Sich der eigenen Wahrheit stellen

Von Tania Konnerth

"Wahrheit heilt: was Sie verbergen kann Sie verletzen" von Deborah King. – Bielefeld: Kamphausen, 2010. – 188 S. – ISBN-10: 3-8990-1325-5. – ca. 18,- EUR

Die Grundaussage des Buches ist diese: Gestörte Chakren (= Lebensenerigzentren), also ein gestörter Energiefluss im Körper führen zu Krankheiten. Chakren werden durch negative Erfahrungen, Traumata, innere Verletzungen gestört und es gilt, sich seiner eigenen Geschichte zu stellen, um die angestauten Energien wieder auf eine gesunde Weise ins Fließen zu bringen. Wir müssen also bereit sein, die Wahrheit unserer eigenen Geschichte anzuschauen, um zu verstehen (und lösen zu können), was uns quält.

Die Autorin wurde als Kind von ihrem Vater missbraucht und von der Mutter emotional vernachlässigt und grausam behandelt. Diese persönliche Geschichte zieht sich durch das Buch. Zusammen mit den Fallgeschichten führt das zu einer großen Betroffenheit, denn über die Schicksale zu lesen, ist schmerzhaft. Ich habe allerdings ein bisschen meine Zweifel daran, wie sinnvoll die z.T. wirklich detailreichen Missbrauchsszenen für die Leserschaft sind. Denn in der Summe erfährt man leider recht wenig darüber, wie man denn konkret und praktisch eigene Wunden heilen kann.

Herauszuarbeiten, dass Lebenslügen und Verdrängtes weiter in uns wirkt und ausgesprochen negative Folgen haben kann, ist wichtig. Der Zusammenhang zwischen schlimmen (und nicht verarbeiteten) Erlebnissen und späteren Krankheiten oder Unglück wird deutlich. Wie man allerdings da herauskommt, bleibt vage.

Das Buch ist auch recht amerikanisch. Durchgehend werden immer wieder Schicksale von Prominenten erzählt. Das ist sicher nicht Jedermanns Sache.

Fazit: Ein aufwühlender Aufruf, sich der eigenen Wahrheit zu stellen, damit Lebenslügen uns nicht innerlich zerstören.

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

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