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Nutzen Sie “Afformationen” anstelle von Affirmationen

Von Ralf Senftleben8 Kommentare

Die Qualität der Fragen, die wir uns stellen, bestimmt die Qualität unseres Lebens.

– Anthony Robbins.

Ich weiß nicht, ob Sie schon Bekanntschaft mit Affirmationen gemacht haben. In der Erfolgsliteratur stolpert man andauernd über diese positiven Sätze, mit denen wir versuchen, durch ständige Wiederholung unser Unterbewusstsein zu programmieren.

Beispiele dafür sind:

Das Dumme mit Affirmationen ist, dass sie bei vielen Menschen nicht funktionieren. Sofort, wenn wir damit anfangen, meldet sich eine andere, meistens ziemlich kritische Stimme in uns und die sagt:

"Wem versuchst du etwas vorzumachen? Du weißt doch das es anders ist? Hör doch auf mit dieser Kinderei!" usw.

Wenn auch Sie mit Affirmationen nicht zurecht kommen, versuchen Sie doch einmal eine Alternative dazu: Die Afformation.

Der Unterschied ist, dass Sie bei Afformationen keine Aussagen formulieren, sondern Fragen:

Hier einige Beispiele, wie Sie Affirmationen in Afformationen umwandeln können.

Ich bin erfolgreich. Warum bin ich erfolgreich?
Ich bin gelassen und entspannt. Wieso kann ich gelassen und entspannt sein?
Ich liebe es, zu verkaufen. Warum liebe ich es zu verkaufen?
Ich bin ein wertvoller und liebenswerter Mensch. Warum genau bin ich ein wertvoller und liebenswerter Mensch?

Versuchen Sie es einmal für einige Tage und schauen, ob Afformationen Sie weiterbringen. Einen Versuch ist es wert, oder?

Dieser Tipp stammt übrigens aus Noah St. John: Erfolg ist erlaubt.

  1. kiki02 schreibt am 5. April 2007 um 10:34

    Hallo zusammen....

    Also ich weiss nicht ob das so eine gute Idee ist sich fragen zu stellen. Was wenn mann keine Antwort darauf hat? Dann frag ich mich noch für was mach ich das überhaupt usw.....ich finde, dass mach das ganze noch schlimmer, wenn man eh schon schlechte Stimmung hat und sich versucht aufzubaun. Bei mir ist das mal so....

    Mir gefällt daher die andere Variante besser. Ich muss das halt wirklich ernst meinen was ich zu mir sage, dann funktionierts auch. Und der anderen Stimme sage ich einfach sie soll die Klappe halten.

    ;o) Schöne Ostern wünsch ich euch allen noch und alles alles Liebe und Gute.

    LG Kiki02

  2. Teresa schreibt am 6. April 2007 um 13:23

    Danke für diese Anregung!
    Ich probiere dass sehr gerne aus und kann mir vorstellen dass sich die Antworten viel leichter von mir /in mir finden lassen, wenn ich anfange die passenden Fragen zu stellen.

    Ich habe ganz akut ein Thema dass mir sehr zu schaffen macht, da kommt mir ein neuer Wind gerade recht.

    Liebe Grüße,
    Teresa

  3. Farida schreibt am 9. April 2007 um 06:29

    Ja eine tolle Idee,

    diese Fragen regen an, hinter den Vorhang der Affirmation zu schauen und sich der eigentlichen Intention oder auch der eigenen, vorhandenen Fähigkeiten genauer zu widmen.

    Hier Vorschläge für weitere Fragestellungen, denn meine Erfahrung ist, dass Warum-Fragen schnell den inneren Trotz- und Widerstandsteufel auf die Bühne rufen:

    Ich bin erfolgreich. Was ist mir wichtig daran, erfolgreich zu sein? Was ermöglicht mir, erfolgreich zu sein?

    Ich bin gelassen und entspannt. Wo und wann bin ich am besten gelassen und entspannt? und wie kann ich mehr davon in mein Leben bringen ? Was brauche ich, um gelassen und entspannt zu sein?

    Ich bin ein wertvoller und liebenswerter Mensch. Was gefällt mir daran, ein wertvoller und liebenswerter Mensch zu sein? Woran kann ich erkennen, dass ich ein wertvoller und liebenswerter Mensch bin?

    usw. .......die meisetn Fragen sind austauschbar.

    Allen einen angenehmen Ostermontag
    Farida

  4. Farida schreibt am 9. April 2007 um 06:37

    P.S......ich habe mal gegoogelt:

    Affirmation: Bekräftigung, Bestätigung

    Afformation: von formatio = gestalten
    Formation = Bildung einer Form
    oder Gestaltung, Aufstellung

    Ich finde beides passt hervorragend zusammen und gemeinsam genutzt, entfalten sie vermutlich optimale Wirkung.

    Farida

  5. Stefan schreibt am 10. April 2007 um 04:39

    Noch eine Variante ...

    ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht, wenn ich Affirmationen gleich begründe, wie z.B.:
    "Ich bin ein erfolgreicher Unternehmer, weil ich ..."

    Der Vorteil:
    Ich habe bemerkt, dass ich Affirmationen, deren Begründung noch nicht ganz stimmig ist, schlechter rezitieren kann.
    Diese Glaubenssätze überarbeite ich dann so lange, bis sie für mein Unterbewußtsein stimmig sind.

    Liebe Grüße

    Stefan

  6. Michael schreibt am 14. April 2007 um 12:51

    Als ich vor einer Weile einen Kurs in Autogenem Training besuchte, erklärte die Kursleiterin, dass eine Vorbereitung, um die richtige Haltung zu finden sehr wichtig ist. Sie forderte dazu die Kursteilnehmer auf sich mit hängenden Schultern hinzustellen und zu sagen: "ich bin stark." Als nächstes sollten sich alle aufrecht mit erhobenem Kopf und einem Lächeln sagen: "Ich bin ein armes Würstchen." Man war weder in der einen, noch in der anderen Situation fähig eine der Affirmationen ernst zu nehmen.

    Ich glaube nicht, dass es irgend etwas bringt, wenn man zu Tode betrübt ist mit positven Affirmationen zu arbeiten. Steter Tropfen höhlt den Stein. Und das trifft wohl auch auf Affirmationen zu. Warum sollte es nicht möglich sein, dass ein Mensch, dem über Jahre eingeredet wurde, dass er ein Versager sei, den Prozess irgendwann umzukehren und sich zu einem starken selbstbewussten Menschen werden zu lassen, indem er mit positven Affirmationen zu arbeiten.
    ich denke, dass man sich das schrittweise erarbeiten muss und es klug ist nicht sofort eine Affirmation zu wählen, die gleich mehrere Stufen zu überspringen versucht. Einem Arbeitslosen, der kistenweise Ablehnungen auf seine Bewerbungsschreiben erhält, wird es kaum helfen, wenn er sich sagt: "Ich bin erfolgreich." Vielleicht ist da ein Fokus auf die vorhandenen Errungenschaften sinnvoller, wie in etwa: "Ich nehme mein Leben in die Hand."
    Bei dem Lösungsvorschlag mit den Fragen bin ich skeptisch. Das kann dann auch leicht zu einem Sich-in-Frage-Stellen entgleisen.
    Da fand ich Stefans Vorschlag mit den Begründungen viel besser. Es erinnert mich auch an einen Tipp von einer Freundin abends Bilanz zu ziehen. Anstatt immer nur Listen zu schreiben, was alles zu tun ist, sollte man sich abends mal hinsetzen und aufschreiben, was man an diesem Tag alles gut gemacht hat.
    So können die Affirmationen mit den Begründungen im Nebensatz meiner Meinung nach helfen etwas tatsächlich vorhandenes zu betrachten, anstatt sich etwas vollkommen utopisch erscheinendes einzureden.

  7. Ernest schreibt am 28. November 2010 um 17:55

    Vor einigen Wochen habe ich angefangen mit Afformationen zu experimentieren und bin von den Resultaten mehr als beeindruckt.
    'Wieso ist ... auf einmal so nett zu mir?' war die Afformation, die ich mir an einem ganz gewöhnlichen Arbeitstag (ich arbeite als Komissionierer) immer wieder gestellt habe, nachdem ich von einer attraktiven Kollegin monatelang ignoriert wurde. Kurz vor Ende meiner Schicht kommt die besagte Kollegin zu mir, fängt von sich aus ein Gespräch an und zeigt auf einmal riesiges Interesse an mir. Man könnte das natürlich auch als Zufall abtun, sofern man an Zufälle glaubt.
    Für mich war das erste Beweis dafür, dass Afformationen wirken. Und in diesem Fall hat es nicht einmal einen Tag gedauert bis die Wirkung eingetreten ist.

  8. Ernest schreibt am 28. November 2010 um 18:40

    Mein zweites erfolgreiches Erlebnis mit Afformationen hatte ich vor einigen Tagen, wieder einmal auf der Arbeit.
    Als Komissionierer muss ich täglich 1700 Artikel (Kleidung etc.) scannen. In den letzten Wochen lief es sehr schlecht, da ein neues System eingeführt wurde und es kaum jemand auf die besagte Stückzahl bringt.
    Ab dem letzten Donnerstag habe ich mir während der Arbeit immer wieder folgende Frage gestellt: 'Wieso läuft alles so gut?'. An dem Tag war meine Leistung aber dennoch eher bescheiden: 1100 Artikel. Am darauffolgenden Tag habe ich die ganze Prozedur wiederholt. 'Wieso läuft alles so gut? Wieso läuft alles so gut?'. Tatsächlich lief auf einmal alles wie am Schnürchen. Ich hatte gute Aufträge und kurz vor Feierabend habe ich es auf eine Stückzahl von 1871 Artikeln gebracht. Meinen Kollegen zufolge ist das die höchste Stückzahl, die überhaupt jemand erreicht hat. Mit dem Tag wurden alle meine verbleibenden Zweifel gegenüber Afformationen ausgelöscht.
    Bevor ich durch 'Zufall' auf Afformationen gestoßen bin, habe ich mich jahrelang mehr oder weniger erfolglos mit Affirmationen beschäftigt. Ein wirkungsvoller Einsatz von Affirmationen setzt meiner Meinung nach voraus, dass der Verstand weitgehend ausgeschaltet ist und die Informationen direkt ins Unterbewusstsein gelangen. Vielleicht kann man diesen Zustand irgendwann durch jahrelangen Einsatz von Autogenem Training oder Meditation erreichen, ich selbst habe es aber leider nie hinbekommen.
    Da Afformationen keine Aussagen sind, werden sie vom Verstand auch nicht in Frage gestellt. Ich habe das Gefühl dass sie dadurch direkt ins Unterbewusstsein gelangen, welches dafür sorgt das schnellstmöglich Antworten gefunden werden. Bei meinen oben genannten Beispielen hat es wunderbar geklappt, aber je nach Komplexität des Problems kann es natürlich länger dauern.
    Ich für meinen Teil werde weiter mit Afformationen experimentieren und sehen in welche positiven Bahnen ich mein Leben noch lenken kann.