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Bedeutet Schnelligkeit Erfolg?

Von Tania Konnerth41 Kommentare

"Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als der ohne Ziel umherirrt."

– Gotthold Ephraim Lessing

Wie definieren Sie Erfolg? Ist jemand, der seine Ziel schnell erreicht, erfolgreich? Und was ist mit jemanden, der sehr lange braucht? Ist er weniger erfolgreich?

Wir messen automatisch fast alles an der Zeit. Und in einer schnelllebigen Zeit wie unserer muss eben auch alles schnell gehen – Schnelligkeit ist Trumpf.

Wirklich?

Kann nicht ein Erfolg darin bestehen, den Weg zu einem Ziel ausgiebig zu genießen? Ihn ganz bewusst zu gehen und sich viel Zeit dabei zu lassen?

Mehr noch – verhindert unser Fokus auf Schnelligkeit nicht sogar häufig, dass wir ein Ziel tatsächlich erreichen? Wie oft werden wir ungeduldig, weil etwas nicht schnell genug geht und geben auf!

Ich persönlich halte Beharrlichkeit für eine Erfolgseigenschaft. Sie ermöglicht es mir, dranzubleiben und durchzuhalten auch wenn sich Fortschritte einmal nicht so deutlich zeigen. Insofern versuche ich immer weniger auf den Zeitraum zu schauen, in dem ein Ziel erreicht wird, sondern vielmehr auf den Weg selbst.

Ankommen ist für mich allein noch kein Erfolg. Wer immer nur schnell auf ein Ziel hinstürmt, verpasst oft die kleinen Abzweigungen, die sich uns zeigen, wenn wir bewusst durch die Welt gehen und die uns manchmal viel wichtigere Ziele eröffnen können. Auch können wir oft viel tiefgreifendere Lernerfahrungen und Erkenntnisse gewinnen, wenn wir uns Zeit nehmen. Muße für unsere Ziele. Bewusstheit.

Also noch mal die Frage: Wie definieren Sie Erfolg? Kann jemand, der viel Zeit braucht, um etwas zu erreichen, vielleicht sogar erfolgreicher sein als jemand, der alles schnell schafft?

  1. Sabrina schreibt am 17. November 2009 um 09:10

    Ich denke um Erfolg zu definieren ist es immer eine Frage was man will.
    Im Reitsport gilt man als erfolgreich wenn man sehr viele hochkarätige Turniere gewonnen hat.
    Aber für mich z.B. war es ein Erfolg mit meinem schwierigen Pferd zurechtzukommen, ihm Ruhe und Gelassenheit beizubringen.
    Das ist mir tausendmal wichtiger als 100.000 S-Placierungen.
    Weil das hat was mit Vertrauen zu tun. Ich gebe ihm vertrauen und er gibt es mir zurück.

    Also denke ich, dass wenn jmd. den Weg zum Ziel bewusst genießt, auch Rückschläge hinnimmt, eher erfolgreich ist.
    Wie heisst es so schön: Der Weg ist das Ziel.
    Liebe Grüße
    Sabrina

  2. Kerstin schreibt am 18. November 2009 um 05:04

    Hierzu fällt mir ein Zitat von Marlon Brando ein, das ich über meinem Schreibtisch hängen habe:

    "Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden."

    Mir hilft immer ein Blick darauf, wenn ich mich verloren fühle in unserer immer schneller werdenden Welt.
    Viele Grüße
    Kerstin

  3. Beate schreibt am 19. November 2009 um 06:55

    ... ein sehr schöner Spruch..., danke, Kerstin!

  4. gabi böckmann schreibt am 22. November 2009 um 08:48

    Hallo Tanja!
    Ganz sicher sind schnelle Geschichten nicht so fundiert, die Gefahr Andere zu übergehen, die eigenen Erfolge unabhängig vom Ganzen zu sehen, vorprogrammiert. Und ebenso die Lorbeeren müssen verarbeitet werden, was geschieht mit mir bei einer überdimensionalen Größe? Menschen sind auch gerade in dieser Zeit gefährdeter, denn je. Schnelllebigkeit entfernt uns von realen Dingen, wie Alter, Einschränkungen und Schmerz. Was ist dann, wenn die das Leben uns im Erfolgstaumel ereilt? Eine Bewandtnis hat es schon, nicht immer Alles gleich und jetzt zu bekommen. Gruß GABI BÖCKMANN

  5. Kathrin schreibt am 22. November 2009 um 08:57

    "Nur wer seinen eigenen Weg geht, hinterlässt Spuren"

    Oft is es doch so, dass wir genau dann in Eile und Hast geraten, weil wir genau das schaffen wollen, was bereits andere vor uns getan haben. Etwas das uns imponiert und vielleicht inspiriert hat: wir geraten in Eile, aus Angst davor es nicht in der vorgegeben Zeit zu schaffen...
    Aber wer gibt uns diese Zeit vor?

    Ich denke, viel wichtiger ist es, seinen eigenen Weg zu finden. Seine eigenen Ziele mit bedacht im Auge zu behalten und auch wenn etwas nicht gelingt, die Änderung als Abzweigung zu betrachten und vielleicht dann durch einen kleinen Umweg doch zu seinem Ziel zu gelangen. Das Leben annehmen wie es ist, die Ziele nicht zu hoch setzten und langsam an die Sache ran gehen.

    Liebe Grüße Kathrin

  6. Roland schreibt am 22. November 2009 um 09:13

    Nur Beharrlichkeit führt zum Ziel...

    Wie oft stellen wir uns die Frage wann wir angekommen sind an unserem Ziel und vergessen das Zeit nur ein Begriff ist der in sich ohne Bedeutung ist. Es sind die Ereignisse und das Erleben dieser, die Zeit und Erfolg zu etwas mit Substanz werden lassen...

    Roland

  7. Roland schreibt am 22. November 2009 um 09:15

    Nur Beharrlichkeit führt zum Ziel...

    Wie oft stellen wir uns die Frage wann wir angekommen sind an unserem Ziel und vergessen das Zeit nur ein Begriff ist der in sich ohne Bedeutung ist. Es sind die Ereignisse und das Erleben dieser, die Zeit und Erfolg zu etwas mit Substanz werden lassen...

    Roland

  8. Beatrix schreibt am 22. November 2009 um 09:15

    Vor zwei Tagen bin ich über die Sätze gestolpert:

    "Zeit ist eine Illusion. Die Zeit ist eine veränderliche Perspektive".

    Diese Sätze wirken sehr auf mich und heute morgen fragte ich mich, wenn ich in die Vergangenheit schauen kann, warum dann nicht auch in die Zukunft? Zeit ist wohl eine Dimension (oder gar keine?), die ganz anders funktioniert als wir bisher angenommen haben.
    Zum Thema Erfolg möchte ich anregen: alles was ist tue ist erfolgreich! Erfolg ist immer etwas, was erfolgt. Also: all mein Tun hat Konsequenzen. Und natürlich auch mein Nichttun.

    Schönen Sonntag,
    Beatrix

  9. Barbara schreibt am 22. November 2009 um 09:25

    Ich persönlich gehöre zu den ungeduldigen Menschen, ich nehme mir immer sehr viel vor und schaffen tue ich nicht wirklich viel davon, weil mir alles nicht schnell genug geht und ich mein Ziel dann nicht weiter verfolge.
    Ich weiß, dass Erfolg auch bedeutet: wieder aufzustehen, wenn ich mal scheitere um mein Ziel zu erreichen. Und egal
    wie lange es dauert, das Ergebnis zählt. Und dann kann ich mächtig stolz auf mich sein - egal wie lange es gedauert hat. Wäre nur schön, wenn ich das verinnerlichen würde.
    Habe mir eine Karte vor den Computer gestellt mit dem Spruch: Habe keine Angst vor langsamen Schritten. Wichtig ist nur, dass du sicher ankommst. (von Betina Hüß)
    Viele Grüße
    Barbara

  10. Ingo schreibt am 22. November 2009 um 09:30

    Erfolg ist sein wer ich bin. Wer sich ständig mit Anderen vergleicht, wird nie seine eigenen Erfolge erzielen. WAS ich erreiche und wie schnell, ist letztendlich völlig gleichgültig. Sofern ich ICH selbst BIN. Das ist das einzig wirklich erfüllende. Success I AM.

    Danke für das Kern Thema. Allen Segen *INGO* :-) Core Coach

  11. hihaho schreibt am 22. November 2009 um 09:30

    Ich versuche selbst bei den "einfachsten" Arbeiten mit System an die Sache ran zu gehen.
    Manchmal scheint das Ziel ewig weit weg, doch ist der Weg richtig, ist man früher als erwartet am Ziel.
    Da staunt man manchmal selber ;-)

  12. Gabi schreibt am 22. November 2009 um 09:36

    Henry Ford sagte einmal:"Unsere Fehlschläge sind oft erfolgreicher als unsere Erfolge." Mein Motto ist geh Deinen Weg und lass`die Leute reden!

  13. Matthias schreibt am 22. November 2009 um 09:47

    Wenn Erfolg mit "Schnelligkeit" definiert werden soll, dann müßte gerade unser "High Speed-Zeitalter" super erfolgreich sein - parallel dazu steigen die seelischen Erkrankungen in unserer "schnellen" Zeit.
    So betrachtet hat für mich Erfolg garnichts mit Schnelligkeit zu tun!
    Ich bin Freiberufler...und... *hust" SEHR LANGSAM!!!

    So what? ;-)

  14. Uwe Drescher schreibt am 22. November 2009 um 10:03

    Mir kam beim Lesen der Zeilen sofort meine beiden Hobbys in den Sinn. Musik und Karate. Bei beiden geht es um den Weg. Du kannst dein Leben lang Musik oder Karate üben und wirst immmer noch etwas zu verbessern haben. Es trainiert einem in Geduld und Demut. Es geht immer in kleinen Schritten ein wenig voran, aber nie in großen Schritten. Und, was mir am wichtigsten ist, es gibt eigentlich gar kein fixiertes Ziel. Die Grenzen verschieben sich immer weiter. Im übrigen glaube ich das ist immer so und wenn wir das akzeptieren, das wir ein Leben lang in einem Prozeß stecken, beenden wir auch das hetzen.

    Uwe

  15. Dietmar schreibt am 22. November 2009 um 10:36

    Ich meine, Erfolg ist sehr relativ. Mein geistig behinderter Sohn (24 Jahre, mit 6 Monaten Gehirnhautentzündung)ist sehr erfolgreich, wenn er sich alleine angezogen hat um dann inh einer WfBM Elektroteile zusammen zu schrauben. Meine Frau (dissoziative Persönlichkeitsstörung) ist sehr erfolgreich, wenn sie an einem Tag eine Sache geregelt bekommt. Und ich fühle mich sehr erfolgreich, wenn ich die Belastung durch Beides, abgesehen von meinen 40 Wochenstunden Arbeit und Haus und Garten in Ordnung zu halten, geschafft habe. Und fühle mich manchmal als Versager, weil ich neben dem allen in der Behörde, in der ich arbeite, nicht mehr erreicht habe als Sachbearbeiter zu sein. Und habe mich schlecht gefühlt, weil ich meine Leitungsposition in einer Hilfsorganisation aufgegeben habe, weil ich mit dem Egoismus einiger Leute nicht mehr zurecht kam. Ich glaub, irgendwie doch erfolgreich zu sein, auch wenn ich den herkömmlichen Kriterien von "erfolgreich" nicht entspreche.

  16. Eva-Maria schreibt am 22. November 2009 um 10:36

    ....auch für mich ein sehr schöner Spruch zum Nachdenken,habe ihn mit notiert.
    Danke Kerstin.
    Liebe Grüße Eva

  17. Chris schreibt am 22. November 2009 um 10:36

    Ich definiere Erfolg als etwas Aktives nämlich die Fähigkeit Problemen zu lösen.
    Da denke ich an einem in mein Zimmer aufgestellten Spruch von Wiliam Shakespeare "Wer steilen Berg erklimmt, hebt an mit ruhigen Schritt". Es ermöglicht einen Blick auf sein Kompass zu werfen und sein Weg/Ziel zu verfolgen ohne aus der Puste zu kommen.

    Lieben Gruss,

    Chris

  18. Fabian schreibt am 22. November 2009 um 10:55

    Mir fällt dazu ein Zitat von Thomas Jefferson ein:

    "Man muss jedem Hindernis Geduld, Beharrlichkeit und eine sanfte Stimme entgegenstellen"

  19. Sonja schreibt am 22. November 2009 um 11:32

    Erfolg bedeutet für mich, den Weg den ich gehe zu lieben und das immer während zu hinterfragen.
    Ich hoffe, es ist nicht zu kompliziert und Ihr könnt was damit anfangen.
    Lieber Gruss
    Sonja

  20. Doris Maas schreibt am 22. November 2009 um 11:32

    Hallööchen, ich denke, wir sollten aufhören, uns mit anderen zu vergleichen.

  21. M.Dikti schreibt am 22. November 2009 um 11:36

    Du Schnellebige Zeit, was kanst du mir bieten.
    m.

  22. Michael schreibt am 22. November 2009 um 11:45

    Anfang 1990 habe ich meine letzte Zigarette ausgedrückt, hab
    mich mit Meditation befasst, intensiv auch mit Ernährung. Mein Zahnarzt ist mir zum Freund geworden und in allen Lernbereichen entwickle ich eine wahre Leidenschaft.
    In 18 Jahren hatte ich nur 9 kranke Tage...
    Das ist für mich ERFOLG.
    Ich bin täglich hunderte Kilometer auf diesen lebhaften
    Straßen unfall- + knöllchenfrei unterwegs und berate meine
    Arbeitskollegen ehrenamtlich, wenns um knifflige Fragen wg.
    Knöllchen geht. Auch dieses Vertrauen ist Erfolg.

  23. Silvia Guedri schreibt am 22. November 2009 um 12:21

    Ich denke jeder hat doch seinen eigenen Rhytmus. Manchmal kann es auch sehr klug sein abzuwarten und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Wichtig ist doch nur sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Der Weg ist das Ziel, so heißt es doch.
    Herzliche Grüße
    Silvia

  24. Martina Ti Bossian schreibt am 22. November 2009 um 13:29

    Ja,ich schließe mich Beate an - habe mir gerade diesen Spruch auf meinen Schreibtisch gelegt......Danke..

    Seit Jahren befasse ich mich immer mal wieder mit dem Thema Erfolg - was ist Erfolg - entscheidend ist doch die Frage, was ist Erfolg für mich, für mein Leben, für meine ganz spezielle Lebenssituation.
    Ich möchte das an meinem Beispiel kurz darlegen:
    Es ist jetzt 16 Jahre her, als ich begann mich mit Malerei zu beschäftigen, eine Heilpraktikerschule zu besuchen, eine Maltherapeutenausbildung zu machen usw. Oft wurde mir gesagt, daß ich aus meinen Gaben und Ausbildungen viel mehr "machen" könnte - was ja von der Aussage her sicher auch stimmt. Dennoch setzte mich diese Aussage immer wieder unter Druck, warf mich aus der Spur. Von fast Geburt an kam die Aufgabe hinzu, mich mit meiner eigenen Krankheitssituationen zu befassen. Da gibt es Zeiten mit Rückschlägen, mit tiefen Ängsten, mit Selbstwertproblemen und vielem mehr und eben immer wieder die Frage, wann werde ich endlich erfolgreich?
    Aus heutiger Sicht betrachtet ist für mich erfolgreich sein, ebendiesen Lebenslauf so zu gehen, daß er für mich stimmig ist, daß ich erfolgreich nicht nur daran fest mache,wie andere es definieren-man könnte viele Wege gehen-es gibt so viele Möglichkeiten wie es Menschen gibt...
    Also ist, wie ja schon mehrfach geäußert, der eigene Weg das Ziel....immer wieder auch an Wegstrecken neu definiert.
    So ist auch die Schnelligkeit des "Erfolgs" immer wieder individuell - wer erfolreicher ist, schnell oder langsam die Frage stellt sich eigentlich nicht, weil wir dann wieder im werten sind.Erfolgreich sein heißt für mich, sich selber treu bleiben, ausloten , was tut mir gut,immer wieder sich um Selbsterkenntnis bemühen.....

  25. Peter schreibt am 22. November 2009 um 14:42

    Erfolg ist für mich, dass und wie ich ein Ziel erreiche. Er hängt damit unmittelbar davon ab, welche Ziele ich mir setze. Setze ich mir zu große Ziele und das auch noch mit sehr engem Zeitplan ist es nicht verwunderlich, wenn ich es nicht oder nur mit sehr viel Aufwand erreiche.
    Kann ich mir selbst die Ziele setzen berücksichtige ich diese Überlegung; bekomme ich Ziele, zum Beispiel als Aufgabe, von außen gesetzt, muss ich schauen, genügend Zeit dafür zu bekommen oder die Ziele/Aufgaben herunter zu brechen.
    Klingt einfach - mein immerwährendes Ziel ist es, damit erfolgreich zu leben :-)

    viele Grüße
    Peter

  26. Feuerritual schreibt am 22. November 2009 um 15:43

    Alles hat schneller zu gehen, alles soll kürzer dauern, effektiver, präziser, professioneller,....

    Wie sieht dann ein professioneller, präziser, effektiver Urlaub aus? Der muss dann ja auch kürzer sein, sind dann 2 Wochen schon nach 4 Tagen vorbei?

    Und wie sieht ein professionelles, präzises und vor allem effektives Leben aus? Darf das dann überhaupt 60 Jahre dauern,... es sollte doch kürzer sein,....

    Die Zeit, der Raum, das Leben, das sind Geheimnisse. Genießen wir dieses unseres Geheimnis. Genießen wir es in der uns gegebenen Zeit.

    Ja es gibt Termine. Ja manches macht Sinn. Letzt endlich lebt jeder sein eigenes Leben.

    Ich denke das Leben sollte jeder zu seiner Freude, zu seiner Ehre, zu seiner Verherrlichung, in seiner Zeit wie lange sie auch ist, zu Genießen im Stande sein.

    Das Leben ist die Summe der Umgesetzten Entscheidungen, und davon die Auswirkungen.

    Ich wünsche Dir ein liebevolles, lebensbejahendes Leben, in Deiner Geschwindigkeit und in Deiner Zeit.

    Feuerritual
    www.feuerritual.info

  27. Feuerritual schreibt am 22. November 2009 um 15:44

    Alles hat schneller zu gehen, alles soll kürzer dauern, effektiver, präziser, professioneller,....

    Wie sieht dann ein professioneller, präziser, effektiver Urlaub aus? Der muss dann ja auch kürzer sein, sind dann 2 Wochen schon nach 4 Tagen vorbei?

    Und wie sieht ein professionelles, präzises und vor allem effektives Leben aus? Darf das dann überhaupt 60 Jahre dauern,... es sollte doch kürzer sein,....

    Die Zeit, der Raum, das Leben, das sind Geheimnisse. Genießen wir dieses unseres Geheimnis. Genießen wir es in der uns gegebenen Zeit.

    Ja es gibt Termine. Ja manches macht Sinn. Letzt endlich lebt jeder sein eigenes Leben.

    Ich denke das Leben sollte jeder zu seiner Freude, zu seiner Ehre, zu seiner Verherrlichung, in seiner Zeit wie lange sie auch ist, zu Genießen im Stande sein.

    Das Leben ist die Summe der Umgesetzten Entscheidungen, und davon die Auswirkungen.

    Ich wünsche Dir ein liebevolles, lebensbejahendes Leben, in Deiner Geschwindigkeit und in Deiner Zeit.

    Feuerritual
    www.feuerritual.info

  28. Sabrina S. schreibt am 22. November 2009 um 16:27

    Ich bin Studentin und daher erhält das Thema "Erfolg" doch sehr viel Aumerksamkeit meinerseits. Um das alles zu erreichen, was ich mir für die einzelnen Semster vorgenommen habe, muss ich auf viele Dinge verzichten und nicht selten wird das zu einer großen Belastung für mich. Nicht zuletzt deswegen, weil es immer wieder andere Studenten gibt, die die gleichen Ziele viel schneller erreichen als ich. Deswegen muss ich mich selbst immer wieder zur Ruhe zwingen und mich daran erinnern, was Erfolg für mich bedeutet: Erfolg ist ein Entwicklungsgrad. Es geht nicht darum der oder die Beste zu sein, sondern das Beste aus der eigenen Situation rauszuholen. Für Studenten mit Akademiker-Eltern z.B. sind Lernprozesse etwas viel verständlicheres habe ich festgestellt. Ich muss mich immernoch herantasten und bin grade deswegen sehr stolz darauf, dass ich mit dem ein oder anderen ganz gut mithalten kann :D Ich glaube Georg Büchner hat mal sowas gesagt wie "Unter gleichen Umständen wären alle Menschen gleich" ... also hätten wir bei gleichen Umständen auch gleich viel Erfolg ;)

  29. Sabrina S. schreibt am 22. November 2009 um 16:29

    Ich bin Studentin und daher erhält das Thema "Erfolg" doch sehr viel Aumerksamkeit meinerseits. Um das alles zu erreichen, was ich mir für die einzelnen Semster vorgenommen habe, muss ich auf viele Dinge verzichten und nicht selten wird das zu einer großen Belastung für mich. Nicht zuletzt deswegen, weil es immer wieder andere Studenten gibt, die die gleichen Ziele viel schneller erreichen als ich. Deswegen muss ich mich selbst immer wieder zur Ruhe zwingen und mich daran erinnern, was Erfolg für mich bedeutet: Erfolg ist ein Entwicklungsgrad. Es geht nicht darum der oder die Beste zu sein, sondern das Beste aus der eigenen Situation rauszuholen. Für Studenten mit Akademiker-Eltern z.B. sind Lernprozesse etwas viel verständlicheres habe ich festgestellt. Ich muss mich immernoch herantasten und bin grade deswegen sehr stolz darauf, dass ich mit dem ein oder anderen ganz gut mithalten kann :D Ich glaube Georg Büchner hat mal sowas gesagt wie "Unter gleichen Umständen wären alle Menschen gleich" ... also hätten wir bei gleichen Umständen auch gleich viel Erfolg ;)

  30. Caren schreibt am 22. November 2009 um 16:49

    Das Thema passt gerade gut. Ich gehöre zu den Menschen, die immer alles möglichst schnell erledigen wollen. Oder sollte ich besser schreiben: WOLLTE? Hektik war mein zweiter Name und in letzter Zeit bin ich mir damit gehörig selbst auf die Nerven gegangen.

    Vor einiger Zeit hatte ich einen Unfall und bin gezwungen, das Bett zu hüten. Nachdem ich aus der Bewußtlosigkeit aufgewacht bin, war mein erster Gedanke: Ohje, dieses und jenes m u s s ich doch noch jetzt und gleich erledigen. Erst Tage später wurde mir bewußt, wie verrückt mein Verhalten war und ich hatte viel Zeit zum Nachdenken. In meiner ganzen Hektik habe ich viele Aufgaben eben nicht schnell erledigt. Komische Erkenntnis.

    Schnelligkeit hat aus meiner Sicht nicht immer mit Erfolg zu tun. Die Ärzte waren schnell und dafür bin ich ihnen sehr dankbar, aber warum musste ich in a l l e n Alltagssituationen immer den Turbo anwerfen? Flucht vor mir selbst? Oder Angst, dass mich andere Menschen als zu langsam bewerten? Lasse doch reden.....

    Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen, meinen eigenen Weg in meiner Geschwindigkeit zu gehen und jeglichem Perfektionsanspruch abzuschwören.

    Ach ja, mein Mann ist der Auffassung, dass sich der Unfall nur ereignet hat, weil ich es eilig hatte und mit den Gedanken schon wieder in der Zukunft war..........

  31. Henry schreibt am 22. November 2009 um 18:41

    Schön von Ihnen Frau Konnerth, diese ewige und nie endende Diskussion um Weg und Ziel aufzunehmen. Diese alte Weisheit wird hoffentlich nie endgültig definiert oder erklärt werden. Es ist eine schöne Idee, den Weg mit Geschwindigkeit zu beschreiben, das Ziel mit Erfolg und dadurch zwischen beiden die Konkurrenz zu suchen. Ist denn Weg immer gleich Geschwindigkeit? Ist denn Ziel immer gleich Erfolg?
    Als passionierter Spaziergänger, also die (inzwischen) langsamste Art für uns sich fort zu bewegen, denke ich daran, dass Ziele erreichen auch heißt Verantwortung zu übernehmen. Ich denke aber auch daran, dass Wege zur eigentlichen Zielfindung beitragen können, sie die Ziele klarer oder aber auch überflüssig machen können. Die Geschwindigkeit hat bestimmt einen großen Anteil daran. Aber auch Wege können durch plötzlich auftreten Nebel verloren gehen, durch Erdbeben gerissenen Erdspalten auf einmal unüberwindlich werden.
    Es ist das Vergnügen des Lebens und die Verpflichtung zu leben, Wege zu gehen und Ziele zu erreichen. Erfolg findet sich in Wegen und Zielen. Jeder mag seine Bilanz ziehen.

  32. Petra schreibt am 22. November 2009 um 19:01

    Ich danke allen für ihre Beiträge und kann alle geäußerten Gedanken nur teilen.
    Schön, dass es Menschen gibt, die ebenso empfinden wie ich. Im Alltag vermisse ich das und noch zu häufig muss ich mich gegen die verständnislosen Anspruchshaltungen anderer bewusst abgrenzen, sie treffen mich manchmal immer noch und immer noch zu sehr, es ärgert mich diese ständige Leistungshaltung, schrecklich, keine echten Werte, nur Äußeres, Pomp und Eindruck zählen bei so vielen Menschen - der Erfolg bleibt da für mich aus menschlicher Sicht aus, aber leider sehen das andere anders oder wer weiss, wofür das alles gut ist; wenn es einen Gott gibt, der sich das alles ausgedacht hat, dann hat er ein Gehirn so gross wie das Universum...Ich kann nur nachdrücklich bestätigen, wenn Mensch sich von jeglicher Anspruchshaltung anderer frei macht, ist er wohl tatsächlich frei, frei zu leben und seinen/ihren eigenen Erfolgsweg zu gehen...der eigene Weg ist das Ziel, so fühle und denke ich auch.
    Danke nochmal an alle.
    Eure ähnlichen Gedanken und Empfindungen spenden mir Trost.
    LG an Alle, Petra

  33. Monika schreibt am 22. November 2009 um 19:32

    Während ein paar Tagen Urlaub muß ich nicht funktionieren und in einer bestimmten Zeit bestimmte Ergebnisse abliefern, das tut gut und ich merke, daß Erfolg auch dadurch entstehen kann, dass ich mir kleinere Ziele setze.
    Aus irgendeinem Grund mag ich Mißerfolge nicht besonders, dabei fühle ich mich oft wie ein Versager, warum auch immer. Aber wenn ich mir viele kleine Ziele setze, habe ich oft Erfolg. Warum also sollte ich mich nicht vieler kleiner Erfolge freuen, statt mich über Mißerfolge zu grämen

    Ich finde, dass im Berufsleben Erfolg oft auch mit Zeit zusammenhängt, es gibt Fertigstellungstermine, vor freien Tagen muß noch etwas fertig werden. Ohne Termindruck wäre es angenehmer zu arbeiten, finde ich, aber nur wenige Berufe kommen ohne aus.

    Einen schönen Sonntag wünscht Monika

  34. Nathalie schreibt am 23. November 2009 um 07:09

    Es ist schön, so viele Kommentare zu lesen, die irgendwie den gleichen Tenor haben: Alles etwas langsamer, bewußter anzugehen, sich nicht von allgemeingültigen Definitionen von Erfolg unter Druck setzten lassen, zu sich selbst und seinen persönlichen Eigenarten stehen.
    Wir als Erwachsene können über diese Zusammenhänge nachdenken und eventuell aus der Tretmühle des Alltags herauskommen - und selbst uns fällt das schon schwer! Aber was ist mit unseren Kindern, die in dieser schnellebigen Zeit von klein auf leben? Ich danke da ganz konkret an meine Tochter, die gerade in die fünfte Klasse aufs Gymnasium gewechselt hat. Bei uns ist seit einem Jahr G8 eingeführt, also das Abitur in acht statt bisher neun Jahren. Und die Schulen sind noch ziemlich hilflos, das in die Praxis umzusetzten, sprich, es werden eben einfach mehr Unterrichtsinhalte in die kleinen Köpfe gepaukt, ohne groß Rücksicht zu nehmen auf den (Bio-) Rhythmus der Kinder, auf das Bedürfnis nach Pausen, auf Bewegung, auf FREUDE (!!!) am Lernen. Auf den Elternabenden hört man immer das Wort "Zensurenfindung" - es geht also gar nicht um das Lernen an sich, sondern um den (falsch verstandenen!) Erfolg, der sich nur Noten ausdrücken läßt.
    Was tun wir unseren Kindern nur an? Wir schubsen sie von Anfang an in diese Tretmühle, aus der wir uns jetzt mit Mühe versuchen zu befreien.
    Geben wir ihnen als Gegengewicht ganz viel Liebe und freie Zeit und die Möglichkeit, einfach zu SEIN!
    Ich wünsche allen einen geruhsamen und bewußten Start in die Woche! :-)

  35. Martin schreibt am 23. November 2009 um 09:18

    HallO Ihr Lieben!

    Eine schöne, philosophische Frage. Bringt mich zum Lächeln ...

    Natürlich bedeutet Schnelligkeit Erfolg ... fragt mal Hermann Maier oder ... Bolt Usain

    Der im Jahr 2009 bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin von Usain Bolt aufgestellte Männer-Weltrekord in 9,58 Sekunden entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10,44 m/s oder 37,58 km/h.

    Natürlich bedeutet Schnelligkeit nicht gleich Erfolg. Erfolg erfolgt - das wurde hier ja schon einmal sehr schön festgehalten und für mich bedeutet Erfolg auch einmal ziellos sein und gewähren zu lassen - ja, mit allen Konsequenzen die sich daraus ergeben.

    Gelassenheit und Beharrlichkeit (Seneca) ... "Nur der Unweise schreibt Widrigkeiten anderen Menschen, den Ortsverhältnissen und Zeitumständen zu ..."

    So abgedroschen der Spruch auch klingen mag - mir gefällt er nach wie vor hervorragend - Der Weg ist das Ziel!

    ... und so findet wohl jeder für sich die richtige Antwort auf die Frage!

    Ich lächel weiter ;-) und schik euch liebe Grüße - Martin

  36. Rosemarie schreibt am 23. November 2009 um 19:15

    Schnelligkeit ist eine Illusion, denn ich werde mein Wachstum, innen und außen, nicht beschleunigen können. Oder gibt es evt. Bäume, die bereits schneller wachsen, als früher? Damit will ich sagen, dass gesundes Wachstum seine Zeit hat und eine vorgegebene Konstante ist und vorgegebene Stadien durchläuft.

  37. erich peischl schreibt am 24. November 2009 um 07:21

    Hallo aus Wien

    Ist es nicht so das wir alle weniger Schnelligkeit wollen!
    Ich selbst wenn ich ehrlich bin von anderen Schnelligkeit sehr oft verlange (zB.: bei der Einkaufskasse,von Kollegen,meinen Kind ja sogar im Cafehaus usw.usw.)
    Wenn ich darüber Nachdenke wann ich das letzte mal "lass dir ruhig Zeit" gesagt habe fällt mir sehr wenig ein.
    Ich bedanke mich auch für dieses Thema weil es hat mich nachdenklich gemacht

    Schöne Grüße Erich

  38. Wolfgang schreibt am 24. November 2009 um 08:41

    Ich bewundere die Bekenntnisse zum individuellen Weg. Aber ist es nicht so, daß die Zeiten, die man für einen Weg benötigt oder benötigen darf gesellschaftlich vorgegeben sind und ist es nicht so daß man sich nur schwer von diesem Druck befreien kann? "Wer es mit 30 nicht geschafft hat, wird es auch nicht mehr". So oder ähnlich bekommt man es doch ständig zu hören und egal was man macht, sei es Beruf, Familie, Besitz oder auch Kunst, das Alter wird immer mitangegeben und wer sich nicht an die gesellschaftlich vorgegebenen und akzeptierten Vorgaben hält, bis wann man etwas ereicht haben muß, wird ausgegrenzt oder grenzt sich selbst aus. Wenn man also wirklich ehrlich ist, inwieweit kann man sich bei aller Bekenntnis zum individuellen Weg von diesen gesellschaftlichen Vorgaben abkoppeln?

  39. Balancer schreibt am 24. November 2009 um 10:24

    Die Frage spiegelt sehr gut die Relativität des Seins wider.
    Ich glaube, dass es möglich ist, besonders das eine.
    Lieben Gruss
    aus dem schönsten Bundesland

  40. Reinhardt schreibt am 24. November 2009 um 10:48

    Über die Zeit, die wir alle haben, wird viel diskutiert. Aber ist es nicht so, dass jeder von uns genau jeden Tag 24 Stunden Zeit hat?? Es ist doch nur die Frage zu beantworten, wofür setzen wir diese 24 Stunden ein. Jeder setzt sich sein eigenes Zeitvolumen und bestimmt seinen Weg zum Erfolg. Je tiefgründiger ich diesen Weg zum Erfolg bestreite, desto umfangreicher ist das Wissen, das ich mir auf meinem Weg zum Erfolg aneignen kann, um diese weiter geben zu können.
    Freundliche Grüße

  41. Sabine schreibt am 25. November 2009 um 00:03

    Dieses Gedicht habe es vor langer Zeit einmal zufällig gefunden und seitdem hängt es an meiner Wand. Es hilft mir an guten wie auch an schlechten Tagen, lässt mich in dieser unserer "Ellenbogengesellschaft" einfach menschlich bleiben. Erinnert ständig daran, wie vergänglich alles ist und hat schon so manchem vermeintlichen Karrieretypen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
    -----------------------------------------------------------

    Wie misst du den Erfolg??

    Es bedeutet häufig und viel zu lachen;
    die Achtung von intelligenten Menschen und die Zuneigung von Kindern zu gewinnen;
    die Wertschätzung ehrlicher Kritiker zu gewinnen
    und den Betrug falscher Freunde aushalten zu können;
    Schönheit schätzen zu können;
    das Beste in anderen sehen und finden zu können;
    die Welt ein wenig besser zurückzulassen,
    sie dies nun durch ein gesundes Kind,
    ein blühendes Gartenbeet,
    eine soziale Tat oder eine gut gemachte Arbeit;
    zu wissen, daß es einem anderen Wesen
    freier und leichter ums Herz war,
    weil du gelebt hast -
    das heißt: Erfolg gehabt zu haben.

    Ralph Waldo Emerson
    1803-1882 amer. Philosoph