Kontakt
Facebook
Twitter
RSS
Gästebuch
Wöchentlicher Newsletter

Ist Selbstkritik manchmal nützlich?

Von Ralf Senftleben29 Kommentare

Heute ist mir philosophisch, deswegen gibt es ein Zitat von Nietzsche:

Wirf das Missvergnügen über dein Wesen ab! Verzeihe dir dein eigenes Ich!

– Friedrich Wilhelm Nietzsche

Sich selbst annehmen, so wie man ist. Sagen können: Hey, ich bin, wie ich bin und das ist es was ich bin. Nicht ständig an sich selbst rumnörgeln, nur weil man nicht irgendeinem Ideal aus dem Medien entspricht. Sich nicht mit anderen vergleichen, sondern lieber die eigene Einmaligkeit feiern. Mit sich selbst zufrieden oder noch besser: Mit sich selbst im Reinen sein. Das hört sich doch gut an, finde ich.

Viele Menschen haben allerdings die Sorge, dass ihnen eine ihrer wichtigsten Antriebskräfte verloren geht, wenn sie sich nicht ständig selbst kritisieren, in Frage stellen und vergleichen. Und Selbstkritik kann tatsächlich eine große Motivationsquelle sein und einem eine Menge Drive geben.

Das dauerhafte Rumkritteln an sich selbst hat aber einen hässlichen Preis. Man kann nie zufrieden sein mit sich und seinen Erfolgen. Selbst wenn wir etwas geleistet haben, machen wir uns sofort wieder auf die Suche nach den Kleinigkeiten, die noch nicht stimmen. Man kommt nie an, kann nie innehalten und genießen. (Dann gibt es natürlich noch die unter uns, die sich ständig selbst kritisieren, auf die das aber nicht antreibend, sondern eher blockierend wirkt, aber diese Menschen lassen wir mal hier außen vor).

Meine große Frage ist: Verliert man als notorischer Selbstkritiker wirklich seine Motivation, wenn man lernt sich selbst anzunehmen? Wird man dann zum schluffigen Couchpotato? Oder setzt man durch Selbstakzeptanz eher Kräfte frei, die einem noch mehr Drive geben?

  1. Irmy schreibt am 14. September 2006 um 19:30

    Selbstkritik muss ja nicht nur negativ sein. Wir alle haben Stärken und Schwächen. Natürlich ist es mir lieber, wenn ich mich loben kann, doch auch Tadel kann meinen Selbstwert nicht erschüttern. Wenn meine “negative“ Selbstkritik mich dazu bringt, etwas zu verbessern, dann kann ich mich darauf hin auch wieder loben ... ;-)

  2. Nicole schreibt am 15. September 2006 um 05:38

    Wenn neg. Selbstkritik dich dazu bringt etwas zu verbessern, dann freut mich das für Dich. Ich ziehe mich eher damit herunter und versuche deshalb auch mit meinen Sschwächen eher liebevoll und verständnisvoll umzughen. Das gelingt nicht immer, denn ich habe es verinnerlicht ungeduldig mit mir zu sein und mit mir sogar eher zu schimpfen (innerlich) als mit meinen Mitmenschen. Für diese habe ich gleich immer ein gutes Wort und gaaanz viel Verständnis. Warum eigentlich nicht mit mir?...

  3. Clasina schreibt am 15. September 2006 um 06:26

    Kritik an uns Selbst oder anderen bringt nie etwas, ausser Krankheiten! Wir sind alle Gotteskinder und machen das Beste aus unsere Erdenspaziergang. Sogenannte Fehler sind Erfahrungen, da müssen,(dürfen) wir dadurch!Wichtig ist es, das nächste Mal auf zu passen, nein nicht wieder. Es gibt nichts schöneres auf dieser Welt als sich und seine Mitmenschen zu vergeben. Noch nie gemacht? Sofort probieren, gibt ein herrliches Gefühl!!!! Und viele Wunder sind nacher möglich!

  4. Irmy schreibt am 15. September 2006 um 06:35

    Natürlich macht auch hier der Ton die Musik. Mit etwas Humor kann ich mir alles sagen, ohne es mir übel zu nehmen. ;-))

  5. Selbstanalyse schreibt am 15. September 2006 um 09:05

    Eine der größten Irrlehren ist es zu glauben, dass es positive und negative Kretik gibt!

    Kritik ist immer negativ! Auch Selbstkritik!

    Man kann eigenen Fehler und Schwächen erkennen und seine Lehren daraus ziehen und Änderungen herbeiführen! Jedoch nie sich Selbst in Frage stellen und kritisieren.

    Kritik ist nichts weiter als der billige Versuch anderen oder sich Selbst "kleiner" zu machen.

  6. Lancaster schreibt am 15. September 2006 um 09:26

    Hallo,

    ich stimme Selbstanalyse nicht zu.

    Kritik muss nicht negativ sein, ob sie rein positiv sein kann, ist dagegen schon fraglich. Denn damit sie positiv sein kann, ist Handeln gefragt.

    Ohne "Selbstanalyse" und die daraus folgenden (auch kritischen) Ergebnisse kann es keine Entwicklung geben. Ich mache mich damit nicht kleiner, sondern ganz im Gegenteil Größer und Besser, ich wachse.

    Nur im kritischen Hinterfragen meines Selbst und der Gesellschaft steht am Ende Zukunft, die besser und zugegeben manchmal auch nur anders ist. Ansonsten stehe ich still, auch wenn ich mich so akzeptiere wie ich in diesem Moment bin.

    Angst vor Kritik rührt meiner Meinung nach aus der Erziehung her. Denn wenn man Kritik tatsächlich als Beschimpfung und Zurechtweisung versteht, dann ist sie in der Tat negativ und nicht sinnvoll.

    Manchmal bedeutet in der Kritik stehen einfach nur, dass man nicht dem "welchem auch immer" Ideal entspricht.

    Doch das müssen wir ja gar nicht.

    Wir müssen uns nur STÄNDIG kritisch hinterfragen, ob wir auch den für UNS ALLE richtigen Weg gehen (soll kein Widerspruch zum vorhergehenden Satz sein ;-).

    In kritischer Neugier (das hängt nämlich zusammen)

    Lancaster

  7. Irmy schreibt am 15. September 2006 um 09:51

    Hallo Hans,

    das sehe ich anders! Kritik, als Beurteilung verstanden, kann positiv, als auch negativ sein. Am hilfreichsten ist die konstruktive Kritik. Wenn ich etwas kritisiere, dann ist es jeweils eine bestimmte Denkweise oder ein bestimmtes Verhalten. Ich käme nie auf die Idee, mich deshalb in Frage
    zu stellen. *Mein* Selbstwert bleibt davon unberührt.:-)

  8. Hans schreibt am 16. September 2006 um 06:58

    Das Wort Kritik hat ja eine breit gefächerte Bedeutung.

    Ich kann Kritik als Beurteilung, Wertung, Begutachtung verwenden - soweit ist diese Vorgangsweise für mich Ok.

    Oder Kritik wird wie in den meisten Fällen als, Tadel, Beanstandung,(Selbst-) Schuldzuweisung verwendet. Diese Vorgangsweise ist dann eben kontraproduktiv.

  9. Sommerwind schreibt am 16. September 2006 um 08:51

    Kritik an sich selber übt doch jeder von uns, einfach, indem wir uns sagen: "Meine Güte, das nächste Mal mach ich das aber anders...oder bin ich schlauer..."
    Sofern man einen Nutzen daraus zieht, ist es angebracht, zu reflektieren.

    Liebe Grüsse
    Sommerwind

  10. Julie schreibt am 17. September 2006 um 05:29

    Selbstkritik als Instrument für Selbstreflektion halte ich für sehr sinnvoll. Hinzusehen und zu erkennen, dass da etwas nicht ganz richtig läuft, ist unerlässlich, wenn man etwas an sich verändern möchte. Die eigentliche Veränderung tritt dann ein, wenn man bereit ist auch die "dunklen" Seiten an sich, liebevoll zu akzeptieren und anzunehmen. Mein Tipp für Alle die gerne mehr mit sich selbst arbeiten möchten: "The Work" von Byron Katie. Mit ihrem Buch hat Byron eine sehr leicht erlernbare Methode der Wahrheitsfindung an sich selbst vorgestellt.

  11. Irmy schreibt am 17. September 2006 um 08:28

    Hallo Hans,

    gut, dass du von deinem radikalen Grundsatz:
    "Eine der größten Irrlehren ist es zu glauben, dass es positive und negative Kritik gibt!

    Kritik ist immer negativ! Auch Selbstkritik!"

    etwas abgewichen bist.

    Auch der Umgang mit Lob und Tadel ist nicht zu verallgemeinern. Bei Selbstkritik besteht z. B. kein hierarchisches, sondern ein partnerschaftlich geprägtes Verhältnis und Schuldzuweisung, ist fast schon wieder ein Kapitel für sich... Für mich ist es konstruktiv, wenn ich erkenne, dass ich der Verursacher von irgendwelchen Konsequenzen bin.

  12. maikind schreibt am 17. September 2006 um 15:40

    Meiner Meinung nach ist es oft schwierig, das Gleichgewicht zu halten zwischen berechtigter `Selbst`kritik und sich negativ zu bewerten.
    Wer ein gesundes Selbstbewusstsein hat, der kann durch kritische Selbstbeobachtung weiterkommen.
    Ein schwaches Selbstbewusstsein braucht wohl eher Streicheleinheiten. Das heißt, dir eigenen Stärken und Erfolge stärker in den Blick zu nehmen.
    Leider neige ich dazu, alzu selbstkritisch zu sein.
    Aber ich arbeite daran, weil ich weiß, dass es mir nicht gut tut.
    Andere Menschen zu kririsieren sind wir nicht berechtigt, es sei denn, wir werden danach gefragt. (Selbst dann sollten wir auf eine verträgliche Dosierung achten!)

  13. sannaelle schreibt am 17. September 2006 um 17:53

    Jede Kritik, egal an wem sie geäussert wird, hat negative Folgen. Im NLP lernen wir, es gibt keine Kritik nur feedback. Wenn man das mit Leben füllt, dann merkt man, dass Kritik immer Kraft wegnimmt. Ob ich mich kritisiere oder jemand anderen, Kritik entmutigt. Mir hat im Laufe meiner Ausbildung in der Kinesiologie mal eine kluge Trainerin gesagt: Du bist perfekt, E. Für diese Inkarnation bist du perfekt. Ich war sehr berührt und dachte, sie hat recht. Ein wunderschönes Gefühl. Auf dem Weg nachhause ist mir dann die Idee gekommen, wenn ich perfekt bin, dann sind es alle anderen natürlich auch. Für mich war und ist das ein sehr heilsamer Ansatz. Ich kann mich verändern so viel ich will und alle anderen auch, aber ich muss nicht mehr meine ganze Kraft dafür einsetzen, mich zu verbessern, und ich muss mich nicht mehr dauernd kontrollieren, ob ich auch den Ansprüchen (wessen denn eigentlich?) genüge. Denn nichts anderes liegt doch der Selbstkritik zugrunde als Unsicherheit, mangelnder Selbstwert und ständige Kontrolle. Gebt die Selbstkritik auf, schaut Euch mit liebevollen Augen an, Ihr seid auch alle perfekt. Leben darf leicht sein, das habe ich auch hier bei Euch gelernt.
    Eine wunderschöne Woche wünsche ich Euch

  14. Hao schreibt am 17. September 2006 um 18:01

    Die Selbstkritik hat viel für sich.
    Gesetzt den Fall, ich tadle mich:
    So hab ich erstens den Gewinn,
    Dass ich so hübsch bescheiden bin;
    Zum zweiten denken sich die Leut,
    Der Mann ist lauter Redlichkeit;
    Auch schnapp ich drittens diesen Bissen
    Vorweg den andern Kritiküssen;
    Und viertens hoff ich außerdem
    Auf Widerspruch, der mir genehm.
    So kommt es denn zuletzt heraus,
    Dass ich ein ganz famoses Haus.

  15. Ninja schreibt am 17. September 2006 um 18:02

    Ich gebe Sanaella vollkommen recht.
    Ich kann mich erst verändern, wenn ich mich angenommen habe, wie ich bin.
    Ansonsten wäre es, als müsste ich mit jemandem zusammenarbeiten, der mir absolut unsympathisch ist. Und das funktioniert nicht.
    Wir sollten uns alle ( auch untereinander ), so annehmen wie wir sind. Erst dann können wir beginnen effektiv und mit Freude neue Fähigkeiten zu erlernen.

  16. Hans-Georg schreibt am 17. September 2006 um 20:25

    Zu diesem Thema gibt es ein sehr schönes Buch einer amerikanischen Buddhistin:
    Cheri Huber: Nichts an dir ist verkehrt. Ungewöhnliche Wege der Selbstakzeptanz
    Dieses Buch lesen und Vieles, was hier diskutiert wird, erübrigt sich!

  17. Renita schreibt am 17. September 2006 um 22:53

    Meiner Erfahrung nach wird der kritische Umgang mit sich selbst recht einfach durch 3 Punkte:

    1. sich selbst innerlich mit "ich" statt mit "du" anreden - dann schimpft nämlich nicht mehr die gestrenge Gouvernante/der strafende Schulmeister im Kopf, wenn ich mich der Selbstkritik stelle, sondern ich stehe zu meiner Verantwortung und bleibe handlungsfähig. Schließlich bin ich der einzige Mensch auf der Welt, der "ich" zu mir sagen kann ;-), und in dieser Selbstanrede bleibe ich zentriert und spüre genau, was meins ist und was fremde Ansprüche sind.

    2. mir und allen anderen unterstellen, dass wir jederzeit genau so handeln, wie es uns gerade in dem Moment unter Berücksichtigung ALLER Aspekte (also auch der seelischen Motive, sozialen Bedingungen usw) am richtigsten erscheint. Für den Moment, wo wir handelten (oder etwas unterließen), war es also das Beste, was wir (nach unserem in dem Augenblick gültigen Wissen) da tun konnten. Und wenn wir in der folgenden Sekunde dazugelernt haben, dass es noch bessere Gründe für anderes Verhalten gibt, dann können wir denen bei nächster Gelegenheit folgen.
    Statt rückwirkender Vorwürfe in die Vergangenheit, die wir ohnehin nicht mehr ändern können, stellt sich dann die zukunftsweisende und handlungsermutigende Frage: "Was kann ich tun, dass es (wieder) in Ordnung kommt? Wie will ich beim nächsten Mal handeln?"

    3. Als Grundfrage für Handeln (oder Unterlassen) empfiehlt sich: "Dient es meinen Zielen?" Niemand steckt sich selbst Ziele, die er für verwerflich hält. Misst er also all seine Taten an seinen Zielen, braucht er sich auch nichts vorzuwerfen. Ich gebe zu, es ist nicht einfach, diese Ziele immer klar und präsent zu haben, aber der Einsatz zu ihrer Herausarbeitung lohnt sich hundertfach, weil es das Leben so viel leichter macht, wenn man sie kennt.

    Im Prinzip ist das, vor allem der zweite Punkt, nichts anderes als die oben genannte Aussage "Du bist perfekt", nur ein wenig anders aufgeschlüsselt.

    Gibt es nicht auch potential-orientierte statt defizit-fixierte Kritik? Aufmerksame Neugier, die Stärken, Chancen und Möglichkeiten sucht, statt auf Fehler, Schwächen und Mängel zu hacken? Oder ist das Wort schon einseitig festgelegt auf's Heruntermachen, Verurteilen und Abwerten?

    Lancaster, hast Du das gemeint mit dem Zusammenhang zwischen Kritik und Neugier?
    Ninjas Vergleich mit dem ungeliebten Mitarbeiter finde ich sehr treffend :-)
    Danke für all die Inspirationen
    Renita

  18. Lancaster schreibt am 18. September 2006 um 04:25

    Hallo,

    @ Renita

    Du sagst es schon selbst "Aufmerksame Neugier ... sucht...".
    Ich denke, erst wenn wir nicht mehr alles so hinnehmen wie es nun einmal ist oder uns selbiges versucht wird weiszumachen, sprich erst wenn wir kritikfähig werden, kommen wir voran.
    Dann wird in uns die Neugier erweckt, ob es nicht auch anders geht, ob es auch noch nicht niedergetrampelte Wege gibt. Dann beginnen wir nach Alternativen zu suchen.
    Und dafür ist Kritik notwendig, an uns selbst und auch nach außen. Es gibt kein, es ist wie es ist, sonst wären wir heute noch dort, wo wir schon gewesen sind.
    Kritik und die daraus resultierende Neugier oder auch Drang nach "Auswegen" ist für mich einer der Antriebskräfte des Lebens.
    Und natürlich meine ich damit konstruktive Kritik und in keinem Fall "Niedermachen", dass nutze ich höchstens zur Manipulation ;)

    Lancaster

  19. Irmy schreibt am 18. September 2006 um 06:18

    Hallo Lancaster, du hast es treffend ausdrückt, so sehe ich es auch.

  20. Monika schreibt am 18. September 2006 um 19:04

    Kritik hat immer zwei Seiten - eine negative und eine positive, ich bin es am lernen, jegliche Kritik "loszulassen" sei sie zu mir selber oder zu anderen, ich habe erfahren, es kommt alles zu mir zurück....
    danke für eure Ge danken dazu.
    liebe Grüße Monika

  21. sannaelle schreibt am 19. September 2006 um 10:47

    Meiner Meinung nach hat Kritik keine positive Seite. Kritik bedeutet immer, ich habe kontrolliert, dass ich, er, sie oder es nicht gut genug waren. Kritik ist oberflächlich und schwächt nur. Wenn ich verstehe, warum etwas so oder so gelaufen ist, und ich immer davon ausgehe, dass jeder Beteiligte sein/ihr Bestes gegeben hat, das ihm in diesem Moment möglich war, dann brauche ich keine Kritik mehr. Wenn ich kritisiere, dann ist das eine schnell durchgeführte Reaktion. Vielleicht unserer Zeit angepasst. Kritik beinhaltet auch immer einen Vorwurf. Der andere oder ich selbst,hat wohl eben doch nicht sein Bestes gegeben. Um der Sache Sinn zu geben, muss ich hinter die Kulissen schauen, muss mir den anderen oder mich genau anschauen, denn es gibt immer gute Gründe dafür, wie ich etwas mache. Wenn ich diese Gründe wahrnehme, dann werde ich den Menschen gerecht, auch mir selbst, dann brauche ich keine Kritik mehr. Liebe Grüsse Eva

  22. Ralf Senftleben schreibt am 19. September 2006 um 10:50

    Liebe Leute,

    aber was ist mit der Abschlußfrage des Beitrags?

    Verliere ich meinen Drive, wenn ich aufhöre, mich selbst zu kritisieren und wenn mich das vorher angetrieben habe?

    Viele Grüße,
    Ralf

  23. Irmy schreibt am 19. September 2006 um 11:16

    Ja Ralf, ich würde meinen Drive vielleicht verlieren, wenn mich nur in meine Selbstakzeptanz einkuscheln würde ...

  24. Patrizia schreibt am 19. September 2006 um 16:03

    Ich finde, dass Reflektieren und Selbstdistanz und damit auch konstruktive Kritik in unserem Leben sehr n o t wendig ist, alleine, wenn ich an die "führenden" Herren im 2. Weltkrieg denke. Da hat genau das gefehlt. Für mich verliert man damit keinen Drive sondern bekommt einen kräftigen Schub so Manches anders zu machen.
    Viele Grüße von Patrizia

  25. sannaelle schreibt am 19. September 2006 um 18:06

    Hallo Ralf, ich verliere keinen Hauch von meinem Drive, sondern ich habe mehr Kräfte frei, wenn ich aufhöre mich und andere zu kritisieren. Gerade in Bezug auf die Herren des Dritten Reichs hat Marshall B. Rosenberg auf die hinter ihren Taten steckenden Bedürfnisse hingewiesen. Das hier ist meine persönliche Meinung und Erfahrung, siehe meine obigen Beiträge. Liebe Grüße aus dem Schwarzwald. Eva

  26. Hans schreibt am 20. September 2006 um 17:45

    Somit hat Sannaelle alias Eva - den Nagel auf den Kopf getroffen. - "Ich habe mehr Kräfte frei" - (Anmerkung)für ein erfülltes Leben.

    Und Ralf zu Deiner Frage:

    Ich verliere nicht Drive - der Blickwinkel verändert sich!

    Liebe Grüße

    Hans

  27. Christine schreibt am 19. Oktober 2006 um 02:47

    Als Gesangslehrerin helfe ich den Schülern sich zu ent f a l t e n und ihren Kern zu ent w i c k e l n. Bei mir gibt es Hilfestellungen, aber keine Wahrheiten. Einige hätten gern eine strengere Führung und empfinden meinen Ansatz als zu weich. Es ist eben für einige Menschen schwieriger Disziplin zu üben, wenn Druck und Kritik von außen fehlen. Ich glaube trotzdem, dass ich mit dieser weichen Haltung motivieren und Neugier wecken kann. Deshalb verschweige ich den Schülern ja nicht die grundsätzliche Technik. Allerdings denke ich auch, dass verschiedene Ansätze funktionieren. Nach Freud beruht alles Streben auf Sexualität und Potenz. C. G. Jung glaubt an einen Ich-Komplex unter vielen anderen Komplexen, bestehend aus Gefühlen, Gedanken, Wahrnehmungen und Erinnerungen. In der Neurobiologie sind sie zur Zeit der Meinung, dass zuerst das Gehirn die Entscheidung trifft und dass danach das Ich glaubt es hätte die Entscheidung selbst getroffen. Ich glaube, dass auch hier viele Wege nach Rom führen. Für mich persönlich ist der Weg der Selbstakzeptanz vielschichtig und schön.

  28. Lothar schreibt am 17. November 2006 um 20:56

    Man kann sich ja auch selbst annehmen und trotzdem selbstkritisch sein. Die Selbstkritik bezieht sich in diesem Falle dann auf das Handeln, nicht jedoch auf die Persönlichkeit.

  29. anonym schreibt am 2. Dezember 2006 um 22:37

    Hallo zusammen
    ich habe ein problem!
    ich kritisiere mich sehr oft!
    immer muss mir das passieren! da ich immer drauf achte nichts falsch zumachen, aber das funktioniert nicht, muss immer mir sowas passieren! ich möchte anerkannt werden! in der schule werde ich von ein paar leuten gehänselt und ich kann das einfach nicht, was passendes zusagen! dabei zerbreche ich! oft genuch sitze ich im meiner und frage mich was ich falsch gemacht habe???? warum kann man einen nicht so akzeptieren wie er ist! ich möchte anerkennung! ich möchte zu den leuten gehören! das hört sich jetzt an als ob ich keine freunde habe! nein das jetzt auch wieder nicht!
    ich möchte von den leuten anerkannt werden die mich hänseln! ich komme dagegen einfach nicht an!
    was auch noch ist! ich möchte bei meinen freunden perfekt sein und dabei passiert mir immer dumme sachen und kann einfach nicht darüber lachen! weil alles auf mich drauf prallt!
    ich weiß einfach nicht was ich machen soll!
    das alles hat mir mein selbstvertrauen genommen! ich kann nicht wie andere schüler nach vorne gehen und einen vortrag wie andere halten! das klappt einfach nicht!
    könnt ihr mir helfen wie ich mein selbstvertraue´n zurück bekomme?????

    liebe grüße anonym