Dankbarkeit – Ein wirkliches Powergefühl
Von Ralf Senftleben • 8 Kommentare
Zum Glücklichsein gibt es nur einen Schlüssel: die Dankbarkeit.
– Ernst Ferstl
Wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig dankbar gefühlt? Dankbar, am Leben zu sein? Dankbar für all die guten Dinge in Ihrem Leben?
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber für mich ist Dankbarkeit ein verdammt gutes Gefühl. Ein Gefühl, das mich zufrieden und gelassen macht.
Wie sieht das bei Ihnen aus? Wie fühlt sich Dankbarkeit für Sie an?
Sicherlich gibt es in jedem Leben auch Minuspunkte. Lebensumstände, die noch nicht stimmen und die wir uns anders wünschen würden. Aber wenn wir einmal dagegensetzen, was es alles für Pluspunkte in unserem Leben gibt, dann wiegt die Waage auf der Plusseite meist deutlich schwerer. Für ausnahmslos jeden von uns gibt es sehr viele Sachen im Leben, die gut und schön sind. So viele Sachen, für die wir dankbar sein können.
Die meisten Pluspunkte in unserem Leben nehmen wir nur oft viel zu selbstverständlich hin, so dass sie uns gar nicht mehr auffallen.
Wenn Sie systematisch aufschreiben wollen, wofür Sie dankbar sein können, dann nutzen Sie doch die folgenden Fragen:
- Was gibt es Gutes in meinem Leben?
- Was mag und genieße ich an meinem Leben?
- Wo geht es mir besser als anderen? (z.B. in Krisengebieten oder in der 3. Welt)
- Welche Dinge nehme ich als selbstverständlich?
- Welche materiellen und immateriellen Dinge würden mir weh tun, wenn ich sie nicht mehr hätte?
Wenn wir lernen, dankbarer zu sein, für die vielen guten Dinge in unserem Leben, setzt das viele kleine Probleme und Schwierigkeiten wieder in das richtige Licht. Wir merken dann, dass vieles die Aufregung gar nicht lohnt.
Trainieren Sie Ihre Dankbarkeit regelmäßig und Sie werden sehen, wie Sie zufriedener und gelassener werden und wie Sie kleine Probleme und Schwierigkeiten immer weniger berühren.
Ich habe z.B. ein kleines Ritual. Ich sage abends vor dem Schlafen "Danke", für alles Gute in meinem Leben. Vielleicht ist das auch etwas für Sie.






Ich habe mich vor einem Jahr von meinem Mann getrennt und bin in eine andere Stadt gezogen. Heute bin ich für eine ganze Menge dankbar: für die Kraft, zu meiner Entscheidung zu stehen; für all die neuen Freunde, die ich gefunden habe; dafür, dass mein Kind alles ganz gut überstanden hat; dafür, dass ich mich neu verlieben konnte; für meine Unabhängigkeit und noch so einiges. Es ist nicht leicht, es gibt immer noch genug große und kleine Probleme in meinem Leben. Aber dieses Gefühl der Dankbarkeit macht mich stark. Und auch dafür bin ich dankbar.
LG Ela
Ich wuesste nicht, wem ich dankbar sein soll und wofuer....fuer meinen Arbeitgeber, der nur staendig an mir rumnoergelt und mich erniedrigt und weiss, dass ich von ihm abhaengig bin, weil ich als 46-jaehrige Mutter eines Kleinkindes nirgends Arbeit finde, aber das wenige Geld dringend brauche? Oder den ganzen potentiellen Arbeitgebern, die mich nicht wollen, weil ich das schwere Manko "Mutter eines Kleinkindes" mit mir herumtrage und damit unwirtschaftlich bin?? Dankbar sein, dass wir gesund sind und die Sonne scheint...faellt mir schwer, denn ich weiss nicht, ob ich morgen nicht schon auf der Strasse sitze und nichtmal einen Arzt fuer mein Kind bezahlen kann....Nein, Dankbarkeit kann ich nicht empfinden, ich habe mir alles selber schwer erarbeitet und habe von niemandem was geschenkt gekriegt, dem ich dankbar sein koennte.
Es gibt sehr viele Dinge, die positiv sind in meinem Leben. Zum Glück viel, viel mehr, als es negative Dinge gibt.
Allerdings habe ich mit dem Begriff "Dankbarkeit" ein Problem(chen). Für mich birgt dieser Begriff das Wort "Dank". Und "danken", müsste/könnte ich jemandem, der mir aktiv etwas Gutes getan hat.
Aber hat nun tatsächlich "jemand" (wer oder was auch immer) aktiv dafür gesorgt, dass ich in genau diese Familie hineingeboren bin, zu der ich gehöre?
Hat "jemand" tatsächlich aktiv dafür gesorgt, dass ich in Deutschland (und nicht in einem Kriegs-/ oder sonstigen Krisengebiet) geboren wurde?
Hat "jemand" aktiv dafür gesorgt, dass ich mit einer guten "Basis-Gesundheit" und mit einigermaßen normal funktionierendem Verstand geboren wurde?
usw.
Ist also tatsächlich "jemand" dafür verantwortlich, dass z. B. manche Kinder sehr krank geboren, in ärmlichsten Verhältnissen (menschlich oder materiell) aufwachsen, andere dagegen kerngesund, blitzgescheit, finanziell und/oder emotional bestens begleitet...?
Ich sehe es eher so: man hat - eher zufällig - eine gewisse Startposition in seinem Leben. Jeder Mensch eine andere. Dann kann man gucken, wie man dieses Leben meistert. Mit all den Bedingungen und Möglichkeiten, die so auf einen zukommen. Manche Dinge kann man aktiv gestalten, andere passieren einfach.
Richtet man seinen Fokus auf all die Dinge, die besch... laufen, bei denen andere "mehr Glück" oder was auch immer haben, dann ist man erfüllt mit lauter negativen Emotionen. Das macht das eigene Leben nicht wirklich angenehmer. Im Gegenteil!
Nimmt man die negativeren Aspekte zwar wahr [und versucht dort, wo es durch eigenes Zutun möglich ist, bessere Bedingungen zu schaffen], richtet seinen Fokus aber so oft als möglich auf die Dinge, die gut sind, die toll laufen, über die man sich freuen kann, z. B. weil man sich nicht dafür abschuften muss, sondern die einfach da sind (warum nicht auch über sonniges Wetter, ein tolles Musikstück im Radio...?), dann ändert sich das eigene Leben dadurch nicht. Aber das eigene Gefühlsleben. Man fühlt sich besser! Einfach so. Völlig kostenlos. Und schon alleine dieses gute Gefühl ist es Wert, möglichst oft herbeigeführt zu werden. Weil es das gleiche Leben - egal wie schwierig es ist - einfach schöner macht. Und solche guten Dinge gibt es immer. Man muss sie nur auch wahrnehmen wollen.
Ob man das nun Dankbarkeit nennen muss? Kann man. In diesem Zusammenhang ist "Dank"barkeit für mich nicht das richtige Wort.
dieses kleine Ritual am Abend, das nannte man früher mal Gebet - aber Glaube ist ja etwas total überholtes in unserer Zeit.
Ich habe mir nun alle Kommentare durchgelesen und muss sagen ich habe die Dankbarkeit nicht auf eine Person, oder irgendeine höhere Macht bezogen, sondern einfach nur auf das Bewusst-machen, dass es einem "noch" schlechter gehen könnte, dass man vielleicht ab und zu aus der Opfer-Haltung einen Schritt zur Seite geht und sich sagt, hey es könnte mir schlechter gehen. Ich denke das fehlt den Menschen heutzutage gerade den jüngeren Generationen, die nur noch nehmen und einfach keine Zufriedenheit finden, bzw. Dank. (Ich muss gestehen ich "danke" selbst viel zu wenig-aber das wird sich vielleicht nun ändern)
hey,
ich muss sagen, ich binwirklich dankbar,dass ich einen computer habe, im moment schön im warmen zu hause sitze und diesen bericht über dankbarkeit lesen durfte..ein kleiner bericht, kann grosses verändern.. ja, und zwar mich selbst, denn jetzt sind mir wieder mal die augen geöffnet worden, eine erkenntnis, die mich glücklich macht.
sich zeit für sich selbst nehmen, sich den moment bewusst zu machen und mal "dankbar" zu sein..
Danke, danke, danke, an den, den diesen bericht geschrieben hat, der der diese erkenntnis erkannt hat und weitergibt, sie teilt(sehr, sehr viel teilt) und mir zu einem teil an mein eigenes glück, meine zufriedenheit, beiträgt..
danke, jenny
ich muss sagen, ich bin wirklich dankbar, dass ich einen computer habe, im moment schön im warmen zu hause sitze und diesen bericht über dankbarkeit lesen durfte. ein kleiner bericht kann grosses verändern. ja, und zwar mich selbst, denn jetzt sind mir wieder mal die augen geöffnet worden, eine erkenntnis, die mich glücklich macht.
sich zeit für sich selbst nehmen, sich den moment bewussst zu machen und mal dankbar zu sein.
danke, danke, danke an den, der diesen bericht geschrieben hat, derjenige, der diese erkenntnis erkannt hat und weitergibt, sie teilt(in meinen augen sehr, sehr viel teilt) und mir somit zu einem teil an mein glück, meine zufriedenheit, beiträgt.
danke, jenny
Dankbar kann man unter allen Umständen sein, egal wie schwer sie sind, wenn man lernt, alles aus Gottes Hand zu nahmen, denn das ist nicht überholt, es gibt Ihm immer noch und wird Ihm immer geben. Ihm bin ich für alles dankbar und das gibt großen Mut.