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Soll man besser realistisch bleiben?

Von Ralf Senftleben14 Kommentare

"Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche."

Che Guevara

Wenn wir auf der Suche nach unseren Zielen, unserer Berufung und unserem Platz im Leben sind, stellt sich eine Frage:

"Soll ich groß denken ("Think big") oder soll ich lieber realistisch bleiben und kleinere Brötchen backen?"

Was meinen Sie? Wie machen Sie Ihr Kreuz?

O Besser groß denken – O Lieber realistisch bleiben

In meinen Augen ist es am besten, beides zu tun. Zuerst denken Sie groß und dann denken Sie realistisch.

Wie soll das gehen? Ich bin froh, dass Sie gefragt haben.

Wenn ich meine Ziele finden will, dann ist es am besten, die Realität im ersten Schritt zu vernachlässigen. Ich glaube zwar nicht, dass wir alles erreichen können, wenn wir es uns nur fest genug vornehmen. Aber ich glaube daran, dass sehr viel mehr möglich ist, als uns beim ersten Nachdenken als realistisch erscheint.

Sind wir von Anfang an realistisch, dann klammern wir vieles aus, was bei genauerem Hinsehen durchaus möglich ist. Wenn Sie am Anfang zu viel Angst haben, auch ein bisschen zu träumen, dann haben viele Ihrer Träume keine Chance und das, obwohl sie bei genaueren Hinschauen durchaus machbar wären.

Genau deswegen ist es gerade am Anfang bei der Suche nach den eigenen Zielen sehr wichtig, dass Sie träumen, dass Sie sich Dinge wünschen, die Ihnen nicht machbar erscheinen und dass Sie einfach einmal so tun, als ob Sie die freie Auswahl im Leben haben.

Also: Erst, wenn Sie genug geträumt haben, dann ist es an der Zeit eine kritischere Brille aufzusetzen und Ihre Träume daraufhin zu untersuchen, ob Sie sie verwirklichen können und wollen. Jetzt macht es Sinn, wenn Sie die Dinge realistisch sehen und sich fragen, ob Ihre Wünsche machbar sind und ob Sie bereit sind, den Preis zu bezahlen.

Oft sehen wir dann auch, dass wir hier und heute ganz kleine und realistische Dinge tun können, um mehr von dem zu bekommen, was uns unsere großen Träume versprechen.

Denken Sie erst groß und dann erst realistisch. So haben Sie das Beste aus allen Welten.

  1. Tobias schreibt am 20. Juni 2007 um 20:24

    "Think Big" ist für mich immer noch eine Herausforderung - ich neige dazu, mich von vornherein schon bei der Ideenfindung zu zensieren. Und auch wenn ich mal träume, habe ich immer gleich viele Gründe parat, warum das jetzt und hier und überhaupt... nicht möglich ist.

    Wenn ich mich aber wirklich mal darauf einlasse, dann erscheinen selbst so große Ziele wie "Weltfrieden" plötzlich erreichbar. Sicher nicht an einem Tag, und auch nicht in einem Jahr. Ob ich es in einem Menschenleben schaffen werde? Vermutlich selbst das nicht. Aber ich kann doch zumindest meinen Teil dazu beitragen, dass dieses Ziel in einer hoffentlich nicht allzu fernen Zukunft erreicht werden kann (wie wäre es mit 500 Jahren?)

    Und was das wichtigste ist: Mit meinem Leben kann ich andere Menschen inspirieren und begeistern, kann ihnen Mut machen, ebenfalls ihre Träume zu verfolgen, nach den Sternen zu greifen.

    Einer meiner persönlichen Träume beginnt gerade, Wirklichkeit zu werden - und noch vor Wochen hätte ich gerade heraus gesagt: Unmöglich, das schaffe ich nie, ich bin dazu noch nicht bereit, ich muss erst noch mehr Erfahrungen sammeln, und außerdem und sowieso...!

    Also: Was würdest Du tun, wenn Du mit absoluter Gewissheit weißt, dass Du nicht scheitern kannst?

  2. melle schreibt am 22. Juni 2007 um 06:36

    ...nach den Sternen greifen!

    ich hab leider keine Ahnung wer das mal so klug formuliert hat aber:
    "Ideale (Ziele) sind wie Sterne,
    wir werden sie (vielleicht) nie erreichen
    aber wir können unseren Kurs danach ausrichten"

  3. Ingo Schmidt schreibt am 24. Juni 2007 um 09:52

    Bleibe realistisch: denke GROSS. ;-)

    Jeder von uns schafft seine eigene Realität - ob ihm das bewußt ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Mit "realistisch" ist immer eine bestimmte Realität gemeint: die der eigenen Vergangenheit.

    Größer als meine Vergangenheit kann ich nur dann denken/sein, sobald ich mit ihr (der Vergangenheit) komplett bin. Ansonsten bleibt es beim: ich würde gerne groß denken/sein - wenn ich nicht so fest in meiner Vergangenheit verhaftet wäre (und nicht bereit, sie zu er/lösen).

    GROSS bezeichnet ein Verhältnis: größer als? Jetzt. Was ganz einfach den natürlichen Drang ausdrückt zum eigenen Wachsen, zur persönlichen Ent Wicklung.

    "Lass Deine Vergangenheit sein - und erfinde Dich selbst jetzt neu. Sei wer Du bist". Das ist die einzig wirklich funktionierende Regel im Leben. Mehr braucht's auch nicht. Denn dann stehen alle Wege offen. :-))

    Vielen Dank, viele liebe Grüße *INGO*

    ingo@ corecoach.org

  4. Yvonne van Dyck schreibt am 24. Juni 2007 um 11:06

    "man muss das unmögliche denken, um das mögliche zu erreichen" und all das immer mit "bodenhaftung" :)
    herzlich

    Yvonne

  5. gentine schreibt am 24. Juni 2007 um 11:56

    dazu fällt mir ein spruch von LES BROWN ein:
    'ziele den mond an. auch wenn du ihn verfehlen solltest - du wirst unter sternen landen'.
    alles liebe
    gentine

  6. christa schreibt am 24. Juni 2007 um 13:25

    Ich stehe ganz hinter diesem Motto, "groß denken", dann beginnen zu handeln und dabei lernen im Tun: meistens wird im Tun klar, daß viel mehr realisierbar ist, als die bloße Orientierung an der Realität zuvor hätte vermuten oder vorstellbar erscheinen lassen.
    Immer, wenn dieser innere "vernünftige" Zensor das Wort ergreifen will,handelnd der Vision folgen und sich selbst überraschen und überraschen lassen.
    Die Orientierung an der sogenannten Realität geht ja immer von bekannten, vertrauten Strukturen und Erfahrungen aus, die die Tendenz birgt, die Fülle der Möglichkeiten zu beschneiden. Vielleicht ist das Ergebnis dann ein Anderes, u.U. jedoch besser als je vorstellbar.

  7. Niko schreibt am 24. Juni 2007 um 17:45

    Was habe ich vor kurzen in einer indischen Zeitschrift entdeckt, es passt doch wunderbar und dieses Englisch ist sehr einfach:

    THINK BIG.

    Rise above little things. Be a big thinker. You are what you think. So just thing big, believe, act big, dream big, work big, give big, forgive big, laugh big, image big, love big, live big. Carry that list and you'll start feeling big. Be a believer and you'll be an achiever.

    in diesem Sinne :-)
    Niko

  8. Constanze schreibt am 24. Juni 2007 um 19:21

    Hallo
    Ich möchte mich herzlichst für diese Zeilen bedanken, denn, nach einer Nacht voll des inneren Dialoges bzg. think big - Seminargestaltung oder kleine Brötchen backen und Bedürfnis nach Stille und Faulheit, dachte ich einfach "klasse" der Artikel passt. Und ich darf und werde mir erlauben beides zu tun - und schon ist meine Vision wieder da!
    es gibt eine Welt der entspannten Wachsamkeit und
    wechselseitiger respektvoller Aufmerksamkeit und Pflege
    In jedem Menschen gibt es das Potential zur seelischen –
    geistigen Gesundheit
    Constanze

  9. Alice schreibt am 24. Juni 2007 um 21:42

    Ich kann mich Nico nur anschließen: THINK BIG !!!

    Be a believer and everything will be good !

    Gute Nacht !

  10. Uli Feichtinger schreibt am 25. Juni 2007 um 03:56

    Gleich zu Beginn schreibt Ralf:

    "Wenn wir auf der Suche nach unseren Zielen, unserer Berufung und unserem Platz im Leben sind, stellt sich eine Frage:..."

    Also, bei Berufung, Platz im Leben - geht's da wirklich so viel ums DENKEN????

    Geht's da nicht viel mehr ums SPÜREN, nach-spüren, spiralig annähern? Mit dem Unbewussten Kontakt aufnehmen? Mit dem Kontakt aufnehmen, was meistens Seele genannt wird?

    Für mich ist die Antwort auf diese Fragen: Ja! :)

    Für mich ist der Zugang zum "Platz im Leben" ein ganzheitlicher! Denken, fühlen, mit dem Unbewussten arbeiten, sich spirituell ausrichten, mit dem Körper arbeiten...

    Da ist automatisch dann die Kategorie "big" angesagt! :) :) :) :)

    Herzlichst grüßt aus dem Salzkammergut
    ULI

  11. redori schreibt am 25. Juni 2007 um 09:16

    mein problem beim träumen ist immer: ich lebe ja nicht für mich alleine, sondern bin verheiratet und habe haustiere. was, wenn meine träume in eine ganz andere richtung gehen, als die meines mannes? schon alleine die angst davor hält mich vom träumen ab :(
    und wenn wir dann mal kleine gemeinsame träume haben, dann liegt die erfüllung oft nicht in unserer hand. (kinder zum beispiel...)

  12. Immo schreibt am 25. Juni 2007 um 17:08

    Kommunikation & Karma

    Liebe redori et al.!

    Das erste sollte die tiefere Suche nach dem eigenen Schicksal bzw. Karma sein: was habe ich mir für dieses Leben vorgenommen bzw. was will ich wirklich.

    Das zweite - und das kann auch bei der ersten Frage helfen - ist die Kommunikation mit dem Partner & guten Freunden.

    Das sind für mich die Grundlagen, um meinen "Traum" zu finden und zu realisieren.

    PS: Ich hatte übrigens vor 33 Jahrten den Traum, dass der Ökolanbau eine breite Akzeptanz findet - das ist jetzt verwirirklicht.
    Mein neuer Traum ist die breite Akzeptanz von Reinkarnation & Karma - ich bin gespannt, ob es wieder 33 Jahre dauert!?

  13. Irene schreibt am 10. Juli 2007 um 10:22

    zu "Think big" fällt mir ganz spontan ei Zitat ein:
    " Die Wirklichkeit ohne Traum ist ein Alptraum"

    Ja, ich denke wir sollten unsere Träume, Ziele und Wünsche haben, aber auch bereit für den Weg dorthin sein...

    Mit lieben Grüßen us Bonn,

    Rene

  14. BEE13 schreibt am 19. Juli 2009 um 00:18

    Kurz und knapp: Es ist nur das Tun das den Unterschied zwischen dem Traum und dem Leben ausmacht.

    Ein Glück für den, der dies begreift und umzusetzen vermag.