Was bestimmt unser Leben?
Von Ralf Senftleben • 14 Kommentare
Der amerikanische Psychologe William James (1842 – 1910) hat einmal geschrieben:
"Die größte Entdeckung meiner Generation ist, dass der Mensch sein Leben ändern kann, indem er seine Einstellungen ändert."
Unser Leben ist also weitaus weniger von unseren Umständen abhängig, als davon, was wir über diese Umstände denken. Um unser Leben zum Positiven zu verändern, müssen wir also nur unsere Einstellungen zu den Dingen ändern.
Wie kommt es, dass manche Menschen schlechte Arbeitsmarktzahlen einfach ignorieren und innerhalb kürzester Zeit einen Job finden?
Wie kommt es, dass es Unternehmen gibt, die auch in der schlechtesten Konjunktur Zuwachsraten verzeichnen?
Und wie kommt es, dass es Menschen gibt, die unter Umständen glücklich sind, wo andere verzweifeln würden?
Eine positive Einstellung zu den Dingen ist natürlich nicht alles. Sie können sicherlich nicht auf einem Besen nach Amerika fliegen, nur weil Sie Ihre Einstellung zum Besen ändern. Aber in sehr vielen Situationen entscheidet unsere Einstellung, ob wir Erfolg haben oder nicht.
Wie können wir nun unsere Einstellung zu den Dingen verändern? Das erfahren Sie nächste Woche.





Ja, warum finden manche Menschen unter gegebenen Rahmenbedingungen schneller einen Job als andere?
Möglicherweise, weil sie eine andere Einstellung zu den Dingen (entwickelt) haben. Möglicherweise aber auch, weil sie anspruchsloser sind als andere und unter Bedingungen arbeiten, die andere ablehnen würden.
Ja, und warum haben bestimmte Unternehmen bei einer allgemeinen wirtschaftlichen Stagnation Umsatzzuwächse, wo andere keine haben? Möglicherweise, weil auch sie sich eine andere Einstellung zu bestimmten Dingen zu eigen gemacht haben und zudem noch sehr innovativ sind. Möglicherweise aber auch, weil sie zu Lasten anderer Ihre Kosten heruntergeknüppelt haben, um Wettbewerbsvorteile zu bekommen, Firmen aufgekauft haben, um nach einer Zerschlagung einen bestimmten Teil zu behalten und den Rest zu entsorgen, oder ganz einfach durch brutale Marktverdrängung.
Ja und warum sind manche Menschen, da noch glücklich, wo andere bereits verzweifeln. Möglicherweise haben sie es ihrer geänderten Einstellung zu den Dingen zu verdanken, die aber auch möglicherweise daher rühren kann, das sie etwas schlichter gestrickt sind, als andere.
Ist das Glas halb voll oder halb leer?
Egal welche Antwort Sie hier geben, an der objektiven Füllmenge des Glases ändert sich in keinem Fall etwas.
Aber Achtung: Dieses sehr vereinfachte (und dennoch immer wieder gern herangezogene) Beispiel hat so seine Fallstricke. Denn es führt nur zu gerne zu falsch verstandenem positiven Denken.
Wenn ich mit 50 Jahren meinen Job verliere und eine Familie zu ernähren habe, dann ist das nicht wirklich witzig. Um so weniger, wenn mir die Agentur für Arbeit wenig Hoffnung darauf macht, in diesem Leben noch mal in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten. In so einer Situation darf ich bitte schön, geschockt, verängstigt, frustriert und wütend sein.
Aber ich sollte es möglichst nicht bleiben.
Wenn mein Partner mich nach 30 gemeinsamen Ehejahren gegen eine Jüngere (oder gegen einen Jüngeren) austauscht, dann ist auch das nicht wirklich zum Lachen.
Und, ja bitte, es ist mein gutes Recht, jetzt verletzt und stinkwütend zu sein und meinem Partner und seinem neuen Gespons die Pestilenz an den Hals zu wünschen.
Aber auch dabei sollte es möglichst nicht bleiben.
Es gibt unzählige Situationen im Leben eines Menschen, die Schmerzen verursachen, die uns Steine in den Weg werfen, die all' die Gefühle hervorrufen, die wir gerne vermeiden würden. Genau das ist LEBEN. Eben nicht nur Sonnenschein, sondern auch mal Regen und Unwetter.
Glücklich ist der, der mit Sicherheit weiß, dass auch das schlimmste Unwetter nicht ewig anhält. Noch glücklicher ist der, der in der Lage ist, aus den Trümmern, die das Unwetter zurück gelassen hat, etwas völlig Neues und ganz anderes zu bauen. Am Glücklichsten wird wohl der sein, dem es gelingt, auch das Unwetter willkommen zu heißen und sich auf Neues zu freuen.
Hallo Zusammen,
mein Leitspruch ist immer:
"Immer wenn Du glaubst es geht nicht mehr, kommt von Irgendwo ein Lichtlein her".
Ich bin am Wochenende im Sauerland gewandert und war schrecklich frustriert und deprimiert über den Zustand der Wälder.
Ich frage mich nun, welche Einstellung ich entwickeln muss, um dem noch etwas postitives abzugewinnen?
Dieser Satz "Einstellungen ändern" macht mich soooooooooooo
unendlich wütend!
Da halte ich es genau wie Gabriele Horst. Dazu habe ich auch ein Zitat bei mir aufgehängt:
"Wenn du einmal traurig bist, dann schau in den Himmel hinauf, und du wirst erkennen, dass jede noch so dunkle Wolke vorüberzieht."
Natürlich ist die Einstellung nur ein erster Schritt, dem ein TUN folgen muß. Auf Umstände wütend zu reagieren, finde ich ganz normal. Aber der Zustand sollte nicht anhalten.
Vielleicht kann ich keinen ganzen Wald retten, aber jeder kann etwas dafür tun. Es gibt z.B. viele Umweltverbände, die dankbar für jede Mithilfe sind. Vielleicht wäre das ja hier ein erster Schritt?
PS: Übrigens sollte auch eine unendliche Wut mal ein Ende haben ;-)
Gabriele, ich sage mir immer: Oft entsteht Gutes aus dem Schlechten und Umgekehrt. Vielleicht hat es ja einen höheren Sinn, dass es so ist, wie es ist. Meine Frage ist immer: Wem helfe ich damit, wenn ich mich aufrege? Ändere ich damit etwas?
Obwohl Wut und Frust natürlich für manche auch eine gute Triebkraft ist, sich für etwas einzusetzen, was einem wichtig ist. Für mich persönlich gilt das aber eher nicht.
Was ich am einfachsten beeinflussen kann ist nun mal ich selbst, meine Einstellungen, mein Denken und meine Gefühle. Obwohl auch das nicht ganz trivial ist, ist es doch um Längen einfacher, als die Welt oder andere Menschen zu ändern.
Hallo Gabriele,
komm'doch hierher nach Griechenland - hier sind die Waelder abgefackelt, mit Muell verdreckt oder verbaut....da wirst du ganz schnell deine Einstellung aendern und die Waelder im Sauerland ganz toll finden. So einfach ist das! :-)
Ralf Senftleben schrieb:Was ich am einfachsten beeinflussen kann ist nun mal ich selbst, meine Einstellungen, mein Denken und meine Gefühle. «««
Und wie bitte schön? Mir gelingt das seid 8 Jahren nicht. Mittlerweile bin ich verbitterter den je weil ich diesen Satz einfach nicht mehr hören kann und eben nicht weiß wie das geht. Die Spirale dreht sich seid Jahren immer weiter runter und ich kann mich selbst absolut nicht mehr ausstehen je mehr ich mich kennenlerne. Für mich ich Wut eine sehr schlechte Triebkraft weil sich die ganze negantive Energie gegen mich selbst richtet. Solange ich denken kann, bin ich von Selbstzweifeln getrieben und zahlreiche Therapien haben alles nur schlimmer gemacht. Ich bin rast und ruhelos und kann mich immer weniger selbst ausstehen. Einstellung ändern. Wie sehr ich diesen Satz hasse. Weil ich es nicht kann.
Einstellungen sind ja wahrscheinlich Glaubenssätze und Überzeugungen die sich angefangen in der Kindheit über viele Jahre manifestiert haben. Die lassen sich nicht mal eben so leicht ändern wie ein Computer den man nur mal eben schnell umprogrammieren muss. So wird das doch meistens dargestellt.
Michael, das stimmt. Die meisten Einstellungen lassen sich auch nach meiner Erfahrung nicht mal eben ändern (wobei ich auch hier ausnahmen erlebt habe). Aber sie lassen sich umtrainieren. Wir können umlernen.
Hallo !
Ja dann bin ich ja mal gespannt auf Euern Beitrag nächste Woche zu dem Thema. Ihr habt das Thema ja schon aufgegriffen.
Tolle Seite übrigens hier.
Das ist schon sehr spannend all die Beiträge zu studieren.
Jeder hat so seine Erfahrungen.
Eine meiner Erfahrung ist die, dass hinter den meisten negativen Gefühlen eine Angst steckt – Vorsicht, ich meine nicht die Furcht, die ist lebensrettend.
Zwei Dinge sind bei mir noch immer hilfreich
1. Hin und wieder meine Werte neu zu erforschen, und schauen, ob sich Änderungen zeigen. Wenn ja, dieser Änderung in meinem Leitbild aufnehmen.
2. Meine Angst hinterfragen und bearbeiten
Als Beispiel: Wut kommt dann, wenn die Angst sich aufplustert.
Hallo
Wir erschaffen unsere Welt mit dem Denken. und das was wir Denken wird uns in unserer Realität bewiesen. Wenn ich auf Umweltverschmutzung mein Blick lenke, sehe ich diese Dinge. Wenn ich auf Waldsterben gucke sehe ich all die anzeichen. Was ich nicht sehe, ist Das es neben den kaputten Bäumen viele gegenden gibt wo neue gesunde Bäume stehen. Ich werde wie von schienen dorthin gelenkt was ich Denk. Somit entscheidet mein Denken über das was ich in meinem Leben erfahre. Wer sein Eigenes Denken bewusster Verfolgt der wird mit der Zeit der Gesetzmäßigkeit auf die Spur. Oft erschaffen wir unser Unbewusstes Denken. (Glaubenssätze) All die Dinge die nicht gut sind, werden nicht weniger wenn wir drüber Discutieren, oder deren Mangel bemängeln. Einzig das handeln Verändert. Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen verändert. Wenn du deine Erfahrungen Verändern möchtest, Oder anders Leben, Dann komme deinen Glaubehssätzen und deinem Denken auf die Spur, verändere sie,und dein leben verändert sich, weil sich deine Energie verändert.
liebe grüße Kasriel