Die Kraft der Begeisterung
Von Tania Konnerth • 7 Kommentare
"Der unwiderstehlichste Mensch ist der, dessen Träume wahr geworden sind."
– Tania Blixen
Die letzten zwei Wochen waren für viele Menschen vor allem von den olympischen Spielen geprägt. Vielleicht haben Sie ja auch hin und wieder reingeschaut?
Ich habe mir einmal Gedanken darüber gemacht, was Sportereignisse eigentlich so anziehend macht. Klar, allem voran sind sie spannend. Es fesselt dabei zuzuschauen, wie Menschen sich zu Höchstleistungen bringen, um siegen zu können – mit Biss und Kampfgeist und Stehvermögen. Dann sind da all die Emotionen – die unbändige Freude über den hart erkämpften Sieg oder auch die tiefe Verzweiflung, wenn man es trotz aller Anstrengung nicht geschafft hat. Und was Sportereignisse auch noch ausmacht, ist sicher das Gemeinschaftsgefühl. Das eigene Team zusammen mit vielen, vielen anderen anzufeuern, mit ihnen zu lachen und zu leiden, erfüllt ein urmenschliches Bedürfnis.
Es gibt aber über all das hinaus meiner Ansicht nach noch einen weiteren Punkt, der uns so gerne bei Sportveranstaltungen zuschauen lässt: Wir sehen dort Menschen, die ihre Leidenschaft nicht nur gefunden haben, sondern auch leben. Die sich für etwas entschieden haben, was ihnen wichtig genug ist, dafür täglich viele Stunden Zeit zu investieren. Und die alles an Kraft und Energie aufwenden, um ihren Traum zu erreichen und im Gegenzug dafür auf vieles andere verzichten. (Dass die Leidenschaft manchmal auch negative Züge annimmt, steht auf einem anderen Blatt Papier.)
Wann immer ich Menschen kennen lerne, faszinieren mich diejenigen am meisten, die etwas haben, wofür sie sich begeistern können. Deren Augen zu strahlen beginnen, wenn sie über das reden, wo ihre Leidenschaft liegt. Da funkelt diese ganz eigene Energie, die nur aus echter Begeisterung für einen persönlichen Traum kommt.
Für mich ist jeder Mensch, der das lebt, was ihm wichtig ist, ein Mutmacher dafür, sich selbst auf die Suche nach genau so etwas zu machen: etwas, was uns begeistert. Etwas, was Sinn für uns macht. Etwas, das unsere Augen strahlen lässt.






Oh ja, sich so richtig für etwas begeistern können. Das fasziniert mich an Anderen immer wieder und wünsche ich mir für mich selber auch.
Aber wie finde ich so einen Traum, so ein Ziel, für das ich mich mit Begeisterung einsetze und dadurch Schwung und Lebensfreude finde oder steigere?
Es reicht ja nicht, sich zu entschließen: "Jetzt mache ich XY mit Begeisterung."
Liebe Grüße
Merle
dumm ist nur, wenn die Begeisterung zwar da ist, aber mit dem, was einen so zu Höchstleistungen gelangen lässt, kein Geld zu verdienen ist. Leider geht es aber nicht ohne dieses.
Deshalb sind für mich die Sportler, die bei Olympia antreten, auch weniger Menschen, die den Sinn ihres Lebens bzw. ihr ganz persönliches Ziel gefunden haben und dieses umsetzen, sondern sie wollen an den Napf, aus dem sich Geld schöpfen läßt. Der heißt Werbebranche.
Wie könnte Lieschen Müllers Traum aussehen? Das erfährt sie z.B. in Filmen - und wieder in der Werbung: sie sollte schlang bis mager sein, volle Lippen und Brust trotzdem und möglichst auch sonst noch sexy.
Ich finde, das mit den Träumen ist in der heutigen Zeit eine ziemlich pervertierte Sache, denn die kommen nicht oder kaum mehr von innen, sondern werden uns mit subtilsten Methoden von außen suggieriert.
Meine Augen leuchten z.B. bei der zweiten Rosenblüte meiner Rosarium Uetersen. Oder wenn die Äpfel am Baum immer mehr Farbe bekommen und dick und rund werden. Oder wenn ich von meinen beiden Töchtern rede.
Aber das will keiner wissen. Mit dieser Begeisterung bin ich allein. Das läßt sich auch nicht verkaufen.
So laufen Sportler inzwischen als lebende Plapperlsäulen herum, mit Sport hat das nur noch insofern zu tun, als jemand mal auf dem Treppchen gestanden haben muss, wenn er an einen Werbevertrag ran will.
Mit anderen Worten: ich finde das Beispiel mit den Sportlern bei Olympia nicht so recht passend, denn dort -im Hochleistugnssport - geht es nur noch um das große Geld, genauso wie das kein sportlicher Wettkampf mehr ist, sondern eine einzige Unterhaltungs-Show.
Außerdem gewinnt nicht der beste Sportler, sondern das beste Team. Zu dem gehören auch Ärzte, Trainer und vor allem Labors, in denen gewisse Mittel hergestellt werden.
Vielleicht geht es ja gar nicht so sehr darum wofür man sich begeistern kann sondern vielmehr darum, dass man sich für etwas begeistern kann. Ich habe im Lauf der jahre so viele Menschen kennengelernt die ständig versuchen den Haken an einer Sache zu finden dass einem allein beim beobachten schon der Spaß vergehen konnte.
Dazu passt sehr gut die Antrittsrede von Nelson Mandela:
Jeder Mensch ist dazu bestimmt, zu leuchten !
Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind,
unsere tiefgreifendste Angst ist,
über das Meßbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,
die uns am meisten Angst macht.
Wir fragen uns, wer ich bin,
mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen ?
Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen ?
Du bist ein Kind Gottes.
Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.
Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen,
dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.
Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.
Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist,
zu manifestieren.
Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen.
Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen,
geben wir anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind,
befreit unsere Gegenwart automatisch andere.
Mehr gibt es glaube ich nicht zu sagen.
CU
Natürlich ist es wunderschön, sich für etwas zu begeistern, zu leuchten, zu brennen....Aber was kommt danach?
Wer ausgebrannt ist, muss auch mal gebrannt haben. Diese große Gefahr der Begeisterung wird gerade bei Berufen, in denen man mit seiner Begeisterung Geld verdienen kann allzu häufig vergessen. Wer nicht tausend Coaches und Berater an der Seite hat, überfordert sich leicht und schießt mit der Begeisterung übers Ziel hinaus......was bleibt ist Erschöpfung!
Also,... sich für etwas zu begeistern heißt, für eine Sache, die man sich zur Aufgabe gemacht hat, zu brennen - Feuer und Flamme zu sein.
Um diese Flamme brennend zu halten braucht es Energie.
Wenn die Fachkompetenz vorhanden ist, dürfen wir uns nicht auf die faule Haut legen. Denn mit der Umsetzung des Traumes beginnt unsere persönliche Reifung.
Wir müssen neue Fertigkeiten erlernen, die wir vorher gar nicht benötigt haben. Und dazu gehört das Wissen über Ernergiespeicher, Energieräuber, Energieeffektivität und Energieschutz.
Wer alles über seine Energie lernt, wird ewig leuchten.
Viele liebe Grüße von Anja
Wenn man wirklich für etwas brennt, für etwas lebt, dann ist es einem egal ob man damit Millionen verdient. Ich wünsche allen Menschen das sie etwas finden dass sie erfüllt, begeistert, voll und ganz zufrieden stellt; und wer so etwas gefunden hat der verschwendet keine Gedanken ans Geld, solange er sein Hobby finanziernen kann und es zum Überleben reicht.
Marc, Deine Sätze sprechen mir aus der Seele.
Und genau dieses lebe ich seit mehr als 2 Jahren und mir geht es besser und besser.....
Mir fällt dazu auch der Spruch - von wem weiß ich nicht - ein,
der heißt: "Mache dein Hobby zum Beruf und du wirst nie wieder arbeiten müssen."