Reicher oder ärmer?
Von Tania Konnerth • 14 Kommentare
"Wir allein entscheiden jeden Abend darüber, ob wir einen Tag reicher oder ärmer geworden sind."
– Ernst Ferstl
Das heutige Zitat zeigt wieder, dass alles davon abhängt, welche Bedeutung wir den Dingen gedanklich geben, die uns widerfahren. Ich liebe Zitate, die die Magie besitzen, alles umzudrehen – und genau so eines ist das von Ernst Ferstl.
Wenn wir uns klar machen, dass es allein an uns selbst liegt, wie wir einen Tag im Nachhinein beurteilen, legt uns das etwas ganz Kostbares in unsere Hände: eine Schraube, an der wir drehen können, die unsere Zufriedenheit direkt beeinflusst.
Überlegen Sie mal, was passieren würde, wenn es Ihnen gelänge, Ereignisse unabhängig von dem, was Sie dabei gefühlt haben, als Bereicherung sehen zu können! Stellen Sie sich vor, was es für Sie bedeuten würde, wenn Sie aus allem z.B. eine Lehre ziehen können, eine Erkenntnis, etwas, das Sie weiter gebracht hat. Oder wenn Sie im Nachhinein nicht nur auf das schauen, was schwierig oder unschön war, sondern sich ganz bewusst auch an das erinnern, was gut und lustig war. Wenn Sie die Mehrheit aller Tage in Ihrem Leben als Gewinn sehen könnten.
Wäre das nicht wunderbar?
Hier geht es einmal mehr um das Prinzip, das wir hier immer wieder zu vermitteln versuchen: um die Fähigkeit nicht nur eingeschränkt das Vordergründige zu sehen (was leider für viele negativ ist), sondern den Blick zu öffnen.
Keine Frage, es gibt Tage, die sind schlimm; Tage, an denen wir die Welt nicht mehr verstehen; Tage, die uns zu zerbrechen drohen. Von solchen Tagen ist hier aber nicht die Rede. Hier geht es vielmehr um all die vielen All-Tage, denen es unendlich gut tun würde, wenn wir sie mehr zu schätzen wüssten. Tage, an denen vielleicht ganz kleine Wunder geschehen, die aber schnell wieder in Vergessenheit geraten, wenn wir sie uns nicht bewusst machen. Tage, an denen wir gelacht haben, ohne es zu merken. Tage, an denen wir gesund sein durften. Tage, die wir mit Menschen verbracht haben, die uns wichtig sind. Und so weiter und so weiter…
Vielleicht gewöhnen Sie sich an, am Ende eines jeden Tages ganz bewusst an Ernst Ferstls Zitat zu denken. Und wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Leben wäre um einen Tag ärmer geworden, könnten Sie sich fragen: "Wie kann es mir gelingen, diesen Tag als Gewinn zu sehen?"






Das ist wirklich ein schönes Zitat und ein anregender Hinweis. Es liegt in unserer Hand, wie wir einen Tag wahrnehmen. Und wir brauchen nicht erst bis zum Abend zu warten um ihn als Gewinn zu sehen.
Auch in Hinblick auf das älter werden, finde ich das Zitat interessant. Oftmals denkt man die eigene Lebenszeit verrinnt, man verliert einen Tag nach dem anderen. Auf der anderen Seite aber gewinnt man immer mehr an Erfahrung und wird weiser. Das ist ein klarer Gewinn.
ich habe mir angewöhnt mir jeden abend die frage zu stellen:
"worüber habe ich mich heute gefreut?"
das ist jeden abend immer wieder spannend,denn ich lasse den tag nocheinmal revue passieren und stelle meistens fest,dass es viele dinge gibt,über die ich mich gefreut habe,ohne das sie mir im moment des geschens bewußt geworden sind.
dadurch das ich mir dieses ganz bewußt mache,habe ich das gefühl,dass mein leben sehr viel bunter und freudiger geworden ist.
gruß lilifee
Ja, man kann sich selbst coachen, aber es bedarf harter Disziplin. Um alles etwas zu erleichtern kann man ein sog. Erfolgsbuch führen. Jeden Abend, bevor man den Plan für den kommenden Tag macht, sollte man in einem hübschen Büchlein mind. 2 Erfolge notieren. Möglichst einen aus dem Privatbereich und einen aus dem beruflichen. Wenn man es ganz schön machen will, kann man auch ein Foto oder Bild einkleben. So hat man - für Regentage - etwas Positives um sein Herz zu erhellen. Wenn man dann mal schöne Gefühle braucht, liest man ein bißchen darin und schon scheint wieder die Sonne.
Viel Spaß dabei!
Wie würde es uns gehen, wenn wir uns bereits am Morgen sagen würden:" Egal was dieser Tag für mich bringt,es wird auf jedenfall eine Bereicherung sein, weil ICH ihn belebt habe und es wird auch eine Bereicherung für alle anderen sein.
L.G. Helga
Nicht nur ein schöner Kommentar sondern einer der Wichtigsten.Vor 2 Jahren habe ich einen Karteikasten angefangen in dem ich alle Danke Karten des Tages aufbewahre.Am Ede des Tages setze ich mich hin, manchmal auch erst am nächsten Morgen, und schreibe die drei vier oder fünf wichtigsten Tagesereignisse auf und bedanke mich dafür schriftlich.Dies Kostet mich ein paar Minuten, aber dadurch wird der TAg wirklich noch einmal bewußt und ich bin dazu gezwungen mich mit den Dingen sowohl noch einmal positiv als auch manchmal etwas ernster auseinanderzusetzen.Mittlerweile gibt es immer mehr Punkte die mir helfen zu sehen welches Geschenk mein Leben doch ist.Wie wertvoll die Dinge sind, die mir als selbstverständlich erscheinen. Und manchmal nehme ich die Karten vom Jahr zuvor heraus und muss noch einmal schmunzeln.Oder bin manchmal auch sehr ergriffen.Ja jede Sekunde ist ein Gewinn und nichts in unserem Leben geschieht aus Zufall.Jeder Atemzug ist eine Erfahrung und fürt uns zu unserem Ganzen.Wir müssen es nur immer wieder bewußt wahrnehmen wollen.Schönen Sonntag
Hallo,
Helgas Vorschlag hat mir besonders gut gefallen.
Ich werde versuchen ihn zu beherzigen.
Danke für alle Anregungen.
Ich wünsche uns allen einen Sonntag, den wir in diesem Sinne schätzen wissen.
Beste Grüße, Sibille
Hallo,
eben habe ich den Spruch auf ein Blatt Papier geschrieben und werde ihn in mein derzeitiges Lebenshilfebuch "Ich vergebe" reinlegen damit ich ihn dort habe.
Der Spruch lies mich kurz stocken und nachdenken und ehrlich, so hab ich das noch nicht gesehen. Aber es ist die Wahrheit.
Vielen Dank für die tollen Newsletter, die ich seit kurzem bekomme. Bin an einer wichtigen Weggabelung in meinem Leben und sicher nicht zufällig auf "zeitzuleben" gestossen.
Vielen Dank für die Hilfe und Anregungen
Feundliche Grüße
Sabine
Das ist wirklich ein schönes Zitat. Ich habe es mir auch gleich abgeschrieben und werde es in meinen Kalender schreiben. Dort notiere ich alles, was ich tue, was ich plane usw. Zwischendurch lese ich ich immer mal wieder dain und am Ende des Jahres setze ich mich hin und schaue den ganzen Kalender noch mal durch, um mich an alles zu erinnern und mit dem Jahr abzuschließen - und auch, um zu sehen, was alles passiert ist und was ich aber auch alles geschafft und gelernt habe.
Schon seit vielen Jahre lasse ich abends beim Schlafengehen den Tag Revue passieren und seit einiger Zeit versuche ich, zu schauen, was eigentlich gut war. Und es ist wirklich war, auch an "doofen" Tagen gibt es immer wieder gute Momente, die im Trübsal schon mal untergehen können. Dann merkt man, dass auch der "doofe" Tag gar nicht so grundsätzlich doof war sondern auch ein bisschen schön. Das hilft mir sehr, einen langen schwierigen und steinigen Weg zu gehen.
Guten Tag,
dieses Zitat und alle dazu passenden Kommentare haben mir heute sehr weiter geholfen.
Ich fühle mich seit Freitag überhaupt nicht wohl in meinem Körper und hatte eigentlich schon beschlossen, dieses Wochenende "abzuhaken".
Jetzt werde ich meine Gedanken auf alle tollen Vorschläge von oben richten ... Zusätzlich habe ich beschlossen, sämtliche Kommentare auszudrucken. Ich werde mir heute noch eine "Notfallschachtel" anlegen und sie darin aufbewahren.
Vielleicht klappt es mit etwas Übung zukünftig wesentlich früher, gedankliche "STOPP-Zeichen" zu setzen ...
Einen schönen Wochenanfang wünscht Gertrud.
Danke
Tausend Dank!!! Einer der wertvollsten Beiträge, die ich je gelesen habe. Denn es ist JEDER Tag, der es verdient hat, so über ihn nachzudenken - und in Summe ist das unser Leben!!!
Christina
an alle Leser vom 13.-die von heute und vor allem die guten Kommentare von gestern.
JA wirklich ein super Zitat.
@Helga: super Idee,DANKE
@Eberhard: das mache ich auch.
Ich schreibe seit Wochen ein sogenanntes Dankbarkeitstagebuch, jeden Abend. Bin ich mal zu "schwach" zum schreiben, Danke ich gedanklich für alles schöne vom Tag. Ganz ehrlich??? seit dem ich das mache, geht es mir viel besser und ich fühle, das um mich herum auch alles dankbarer ist. Mir passieren Sachen, die ich vorher nie erlebt habe. Ein Beispiel: ich gehe zur U-Bahn und sie war immer gerade weg ;-(( 5 Minuten warten !!! seit dem ich denke "DANKE, das die U-Bahn gleich kommt oder DANKE für meinen super Anschluß" komme ich auf den Bahnsteig und sehe 1 MINUTE an der Anzeige und freue mich ;-))
Scheint also, wenn wir was wünschen, hilft der DANK schon im Voraus.
Allen eine schöne Woche und DANKE an ZZL ;-))
Dazu fällt mir auch ein Zitat von Marc Aurel ein
"Das Glück deines Lebens hängt von der beschaffenheit deiner Gedanken ab"
und das kommt mir immer wenn es nicht so läuft in den Sinn, für die guten Tage brauche ich dann für die beschaffenheit meiner Gedanken.
Schönen guten Morgen,ich schließe mich Claudias "Danksagungen"an.Auch ich bedanke mich täglich für alles was mir am Tag widerfahren ist. Ich unterstreiche es, dass es wahrlich so ist,dass einem die Dinge förmlich zu fliegen.Und selbst für die Dinge die vielleicht nicht so optimal gelaufen sind, denn auch da habe ich immer die Möglichkeit etwas daraus bzw. darüber zu lernen.Es beim nächstenmal nach meiner Wahrnehmung besser zu machen. Und wir wissen ALLE, es ist doch alles nur ein lernen mit sich und den anderen Mitmenschen.Ich bin oft erfüllt von Demut und großer Dankbarkeit. Seit ich mir diesem bewusst bin, kann ich mir und allen anderen vergeben und hege weniger Groll, ja, es geht mir einfach besser und bin von Liebe erfüllt und kann mein Herz öffnen und begegne Menschen die mich bereichern.wir berühren uns quasi mit den Herzen. was gibt es schöneres??Für mich nichts!!
Einen schönen Tag und viele schöne Momente der Liebe und der Feude wünscht Ilse
manchmal fällt es mir schwer einfach dankbar zu sein, wenn ich etwas zum frühstücken hab oder daß ich noch ein eigenes bett habe. ich will soviel, aber selbst eine dusche oder eine mahlzeit, worauf ich appetit habe, ist weit weg. geschweige denn von anderen sachen, die immer nur träume bleiben werden, wie ein job, der mich erfüllt, familie (eigene kinder), auto, ein kleiner urlaub ans meer. telefon. internet. mal einen kaffee mit freunden (auch wenn die tasse unfaßbare 1,50 euro kostet). das sind meine träume. ich kann sie nur wegdrücken und sagen: danke gott, daß es heute nicht nur brot, sondern auch öl oder ein stück käse dazu gibt. danke, daß ich einen vermieter hab, der zufrieden ist, daß er mal miete bekommt und mal nicht. so daß ich einen rückzugsort hab. einen kleinen bereich, der nur mit gehört. danke, daß ein freund mir sein heizöfchen leiht oder der strom noch nicht abgestellt wurde.
freiheit ist schön, aber ich habe einen zu hohen preis dafür bezahlt.
denn ich kann nichts, nichts, nichts tun, was mit meiner persönlichkeit zu tun hat. was mich wirklich erfreut.
man ist immer im minus, wenn man arm ist, auch seinen freunden gegenüber. wenn die schmerzen nicht aufhören oder der magen knurrt, helfen gedanken an ein schönes leben, was man schönes gesehen hat oder wie schön das leben sein könnte, wenn man endlich man selbst wäre, auch nicht mehr.
so bleibt es bei einer kleinen dankbarkeit.
aber: wenn es denn an einem tag mal genug essen, wärme, dusche und dann immer noch 3 euro in der tasche gibt, ist das ein riesen-gefühl!!!!