Kontakt
Facebook
Twitter
RSS
Gästebuch
Wöchentlicher Newsletter

Die Dinge schätzen können

Von Tania Konnerth18 Kommentare

"Wer nicht schätzen kann, was er hat, wird auch nicht schätzen können, was er bekommt."

– Eigene Erkenntnis

Sind sie zufrieden? Sind Sie glücklich? Oder geht es Ihnen wie vielen und Sie haben etwas, das Ihnen fehlt – aber, wenn Sie das hätten, DANN wären Sie glücklich? Sie bräuchten nur endlich einen Partner, einen anderen Job, mehr Geld, eine andere Wohnung oder was es auch immer für Sie ist?

Tatsächlich sind sehr viele Menschen fest davon überzeugt, dass ihnen etwas zu ihrem Glück fehlt. Dass es also etwas gibt (was sie nicht haben), das sie glücklich machen kann.

Ich glaube inzwischen, dass das ein Irrtum ist. Klar, jede/r von uns hat Dinge, nach denen wir uns sehnen und die für uns zu einem glücklichen Leben dazu gehören. Aber, und das ist eine Erkenntnis, die viele gar nicht so gerne hören, Glück und Zufriedenheit haben viel weniger mit der Erfüllung unserer Wünsche zu tun als mit der Fähigkeit, das schätzen zu können, was wir haben.

Immer dann, wenn wir unsere Zufriedenheit an Bedingungen knüpfen, sind wir abhängig von der Erfüllung dieser Bedingungen. Sprich: wir haben es nicht mehr selbst in der Hand, glücklich zu sein. Wir machen dann andere oder das Schicksal für unsere Unzufriedenheit verantwortlich.

Aber lassen Sie einmal den Gedanken, den ich oben als Zitat formuliert habe, zu: "Wer nicht schätzen kann, was er hat, wird auch nicht schätzen können, was er bekommt." Könnte da nicht vielleicht tatsächlich etwas dran sein?

Ich ganz persönlich habe festgestellt, dass immer dann wenn ich so etwas denke wie: "Wenn ich doch nur endlich …, dann ginge es mir besser." bin ich in einer Opferhaltung. Ich fühle mich hilflos, weil ich das, was ich will noch nicht habe und nicht weiß, ob ich es bekomme. Ich starre auf das – noch oder vielleicht auch immer – Unerreichbare und spüre meinen Frust noch deutlicher als zuvor.

Wenn ich es aber schaffe, meinen Blick konsequent auf das zu lenken, was ich habe und mich mit der Dankbarkeit in Verbindung bringe über all das, was ich habe, dann spüre ich eine ganz andere Energie.

  1. Sanna schreibt am 9. März 2010 um 05:59

    Ein sehr weiser Spruch. "Zufrieden muss man sein" hat meine Oma schon immer gesagt.

    lg Sanna

  2. Sigrun schreibt am 9. März 2010 um 07:55

    Sehr weise Einsicht. "Man muss die Menschen so verbrauchen wie sie sind" (auch so ein kluger Oma-Spruch). Für mich gehört beides dazu: das schätzen zu können was man hat(weil man sonst niemals zufrieden sein wird, egal, was man noch von dem bekommt, das man sich gewünscht hat) und gleichzeitig Wünsche, Träume und Ziele zu haben. Ich werde immer sehr unruhig, wenn mir meine Wünsche und Träume abhanden kommen und ich gar nichts mehr erwarte ;-)

  3. Aina schreibt am 9. März 2010 um 10:12

    Auch ich bin mir schon seit längerem bewusst, dass Zufriedenheit von Dankbarkeit und Wertschätzung kommt und nicht von den Wünschen abhängt.
    Dieser Artikel spricht mich zum richtigen Zeitpunkt an, denn seit Wochen mache ich mir die Dankbarkeit und Wertschätzung zum täglichen Denksport um mehr Zufriedenheit zu erreichen.
    An machen Tagen ist das harte Arbeit für mich, und zwar dann, wenn ich hilflos versuche dankbar zu bleiben, während in meinem Innern sich ein Gefühl von Unwohlsein breit macht und hartnäckig an mir nagt.

  4. Fritz Horsthemke schreibt am 11. März 2010 um 21:08

    Man kann seinen Blick auch auf das Lenken, was man schon geschafft hat und sich darüber freuen.

  5. Sigg schreibt am 14. März 2010 um 09:27

    Ich sehe es ganz einfach,
    wenn ich mit mir nicht zufrieden bin, dann werde ich es mit nichts anderem sein. Das gegenüber wird immer mein Spiegel sein, so wie ich seiner, nur durch bedingungslose Liebe, zu allem und meinem Gegenüber werde ich die innere Erfüllug erreichen. Stelle ich Mängel fest, bedeutet das Trennung, Trennung vom Leben und der Zufriedenheit.
    Ich brauche nichts zum Leben, nur meine Zufriedenheit, dann wird mir auch nichts fehlen, es ist das annehmen vom IST Zustand, den ich lieben muss.
    Wenn die Liebe an bedingungen genüpft ist, wird es dazu füheren, das der Mangel die Trennung einleitet.
    Opfer gibt es eichgentlich nicht, es sei denn wir machen uns selber zum Opfer, durch die Nichtannahme von dem jetzt und hier. Was ein Mensch erreicht hat, ist egal, er muss nur damit konform gehen wie sien persönliches Jetzt aussieht, denn dann wird es immer positive veränderungen geben, denn dann kann der Mensch alles Lieben, sich, sein Gegenüber, und alles um ihn herum.

    Zitat:
    Glück und Zufriedenheit haben viel weniger mit der Erfüllung unserer Wünsche zu tun als mit der Fähigkeit, das schätzen zu können, was wir haben.

    Nicht schäzen, sondern annehmen, akzeptieren und lieben, denn das schätzen ist zu weitläufig in der Einordnung.
    Das Leben ist Liebe :-)

    LG
    Siggi

  6. Andrea schreibt am 14. März 2010 um 10:21

    Mit das größte Problem dabei ist, dass wir so wenig im HIER und JETZT leben. Die meiste Zeit schauen wir entweder zurück in die Vergangenheit oder in die Zukunft.
    Wir sehnen uns nach etwas Vergangenem zurück oder denken über gemachte Fehler nach, machen Pläne was wir zukünftig alles machen, haben oder ändern wollen, oder denken über ein bevorstehendes unangenehmes Ereignis nach.

    (Der Klassiker: wir sitzen an unserem letzten Urlaubstag am Strand oder wo auch immer, und denken an Montag Morgen im Büro, anstatt zu genießen, was ist.)

    Wir genießen viel zu selten die Qualität des Augenblicks, weil wir im Geiste ganz woanders sind.
    Dass dabei keine Zufriedenheit entstehen kann, ist kein Wunder.

  7. Lovey schreibt am 14. März 2010 um 10:38

    Ich vergleiche das in meinen Beratungen immer mit den verschiedenen Stadien des Pfirsichs: Die Pfirsichblüte ist als Blüte perfekt. Klar, sie ist nicht die Frucht und schon gar nicht ein neuer Baum – aber als Blüte ist sie perfekt und trägt gleichzeitig das Potenzial der anderen Stufen in sich. Auch als Fruchtknoten ist sie perfekt. Nicht essbar, nein, das nicht – aber perfekt, weil sie alles in sich trägt, um zur rechten Zeit zur Frucht zu werden. Und so fort … durch alle Stufen. Eine Blüte, die unbedingt schon Frucht sein will, rollt sich zusammen – und verwelkt unbestäubt. Eine Frucht, die unbedingt Baum sein will, fällt unreif zu Boden – und verfault womöglich, ohne jemandem Genuss bereitet zu haben. Und so weiter …

  8. Balancer schreibt am 14. März 2010 um 11:37

    Zu haben oder zu bekommen sind, glaube ich schlechte Idikatoren für Glück oder Zufriedenheit.

    Es führt dazu, sich zu entfernen, von Äußerlichkeiten und deren Beurteilung abhängig zu werden.
    Wir fangen an, nach der immer leckereren Mohrrübe hinterherzuhecheln.
    Ich glaube,
    Wer nicht lernt, sich zu schätzen, wird nicht schätzen, was er bekommt.

  9. samos99 schreibt am 14. März 2010 um 13:43

    Das sind allessamt sehr gute, nützliche Gedanken und Einstellungen. Danke. Ich mache zur Zeit eine sehr schwere Phase in meinem Leben durch, weil mein Zwillingsbruder letzten Sonntag verstorben isr (50) und diese Seiten im Internet geben mir etwas Trost. Merci !

  10. Christine Carmen schreibt am 14. März 2010 um 16:43

    Glück und Zufriedenheit kann man nur in sich selber finden. Äußere Dinge, Materielles ... können in Gedanken und auch für kurze Zeit Glück verheißen oder Glücksgefühle geben, aber meist verlieren sie ihre Wirkung, weil sie irgendwann zur Gewohnheit geworden sind, oder unstet sind und uns wieder abhanden kommen.
    Was immer bleibt, sind wir Selbst mit all unseren Fähigkeiten, Eigenschaften, mit dem Besonderen, was uns ausmacht. Wenn wir uns so annehmen können, wie wir sind, uns wertschätzen und lieben, sind wir auf die Äußerlichkeiten nicht angewiesen und nicht von deren Existenz abhängig. Wenn diese trotzdem da sind, ist es natürlich auch schön :-)

    Meine Erfahrung ist auch, das viele Geschenke im Leben in einer sehr unschönen Verpackung daherkommen, und ich das Positive in manchem Unglück erst ein ganzes Stück später erkennen konnte, und auch umgekehrt: dass sich das, was ich mir ganz sehr gewünscht und herbeigesehnt habe, nach Erfüllung als Pferdefuß erwiesen hat.

    Frei sein von Wünschen und das Leben als Geschenk nehmen in seiner ganzen Fülle, ist nicht so einfach, aber nicht unmöglich. Ich arbeite dran.

    Schönen Sonntag

  11. M.Dikti schreibt am 14. März 2010 um 18:06

    Danke!Danke!Danke!
    Danke für jeden Tag,
    Danke das ich lebe,
    Danke für den Tulpenbaum,
    Danke für die Blumen,
    Danke für den Balzgesang der Vögel,
    Danke für all die kleinen Freuden, man muß sie nur sehen können.
    Ich bin jetzt so froh und glücklich über die Liebe,das Leben,
    Ich liebe das LEBEN!!!!

  12. Siggi schreibt am 14. März 2010 um 18:22

    Wenn ich so oft lese " ich arbeite daran " dann zeigt es doch nur das nichtannehmen der eigenen Person, was immer wieder zu Problemen führt.
    Wie ein Geschenk daherkommt, ist doch egeal, es ist ersteinmal ein Geschenk und wird mich selbst immer nur reflektieren, denn wenn ich es liebe und so annehme wie es ist, dann wird Liebe zurückkommen :-)

    LG
    Siggi

  13. Jürgen Karl schreibt am 14. März 2010 um 19:34

    Glück und Zufriedenheit kann man letztendlich immer nur in sich selbst finden. Wer es von Dingen abhängig macht, denen er immer hinterherjagd wird es nie wirklich erreichen. Es gibt immer Menschen die mehr haben als man selbst.

  14. tajana schreibt am 15. März 2010 um 04:15

    Das Thema, dass Sie diesmal angesprochen haben, ist enorm wichtig. Denn es ist mit unserem Gehirm als eine spezifische Energie verbunden. Wer eine sehr schwere Phase in seinem Leben durchmacht, soll unbedingt die Buecher von John Kehoe

    ''Mind power into the 21 century'' von John Kehoe

    oder "Das Unterbewusstsein kann alles" auch von ihm, lesen.

    Denn positive Gedanken und Ziele im Leben helfen immer. Darauf ist Verlass!

  15. Mikesch schreibt am 15. März 2010 um 06:01

    Natürlich haben Sie völlig recht. Natürlich fehlt den meisten von uns materiell tatsächlich gar nichts. Und natürlich wird das "Unglück" nur durch das haben wollen genährt. Genau hier setzt ja auch die Werbung an. Ich hatte in der Schule einen Mitschüler, der bzw. dessen Eltern sich nicht besonders viel leisten konnten. Auch damals (vor gut 30 Jahren) schon gab es "Konsumzwang". Damals waren besonders die ersten tragbaren CassettenRekorder "hipp". Und dieser junge Mann sagte angesichts der Prahlereien des einen oder anderen Kameraden "Schön, und was bringt Dir das jetzt? So rein sexuell meine ich?" Hat mir damals schon zu Denken gegeben und heute ziehe ich den Spruch hin und wieder aus der Versenkung, wenn ich mir wieder einmal einbilde, irgendetwas zu brauchen. Oder um es mit den Worten einer guten Freundin zu sagen: "Da reißt man sich den Arsch auf und schuftet und schuftet um das Geld zu haben mit dem man Dinge kauft, die man gar nicht braucht, um Leute zu beeindrucken, die man gar nicht mag."

  16. Christine Carmen schreibt am 15. März 2010 um 13:55

    @Siggi: "Geschenke" sind nicht immer die mit Goldpapier und roter Schleife oder sonstwie eingewickelten, vielleicht im ungünstigsten Fall mit einem nicht gewünschten Inhalt drin. In meinem Beitrag gings um was Anderes.

    Und "Ich arbeite dran" steht dafür, das man immer was dazulernen kann, was ändern kann z. B. an seinen Einstellungen. Ich bin lebendig und damit nicht fest für alle Ewigkeit. Was sonst mache ich hier (auf dieser Erde, vielleicht auch in diesem Leben?), als mich zu vervollkommnen, mich weiter zu entwickeln, das Leben zu erspüren und zu erfahren und darüber Neues zu lernen und altes zu verwerfen, was nicht mehr passt???

    So, dass war jetzt mein Geschenk, mit Liebe eingewickelt!

  17. Erika König schreibt am 15. März 2010 um 20:12

    Guten Tag,
    "das Leben als Geschenk nehmen in seiner ganzen Fülle" setzt Gesundheit voraus. Gesundheit ist der Wunsch, den alle Menschen haben. Die Aussage "Ich habe keinen Wunsch" hebt sich somit auf.- Sehr viele Menschen glauben, daß sie dann glücklich sind, wenn sie das besitzen, wonach sie verlangen und zufrieden sind, wenn sie auf der anderen Seite des Flusses leben. Großer Irrtum!! Sie suchen ihren Frieden (ihre Zufriedenheit)draußen doch innen muß er(sie) sein. Dankbarkeit für ihr Sein und Haben stellt sich dann von selber ein. Alles Gute EK

  18. M.Dikti schreibt am 16. März 2010 um 11:48

    Wer sich über Kleinigkeiten freut, schafft es erst recht sich über etwas Großartiges zu freuen.