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Tun Sie, was Ihnen wirklich wichtig ist?

Von Tania Konnerth12 Kommentare

"Alles was ich heute tue, ist wichtig, gebe ich doch einen ganzen Tag meines Lebens dafür."

– George Bernhard Shaw

Dieses Zitat dürfte manch einen stutzen lassen, denn tatsächlich sind viele Menschen nicht der Ansicht, etwas wirklich Wichtiges zu tun. Sie folgen ihrem Alltag, tun was sie immer tun – nichts Besonderes also und schon gar nichts Wichtiges.

Doch genau da hakt das Zitat ein: Georg Bernhard Shaw richtet den Fokus darauf, das wir auch heute wieder einen ganzen Tag unseres Lebens investieren. Wir verbringen ihn mit bestimmten Dingen. Und müssen diese nicht wichtig sein, wenn wir sie tun? Ist nicht unsere Lebenszeit so kostbar, dass anzunehmen ist, dass wir uns gut überlegen, wofür wir sie nutzen?

Für viele werden diese Zeilen unbequem sein, denn sie legen den Finger auf eine weit verbreitete Wunde: Statt unsere Zeit bewusst zu leben, lassen wir uns treiben von dem was anfällt.

Vielleicht ist das genau der richtige Moment, einmal inne zu halten und sich klarzumachen, dass unsere Lebenszeit unaufhaltsam verrinnt - so wie Sand in einer Sanduhr. Doch während man die Sanduhr nach Ablauf wieder umdrehen kann, geht das Leben irgendwann unwiderruflich zu Ende

Ich denke, es lassen sich zwei Botschaften aus diesem Zitat ableiten, die wir mit in unseren Alltag nehmen können:

  1. Es macht Sinn, sich hin und wieder zu fragen, womit man wirklich seine Zeit verbringen will und
  2. tut es gut, sich klarzumachen, wie viel von dem, was wir täglich tun, uns tatsächlich wichtig ist.

Ersteres sorgt dafür, dass wir immer wieder auch persönliche Ziele und Anliegen angehen und zweiteres kann für eine wohltuende Portion Zufriedenheit und Dankbarkeit sorgen.

  1. Hubert schreibt am 30. November 2006 um 13:23

    Das Zitat und die Ausführungen dazu sprechen etwas an, was in der Tat oft zu kurz kommt:

    Die Reflexion über das eigene Tun.

    Traditionell erfolgt so etwas am Jahresende nach dem Muster, was habe ich im vergangenen Jahr erreicht und was möchte ich im nächsten Jahr tun. Und das ist sicherlich zu wenig.
    Gute Vorsätze, die das Ergebnis solcher Überlegungen sein können, halten oft nur kurze Zeit.
    Eine permanente Überprüfung in kurzen Zeitabständen könnte davor bewahren, allzu oft im Alltagstrott zu verfallen und für einen persönlich wichtige Dinge aus den Augen zu verlieren.

    Aber warum ist das manchmal so schwierig, das zu tun, was einem wichtig ist?

    Es sind die Dinge, die allgemein unter dem Begriff "Sachzwänge" subsumiert werden.

    Gerade die bevorstehenden Feiertage sind ein Paradebeispiel dafür.
    Man geht Einladungen nach, die einem im Grunde unwichtig sind.. Man schenkt jemanden etwas, weil man auch was bekommen hat...
    Während der Feiertage werden Höflichkeitsbesuche absolviert.. und wenn man in die Kirche geht, stellt man fest, dass man nicht aus dem Grunde hier ist, aus dem man eigentlich hier sein könnte. Eine solche Liste kann fast unendlich fortgeführt werden.

    Diese und ähnlich gelagerte Sachzwänge existieren und es macht wenig Sinn sie wegdiskutieren zu wollen.
    Wenn wir uns dennoch anders verhalten zahlen wir einen Preis dafür. Der erscheint uns oft hoch, (manchmal zu hoch) Er ist aber notwendig, wenn wir aus der Sackgasse von Konsum, Leistungszwang, Modeerscheinungen und Habenwollen (oder was auch immer jemandem wichtig erscheint) herausfinden möchten, und unseren oftmals andersgelagerten Bedürfnissen näher kommen wollen.

  2. Bettina schreibt am 1. Dezember 2006 um 18:04

    Ein wunderbares Zitat, daß hilft, zwischen Wesentlichem und Anderem zu unterscheiden, und einem die Kostbarkeit der eigenen Zeit ganz klar vor Augen führt. Dennoch braucht man nicht zu verzweifeln, daß "Routinetätigkeiten" wie Essen, Trinken, Schlafen, so viel Zeit "kosten" - schließlich gehört das alles zum Menschsein dazu!

  3. atiram schreibt am 5. Dezember 2006 um 17:58

    ALLES, was ich heute tue, ist wichtig... Und es sind doch auch manchmal die scheinbar unwichtigen Dinge so wichtig. Ich erlebe es öfter, einiges, was mir selbst erst unwichtig erscheint, erweist sich später als ein ganz wichtiges Mosaiksteinchen meines Lebens. Ich nenne es oft: Auf mein Bauchgefühl zu hören. Und was eigentlich, vom Verstand her, so sehr wichtig wäre (ich müßte jetzt z.B. einige Hemden für meinen Mann bügeln) sind für mich so ganz tief innen eigentlich verdammt unwichtige Aktionen. Was mache ich jetzt? Ich sitze an meinem PC und tippe meine Gedanken hinein. Die Steuererklärung endlich anzugehen wäre ,ehrlich gesagt, auch wichtig.... Doch ich blättere hier herum, lese dies und das, stimme zu oder dagegen und
    tue was Wichtiges für mich: Bin für mich da. Davon hat meine Familie denn auch was, weil es mir danach vielleicht besser geht oder so.
    Wie kurz das Leben sein kann bzw. wie man plötzlich da steht und sich fragen muss: War es das nun? - muss mir leider keiner erzählen. Und es ist manchmal sehr, sehr wichtig, NICHTS zu tun, nur dazusitzen und zu spüren: Hallo, ich lebe. Das ist für mich sehr, sehr wichtig.

  4. André schreibt am 8. Dezember 2006 um 15:58

    @Atiram

    Sehr schöner Beitrag.

    Das "Bauchgefühll" ein wichtiges Instrument. Es zeigt uns, was wir gerade gerne machen möchten, worauf wir Lust haben. Und es ist sehr wichtig diesen Gefühl nachzukommen. Denn jeder sollte für sich die wichtigste Person sein und wenn wir dann noch unsere Bdürfnisse stillen, gehts uns gut. Das hängt sehr viel mit der Eigenliebe zusammen, wer dies nicht hat und von irgendwelchen schlechten Gefühlen (Schuldgefühlen usw.) geplagt ist, wird vermutlich nicht soviel Zeit für sich aufbringen.

    Allerdings sollte man die "Pflichten" nicht zu lange liegen lassen.Denn, wenn ich heute keine Lust habe, versichert mir keiner, dass ich Morgen zu diesen Dingen Lust habe und das an diesem Tag schon wieder ganz andere Sachen anfallen.

    Dennoch ist es sehr wichtig, sich Zeit für die schönen Dinge des Lebens zu geben (jemanden zu überraschen,Freunde, Hobby, Familie...)und dies immer Blick zu haben.

    Man sollte sich auch immer darüber im Klaren sein, warum man bestimmte Dinge (irgendein Job, oder irgendein bestimmten Trend mitgeht)macht. Macht man das für sich, oder nicht doch eher für andere, um ihnen zu gefallen...

    P.S.: Die größte Zeitverschwendung sind immernoch Situationen und Personen über die man sich aufregt und doch nicht ändert

  5. atiram schreibt am 12. Dezember 2006 um 15:54

    @ Andrè:
    Mein Bauchgefühl geht noch tiefer. Ich hatte mich entschieden, einen relativ einfachen ärztlichen Eingriff am 8.12. machen zu lassen. Und das war (mal wieder) gut so - es ging nämlich was schief und ich mußte länger im Krankenhaus bleiben. Viele fragten vorher, warum ich den nicht später mache. Ich bin froh, so wäre vielleicht Weihnachten futsch gewesen. Und zu dem Zeitpunkt fühlte ich mich wieder frisch und dem Ganzen besser gewachsen.
    Und richtig, sich über etwas zu ärgern, was nicht zu ändern ist, ist die größte Zeitverschwendung. Der Arzt hat diesen Eingriff gemacht, um mitzuhelfen, mein Leben zu verlängern. Soll ich ihm vorwerfen,dass ihm ein kleiner Fehler unterlaufen ist, nach dem er wohl über viele Stunden viele Menschen operierte, bevor er sich sehr kompetent und vertrauensvoll mir zuwandte? Er war selbst mehr entsetzt als ich über seinen Fehler. Er ist auch nur ein Mensch, und dazu ein sehr netter (-:
    Dumm nur, die Steuererklärung muss nun echt noch liegen bleiben, weil es mir nicht so gut geht. Aber die Hemden sind gebügelt.
    Ob ich mir die wichtigste Person bin, dass kann ich aber nicht sagen. Ohne so manche Menschen um mich herum, gänge es mir noch viel schlechter und ich hätte ohne ihren Zuspruch und ihre Liebe, ohne das richtige Wort im rechten Moment wohl nicht die Kraft, den Arztfehler wegzustecken und all das, was ich gerade hinter mich gebracht habe und was ich noch vor mir habe. Ja ohne manche Menschen in meinem Leben hätte ich vielleicht sogar aufgegeben, weil mir das Ziel fehlen würde. Natürlich sage ich auch : ICH WILL. Zum Beispiel im September nächsten Jahres nochmal einen Wettkampf mitmachen, auf der Hochzeit meines Enkels in so 20 Jahren tanzen, weiter für meine Familie da sein und noch viele schöne Jahre genießen.
    Ich muss eines noch schreiben: Der Blickwinkel auf die Welt, die große und die kleine eigene, kann innerhalb von Sekunden total verschoben werden.

  6. André schreibt am 13. Dezember 2006 um 09:50

    @Atiram

    Das du der wichtigste Mensch für Dich sein solltest, bezieht sich natürlich darauf, dass man in bestimmten Phasen die Dinge machen sollte, die einen selbst am wichtigsten erscheinen. Und das schliesst sicherlich auch die Freunden mit ein. Sich wichtig zu nehmen bedeutet für mich, auch einmal das zu machen was mir meine "innere Stimme" sagt. Und wie dein Bsp. zeigt, kann es mit unter wirklich lebensnotwendig sein.
    Aber seine Pflichten sollte man dennoch nie vernachlässigen.

  7. atiram schreibt am 13. Dezember 2006 um 16:50

    @ Andre: Nicht, dass es hier ne Zweierrunde wird (((-:
    "Das wahre Glück ,oh Menschenkind, wähne doch mitnichten, dass es erfüllte Wünsche sind - es sind erfüllte Pflichten." Steht so wohl in meinem Poesiealbum. Nun ganz so streng "deutsch" sehe ich es nicht, aber wenn ich schick aussehen will, muss ich eben das dämliche Bügeln durchhalten. Wenn ich von sauberen Tellern essen will, gehts nicht ohne Abwaschen. Oder: Jeder Taler hat immer zwei Seiten. Irgendwo erwähnte ich die Geschichte vom Vater, dem Sohn und dem Esel bereits - ich glaube, besser kann man nicht sagen, wo es hinführt, wenn man nur auf andere hört.
    Das Problem liegt wie bei allem darin: Was will man - was ist davon wirklich realisierbar.

  8. simanja schreibt am 22. Dezember 2006 um 19:48

    Im Mai d.J. musste ich meinen geliebten Bruder in die andere Welt ins Jenseits vorreisen lassen. Ich bin noch im Diesseits und denke sehr viel nach. Die ganze Zeit dachte ich, Gesundheit sei das wichtigste. Ist man nicht gesund, hat man immer weniger Spielraum..... In den letzten Tage frage ich mich immer öfter: "Ist Zeit nicht noch wichtiger, zumindest genauso wichtig und wertvoll wie Gesundheit?" Ich stelle mir immer vor, ich habe ein Sparbuch, auf dem Zeit "gutgeschrieben" ist. Und so wie ich mir gut überlege, wofür ich mein erspartes ausgebe, versuche ich auch zu überlegen, "wofür ich meine -gesparte-, bzw. mir zur Verfügung stehende Zeit verbringe!" Es ist aber ein Prozeß. Ich muss arbeiten, um mich zu ernähren, ein warmes Dach über dem Kopf zu haben (was ich übrigens immer wieder zu schätzen weiss!). Nichts ist selbstverständlich, dass halte ich mir immer vor Augen. Alles ist ein Geschenk! Selbst die schmerzhaften Situationen im Leben, denn dadurch bekommen wir die Möglichekeit zu wachsen, wenn wir den Schmerz ausleben, innehalten und uns fragen: "Was sagt mir dieser Schmerz?". Glücklicherweise bin ich soweit (da ich mir selbst auch viel Wert bin!), mich nicht mehr mit Menschen zu umgeben, die mir nicht gut tun! Und ich habe soooooo viiiiele liebe Menschen um mich herum, die mein Leben mit leben füllen! Wenn man dem o. g. Hinweis nachgeben will, bin ich absolut der Meinung von atiram! Ich höre auf meinen Bauch! Fühle ich mich bei dem was ich gerade tue (was auch immer es ist) wohl? » JA = Wunderbar, die Zeit ist optimal genutzt! Ich habe begriffen, dass "gammeln" einfach toll sein kann, meine Seele diese -Auszeit- braucht, um nicht zu zerbrechen. Was passiert denn, wenn ich die Wäsche heute, morgen, übermorgen..... NICHT bügel? Das schlimmste: ich habe Wäschekörbe da stehen, ich habe nichts anzuziehen und muss die Kleidung unmittelbar vor dem Tragen bügeln! Ja nun, es gibt wahrhaftig schlimmeres! Ich wünsche allen Menschen, die dies lesen ein wunderbares und besinnliches Weihnachtsfest, dass sich die wichtigsten Ihrer Wünsche erfüllen, vor allen Dingen jene, die mit Geld nicht zu bezahlen sind! Kommen Sie gut ins neue Jahr! Viele liebe Grüße Simanja

  9. rebekka schreibt am 1. Januar 2007 um 17:38

    Ein frohes neues Jahr an alle!!

    Also ich muss schon sagen ich finde diesen "Schlagabtausch" von atriam und André super.

    Denn: Ich fühle wie André und möchte gerne fühlen wie atriam. Mein Problem ist einfach, dass ich einen Sprachfehler habe. Ich kann nicht NEIN sagen. Egal ob im Job oder privat. Wobei es mir gerade im privaten Bereich sehr nahe geht. Ich habe es einfach verlernt oder verpasst mich rechtzeitig zu "wehren".

    Sicherlich ist die Zeit das kostbarste neben Gesundheit das wir haben. Denn diese zwei Dinge kann man sich für kein Geld auf dieser Welt erkaufen.

    Jedoch wie geht man vor wenn man an sich denken möchte und dabei andere im Stich lassen muss ??!!

    Ich kann das nicht. Ich hätte dann solch ein schlchtes Gewissen, dass ich die Zeit die ich mir dadurch geschaffen habe doch nicht geniessen kann.

    Was tue ich um mich einfach frei zu fühlen?

    Ich gebe zu, dass es an mir liegt, denn jeder ist doch seines eigenen Glückes Schmied, oder?!

    Aber was soll ich tun?! Ich habe seit 3 Jahren einen Seelenknacks der sich immer mal wieder mehr oder weniger bei mir einnsitet und wohl auch sehr wohl fühlt. ;-(

    Ich bin über jede Anregung sehr Dankbar!

    Alles liebe, Rebekka.

  10. atiram schreibt am 28. Januar 2007 um 21:12

    Hallo Rebekka, ich kann auch nicht anderen bewußt weh tun, aber ich habe am eigenen Leib erfahren, wohin es führt, wenn man dieses NEIN nicht kann. Meine Gesundheit ging kaputt.Und dann musste ich nein sagen, weil ich es nicht mehr anders schaffte und - es ging. Die anderen konnten plötzlich manches ohne mich! Ich hab auch dieses "Helfersyndrom". Läßt du die anderen wirklich im Stich, weil du etwas tun willst, was dir gut tut? Oder willst du das selbst so eigentlích. Ich hab zu lange versucht, es anderen Recht zu machen und musste merken: Manchen mache ich es nie recht. Ich bin doch auch wer! Und seit dem ich mir meine Freiräume schaffe, merke ich, die anderen können damit umgehen oder müssen sich eben damit abfinden. Und ich kann genießen, was ich tue. Das geht wirklich! So habe ich Kraft dafür, wenn ich das nächste Mal wieder Ja sage.

  11. rebekka schreibt am 1. Februar 2007 um 20:36

    Hallo atriam.
    Vielen Dank für Deine ehrliche Meinung. Ich musste nun leider erfahren wie es sich anfühlt wenn sich die eigenen Eltern von einem abwenden.

    Meine Mutter hat vor zwei Jahren ihren Traum verwirklicht und ein Café eröffnet. Sie gibt sich sehr viel Mühe damit und backt all ihre Kuchen und Torten selbst. Finde ich toll. Nur kommt sie damit nicht ganz zurecht. Nach meiner Meinung teilt sie sich ihre Zeit falsch ein. Was ich ihr aber nicht sagen kann, da sie keine Kritik verträgt.

    Aber darum geht es gar nicht.

    Ich habe noch eine Schwester. Wir haben ihr jetzt knappe zwei Jahre so gut wie jeden Sonntag geholfen, weil sie keine Bedienung hatte. Aber nachdem meine Schwester nun einen Freund hat und auch ausgezogen ist hilft sie nicht mehr. Wie ich finde ihr gutes Recht.

    Ich selbst wohne auch nicht mehr bei meinen Eltern. Ab und zu kommt es vor das ich den Kontakt zu meiner Mutter auf ein minimum zurückschrauben muss, weil sie mich permanent runter zieht. Sie ist ein sehr unzufriedener Mensch und hat an allem und jedem etwas auszusetzten. Als ob das noch nicht genung ist hat sie mit ihrer ganzen Familie Streit.

    Ich muss leider jeden Tag zu meinen Eltern, da meine Pferde dort stehen.

    Vor einigen Wochen hat mein Vater dann zu mir gesagt, dass ich nicht mehr nachhause kommen brauche wenn ich mich weiter so verhalte.
    Noch nicht genung hat mir meine Mutter eiskalt ins Gesicht gesagt, dass es keinen Grund gibt auf ihre Kinder stolz zu sein.

    Ab diesem Tag herrscht Funkstille. Und ich weiss nicht mehr was ich noch machen soll!! ???

    Ich weiß es einfach nicht.

    Liebe Grüße
    Rebekka

  12. Monika schreibt am 10. Februar 2007 um 05:24

    Liebe Rebecca,

    ich bin auch jemand mit dem Helfersyndrom. Habe dabei festgestellt, daß ich mir selbst mehr dabei schade als anderen nütze. Seitdem lege ich immer mal wieder bewußt Zeiten nur für mich und meine Seele ein. Dadurch erhalte ich mehr Kraft für den Alltag. Die Menschen, die mich lieben, nehmen mich an wie ich bin. Ich finde, durch diese innere Einstellung zu mir gestatte ich anderen, ebenfalls zu wachsen und ihre eigene Einstellung zu überdenken.

    Ich hatte mit meiner Familie auch sehr viele Probleme, die mich sehr belastet haben. Mir hat geholfen, zu vergeben: Denen, die mich verletzt und klein gemacht haben, aber auch mir, daß ich es zugelassen habe über viele Jahre.

    Danach konnte ich loslassen und wir haben offen darüber sprechen können. Es ändert zwar nichts an dem, was passiert ist, aber man kann die Vergangenheit ruhen lassen und sich auf das konzentrieren, was vor einem liegt.
    Und gelassener im Hier und jetzt leben!
    Das ist dann ein sehr schönes Gefühl und lohnt die Mühe.

    Ich wünsch Dir alles liebe und Vertrauen ins Leben und damit in Dich selbst.

    Monika