Kontakt
Facebook
Twitter
RSS
Gästebuch
Wöchentlicher Newsletter

So steuern Sie Ihre Gefühle

Von Ralf Senftleben20 Kommentare

Vor 2000 Jahren soll der griechische Philosoph Epiktet gesagt haben:

"Nicht die Dinge an sich, sondern unsere Sichtweise von den Dingen ist das, was uns beunruhigt".

Wenn wir dieses einfach Zitat in aller Konsequenz verstehen und danach handeln, dann kann uns wahrscheinlich nichts mehr umwerfen.

Warum ist das so? Dazu ein Beispiel:

Zwei Freunde – Rudi und Stefan – habe beide jeweils 2000 EUR in ein riskantes Unternehmen investiert und heute hat das Unternehmen pleite gemacht. Das gesamte Investment ist futsch.

Rudi denkt nun:

"Wie fürchterlich… mein ganzes Geld weg… Ich darf doch nicht einfach mein Geld verlieren… Ich muss doch gewinnen… 2000 EUR sind so viel Geld… was bin ich nur für ein Versager… nichts kann ich richtig machen…." und er fühlt sich einfach schrecklich.

Stefan dagegen denkt:

"Schade eigentlich… ich hätte es bevorzugt, wenn ich Gewinn gemacht hätte… ich bin ein bisschen enttäuscht… aber: es ist nun mal, wie es ist… ich glaube, ich habe etwas Interessantes gelernt… im Übrigen: Das Leben ist doch zu kurz, um sich wegen so etwas den Tag zu vermiesen." Daraufhin fühlt sich Stefan zwar immer noch ein bisschen enttäuscht, aber trotzdem auch heiter, denn das Leben ist doch so schön.

Verstehen Sie, was ich meine? Da sind zwei Menschen, die das Gleiche erleben. Trotzdem bewerten sie ein und die selbe Situation ganz unterschiedlich und fühlen sich deswegen auch ganz verschieden.

Glücklicherweise können wir die Art verändern, wie das bewerten, was uns passiert und damit auch unsere Gefühle.

Wenn Sie sich wegen eines Problems schlecht fühlen, dann fragen Sie sich deswegen einfach:

Wie fast alles im Leben ist dieses Hinterfragen der eigenen Bewertungen natürlich Übungssache. Je öfter Sie es tun, desto bessere Resultate erzielen Sie. Vielleicht notieren Sie sich diese Fragen sogar auf einem Notfall-Zettel, den Sie immer mit sich herumtragen.

Fangen Sie jetzt gleich an und nehmen sich eine Problemsituation aus Ihrem Leben vor und hinterfragen diese systematisch.

Ich wünsche Ihnen viele neue Bewertungen.

  1. Leni schreibt am 27. Dezember 2006 um 11:02

    Ein Artikel, der wirklich sehr hilfreich ist. Im Moment beschäftigt mich eine Freundschaft, die an unterschiedlichen Ansichten zu zerbrechen droht. Nachdem ich diesen Artikel gelesen hatte, kopierte ich mir einfach mal die Fragen in ein neues Dokument und beantwortete sie nacheinander schriftlich. Unglaublich die neue, aufbauende Sichtweise, die ich am Ende gewonnen hatte! Danke dafür.

  2. Dennis schreibt am 28. Dezember 2006 um 17:21

    Wenn jeder so denken würde wie Stefan, würde die Welt aus "Zombies" bestehen, Gefühlslose,denen alles egal und gleichgültig ist. Die denkweise: "Dann ist es eben so, daran kann ich eh nichts mehr ändern" ist absolut abstumpfend.

    Tut mir leid, aber ich denke das es Gesund ist sich aufzuregen und zu ärgern (in Maßen) denn das ist befreiend und hilfreich zu gleich.

    Ansonsten Tolle Beiträge

  3. Irmy schreibt am 28. Dezember 2006 um 17:58

    Hallo Dennis, Menschen wie Stefan, müssen nicht gefühllos und gleichgültig sein. Was passiert ist, lässt sich nicht mehr rückgängig machen, auch nicht durch Ärger. Er blockiert eher den Verstand, den wir zu Analyse brauchen, um aus der Erfahrung lernen zu können...

  4. atiram schreibt am 28. Dezember 2006 um 22:08

    Richtig: Sich zu fragen, wie schlimm ist das Ganze wirklich. Jeder Taler hat immer zwei Seiten und an jedem Schlechten hängt auch irgendwo was Gutes - eine Chance, ein Lernprozeß, was weiß ich. Und nicht immer das Negative betonen sondern sich fragen: Wie komme ich da raus? Was ist daran gut für mich? Mitunter ändert sich die Sichtweise auch sehr im Verlaufe eines Geschehnisses.
    Es gibt Leute, für die ist das berühmte Glas halb leer, für andere halbvoll und es gibt welche, die entdecken darin gerade einen Tropfen. Mir tun Menschen nicht gut: "OH wie schlimm es dich getroffen hat. Ist das alles furchtbar." Das hilft mir keinen Zentimeter weiter, es nimmt mir eher den Mut. Andere sagen: "Kopf hoch. Wie kann ich dir helfen?" Und dabei streicheln sie z.B. meine Wange oder klopfen mir beruhigend auf den Rücken. Das hilft mir. Ich käme aber auch schwer mit denjenigen klar, die meine Situation abtun und sie als ziemlich unproblematisch ansehen. Da käme ich mir nicht ernst genommen vor.
    Ich stehe immer wieder vor der Frage: Wie kann ich jemanden ändern, der immer nur noch den Tropfen im halbvollen Glas findet? Diese Fragen dort oben hab ich ihm oft genug vor Augen gehalten - es ändert sich nichts. Ich frage mich, ob da nicht genetische Ursachen auch eine Rolle spielen und ganz tief sitzende innere Einstellungen, noch aus der Kindheit her. Denn er will sich ändern und merkt, dass ich ihn beiseite schiebe und oft nicht mehr beteilige, weil ich mit diesem Pessimismus mich nicht mehr auseinandersetzen kann und will - ich brauche meine Kraft.
    Ich weiß, dass Hormone einen wesentlichen Anteil haben daran, wie man etwas empfindet, wie man Stress verarbeiten kann usw. Kurzum ich stelle bei aller Richtigkeit der oben dargestellten Fragen die Aussage: So steuern Sie Ihre Gefühle auch in Frage. Weil ich seit über 30 Jahren versuche, jemandem aufzuzeigen, dass er so sich, mich und meine Familie schadet. Und trotz aller Intelligenz usw. fällt er immer wieder in dieses Negativdenken zurück. Aber gewiß sprengt dieser Gedanke den Rahmen dieser Website.

  5. Gutscheincode Anbieter schreibt am 28. Dezember 2006 um 22:21

    Die Einschätzungen und Gefühle kommen ja aufgrund von der inneren Einstellung zustande. Diese muß man erstmal umkrämpeln um es wirklich zu schaffen, Ereignisse positiv einzuschätzen und zu bewerten.
    Das dauert lange und geht leider nicht von heute auf morgen.

  6. Brigitte schreibt am 29. Dezember 2006 um 06:42

    Die Erfahrung, dass die Sichtweise der Dinge das Erleben der Situation ändert habe ich auch schon gemacht. Dabei geht es meiner Meinung nach aber nicht nur darum "halbvolle Flaschen" zu deklarieren, sondern wirklich innerlich die Perspektive zu wechseln.
    Zum Beispiel hatte mein Mann sich sehr zurückgezogen und ich fühlte mich allein gelassen. Als ich merkte, dass es daran lag, dass er nicht mit der schweren Erkrankung unserer Tochter umgehen konnte, war die Situation noch dieselbe, aber ich habe sie völlig anders erlebt.
    Und diese Dinge brauchen, wie Gutscheincode-Anbieter sagt, Zeit. Und die Bereitschaft hinter die Fassade zu schauen.

  7. Stephan schreibt am 29. Dezember 2006 um 13:06

    Das dargestellte Prinzip wird in der Psychotherapie Kognitive Umstrukturierung genannt, wenn ich mich richtig erinnere. Bei schweren Problemen ist man allerdings auf professionelle Hilfe angewiesen, auch weil man seine Art zu denken oft als normal und richtig ansieht, während ein Außenstehender sich schon wundern mag.
    Eine Hürde ist das langwierige Einüben von neuen Denkmustern. Wie schwierig das ist, sieht man jetzt bald wieder zum Jahreswechsel an den unendlich vielen nicht eingehaltenen guten Vorsätzen. Erfreulich ist die immer wieder vorhandene Hoffnung. :-)

  8. Michael Pelny schreibt am 29. Dezember 2006 um 13:17

    nicht die andere art der bewertung ist es, worum es geht.
    auch die tatsache der positiven wertung ist nur eine veränderung der sicht auf das leben - nicht aber das leben selbst.

    denn das leben ist. wer noch nie im gewahrsein gewesen ist, weiß nicht, daß unsere wahrnehmung des lebens in allen belangen auf einen winzigen auszug des wirklichen lebens verkleinert wurde - durch das »ich«.

    wer im gewahrsein ist kann das gefühl, egal welches - ob trauer oder freude, nur erleben, jedoch nicht werten. erst wenn er aus diesem gewahrsein "herausfällt" ist er überhaupt fähig, zu vergleichen und zu werten; erst dann kann er z.b. feststellen, daß trauer nur ist, weder gut noch schlecht - wie leben überhaupt.

    ich habe die erfahrung gemacht, daß solche gefühle lebendig sind, nicht aber meine(was mir mein verstand ein leben lang vorgegaukelt hat).

    es ist eine illusion, das instrument der wertung nur in die mir angenehme richtung schieben zu brauchen und alles wird gut. denn das leben lebt nach wie vor seine volle palette. viel interessanter ist es, alles zu erleben, ohne es durch den filter meines »ich« zurecht zu stutzen.

    auf diese weise entsteht freiheit. freiheit von allem, was mir anhaftet: glauben vom ich, leid, ängste, beziehungen, verstrickungen usw.. in dieser freiheit ist sein so lebendig, wie es nur jemand erleben kann, der sich von all diesen fallen des denkens radikal gelöst hat. es ist für das »ich« / unseren Verstand nicht im ansatz nachvollziehbar, wie sich lebensfreude anfühlt, wenn sie von meinem »ich« nicht beeinflußt / gefiltert / bewertet wurde - ich kann nur sagen: unbeschreiblich!!!

    klar, die spielchen des »ich«, die wir so gerne als das leben, die würze, das spannende usw. sehen, hören auf. statt dessen habe ich überraschungen in ausmaßen erlebt, die ich mir nicht mal ausdenken könnte.

    es mag sein, daß die o.g. fragestellungen die sicht auf eigene erlebnisse ändern helfen und menschen zu angenehmeren erfahrungen verhelfen. doch tauschen sie damit lediglich eine form des bewertens gegen eine andere (um ihrem »ich« zu "gehorchen" und nur das als leben erleben zu wollen, was das »ich« für gut und erstrebenswert hält. wer nur einmal im gewahrsein war, weiß sofort, wie armseelig diese versuche sind und das das leben voller / reicher ist als alle gedanken es jemals erdenken könnten).

    und da ich die kritiker schon meilenweit rieche:
    kein »ich« ist frei - jedes argument ist aus dieser begrenzung geboren. niemand muß es wollen.
    doch jeder kann das leben sein.

  9. Irmy schreibt am 29. Dezember 2006 um 13:39

    @Michael Pelny, du schreibst: „und da ich die Kritiker schon meilenweit rieche“

    Ist das nun eine Bewertung der Situation aus dem Gewahrsein heraus?

  10. atiram schreibt am 29. Dezember 2006 um 23:13

    Sorry, ich kann mit dem Begriff "Gewahrsein" nichts so richtig anfangen.
    Die Situation ist die der jeweiligen Fakten. Und die ändert sich keinesfalls dadurch, ob ich die nun als Schwank, als Tragödie oder was weiß ich darstelle. Aber es kann sich durch die unterschiedliche Interpretation mein Umgang mit ihr ändern. Ich kann den Kopf in den Sand stecken und mich meinem Schicksal ergeben. ich kann nächtelang wehklagen und krank werden oder ich kann einen Weg finden, mit den Fakten umzugehen, so dass sich Positives auch daraus ergeben kann.
    Ich glaub insofern Michael Pelny verstanden zu haben - oder?

    Was ich meine: Ist alles nur mit DENKEN zu regeln bzw. in den Griff zu bekommen? Tut man vielleicht Menschen, die sich schwer tun mit den o.g. "Regeln", unrecht, weil ihre Hormonlage es nicht anders zu läßt? Viele Frauen kennen doch die Gemütsschwankungen, die Hormone auslösen können.
    Und ich habe etwas sehr interessantes gefunden:

    http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=254841 :
    Warum Optimismus nicht immer positiv ist

    Optimismus muss nicht immer gut für die Gesundheit sein. Nach der Theorie der amerikanischen Psychologin Suzanne Segerstrom kann eine positive Lebenseinstellung Menschen manchmal mehr unter Stress setzen als eine negative – mit der Folge, dass die Leistungsfähigkeit ihres Immunsystems abnimmt. Der Grund: Optimisten seien Stressfaktoren stärker ausgesetzt, weil sie sich intensiver damit beschäftigen. Pessimisten dagegen gäben schneller auf und könnten so den negativen Stressfolgen entgehen.

    Mehr auf der angegebenen Website!
    Frei nach dem Motto: Jeder Taler hat immer zwei Seiten.

    Allen ein gutes 2007!

  11. Irmy schreibt am 30. Dezember 2006 um 10:11

    In den Link hab ich noch nicht reingelesen, doch nach Erscheinen,das Buch von Günter Scheich: Positives Denken macht krank.

    Zu diesem Thema werden die Meinungen wohl immer auseinander
    gehen, was dem einen nützt, muss nicht zuträglich für den anderen sein. Für mich stimmt die Haltung nach Erich Kästner:

    ~wer das Schöne nicht sieht, wird böse, wer das Schlechte nicht sieht, wird dumm. ~

  12. Heide schreibt am 2. Januar 2007 um 11:01

    Ich denke, man sollte das "gegenteilige" Verhalten üben:

    Der Pessimist sollte versuchen, auch das Gute an einer Situation zu sehen.
    Im angegebenen Beispiel zu sehen, dass er eben auch Erfahrung gewonnen hat. Um Thomas Edison sinngemäß zu zitieren: "Mir ist noch jeder Versuch gelungen. Zumindest wusste ich dann, wie es nicht geht."

    Und der Optimist sollte versuchen, auch zu sehen, was nicht so gut war, um daraus zu lernen.
    Also im angegebenen Beispiel zu sehen: Ich habe nun kein Geld mehr - das nächste Mal (das für den Optimisten ja in greifbarer Nähe liegt) also vorsichtiger sein mit dem Einsatz oder das eingesetzte Geld besser absichern oder rechtzeitig auf die Bremse treten.

    Und das - so denke ich - kann jeder zumindest immer wieder von Neuem versuchen, ganz gleich, was er "von Haus aus" ist. Sei das nun bedingt durch Hormone, durch genetische Anlage oder durch frühkindliche Erlebnisse oder ...

  13. Michael Pelny schreibt am 2. Januar 2007 um 14:26

    wahrscheinlich fällt es schwer, sich in einer zeit, die so sehr auf den verstand setzt, vorzustellen, wie gefühle sind, wenn sie pur erlebt werden können - ohne den eingriff des verstandes, bzw. des »ich«. (es zu tun fällt mir immer noch nicht leicht)

    ich konnte u.a. die verblüffende erfahrung machen, daß ein mir sehr bekannter schmerz im knie im zustand des gewahrseins zwar immer noch da ist, aber eine völlig andere wahrnehmung ist. hinterher begriff ich (also rekapitulierte mein verstand), daß es da einen automatismus von ungeheurer schnelligkeit und genauigkeit gibt - meinen verstand / mein »ich« - der dieses gefühl im knie ablehnt und dadurch als schmerz empfinden läßt. ohne diese ablehnung "spricht" einfach nur mein knie mit mir.

    damit wird lediglich meine aufmerksamkeit angezogen. der schmerz findet überhaupt nicht statt. deshalb steht für mich außer frage, ob das denken das leben in den griff kriegen hilft. (das »ich« hätte es gern so, lasse ich es außen vor, eröffnet sich erst wahrhaftig lebendiges)

    gewahrsein ist also nichts anderes, als die wahrnehmung ohne die begrenzungen des »ich«. für mich bis jetzt die einzige selbst erlebte möglichkeit frei zu sein, also leben frei von allem zu erfahren.

  14. Franky schreibt am 5. Januar 2007 um 09:50

    @Michael Pelny

    Hi,

    Du benutzt verblüffend oft das Wort "gewahrsein". Das wirkt so, wie eine Religion. Du gibst diesem Wort eine weitere Bedeutung die hinter dem Begriff steht, so wie wenn man von "Gott" spricht und damit verschiedenes meinen kann. Umschreib doch lieber Dir gegenüber und anderen mit verschiedenen Worten, was Du so denkst. Zum einen geht dann anderen gegenüber nichts an Info verloren und Du selbst hinterfragst auch immer wieder was Du denkst und greifst nicht auf einen Sprachbrocken zurück, dessen Bedeutung sich vielleicht schon lange geändert hat. Nimm Dir doch einfach diese "Freiheit" :)

  15. Ingo Schmidt schreibt am 7. Januar 2007 um 17:56

    Nach meiner persönlichen Erfahrungen bin ich erst dann in der Lage, für mich etwas Neues zu erschaffen, sobald ich mit der bisherigen Situation in Frieden und Einklang bin. Wenn ich mit dem SEIN kann, was derzeit ist.

    Angst, Ablehnung und Ärger sind hochattraktiv und ziehen mich automatisch tiefer hinein in die Situation, die ich nicht mag. Ist ja auch klar: erst sobald ich komplett und in Harmonie bin entsteht ein Freiraum für etwas Neues.

    Komplettieren betrachte ich als meine Hauptaufgabe. Mein derzeit aktives Energiefeld erzeugt meine physische Realität. Und dieses Energiefeld wird nun mal vor allem durch meine Emotionen erzeugt. "Gehirnakrobatik" in jeglicher Form ist da nicht wirklich hilfreich. Zumindest mir geht das so.

    Spannende Arbeit, sich selbst in Besitz zu nehmen. Und: es funktioniert. Klassische Transformation halt.

    Alles Gute, Glück und Segen. Danke für das Thema :-))

  16. Michael Pelny schreibt am 8. Januar 2007 um 13:18

    hallo "franky",

    du hast den letzten teil meiner mail gelesen?:
    »gewahrsein ist also nichts anderes, als die wahrnehmung ohne die begrenzungen des »ich«. für mich bis jetzt die einzige selbst erlebte möglichkeit frei zu sein, also leben frei von allem zu erfahren.«

    wenn dir dieser "sprachbrocken", wie du schreibst, möglicherweise zu alt erscheint, warum genügt diese erklärung deinen ansprüchen nicht?

    statt sich an einer bestimmten wortwahl aufzuhalten - die zudem noch mehrfach mit inhalt unterfüttert ist - bestünde hier die möglichkeit, zu ergründen, welche chancen damit verbunden sind.

  17. arwen schreibt am 10. Januar 2007 um 14:36

    hallo,
    ich beschäftige mich gerade selbst sehr intensiv mit diesem thema und habe schon bauklötze gestaunt. ich bekam das buch "Gefühle verstehen, Probleme bewältigen" von Doris Wolf und Rolf Merkle empfohlen und kann diese empfehlung nur weitergeben! die autoren sind erfahrene psychotherapeuten und die basis des buches ist die kognitive verhaltenstherapie. es hält sehr viele anschauliche beispiele bereit und erläutert ganz verständlich wie unsere gedanken- und gefühlswelt funktionieren und dass und wie wir unsere gefühlswelt steuern und nicht von ihnen gesteuert werden. an der ein oder anderen stelle dachte ich beim ersten lesen (wie in einem der anderen kommentare hier kritisiert), dass das ganze auf eine "ich-muss-das-so-hinnehmen"- und auf eine wenig selbstbestimmte schiene hinausläuft. bei einigen passagen fühlte es sich so an als werde man veräppelt und würde sich selbst etwas vorgaukeln wenn man die vorgeschlagenen tipps und denkweisen anwendet. aber genau dieses gefühl wird prognostiziert für die anfangszeit und als völlig normal beschrieben. ich kann meine empfehlung nur wiederholen und menschen, die sich fremdbestimmt und z. b. in einem system aus arbeit und privaten verpflichtungen gefangen fühlen, dazu ermutigen, sich selbst einiges mehr zuzutrauen. dieses ohnmachtsgefühl kann lähmend wirken und es ist ein solcher befreiungsschlag, wenn man seiner eigenen gefühlswelt selbstbewusst zeigen kann, wo der hammer hängt!

  18. Friedrich schreibt am 11. Januar 2007 um 21:56

    Das ist in der Tat ein sehr interessantes Thema. Ja wenn es so einfach wäre einfach den Denkapparat umzuschalten. Leider ist das weder mit Hormonen noch der Vornahme positiven Denkens nachhaltig zu erreichen. Ich denke diese Erfahrung haben schon viele gemacht. Dennoch gibt es Wege zur Veränderung. Es müssen die neuronalen Netze der Denkbahnen verändert werden, was durch relativ einfaches Training zu erreichen ist, wobei man sich auch des Positiven Denkens bedient. Ich will hier nicht weiter ausholen und gebe nur noch den Hinweis auf ein kostenloses Buch, das sich mit diesem Thema befasst und unter -
    http://www.ipn.at/ipn.asp?CBE -gedownloaded werden kann.

  19. Hans Pelny schreibt am 15. Januar 2007 um 19:08

    Hallo Michael,
    vermute ich richtig,daß Du mein Cousin bist,Dein Vater also Peter Pelny ist?

    Gruß-Hans

  20. Frank Pelny schreibt am 3. Februar 2008 um 14:35

    Also mein Vater heißt Peter Pelny, aber hab den schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen und mein Cousin müsste auch Michael Pelny heißen..