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Blühen oder welken Blumen?

Von Tania Konnerth29 Kommentare

„Wenn in der blühenden Blume die welkende schon du voraussiehst, sieh noch weiter voraus in der welkenden auch die erblühende.“

– Friedrich Rückert

In der letzten Woche ging es um das so genannte "Reframing", also um die Fähigkeit, die positiven Aspekte einer Sache zu sehen bzw. eine Situation so zu interpretieren, dass man sie nicht als nur negativ empfindet.

Dieses Reframing ist für mich der Schlüssel dessen, was allgemein als "positives Denken" bezeichnet. Leider wird das Konzept des positiven Denkens aus meiner Sicht oft aber falsch verstanden bzw. interpretiert. Kritiker werfen dem Ansatz des positiven Denkens immer wieder vor, dass man sich damit die Sachen nur schönredet: Rosa Brille auf und gut ist’s. Genau das beinhaltet das positive Denken meiner Ansicht nach eben nicht!

Positives Denken ist im Grunde nichts anderes als ein verinnerlichtes Reframing – das Interpretieren bestimmter Zusammenhänge in einem weiteren Kontext mit dem Fokus auf die positiven Aspekte. In diesem Sinne ist positives Denken also konstruktives Denken. Denken, das uns Kraft schenkt, statt dass es uns sie nimmt.

Und das Zitat dieser Woche ist für mich eine exzellente Anwendung genau dieses Prinzips: Blühen die Blumen nun oder welken sie? Die Antwort lautet natürlich: beides! Aber worauf achten wir mehr? Wir können die ganze Zeit daran denken, dass die schönen Blumen bald verwelkt sind. Aber wir können auch ihr Blühen genießen und uns darüber freuen, dass sie wieder neu erblühen werden. Genau hier zeigt sich, worauf wir den Fokus legen: auf das Welken oder auf das Blühen.

Achten Sie die kommenden Tage doch einfach mal ganz bewusst selbst auf Ihren eigenen, ganz persönlichen Fokus:

Die Liste dieser Fragen ließe sich endlos weiterführen. Es beginnt mit ganz kleinen Dingen, wie der Blick aus dem Fenster und unsere Gedanken zum Wetter ("Boah, ist das wieder grau, da muss man ja schlechte Laune bekommen." oder "Heute mache ich es mir drinnen so richtig gemütlich.") und endet bei den großen Fragen des Lebens (wie z.B. der, ob wir an den Mangel glauben oder an die Fülle o.ä.).

Wichtig ist, denke ich, sich immer wieder klarzumachen, dass es zu jeder Antwort auf all diese Fragen immer auch mindestens eine andere Sicht gibt. Und es liegt bei uns selbst, welche für uns wahr sein soll.

  1. Edtih schreibt am 30. September 2008 um 06:51

    zuerst Blühen sie, dann welken sie.

  2. Marcy schreibt am 30. September 2008 um 07:14

    ... aber nur, weil sie dadurch Saat erzeugen, die dann bald wieder für "Blütennachschub" sorgt. :-)

  3. Hubert schreibt am 1. Oktober 2008 um 23:24

    Der Sommer geht vorbei,
    und all seine Lieder
    legen sich bis zum Mai
    zum Sterben nieder.

    Der Sommer geht vorüber,
    mit ihm ein Fetzen Leben,
    die Tage merklich trüber,
    das Herz schlägt leicht daneben.
    ...
    ...

    Der Sommer geht vorbei,
    doch dieses Sterben
    wird bald, wie nebenbei,
    ein Blühen werden.

    (K. Wecker)

  4. Selma7 schreibt am 3. Oktober 2008 um 10:48

    Es duftet als blühten die Blumen noch.
    Doch sie sind nicht zu sehen - der Wahnsinn
    hat der Liebe die Augen ausgestochen.

  5. Selma7 schreibt am 3. Oktober 2008 um 14:19

    Besser telefonieren - wie Monika (Im Sketch von Horst Evers).
    ;-)))

  6. Renate Heuer Loebel schreibt am 5. Oktober 2008 um 08:44

    Wenn man in der blühenden Blume schon die welkende voraussieht-
    übertragen - wenn Du in einer schönen jungen Frau die Greisin erkennst und sie trotzdem mit vollem Herzen in Deine Leben aufnimmst- dann hast Du die Liebe entdeckt.
    Alles ist dem zeitlichen Wandel unterworfen.
    Zwar kann man Altersprozesse durch entsprechende Lebensweise etwas verzögern, aber nie aufhalten.
    Die blühende Blume der Liebe verwelkt in ihrer Wahrheit und Echtheit nicht.

  7. Helmut schreibt am 5. Oktober 2008 um 08:52

    Konstruktives Denken ist für mich das Stichwort! So wie konstruktive Kritik nicht vernichtet, sondern Perspektiven aufzeigt, ist konstruktives Denken eine Anregung zum WeiterDenken! Ich bin ein Verfechter des konstuktiven Denkens. Es geht nicht nur um die Blume - konstruktives Denken gehört in den Berufs- und LebensAlltag! Danke für die Anregung, Tanja.

  8. Heidi schreibt am 5. Oktober 2008 um 09:49

    Aus Gitterstäben blicken zwei, die lang gefangen,
    der eine sieht den Straßenstaub, der andere Sterne prangen.

  9. Ursula Kruck-Hantschel schreibt am 5. Oktober 2008 um 09:50

    Hallo

    das Beispiel zeigt auch, aus einem weiteren Blickwinkel betrachtet, dass das Leben eine Welle darstellt - ein immerwährendes Auf & Ab. Wenn man dies verinnerlicht, weiß man, das nach dem Ab immer ein Auf kommen wird.

    Dies spiegelt sich gleichzeitig im Denken: Positiv Denken bedeutet für mich in kreativen Lösungsmöglichkeiten zu denken. Dies bedeutet: "Es gibt immer einen Weg und eine Lösung" für jedes Problem, das einfach nur eine neue Herausforderung ist, den Weg zu meistern und ihn einfach zu gehen, anzunehmen und loszulassen, sich zu freuen. :-)

    Schöne Grüße
    Ursula

  10. Dorli schreibt am 5. Oktober 2008 um 10:57

    Heute habe ich Menschen empfohlen, ein Danketagebuch zu schreiben.Schön ist, es sich dafür ein besonders schönes Buch zu kaufen oder selbst zu gestalten. Es ist einen Versuch wert, jeden Tag etwas hineinzuschreiben, wofür man dankbar sein kann. Dann entdeckt man plötzlich, dass der Tag nicht nur voll Arbeit und Stress war, sondern auch sehr schöne und wohltuende Momente hatte. Das beginnt beim morgendliche Kaffeeduft und der Sonne, die ins Zimmer scheint. Doch auch die dunklen Wolken, der Sturm und das Gweitter können faszinierend sein. Die Frage ist, wie das ganze Auf und Ab des Lebens denn nun schließlich endet, ob letztlich alles gut ausgeht oder nicht. Ich habe da eine klare Position, und kann deshalb alles mit Hoffnung betrachten.
    Allerdings hat das positive Denken eine Grenze, wo ich Unmenschlichkeit uns Grausamkeit wahrnehme. Im Konzentrationslager gibt es keine positiven Seiten zu sehen, da ist auchd er Sonnenschein blanker Hohn. Wenn Rechtsextreme einem Jugendlichen den Schädel kaputttreten, ist nas nur noch entsetzlich.
    Deshalb finde ich es wichtig, auch auf diese Grenzen positiven Denkens hinzuweisen und dann Aktivität gegen das Böse einzufordern.
    Ansonsten finde ich für die Sicht auf das ganze Auf und Ab hilfreich und ermutigend ein Gedicht von Rilke.

    Herbst

    Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
    als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
    sie fallen mit verneinender Gebärde.

    Und in den Nächten fällt die schwere Erde
    aus allen Sternen in die Einsamkeit.

    Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
    Und sieh dir andre an: es ist in allen.

    Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
    unendlich sanft in seinen Händen hält.

    Aus: Das Buch der Bilder

    Dorli

  11. Motivation Energie Veränderung schreibt am 5. Oktober 2008 um 10:57

    Hallo lieber Ralf,

    ein toller Beitrag zum positiven Denken! Danke dafür! :-)
    Es ist in der Tat ja nicht so, dass wir Positiv-Denker sagen: "Neeeeeee, das schlimme ist gar nicht da!! Guck, ich hab meine rosa Brille auf!! Lü lü lü!!" , sondern dass es darum geht, auf was lege ich meine Aufmerksamkeit?!

    Auf die berühmte Zahnpastatube, die schon wieder nicht zu ist? Oder darauf, wie wunderschön meine Frau ist, wenn vor dem Spiegel steht und sich die Haare kämmt?... Beides ist in dieser Situation da. Doch auf was lenke ich meine Aufmerksamkeit?! Welche Gefühle will ich erleben!?
    Wir alle machen unsere Gefühle selbst. Das ist eine Erkenntnis, an der keiner in seinem Leben vorbeikommt. Und wenn nicht in diesem, dann vielleicht im nächsten... ;-)
    Niemand anders ist verantwortlich für unsere Gefühle ausser uns selbst...

    Und wenn ich meine Gefühle selbst mache - und mir eh eins aussuchen muss/kann/will, dann wähle ich doch das, was mich gut fühlen macht?! Oder?! ;-)
    Alles andere macht einfach keinen Sinn!!
    Schlechte Gefühle machen in 99,9% keinen Sinn, sondern beruhen auf "Denkfehlern" und alten Mustern...
    Und diese Dinge kann jeder Mensch ändern--- ihr bietet hier auch eine Menge auf der Seite für Menschen an, die sich wirklich verändern wollen... das Wissen ist da, es ist sogar bezahlbar und oft umsonst...
    die Ausreden werden also langsam knapp... ;-)

    Und für alle, die eine Zeitlang mal geübt haben, ihren Blick auf die schönen Dinge im Leben zu lenken... ihr habt sicherlich gemerkt, dass die "negativen" Dinge irgendwie so langsam aus Eurer Realität verschwunden sind... Ihr habt einfach Eure Schwingungen durch den Fokus auf das Positive so weit erhöhen können, dass Ihr das Negative einfach "überschwungen" habt... :-)

    Dieses Prinzip (lenke Deine Aufmerksamkeit auf die schönen Dinge im Leben, dann erlebst Du noch mehr davon) ist so einfach, dass viele Menschen sich sträuben zu glauben, dass es wirklich so einfach sein kann... Ist es aber. ;-)

    Du wählst Deine Gefühle zu jeder Zeit selbst.
    Wie willst Du Dich heute fühlen?!?

    Einen wundervollen und glücklichen Sonntag für Dich! :-)

    André Loibl

  12. Rena Berger schreibt am 5. Oktober 2008 um 11:02

    Hallo Tanja,

    das ist ja wieder ein wundervolles Thema!! Danke dir. (Ich werde deinen Artikel mit deiner freundlichen Erlaubnis kopieren und ihn den Menschen in meiner Gruppe zeigen). Das gibt wieder ein neues schönes Gesprächsthema.

    Ich schau lieber nach den noch blühenden Blumen, als nach den verwelkenden. Und heute (bei dem Regen- und Sturmwetter erfreu ich mich an dem rot des Baumes mir fast gegenüber). Ich kann es mir auf dem Sofa soo richtig gemütlich machen, mein Buch zu Ende lesen, etwas handarbeiten, mein Perlen-Herz zu Ende machen. Ach das Leben kann sooo schööön sein, da muss ich mir nix miesepetriges reinziehen.

    Liebe sonntägliche Grüsse aus Bremen

  13. Motivation Energie Veränderung schreibt am 5. Oktober 2008 um 11:03

    @ Dorli...
    Eine kleine Ergänzung noch:
    Es gibt dieses wundervolle Buch von Thaddeus Golas "Der Erleuchtung ist es egal wie Du sie erlangst" (auch hier auf ZZL zu finden) und dort schreibt er:
    "Das Verführerische des Bösen liegt genau genau darin, dass es uns dazu verleiten will, es zu bekämpfen" ...

    Wenn Du "gegen Gewalt kämpfen" willst, dann macht das bei näherer Betrachtung nicht viel Sinn... natürlich ist vieles schlimm, doch wenn Du Dich auf die Stufe des Kampfes begibst, dann bist Du auf der selben Ebene wie die, die Du bekämpfst... und Du bringst dann keinen Frieden, sondern nur noch mehr Kampf...

    Frieden beginnt immer mit einem Lächeln... :-)

    Einen gesegneten Tag für Dich,

    André

  14. Dorli schreibt am 5. Oktober 2008 um 12:01

    Hallo, Andre,

    vielen Dank für den Hinweis. Auf die Ebene des kampfes möchte ich mich nicht begeben. Doch einfach hinehmen möchte ich das Böse auch nicht. Mir ist mal vor vielen Jahren die Erkenntnis aufgegangen: Die Gefahr des Bösen besteht darin, dass es einen selber böse macht. Das ist für mich der entscheidende Punkt.
    Ich halte es da eher mit jenem, dem Franziskus zugeschriebenen Gebet: "... dass ich Liebe über, wo man sich hasst." Das schließt für mich aber ein, dem rechtsextremen NPD-Kreisgruppenführer aus unserer Stadt deutlich,sachlich und nicht aggresiv zu signalisieren, dass sein Weg gefährlich ist für ihn und für andere. Er wird das erst einmal abwehren, ganz klar, aber vielleicht kommt er doch ins Nachdenken.
    Wenn jemand einen besseren Weg weiß, lerne ich gern davon.

    Einen gesegneten Tag, Dorli

  15. Roxymaus schreibt am 5. Oktober 2008 um 13:02

    ;-)) Das Leben ist eben KEIN Auf- und Ab...........wenn man konstruktiv denkt.

    Denn dann ist jedes "AB" schließlich auch ein "AUF" ;-) gell?? Mit dem richtigen kontruktiven Denken erkennt man dann plötzlich, daß es eigentlich gar kein "Abwärts" mehr gibt. Alles, alles ist ein Aufwärtsstreben...... schließlich liegt in jeder Niederlage auch eine neue Chance.

    In diesem Sinne, einen schönen Start in eine neue positive Woche.

  16. Helga schreibt am 5. Oktober 2008 um 14:03

    Ich würde noch einen Schritt weiter gehen: nur die Blüte welkt und auch das nur, damit die Frucht reifen kann. Das Welken ist also nur der Übergang in eine neue "Blüte". Schauen wir doch grad zur Zeit die schönen Hagebutten an - Früchte verwelter Rosen. Oder den kleinen Rest "Blüte", der uns bei jedem Obst, in das wir beißen zeigt, dass dieser saftige Apfel/Birne/Pflaume/.... dem Welken eines blühenden Baums zu verdanken ist.
    In diesem Sinn ein schönes "Erntedankfest" voll verwelkter Blüten ;-))

  17. Roswitha Heilmann-Stärke schreibt am 5. Oktober 2008 um 16:56

    Danke für die mittlerweile von mir mit Spannung und Neugierde erwarteten "Sonntags-Nachdenk-Grüße".
    Viele Gedanken regen zum Weiterdenken an.
    Übrigens war für mich die komische Zeichenfolge kaum richtig zu erkennen!!!Habe mehrfach falsche Ziffern eingegeben, irgendwann war es ein Raten.

  18. anne schreibt am 5. Oktober 2008 um 18:15

    ich fand den beitrag toll... er hat mir mut gemacht. denn gerade damit, die dinge positiver zu sehen, ohne schönrederei zu betreiben , habe ich große probleme... aber in dem beispiel mit dem wetter und dem drinnen gemütlich machen habe ich mich wieder erkannt- und zwar auf der seite der positivdenker!!!:-)Ausnahme in meinem fall!

  19. birdy schreibt am 5. Oktober 2008 um 18:58

    Es gibt kein schlechtes Wetter!
    Ich bin heute über die Ahrhöhen bei heftigem Wind 15 km gewandert. Alle 12 Wanderfreunde hatten wetterunabhängige Kleidung an.
    Bedenkt doch bitte ohne Regen würde keine Blume blühen.

    Die Verfärbungen des Laubes und die im Wind tanzenden Blätter - das war ein Hochgenuss - Ich spürte unendlich viel Dankbarkeit.

    Das ist jetzt wohl nicht direkt themabezogen, aber für mich totales "positives Erleben"!

    LG birdy

  20. christel schreibt am 6. Oktober 2008 um 05:38

    Hallo Tanja,

    der Artikel gefaellt mir s e h r gut.

    Auch ich spreche in Bildern, denn so verinnerlicht man sich diese viel besser.

    Grad das POSITIVE Denken, e s ist die Kraft der Gedanken, diese sollten wir uns v i e l mehr in den Vordergrund ruecken.

    Das HIER und JETZT b e w u s s t leben und g e n i e s sen.

    Einen schoenen Wochenanfang.

    Lieben Gruss

    Christel

  21. freundin schreibt am 6. Oktober 2008 um 05:44

    "Wichtig ist, denke ich, sich immer wieder klarzumachen, dass es zu jeder Antwort auf all diese Fragen immer auch mindestens eine andere Sicht gibt. Und es liegt bei uns selbst, welche für uns wahr sein soll."
    Das möchte ich für mich verinnerlichen, ich hoffe das dieser Gedanke in mir Wurzeln schlägt und wenn ich "schlecht" darauf bin, über eine Kritik, über ein Ärgernis zuviel nachdenke, das dieser Gedanke dann in mir hoch kommt.

  22. Motivation Energie Veränderung schreibt am 6. Oktober 2008 um 18:38

    Hallo liebe Dorli,

    ich verstehe genau, was in Dir vorgeht... was für ein Gefühl das ist...
    Und doch, solange Du "dagegen" gehst, bleibt es da. Ich weiss, dass es die schwerste Übung ist, aber wenn Du es so annehmen kannst, wie es ist, es lieben kannst, um es DANN zu verändern, dann hast Du "gewonnen" ;-)

    Ich kann Dir wirklich das Buch von Thaddeus Golas ans Herz legen, er beschreibt dieses Prinzip auf eine wundervolle Weise! :-)

    @ Roxymaus: Yippieh!!! :-)) Genau so ist es!!! Jede "Niederlage" ist eine Chance, denn es gibt kein Versagen. Nur das Lernen, wie etwas nicht funktioniert, um es dann beim Nächsten mal anders zu machen! :-)

    Euch allen einen wundervollen Montag abend!! :-)

    André

  23. leserin schreibt am 6. Oktober 2008 um 19:51

    Mir viel zu diesem Thema gleich ein:"Ist das Glas halb voll oder halb leer? Ein positiv Denker sagt halb voll die Gegenseite sagt halb leer.

  24. Eva schreibt am 9. Oktober 2008 um 05:54

    Guten Morgen,

    danke für das Thema - dieses positive Denken bzw. Refraimen hat schon was: die Energie folgt der Aufmerksamkeit

    ich habe ja immer "wimmerl" bekommen bei diesen ganzen Selbsthilfebüchern aus den USA a la "denken sie sich reich und schön und gesund". da stimmt was nicht.

    jetzt hab ich mich gefragt wieso ist das geheimnis auf allen bestsellerlisten die nummer 1. ich habe es gelesen und es ist viel Wahrheit dran.

    Nur, ich bekomme immer noch leichten Hautausschlag, wenn ich lese so werden alle "abs" "aufs". Ja natürlich ist jede Krise eine Chance, aber es ist eben auch eine Krise und das ist sch....

    ich möchte ein Mensch wie alle anderen sein mit allen Gefühlen, die zum Menschsein gehören und das sind auch unangenehme dabei. Ich will mir den Schmerz und die Angst nicht schön reden/denken müssen....

    und zum bösen: ich bekomme auch wimmerl, wenn mir wer sagt, alles hat einen sinn. es gibt dinge, wo ich/wir auch was tun sollten/müssten.....ich war lange zeit anhängerin der friedensbewegung aber seit jugoslawien sehe ich das anders

    schönen tag und danke für die vielen gedanken

  25. Susanne schreibt am 9. Oktober 2008 um 08:00

    Eure Newsletter sind einfach nur klasse und müssten eigentlich garnicht kommentiert werden! Lieber verinnerlichen und drüber nachdenken.

    In diesem Sinne ....

    einen herrlichen sonnigen Donnerstag!

  26. Selma7 schreibt am 9. Oktober 2008 um 20:27

    Stimmt, das Kommentieren birgt die Gefahr in sich, einzelne Kommentare in Bezug zueinander zu setzen ohne, dass eine ausreichende Erklärung dazukommt.
    Oder es sollte kein Bezug hergestellt werden.
    Vielleicht ist es besser einen Bezug deutlich zu machen.

  27. Mirko G. schreibt am 11. Oktober 2008 um 16:09

    Ich als Pessimist sehe das so:

    Das Beispiel mit der blühenden Blume zeigt nun einmal wie wir Menschen sind: Die negativen Gefühle stehen weit über den positiven und diesem Moment, wo man sich über die schönheit der Blume freut,ist einem doch schon wieder klar wie vergänglich alles ist.

  28. Günter schreibt am 13. Oktober 2008 um 14:23

    Man kann es ja gar nicht oft genug betonen - denn leider ist es einer der langwierigsten und haltbarsten sprachlichen Irrtümer:
    Das angloamerikanische "positive" hat viele Bedeutungen (bestimmt, definitiv, ausdrücklich, sicher, eindeutig, tatsächlich, faktisch, zustimmend - zuletzt auch "positiv" im übertragenen Sinn), ist aber nicht 1:1 kompatibel mit dem deutschen Wort "positiv", wie wir es zu verstehen gewohnt sind.
    Und leider ist der schlechte Ruf des "Thinking positive" auf dieses Missverständnis zurückzuführen, denn die Urväter dieser Denkschule (Hill und Peale) hatten nichts mit Schönfärberei und rosaroter Brille am Hut - es ging immer darum, sich klarzumachen, dass unser Denken Realität erzeugt. Und das funktioniert bekanntermaßen im Guten wie im Schlechten.
    Es ist schlussendlich nichts anderes als das gezielte Einsetzen der selbsterfüllenden Prohezeihung für "positive"(ha, da ist es wieder) Zwecke statt für selbstverursachtes Unheil.
    Ob sich der von mir gerne verwendete Begriff des "faktischen oder schöpferischen Denkens" jemals allgemein durchsetzen wird ...?

  29. Lina Christina Ajjane schreibt am 29. Oktober 2008 um 14:07

    Wenn die schoenen Blumen welken,
    Ist es die beste Zeit Kuehe zu melken.
    Pflanzen helfen uns das Leben zu geniessen.
    Das tolle ist sie fangen immer wieder an zu spriessen!
    Hoert auf den Regenwald zu toeten,
    Sonst geht eure gute Laune floeten!!!