Was wir denken…
Von Tania Konnerth • 35 Kommentare
"Das Glück im Leben hängt von den guten Gedanken ab, die man hat."
– Marc Aurel
Hier bei Zeit zu leben geht es uns immer wieder darum, nicht nur Denkanstöße zu vermitteln, sondern auch Praktisches. Also Tipps, Methoden und Ansätze, die man tatsächlich ausprobieren kann. Das Zitat dieser Woche bringt uns genau zu einer solch praktischen Sache.
Wenn es um Veränderungen im Leben geht, um Veränderungen der eigenen Befindlichkeit, dann liegt für uns der Schlüssel in unserer Gedankenwelt. Ob nun unsere Gefühle ursächlich unsere Gedanken auslösen oder ob unsere Gedanken unsere Gefühle auslösen ist eine Diskussion, die man endlos führen kann. Für uns steht fest: von dem, was wir denken, hängt ab, wie wir uns fühlen und auch, was wir tun. Unsere Gedanken zu verändern, kann deshalb unserer Ansicht nach nicht nur wesentlich dazu beitragen, dass wir unser Verhalten verändern, sondern es könnte sogar die entscheidende Voraussetzung sein.
Deshalb setzen wir für uns immer wieder genau da an: bei dem, was wir denken.
Auch wir tappen in die kleinen und großen Fallen des Lebens und ärgern uns, regen uns auf, geraten in Konflikte und Auseinandersetzungen oder wissen mal nicht weiter. Auch wir haben Ängste und Zweifel. Auch wir haben Tage, die grau sind und an denen alles irgendwie sinnlos erscheint. Auch wir haben noch so manches Päckchen aus der Vergangenheit mit uns herumzutragen und auch wir kennen Trauer und Schmerz.
Was uns hilft, ist Einfluss auf unsere Gedankenwelt zu nehmen. Wir versuchen, Negativschleifen zu durchbrechen, entmutigende Sätze, die wir denken, zu stoppen, schlechte Gedanken über andere oder die Welt zu beenden.
Wie wir das machen? Indem wir erst einmal versuchen, "Ja" denken und sagen. Ja zu den Gefühlen in uns, wie sie gerade sind. Ja im Sinne von Annahme. Also ja zu unserer Unzufriedenheit, ja zu unseren Sorgen, ja zu unserer Unlust. Ja zum Schmerz, ja zur Wut und ja zur Verzweiflung. Wir versuchen das zu fühlen, was in uns ist, denn für uns ist die Erkenntnis dessen was ist ein erster Schritt für neue Gedanken.
Auf der Grundlage eines Ja’s ist es möglich, Neues zu denken.
"Ja, es geht mir gerade nicht gut. Ich weiß aber, dass das morgen schon anders sein kann." oder "Ja, ich weiß im Moment nicht weiter, aber es gibt Menschen, die mir helfen können." oder "Ja, ich habe eine Dummheit gemacht, aber Fehler lassen sich wieder gerade rücken." oder "Ja, ich habe etwas verloren und der Schmerz ist groß. Aber ich lebe weiter und ich werde mit dem Schmerz leben lernen."
So vorzugehen, spart aus unserer Sicht kostbare Energie, die wir für die Gestaltung unseres Lebens nutzen können. Es gelingt uns nicht immer, aber immer öfter. Und Ihnen?





Die Anregung finde ich sehr gut und sinnvoll. Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass etwas besser wird oder sich sogar auflöst wenn ich es (freundlich)annehme. Und die viele Energie, die ich brauchte um dagegen anzupowern steht mir auch wieder zur Verfügung. Leider gelingt es mir noch nicht immer so und ich brauche öfter den ein oder anderen Anstoss von außen. Es ist aber schon selbstverständlicher geworden :)
Hallo, ich bin dabei zu lernen ein Problem an Gott abzugeben. Ich gebe das ab, was ich vorerst nicht lösen kann, oder keine Antwort habe.
Also zuerst ist auch das annehmen und dann auch das aushalten und spüren meiner Gefühle. Und die Hoffnung, dass es zum Besseren kommt
Dieses Zitat kenne ich sehr gut, ebenso Marc Aurel. Viele seiner Aussprüche haben mich schon zum Denken gebracht...
Das "Ja-Sagen" (Annehmen) gehört zum Leben. Es ist ein ständiger Kreislauf: Annehmen - Aushalten (oder auch Genießen, je nachdem) - Loslassen. Schmerz entsteht durch Blockade, Blockade in diesem Kreislauf der Energie. Auch ich spüre öfters diesen Schmerz, wenn ich ihn bemerke, dann erinnere ich mich immer wieder an diesen Kreislauf und nehme den Schmerz ersteinmal an. Ich fühle ihn und spüre die Gedanken auf, die dazu führen. Um meine Gedanken und die damit verbundenen Gefühle loslassen zu können, muss ich sie ersteinmal annehmen.
Deswegen kann ich jedem raten, sagt "Ja" zu euren Gefühlen, euren Gedanken, zu euch selber! Nehmt euch an, wie ihr seid, denn nur dann habt ihr genügend Engerie um eventuelle Schwächen zu stärken :-)
Alles Liebe!
etwas was mir immer hilft, wenn ich einen wirklich tiefen "hänger" habe: ich versuche bewußt an etwas positives zu denken. man kann ja nicht zwei gedanken gleichzeitig denken.
dadurch dass ich mich auf das positive konzentriere, wird das negative zumindest für eine weile aus meinem kopf verbannt. und ich fühle mich ein stückchen weit besser. je häufiger ich das mache, desto leichter fällt es mir dann.
nach einer weile geht es mir wirklich besser ... und kann mit den ursachen für den hänger ganz anders umgehen.
meine 2 cents
Ich bin doch kein Ja Sager.
Ich kann dem Beitrag nur zustimmen.
Frohe Ostern und Danke für Ihre Anregungen.
Eine kleine Ergänzung zu Ihren Leitgedanken hab ich noch -
statt:
Ja, es geht mir grad nicht gut, a b e r ich weiß, schon morgen kann es anders sein.
l i e b e r: ja, es geht mir grad nicht gut U N D ich weiß, schon morgen kann es anders sein.
Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich mir angewöhne, das Aber durch das Und zu ersetzen, werde ich gleich doppelt ruhiger und mindestens eine Tür mehr geht auf.
Schöne Grüsse, Birgit
Da ihr ja das praktische erwähnt. zwei kleine Übungen (die sich ganz schön auswachsen können) zu diesem Thema:
a. mal einen ganzen Tag lang, zu Angeboten "ja" sagen. (Gehen wir spazieren? Ja. sollen wir mal Pizza statt Marmeladebrot zum Frühstück essen? Ja.usw. ) Mal ausprobieren und sehen, was passiert. Falls es ab und zu anders rauskommt - einfach weiter machen.
b. Mal einen - anderen - Tag alles, was einem in den Sinn kommt, sofort erledigen und nicht verschieben und sei es die Steuererklärung...). Auch nicht 1/2 Stunde. Aufmerksam dafür sein, wieviel Zeit man spart, wenn man sich nicht mit diesen alltäglichen Widerständen aufhält.
Viel Spaß damit und fröhliche Ostern!
Susanna
Hallo liebe Tanja!
Vielen lieben Dank für den tollen Beitrag. Es ist in der Tat immer sehr hilfreich erst einmal ja zu dem zu sagen, was IST. Denn es ist ja sowieso da. Ob mir das nun passt oder nicht, irgendwie hab ich es ja in mein Leben geholt.
Wenn ich mich nun dagegen wehre, dann ist es als würde ich den Regen anschreien, wenn er fällt... ;-) Damit würde ich viel Energie verschwenden - und doch nichts verändern. Die Dinge sind erst einmal da - so wie der Regen. Wenn ich das für mich akzeptieren kann - ja sagen, zu dem, was ohnehin schon DA ist - dann habe ich viel mehr Power, um mich darum zu kümmern, wie ich aus dieser Situation wieder rauskomme... ;-))
Ich finde das Beispiel mit dem feststeckenden Auto immer ganz cool. Stell Dir mal vor, Du steckst mit Deinem Auto im Schlamm fest. Das ist erst einmal das, was IST. Du kannst jetzt natürlich zetern und schimpfen und mit dem Schicksal (und Gott und der ganzen Welt) hadern und Dich fragen:
Oh Gott, wie konnte das nur passieren!?
oder, genau so wenig hilfreich:
Wieso hab ich das wieder verbockt?!
Dieses Spiel kann man stundenlang spielen.
Doch der Wagen steckt dann immer noch im Schlamm... ;-)
Also macht es wirklich Sinn, die Situation einfach zu sehen, wie sie ist - um dann meine Energie dazu zu verwenden, eine Lösung zu finden und umzusetzen.
Frei übersetzt:
"Ja, ich stecke fest. Allright. Was kann ich tun, um wieder herauszukommen?!"
Spart unheimlich viel Zeit und Energie... ;-)
Und macht nebenbei auch viel mehr Spaß!! ;-)
Einen gesegneten Sonntag, fröhliche Ostern und alles Liebe! :-)
André Loibl
Ich habe den Mann veloren den ich liebe,
es ist schwer und ich weiß noch nicht wann es mir besser geht.
Es wird auch ohne ihn gehen, das weiß ich, aber der Schmerz ist so groß.
Hallo Martina, Ihr Beitrag, so kurz er war, hat mich angerührt.
Ich wünsche Ihnen starke Schultern und liebevolle Arme, die Sie halten und stützen in dieser schweren Zeit.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft
Ute
Hallo Martina!!
Ich kann Ihren Schmerz sehr gut verstehen!
Mir ist so was Ähnliches vor 3 ½ Jahren Passiert:
Der Schmerz war groß und ich konnte das alles nicht verstehen.
Ja, und dann kam es noch dazu, das dann noch viele andere Dinge
Passierten und ich nur dachte, was soll ich bloß aus dem ganzen lernen.
Oder was habe ich noch nicht begriffen, das es überhaupt kein endenimmt.
Aber eins muss ich sagen es waren immer Menschen
(ich habe sie Engel genannt), da die mir mit Gesprächen und Verständnis
auf den Weg geholfen haben und das hat mir die Kraft gegeben weiter zu machen.
Es kommt auch heute die Trauer noch hoch aber ich kann sie dann in Liebe wieder gehen
lassen. Das ganze hat mich gestärkt und etwas selbstbewusster gemacht.
Ich hoffe ich konnte Dir einen kleinen Trost geben.
Ich wünsche Dir alles Gute und trotz alle dem schöne Ostern.
Angela
Hallo an alle,
zunächst auch von mir an Martina alles alles Liebe. Die Wege des Lebens sind oft sehr sehr schmerzhaft und wir wissen erst am Ende wie wir alles einschätzen können.
Zu dem Beitrag des Ja Sagens: Ein Ja impliziert immer ein auf der anderen Seite stehendes Nein. Das ist es was das Leben immer so schwer macht, dieses Schwarz und weiß oder dieses ja und nein. Dadurch stehen wir ständig mit unserem Inneren in der Auseinandersetzung zwischen gut und böse, ja und nein. Doch in Wahrheit gibt es weder ein ja noch ein nein. Wir sind immer beides.Vielleicht ist das die Aufgabe überhaupt, zu erkennen dass wir in dieser dualen Welt mitten drin leben und nicht auf der ja oder nein Seite. Meiner Meinung nach muss ich weder etwas annehmen wenn ich das Gefühl von Ablehnung habe noch muss ich was ablehnen wenn es mir gut tut. Mein Grundsatz ist eigentlich nicht der des dauernden bejahens, sondern eher der, dass ich zulassen kann was der Mehrheit zum Wohle verhilft und ebenso Dinge ablehnen kann um zu erreichen dass es der Mehrheit wieder gut geht. Ich weiß schon dass der Gedanke war etwas mehr positives zuzulassen un deshalb weniger negativ zu denken. Also bewußter ja als positiver Gedankengang zu sehen. Trotzdem glaube ich nicht dass wir besonders viel positiv denken sollen und demzufolge weniger negativ. Wir müssen vielmehr lernen unsere Gefühle zu finden und das was sich wirklich gut anfühlt und was einen verhilft sich leichter zu fühlen zu erleben. Das Gegenteil dann eher nicht zu erleben. Aber im FAlle von Martina kann man doch nicht einfach sagen denk positiv und sag ja und alles wird leichter! Nein auch hier muss es sein dass Traurigkeit, Trauer, Wut über den Verlust, Angst und manchmal auch Zweifel am großen Ganzen zugelassen und ausgelebt werden und auch dann wenn es lange Zeit dauert....
Noch einmal alles Liebe an dieser Stelle für Martina
Hallo Eberhard!
Da hast Du recht, bei einem Verlust muss man einfach trauern.
Das gehört einfach zum Abschied nehmen dazu.
Meine Eltern sagten mir damals schieb es bei Seite und lebe dein Leben!!!!
Da habe ich auch nur gespürt das dieser Weg nicht meiner war. Mir war klar,
das ich Menschen zum Reden brauchte und die habe ich damals bekommen.
Jetzt nach 3 Jahren habe ich dann die Genugtuung bekommen und habe meine
Eltern die Trauer erleben sehen. Die brauchten genauso Menschen zum Reden.
Wie Du schon sagtest, man muss auf seine eigenen Gefühle hören und dann auch
dazu stehen. Bis dahin Angela.
Liebe Martina,ich wünsche Dir ganz viel Kraft,ich weiß es ist nicht leicht einen lieben Menschen zu verlieren,wo immer mehrEgoisten sich enwickeln,sei Dankbar das Du ihn hehabt hast,und gehe zu Gott,er ist immer präsent...
Lieben Dank für den wirlich guten Beitrag,für mich ist es auch nicht leicht es zu akzeptieren,die immer wieder schlechten Tage,ich werde es an morgen mal versuchen,meine Gedanken anders zu lenken...schöne Ostertage die Eva aus dem wolkigen Sauerland.
hallo Zusammen,
erst einmal ein frohes Osterfest, dass man bei so einem tollen Wetter doch nur geniessen kann.
Meine Devise lautet immer: "Immer wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her"
der ohnmacht zu begegnen ist für mich wie niemandsland zu betreten.entlassen aus gewohnheiten im dunkeln zu tappen.
das unvermeidbare hinzunehmen ,mich zu öffnen für das, was ist ,heißt für mich meinen freien willen entscheiden zu lassen, ja oder nein zu sagen.
und der schlüssel ist für mich immer die richtige frage-in dieser situation:
will ich weiter leben? die antwort ,je nach dem wie sie ausfällt,mobilisiert meine absicht-das ja ist es auch in diesem fall,was meine kräfte lenkt.die gefühle von trauer und schmerz sind gleichzeitig vorhanden und arbeiten sich ab.in diesem prozess bemerke ich die wichtigkeit der gedankenkontrolle.
will ich dankbar sein?-JA-aber wofür?und die weichen des gedankenflusses sind gestellt...
liebe tanja-extrem wichtige aufgabe für mich ,um mir auf die schliche zu kommen.
neben der glückselgkeit ist der schmerz immer auch da-das sehe ich schon auch so. nur dieser realistische blick fehlt mir zeitweise, deshalb gefühlsmässige abstürze-die immer weniger existenzgefährdend werden,wenn ich weniger gedankenverloren die qualität meines denkens im auge behalte.
frohe ostern-das leben in die eigenen hände nehmen - visionen erschaffen,ausdenken wie es sein könnte-trotzdem denken...was ich will und was ich kann.
in herzlicher verbundenheit mit euren interessanten beiträgen.
Hallo zusammen,
und Euch allen ein schönes Osterfest.
Ein guter Freund sagte bei Mißgeschicken oder unvorgergesehenen Ereignissen, die nicht wirklich Anlass zu Freudentaummel waren "Äha", ich sage dann manchmal "Auweia" und es liegt mir näher, als "ja" zu sagen. Es beinhaltet vielleicht einen Hauch von "gewünscht habe ich mir das nicht" und eine Prise "so ein Mist", vielleicht auch noch einen Löffel Selbstmitleid, bevor ich an die Ursachenforschung gehe.
Mir liegt das mehr und ich hebe mir das ja für die positiven Dinge uns Situationen auf.
Viele Grüße
Monika
Hallo zusammen,
egal was mir passiert ist, was ich aus meinem Leben verbannt habe - ich habe es immer konsequent getrennt betrachtet - (zuständig/verantwortlich - Opfer) wenn ich Dinge und Situationen nicht ändern konnte, dann war es an der Zeit meinen Blickwinkel zu ändern und Wege für mich zu suchen.
Ich war immer in Begleitung von Zeit zu Leben! Ich habe manche Bücher und viele Anregungen auf meinem Weg erhalten.
Heute kann ich rückblickend sagen - Geht Euren Weg - Es ist alles Kopfgesteuert - Glaubt an Euch - Freut Euch über kleine Schritte um dann sofort den nächst größeren anzugehen. Das macht stark!
Viele Grüße Sabine
Hallo liebe Lesegemeinde und auch von mir die besten Osterwünsche.
Die Gedanken steuern unser Leben und wir können überall hin gelangen, wohin uns unsere, durch die Gedanken gesteuerten Handlungen tragen.
Es ist wirklich manchmal schwer, wie uns die Schilderung von Martina gezeigt hat und die vielen sehr schönen gefühlvollen Beiträge dazu, den Verlust eines lieben Menschen zu erleben.
Nach meiner Erfahrung mit diesem Thema, heilt hier die Zeit die wirklich schlimmsten Wunden (kein dummer Spruch) und man lernt damit zu leben. Ich denke, dass Sie, Martina, auf dem richtigen Weg sind, wenn Sie mit vielen wohlwollenden und verständnisvollenden Menschen darüber reden/schreiben.
Nun verarbeitet jeder Mensch seine persönliche Trauer anders, und ich denke, dass man niemanden verurteilen sollte, der nicht "meinen Weg" geht.
Ich selbst bin in einer Umgebung aufgewachsen, in der solche Gedanken völlig fremd waren und ich habe mir dieses konstruktiv, positive Denken erst antrainieren müssen.
Weil wir ja in Gedanken innerlich sprechen, ist für mich das Angewöhnen einer neuen "inneren Denke" das gleiche, wie Fremdsprachentraining. Ich musste eine neuere innere Sprache erlernen.
Und ich muss es ein Leben lang üben.
Wenn jemand glaubt, es nach einem gelesenen Buch zu können, dann erinnert mich das sehr an den kürzesten Golfwitz. Der lautet: "Ich kann's!"
Deshalb lese, höre und sehe ich mir auch immer wieder die entsprechenden Angebote an, selbst, wenn es sich auf den ersten Blick um eine "Wiederholung" handelt.
Denn Wiederholungen gibt es für mich auch nicht, ich bin in jedem Moment ein "Weiterentwickelter" in einer neueren Lebenssituation.
Jürgen Gräbel
Hier fällt mir ein Zitat ein:
"Ein Baum der fällt, ist tausend mal lauter, als ein ganzer Wald der wächst!"
Unser Focus(gezielte Wahrnehmung) ist leider zu stark nur auf den fallenende Baum beschränkt.
Liebe Leser, wir sollten wieder lernen, auch den wachsenden Wald zu beachten!"
Viele Grüße,
Jens Schaprian
"Führe ganz und bleibe Mensch dabei!"
Ja sagen zu sich selbst und zu dem, was das Leben zu bieten hat, ist nicht immer leicht. Wir wünschen uns meist etwas, das wir aber kaum erreichen können. Ich habe gelernt,im Hinblick auf die kleinen Dingen des Lebens, wie z.B. das Wachstum der Natur, mein Denken zu leiten. Habe ich mal wieder den Kopf voll mit "sogenannten Problemen", gehen ich in die Natur hinaus und bewundere, was die Natur uns dort schenkt. Danach geht es mir entschieden besser.
Liebe Martina, dein Verlust ist schlimm. Gerade den liebsten Menschen an seiner Seite zu verlieren ist furchtbar. Es wird dauern, das weist du, aber die Sonne scheint auch für dich.
Höchstwahrscheinlich bist du nicht alleine und deine Familie wird dir die Stärke geben, die du brauchst.
Aber nimm dich wichtig und höre auf deine Gefühle. Das gehört dazu und wird dir helfen.
Allen anderen, die Ja zu sich und dem Leben sagen, noch ein schönes Osterfest.
( Aus christlicher Sicht ist das Osterfest ja wie geschaffen um die Dinge des Lebens positiv zu betrachten)
Hallo, Ihr alle, die sich darüber Gedanken machen, ich selbst bin jemand, der anderen die eine oder andere Unterstützung gibt, aber auch mir passiert es, dass ich einfach nicht aus der tretnühle herauskomme. Ich habe die Liebe meines Lebens gefunden, aber durch meine Dummheit hat sie sich von mir getrennt. Obwohl ich weiß, dass sie mich noch immer liebt, komme ich nicht weiter. MAnchmal hilft kein positives Denken, da ist mir einfach zum Heulen zumute. Da helfen noch nicht mal all die Sprüche, die Gedanken und das Positive, das ich alles kenne, da ist einfach eine Mauer, die mich umgibt und ich finde nicht heraus. Schon über ein Jahr trauere ich, arbeite an mir und habe Erfolge in geschäftlicher Hinsicht, aber ich ziehe mich immer wieder zurück, um allein zu sein. Diese Liebe zu ihr nimmt kein Ende und irgenwie mache ich alles falsch, Ich weiß, morgen geht es besser, nur hilft mir das jetzt nicht. Da hilft nur abwarten. Es ist so, dass ich hoffe, und die Hoffnung ist das einzige, was bleibt. Aber ich habe immer den Focus auf die Erfüllung der Hoffnung. Manchmal ist das Schreiben der Geanken auch hilfreich, wie ich gerade feststelle. Danke Tanja, etwas Gutes hat dein Blog ja erreicht.
Jürgen
Hallo Frau Konnerth,
ich bin absolut Ihrer Meinung, daß nur durch akzeptieren der eigenen Gefühle ich mich mit Ihnen anfreunden kann. Sie zu bekämpfen, macht es nur schlimmer. Das ist aber der zweite Schritt, der erste Schritt ist, die Gefühle erst einmal überhaupt wahrzunehmen (ist auch nicht selbstverständlich)...
liebe Gruesse,
fumante
Hallo miteinander,
das Annehmen von Gefühlen und Gedanken ist gerade ein ganz grosses Thema in meinem Leben. Gewohnt, immer das brave, liebe, angepasste Mädchen zu sein, kämpfe ich nun seit geraumer Zeit, mir auch die anderen Gefühle, wie Ärger, Wut, Abneigung und Durchsetzungsvermögen zuzulassen.
Das ist gar nicht einfach, und oft kann ich gar nicht mehr positiv denken vor Schuldgefühlen.
Aber ich hoffe, dass es doch mit der Zeit klappt, alle Seiten von mir zu integrieren und zu akzeptieren.
Liebe Grüße,
Marion
Guten Morgen alle!
Mit einem Ja, nimmt man auch dem Gegenüber oder dem Gegner den Wind aus den Segeln.
Oft ist es so das sich die andere Seite genußvoll bereit macht uns auf unsere Fehler hinzuweisen, es zu genießen das wir eben einen Fehler gemacht habe.
Dieses Austeilen von Argumenten und Gegenargumenten ist sinnlos verschwendete Enegie.
Mit ein Ja - ich war`s - oder - Ja das habe ich gemacht weil ich es nicht besser wusste usw. .. - rückt die konstruktive Lösung näher, anstatt uns aufzureiben.
Wünsche eine schöne Woche.
Einige der Beiträge stimmen mich etwas nachdenklich. Ich denke nicht, dass es hier um reines "positives Denken" geht. Das "Ja-Sagen" bezieht sich auf das Ja-Sagen zu seinen Gefühlen! Ob sie nun positiv oder negativ sind. In erster Linie geht es doch darum, seine Gefühle wahr zu nehmen. Wenn man sich schlecht fühlt und mit aller Macht versucht zu Lächeln und sich immer wieder sagt: alles ist gut, dann verdrängt man nur. Und das macht es auf lange Sicht gesehen schlimmer. Denn die Gefühle sind da, und im Untergrund agieren sie, was uns mit der Zeit immer mehr mitnimmt und runter zieht...
Deswegen, meine Erfahrung - und die kann ich nur jedem raten-: Gefühle wahr nehmen, die akzeptieren, raus lassen und wenn man soweit ist, loslassen. Nur so kann man schlechte Gefühle auflösen und auf lange Sicht gesehen glücklich werden...
Eine schöne sonnige Woche euch allen!
Ja ich habe eine Dummheit gemacht. Ich habe die Briefe von der Bank nicht rechtzeitig geöffnet und nicht beachtet. Das war ein großer Fehler. Aber jetzt ist es so wie es ist. Auch auf den Brief meiner Kundenbetreuerin habe ich seltsamerweise auch nicht reagiert, obwohl er in der Ablage lag. Ich weiß auch nicht, wieso ich das gemacht habe und wieso ich das so ignoriert habe. Es tut mir selbst sehr weh, dass ich mir selbst so geschadet habe.
Aber jetzt ist es so wie es ist und ich übernehme die volle Verantwortung dafür und schaue nach vorn. Ich sehe es als großen Anstoß, mich jetzt wirklich auf die Dinge zu konzentrieren, die wichtig sind, auch wenn sie mit so unangenehmen Dingen wie Geld und Vorausschau zu tun haben. Es ist jetzt für mich noch mehr Motivation, eine Anstellung zu finden und mich zu bewerben und nächste Woche auf die JobMesse zu fahren, damit ich auch die monatlichen Rückforderungen zahlen kann.
Ich weiß, dass es Menschen gibt, die mir helfen können. Ich werde einen Termin bei der Schuldnerberatung machen und weitere Informationen einholen, wie und wann ich meine Schulden zurückzahlen kann.
Ich werde rechtzeitig Hilfe annehmen und das, was ich nicht verstehe, wovor ich mich verstecke, mit anderen Menschen besprechen, um es verstehen zu können.
So, es geht mir jetzt schon besser.
Hier jetzt der ganze Wall an Wust und Überzeugungen, die mir echt die Kraft rauben, sobald ich nicht aufpasse und mich verliere: du schaffst das nie, du bist ein loser, du bist nichts wert, du wirst nie dazugehören, du bist nutzlos, es ist hoffnungslos.
Da weiß ich, kann ich immer nur wieder meine positiven Gedanken dagegen setzen und mit Gott sein. Was schon viel innere Arbeit ist, allein dieses "Es ist ja hoffnungslos" hat so eine große Anziehungskraft.
Und dann sind da so viele Gefühle, die ich nicht mehr ändern kann, wo ich nicht weiß, was ich damit machen soll??? und wo es mir schwer fällt, diese anzunehmen und Verantwortung dafür zu übernehmen.
Wut auf meine eltern, dass sie selber beruflich nie erfolgreich waren, wut darauf, dass sie mir nie beigebracht haben, wie man mit Geld umgeht, Wut auf mich selber, dass ich als Heranwachsende mir so wenig Gedanken um meine Zukunft gemacht habe, Geld verschwendet habe wo ich hätte prima sparen können für mein Studium. Und dann während des Studiums, mir 2 Studienkredite aufgehalst habe und trotz nebenbei arbeiten nie was zurückgelegt habe für die Rückzahlungen. Ich bin echt wütend auf mich selbst, dass ich mich da so reingeritten habe.
Gerne würde ich es auf jemanden schieben, meine Eltern, die Gesellschaft, die Banken, das Leben!
Ach, ich sehe, es fällt mir schwer, das anzunehmen, das ich selbst das alles so gemacht habe. Ich sehe immer nur, wie sehr ich mir gewünscht habe, dass da jemand da gewesen wäre, der mich damals hätte beraten können und mir zur Seite gestanden wäre - meine Eltern konnte ich ja dazu auch nie befragen.
Das tut halt echt weh, zu sehen, dass da niemand war, den ich um Hilfe bitten konnte.
Da bleibt immer nur die Frage, warum war da niemand für mich da? Habe ich die Hilfe damals nicht sehen können? Wieso werden mir erst jetzt die Augen geöffnet? Irgendwo in mir sehe ich nicht ein, dafür die Verantwortung zu übernehmen. Da ist nur Bitterkeit über das Leben da und dessen Ungerechtigkeit.
Vielleicht kann jemand etwas dazu sagen?
Der Beitrag ist sehr gut ! Und nicht vergessen : wenn man JA sagt sollte man ehrlich zu sich sein - und nicht nur nett!! JA sagen heisst, sich so lieben wie man ist, und das Problem das man hat, gehört auch zu dieser Liebe !
Mir hat der Beitrag sehr geholfen, auch durch die Schlichtheit der Maßnahme. Dadurch bin ich mir bewusst geworden, wie sehr ich oft im Widerstreit mit mir selbst und den unterschiedlichen Lebenssituationen liege. In meiner Vergangenheit "sollte" ich bestimmte Gefühle oder Probleme nicht haben, man "hatte sie einfach nicht". Durch das Ja-sagen zu dem, was ist, entspannt sich tatsächlich vieles in mir und die Kraft wird frei, mit dem umzugehen, was gerade ist, da die Bewertung, dass es eigentlich nicht existieren sollte, wegfällt. Stattdessen kann ich erstmal nachschauen, was denn eigentlich los ist, dadurch wird die Sache ziemlich konkret und meist auch handhabbar.
Ein bisschen kommt diese ablehnende Einstellung für mich auch noch in dem Beitrag durch, wenn davon gesprochen wird, dass "auch wir manchmal in die Fallen des Lebens tappen...". Das erschafft das Gefühl, man sollte im Leben in keine Fallen tappen oder es sollte diese grauen Tage nicht geben, aber vielleicht ist das Leben einfach so und der Wunsch nach dem ewigen Glücklichsein eine Illusion?
Hallo an alle Schreiber/innen,
seid letzter Woche lese ich ein Buch, welches ich eigentlich nicht unbedingt haben wollte. Leider habe ich mich geirrt, es ist wieder einmal genau das richtige.
Mir werden jetzt meine ganzen Überlebemnsstrategien vieler Jahre sehr bewusst!
(der weg zur inneren Freiheit von robert hartzema)
Ich selber habe "Ja" gesagt zu meiner eigens kreierten Sandburg und dachte, ich sei stark, da ich das Dilemma vieler Jahre doch ganz gut überstanden habe...dachte ich!
Nun ja...Ehrlichkeit ist und war für mich schon fast ein Heiligtum, solange ich sie mit dem Kopf äußern und leben konnte.
Seit einigen Jahren behaupte ich, dass z.B. Affirmationen Blödsinn sind, solange man nicht mit dem Gefühl dahinter steht, das gilt auch für Gebete etc.
Also theoretisch wusste ich "meine Wahrheit" schon lange...doch möglichst nur an der Oberfläche...bloß nicht zu tief "tauchen"...mir könnte ja die Luft ausgehen.
Ich hoffe ihr wisst, was ich meine!?
Ja sagen...und es auch ehrlich fühlen ist wichtig. Aber auch nein sagen, wenn es das Gefühl äußert, um sich selber (Spiegel) und anderen ehrlich in die Augen sehen zu können!
Herzliche Grüße
und wieder einmal "Ganz viel Mut und Möglichkeiten, euch selber gut und gerne zu leben"
(nicht nur überleben)
Sylke
Hallo in die Runde,
Mitte der 90er kam ich häufiger mit Anregungen zum positiven Denken in Kontakt. Dies hat mir nicht nur die Augen geöffnet, wieviel Möglichkeiten -und damit auch Verantwortung- jeder hat und dass jeder selbst für die Qualität seiner Gedanken ein "Pilot" kann. Das Leben, dass man JETZT hat, ist ein Spielgel der Entscheidungen, die man zuvor getroffen hat. Und leider auch der Entscheidungen, die man nicht getroffen hat. Weil dann Dritte ins Steuer greifen...
Und - wie Ralf richtig erwähnt, man ist nicht gefeit vor den dunklen Stunden und Tagen, aber man kommt schneller wieder ans Licht, wenn man sich erinnert, wie die Spiel- (Denk-) -Regeln funktionieren.
Gebt was ab von euren guten Gedanken !
Einen sonnigen Tag wünscht
Marion
Hallo Herr Senftleben,
das, was Sie schreiben, stimmt im Wesentlichen mit den neuesten Erkenntnissen der "Stressbewältigung durch die Übung der Achtsamkeit"(MBSR) überein. Denn: Erst, wenn es uns - durch ständiges Üben- gelingt, unsere Gedanken neutral zu beobachten, also uns " quasi wie ein Beobachter hinter sie stellen", gelangen wir zunehmend in die Lage, uns von diesem "Autopiloten " in uns zu befreien und negative Gdanken- und Grübelketten zu erkennen. Wir sind ihnen dann nicht mehr ausgeliefert, sondern können sie beobachten wie einen Film- in dem wir ja auch nur Beobachter sind. Dazu sagt der indische Philosoph Goenka: "Jede geistige Unreinheit verliert an Stärke wenn man sie beobachtet. Sie wird schwächer und verschwindet ganz". Also: nicht durch "Aufrüsten" unserer alt-eingefahrenen Muster und Ich- Leistungen können wir Einfluß auf unsere Gedanken, Emotionen und Handlungen nachhaltig nehmen ( wobei Ich-Stärke zum täglichen Leben und auch zum " Einüben" durchaus notwendig ist), sondern durch die tägliche Übung des Nicht- Bewertens, der Neugierde und des Anfängergeistes, der Gelassenheit und Akteptanz und des Loslassen alter Muster. Das bedeutet dann durchaus, auch schmerzhafte Erfahrungen sich wieder ansehen zu müssen- aber nur durch Hinschauen kann ich Einfluß nehmen. Und das ist die gute Nachricht: dadaurch habe ich die Möglichkeit der zunehmenden Selbstbestimmung und brauche nicht zu warten, bis " ein anderer" für mich entscheidet. Denn: Wir können uns in diesem Leben durch nicht und niemanden letztendlich vertrten lassen.
Liebe Grüße
Wolfgang Caspari
Der Artikel "Was wir denken..." von Tania stimmt mich sehr nachdenklich.
Ich stecke gerade mal wieder in einer Krise, dass ich mich selbst klein und fertig mache. Die negativen Gedanken in meinem Kopf, dieser eigene innere Kritiker in mir, ist mal wieder RIESENGROSS und ich kämpfe und kämpfe und kämpfe und versuche ihn zu vernichten, aber er gibt einfach keine Ruhe. Das ist so unheimlich anstrengend!!!! Es macht mich physisch und psychisch so fertig.
Da schwirren hunderttausend negative Gedanken in meinem Kopf, ich komme einfach nicht zur Ruhe. Das macht mich dann wiederum so wütend, weil ich es einfach nicht schaffe, dagegen anzukämpfen, diese negativen Gedanken und Gefühle zum Schweigen zu bringen. Das ist wie eine Spirale, wie ein Teufelskreis. Und das Schlimme ist, dass ich in solchen Phasen nur noch Schwarz sehe, mich als nicht liebenswerten, als minderwertigen Menschen wahrnehme, der sich selbst nicht so im Griff hat, aus diesem Tief rauszukommen und seine Gedanken und Gefühle im Griff hat.
Nun frage ich mich, ob ich vielleicht damit aufhören sollte, gegen all dies anzukämpfen und als ersten Schritt, diese negative Seite als Teil von mir zu akzeptieren?!?!?!
Wo ich dann beim Thema des Artikels angelangt wäre, sprich:
Vielleicht sollte ich als erstes JA sagen zu dieser negativen Seite an mir???? Vielleicht würde es mir dann besser gehen und ich hätte mehr Energie für die wirklich wichtigen Dinge und vielleicht wären dann die negativen Gedanken auch gar nicht mehr so präsent?!?!?!
Das Problem ist nur....es sagt sich so leicht, einfach JA dazu zu sagen....ich weiß nur irgendwie gar nicht, wie mir das gelingen soll. Wie soll man zu einer Charaktereigenschaft, zu einem Wesenszug von einem JA sagen, den man selbst nicht an sich mag??????? Tja, keine Ahnung. Ich hoffe aber, dass ich im Laufe der Zeit eine Antwort dazu finden werde.
Oder vielleicht habt ihr ein paar wertvolle Tipps für mich.
lg, Wiebke
Ja...UND, klingt nach Fortsetzen in Akzeptanz, positiver werden wollen, optimistischer als vorher, weiter wollen, "Ich glaube dran!", an.
Ja...ABER, hört sich nach Überwindung, "muss ja!", wird schon irgendwie gehen", ein leiser Zweifel ,"na, ob das gut geht?",an.
Das in Kürze sind meine Gedanken zu Ja, aber und zu Ja, und.
Danke
Anne