Machen Sie sich auch ständig Sorgen?
Von Tania Konnerth • 25 Kommentare
“Guten Morgen, liebe Sorgen, seid Ihr auch schon alle da?”
– Liedzeile von Jürgen von der Lippe
Sorgen sind enorme Kraftfresser. Sorgen um die Kinder oder andere Familienmitglieder. Sorgen um Haustiere. Sorgen um die Gesundheit. Sorgen um den Job. Sorgen um die Zukunft. Sorgen um die Finanzen. Und… und… und…
Das Perfide an Sorgen ist, dass sie sich vermehren, wenn wir unseren Fokus zu sehr auf sie richten. Wenn wir uns sorgen, machen wir uns Gedanken über etwas, das noch nicht eingetreten ist, etwas, das in der Zukunft liegt. Und weil es eben noch nicht da ist, haben wir auch keine Chance es tatsächlich zu lösen. Und wenn wir schon einmal dabei sind, uns Sorgen über eine Sache zu machen, dann finden wir ganz oft gleich noch ein Dutzend anderer Bereiche in unserem Leben, über die wir uns auch sorgen können. Und so entsteht schnell ein massiv drückender Sorgenberg.
Wenn wir uns Sorgen machen, drehen wir uns oft im Kreis und das immer und immer wieder. Und das ist es auch, was so viel Energie kostet: wir können mit der Energie nicht wirklich etwas erreichen.
Was also tun?
Gehen Sie mit Ihren Sorgen schriftlich um. Nehmen Sie sich Stift und Papier und notieren Sie Ihre Sorge(n). Formulieren Sie ganz klar, was der Grund Ihrer Sorge ist und welche Bilder Sie für die Zukunft sehen, die Ihnen Sorgen machen. Notieren Sie auch Begleitsorgen, die Ihnen zusätzlich in den Sinn kommen.
Wenn Sie alles klar auf dem Papier zu stehen haben, können Sie sich nun fragen, was Sie konkret tun können, um einen negativen Ausgang unwahrscheinlicher zu machen. Beantworten Sie z.B. folgende Fragen:
- Was habe ich schon getan, damit xyz nicht eintrifft?
- Halte ich meine Entscheidungen, die ich bisher in der Sache getroffen habe, für richtig oder möchte ich etwas anderes tun?
- Was kann ich z.B. noch anderes tun, damit xyz nicht eintrifft?
- Weiß ich genug, um entscheiden zu können, was getan werden muss?
- Wo kann ich Informationen erhalten, um die Situation besser einschätzen zu können?
- Wen kann ich um Rat und Hilfe bitten?
Mit solchen Fragen holen Sie sich selbst aus dem Zukunftsdenken in die Gegenwart. Das ist wichtig, weil Sie nur hier etwas tun können. Ob Sie z.B. irgendwann an einer schweren Krankheit leiden werden, können Sie jetzt nicht wissen. Sie können nur versuchen, sich gesund zu ernähren, sich ausreichend zu bewegen und genug zu schlafen. Sie können heute nicht wissen, ob Sie tatsächlich Ihren Job verlieren, aber wenn Sie das befürchten, können Sie heute Entscheidungen treffen, mit denen Sie sich z.B. zusätzliche Fähigkeiten aneignen oder Sie schauen sich schon einmal auf dem Arbeitsmarkt um.
Sorgen lähmen uns und machen uns passiv. Das kostet sehr viel Kraft und frisst einen auf. Versuchen Sie deshalb, Ihre Sorgen aktiv anzugehen, indem Sie sich selbst mit ausreichend Wissen über die jeweilige Sache versorgen, indem Sie andere um Rat fragen und sich helfen lassen.
Und wenn Sie all das bearbeiten haben, gilt es loszulassen. Wir können unsere Sorgen nicht jetzt lösen und DAS ist wahrscheinlich das Entscheidende, das es zu akzeptieren gilt. Wir können alles Menschenmögliche tun, um das Schlimme, das wir befürchten, so unwahrscheinlich wie möglich zu machen – aber wir können nicht alles verhindern. Manches, das uns Sorgen macht, wird eintreffen, egal, was wir tun, vieles aber wird sich einfach in Luft auflösen. Und manches wird sogar besser werden, als wir es uns jetzt erträumt haben. Wichtig ist immer wieder, ins Hier und Jetzt zurückzukehren, um hier und jetzt handlungsfähig zu bleiben.





Sorgen sind wohl eine Nuance des Schattens, der unser Leben begleitet und einfach zu ihm gehört. Sie lernen uns die Sonnenseite des Lebens zu lieben.
Wenn man in einem Netzwerk von vielseitigen Beziehungen in Familie, Freunden, Nachbarn, Kollegen bei der Arbeit unterwegs ist, ist man miteinbezogen in anderer Menschen Leben. Das Wort Sorgen kommt in Sorgfalt, sorgsam vor, also in Ausdrücken, die den Umgang mit Menschen beschreiben.
Meine schwierigste Zeit mit Sorgen war als die Söhne zwischen Ausbildung, der Ältere, und Schulanfang, der Jüngere, steckte. Die Gesundheit meines Mannes weniger gut wurde und alle unsere 4 Senioren nach dem plötzlichen meines Vaters der Hilfe bedurften und ich selber gleichzeitig an einem schmerzhaften Leiden erkrankte.
Ich erfuhr Sorgenzeiten immer als die kreativsten Momente in meinem Leben, im wahrsten Sinn des Wortes. Dann wird in mir der Wunsch künstlerisch tätig zu sein so gross, dass jedesmal ein Werk mit Tiefe entsteht. Bilder, Modekreationen, Werke gemeinsam mit anderen Menschen.
Dies löst mich von den einzelnen Sorgen und ich kann sie besser aus einer weniger emotionalen Distanz angehen, die mich sonst in eine Enge und Aussichtslosigkeit treibt.
Aussensicht bringt einsichten und Lösungswege.
Am Anfang dieser sehr schlimmen Sorgenzeit wurde mir klar, dass ich, wenn ich nicht mehr schlafen kann, niemandem geholfen ist und ich dabei noch mehr krank werde.
So baute ich mir in meinen Gedanken eine Kommode mit drei Schubladen unten und zwei kleinen oben.
Jeden Abend legte ich die Sorgen des Tages in diese Schubladen ab, um den Tag abzuschliessen, oben die leichten unten die schweren, damit die Kommode nicht aus der Balance kam – und in die kleinen Schubladen kam das was am Tag Freude war.
Am Morgen begann der Tag neu, die Kommode blieb zu, eine jede Aufgabe, jede Freude war neu.
Am Abend wurde die Kommode geöffnet, immer öfter waren die Sorgen die gleichen, jedoch nicht grösser. Dafür waren die kleinen Schubladen mit der Zeit zu klein, um die Freuden des Tages in ihrer einzigartigen Verschiedenheit aufzunehmen. Sie ersetzten zunehmend den Inhalt der obersten grossen Schublade.
Die Freuden bestanden aus dem Einbeziehen anderer Menschen, um die Aufgaben lösen zu können.
Ich lernte über die ganze Zeit, dass erstens nicht ich Schuld bin an den Umständen bei den Eltern und Tanten. Und dass ich nicht allein alles tun muss. Dass sie selber mittun sollen, mit ihrer grossen Lebenserfahrung Wege zu finden, ihr eigenes Leben zu gestalten.
Menschen zu finden, die sie dabei unterstützen und damit neuen Ideen des Wohnens, der Bewältigung des Alltags die Türen zu öffnen. So dass wir alle wieder atmen konnten.
Die Kommode ist Geschichte – ich schliesse heute meinen Tag mit Lesen und Schreiben ab. Suche mir ein Zitat das zum Tag passt. Lege meine Arbeit für den Morgen bereit und gehe so ganz beruhigt schlafen.
Jeder Tag ist neu – das ist wohl die grösste Erfahrung.
Guten Morgen, wie schön, jeden Sonntag die praktische Anleitung zu erhalten, wie das Leben immer einfacher und leichter wird. Eigentlich ist es ja ganz einfach, nur unser Denken macht es kompliziert.
Nun wünsche ich erhülsame und erfüllte Ferientage und freue mich auf den nächsten Newsletter. Herzlichst Katharina
"Life is the physical reflection
of what you think about yourself"
Mit Sorgen mache ich *nichts*. Ich gehe emotional in sie hinein und lasse sie *sein*. Das fühlt sich zunächst nicht immer so richtig toll an. Meist nach einer kurzen Weile ist das "Scheißgefühl" jedoch wie weggeblasen, und ich kann mit der jeweiligen Situation umgehen, was mir vorher nicht möglich war.
Dies ist der einzige Weg, den ich bislang gefunden habe, der immer und sicher funktioniert. Dafür muß ich nichts wissen, mich einfach nur in die Sorgen und Ängste hinein begeben und sie als Teil von mir annehmen.
Bei "dickeren Hunden" nehme ich halt mehrere Anläufe. Jedes mal erlöse ich wieder ein Stück davon, bis kein Widerstand mehr da ist gegen das, was IST. Ein Zustand der "Supraleitfähigkeit" stellt sich ein. Wundervoll.
Vielen Dank, viele liebe Grüße *INGO* :-)
Hallo,
ich wünsche allen einen guten Morgen.
Gerade heute kamen diese Zeilen für mich im richtigen Augenblick.
Gestern hat mein Sohn (26 Jahre) mir gesagt, dass man eine gesundheitliche Störung bei ihm festgestellt hat, die zwar nicht unmittelbar bedrohlich ist, aber dazu führt, dass er auf Dauer Medikamente einnehmen soll (bis an sein Lebensende, meinte der Arzt).
Als Mutter mache ich mir Sorgen, wie es für ihn weitergehen wird. Es hat mich die halbe Nacht umgetrieben.
Das zusätzliche Problem ist ja, dass ich nichts tun kann.
Beträfe es mich selber, könnte ich Entscheidungen treffen, Änderungen in Angriff nehmen.
Aber in dieser Situation kann ich nur _hoffen_, dass die Angelegenheit sich nicht negativ weiterentwickelt.
Das macht mir im Moment großen Kummer.
Trotzdem werde ich versuchen, die Situation für mich zu bewältigen, indem ich auf die obige Strategie zurückgreife.
Herzlichen Gruß, Sibille
Guten Morgen,
ist es nicht so, dass unsere Sorgen schlicht unsere Ängste widerspiegeln? Bringe ich meiner Tochter meine Sorgen zum Ausdruck, dann belaste ich sie mit meinen Ängsten anstatt ihr Mut und Kraft und Zuversicht zu geben, dass ich Vertrauen in sie und in ihr Tun habe.
Also - kümmert Euch um Eure Ängste. Schaut nach, woher sie kommen und befreit Euch davon.
Unsere Kinder und Partner profitieren davon. Und in erste Linie natürlich wir selbst.
Noch einen wunerschönen Sonntag!!
Good Morning,
I always look forward to your wisdom on a Sunday morning.
This morning while I was walking my dog I met an ex patient of mine whom I lost contact with over the years. The dear lady has breast cancer but her look of happiness shone on her eyes when she saw me. This is a lady with heavy worries. She told me that her family and friends are very supportive which shows your that sharing your burdens amongst your loved ones helps to lessen your troubles.
Thank you for your great life wisdom which I always use and pass on to my patients.
Best regards
Dr.Celeste Fabrie
Guten Morgen und Danke für den Text.
Um dies zu vermeiden, ist es für mich wichtig, immer im Hier und Jetzt zu leben, dann kann ich mir Vieles ersparen.
Ihnen wünsche ich eine gute Zeit - alles Liebe
Ute M. Mertes
Hallo!
Wie so oft bin ich auch heute wieder auf eines MEINER Themen aufmerksam geworden. Vielen Dank für die Ausführung und Tips! Kann ich gut gebrauchen und vor allem sofort umsetzen.
Alles liebe Sabine
Ich möchte mich ganz herzlich für die wunderbaren Zeilen bei Susanne Haller bedanken.
Das "Schubladen-System" für Sorgen und Freuden finde ich fantastisch. Ich werde es ab sofort in meine Leben integrieren. Danke auch für alle anderen Tipps.
Wünsche allen schöne Ferien und einen schönen Urlaub.
Freue mich schon auf den nächsten Newsletter im August.
Alles Liebe
Günter
Das mit der Kommode gefällt mir gut,weiß nicht wie ich es umsetzen soll.....so, wie Barbara Mielke...schaut auf eure Sorgen und befreit Euch ??? Soll das vorschlag sein?Es gibt Sachen im Leben,die möchte man gerne beinflussen und man kann es nicht! uns können weder Familie noch Freunde helfen,nicht mal wir uns selber! Wir leben seit fast 20 jahren in Bayern, sind aus Berlin,sowie alle Freunde, Familie, selbst die Tochter ist vor fast 6 Jahren wieder retour,sie konnte das,sie hatte hier keine Arbeitsmöglichkeit und ich freue mich für sie,aber mein Mann hat hier seine Arbeit und wir können in unserem Alter ( 55 u.57J.) nicht einfach die Segel setzen! Wir hatten uns letztes Jahr dazu entschlossen,da kam die Wirtschaftskriese dazwischen....wir haben kein soziales Umfeld und sind einsam in Bayern ,wir konnten hier nie Freunschaften schließen,aber nicht weil wir es nicht wollten! Und wenn ich nach Berlin ziehen würde hätte ich alles und mein Mann nichts, das nennt man Auseinanderleben,aber der Witz ist das tun wir gerade,wir wollen es nicht,aber das einerlei eines Wochenendes kann jede Ehe gefährden.....und jetzt würde ich mich sehr freuen,wenn jemand in meiner Situation eine Lösung wüßte! Marita
hallo alle ihr lieben,
ich grüsse euch herzlich - seit ich immer mehr im hier und jetzt bin, verschwinden die Sorgen! und ich meinen focus auf FREUDE - LIEBE - LICHT und GESUNDHEIT richte - ist das LEBEN leicht und schön!!!
ICH BIN der Schöpfer meiner Schöpfung!!!
ich wünsche dir Tania und Ralf WUNDERVOLLE Ferien! und DANKE! schön, dass es euch gibt!!!
herzlich Monika
Sich keine Sorgen zu machen, dazu gehört auch, dem Leben zu vertrauen. In der Gegenwart zu leben kann gelingen,wenn wir anfangen unsere eigenen Gedanken zu beobachten, ohne uns von ihnen einnehmen zu lassen.
Herzliche Grüße
Silvia Guedri
Ein gewisses Maß an Sorge gehört für mich zum normalen Leben dazu. Würde ich mich nicht um meine Gesundheit sorgen, würde ich keinen Termin zur Vor-Sorge machen. Natürlich künnte man den Begriff sorgen auch in kümmern umwandeln.
Sorgen ist für mich in Ordnung, wenn ich daraus etwas ableiten und aktiv werden kann.
eine Nachricht an Maria:
Nach so vielen Jahren so einsam zu leben ist kein unabänderliches Schicksal! Wir sind im alter von fast 50 wegen unserer Berufe aus Süddeutschland nach Norddeutschland gezogen. Kannten hier keinen Menschen. Wohnen auf dem Dorf 30 km weit weg vom Arbeitsplatz, weil die Großstadt unbezahlbar teuer ist. Die Leute hier haben sicher nicht auf uns gewartet, haben in dem Alter alle ihre eigenen Kreise. Aber wir haben gute Bekannte und sogar Freunde gefunden - sind in einem Verein aktiv, gehen in einen Kirchenchor, haben die Nachbarn nach dem Einzug zu einem Fest eingeladen, fragen Nachbarn um Hilfe und geben selbst unsere Hilfe - und wir laden Menschen, die wir nett finden, zu uns nach Hause ein, gehen auf sie zu. Und manchmal entwickelt sich daraus eine Freundschaft, manchmal schläft es halt wieder ein.
Voraussetzung war und ist aber, dass wir uns entschieden haben: HIER leben wir, die Sehnsucht an einen anderen vermeintlich einfacheren Ort bringt nichts. Gar nichts. Vor allem gibt man damit den Menschen, die HIER um einen herum, leben zu verstehen: Wir finden es hier blöd, wir finden es hier in Eurer Umgebung blöd. Das wirkt nichit gerade anziehend! Also, auch wenn Ihr wirklich vorhabt, in der Rente nach Berlin zu ziehen (wer wartet dann wirklich auf Euch???): 10 Jahre sind eine viel zu lange eit, um sie zu vergeuden. Gebt den Menschen um euch herum in der Zeit eine Chance, Eure Freunde zu werden ...
Liebe Tanja, lieber Ralf,
habt einen schönen Urlaub und sorgt Euch nicht!
Ich werde Euch, wie jedes Jahr vermissen.
Zu Sorgen habe ich einen ganz alten Dale Carnegie Tipp. Ich frage mich "was ist das Schlimmste, das mir passieren kann?". Mit einiger Übung ist es mir tatsächlich gelungen durch diese Frage zu relativieren und langsamer, bedachter an die jeweilige Sorge heranzugehen.
Macht´s gut,
Geißlein
Hallo auch von mir,
Ivonne.
Früher hab ich mir entweder Sorgen gemacht oder habe sie verdrängt, was auch nicht wirklich hilfreich für eine Problemlösung war.
Dann habe ich vor 8 Jahren Jesus Christus, den Gott der Bibel kennen - und lieben gelernt.
Und dieser Jesus sagt zu mir und zu jedem Menschen im Mathäusevangelium, 11. Kapitel, Vers 28: Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.
Praktisch bedeutet das, ich rede mit Jesus über mein Leben, was mich bedrückt, mir Sorgen macht. Er tröstet mich, ermutigt mich oder zeigt mir, was der nächste Schritt sein könnte. Meistens bin ich dann verändert, spüre Frieden oder habe eine Perspektive, wie oder das es weitergehen könnte.
Das "funktioniert" aber nur, wenn ich eine Beziehung mit Jesus habe. Jesus ist auferstanden und lebt für uns unsichtbar weiter. Aber er wirkt in den Leben der Menschen, die das wollen und ihn in ihr Leben reinlassen.
In der Bibel gibt es zum Sorgen einige Stellen, Z.B.
1.Petrusbrief 5,7 Alle eure Sorge werft auf ihn (Jesus); denn er sorgt für euch.
Lukas 12, 25 Wer ist unter euch, der, wie sehr er sich auch darum sorgt, seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte?
Niemand.
Deshalb will ich mich lieber nicht so viel sorgen, sondern Gott, Jesus Christus vertrauen.
Hallo zuammen
Wenn ich so durch lese habe alle ihre grossen und kleinen Sorgen, aber ich denke mir hat es geholfen mal bildlich die meinen aufzuschreiben. Was passiert meinem Mann wenn ich ihn verlasse. er wird einsam - vielleicht aber auch nicht. Er bringt sich wirklich um? keiner weiss es. ich weiss auch nicht ud die skeptik kommt nicht nur von mir, ob er seine Vorsätze einhalten kann. Nur bringen die meine Liebe zurück? Pendel hin und her - mein Freund fühlt sich einsam weil ich am Wochenende keine Zeit hatte - aber im Moment denke ich geht es auch ein wenig um mich.
Bleibe ich - bin ich dann wirklich zufrieden? ohne Liebe geben zu können. Wahnsinn.
Gruss
Sabine
Sorgen habe ich auch. Mein Mann und ich sind selbständig (Transportbranche) und ständig auf die rechtzeitige Rechnungsbegleichungen unserer Auftraggeber angewiesen. Mal geht es ein, zwei Monate gut, dann gibt es wieder einen Monat, in dem man mehr oder weniger 1 - 2 Wochen auf sein Geld warten muss. Zurzeit ist es so, dass uns die Auftraggeber "hängen" lassen mit der Begründung, sie warten selber auf diverse, überfällige Zahlungseingänge. Unser Konto ist seit 4 Tagen im Minus; einen Dispo haben wir nicht. Das kostet uns enorm viele Zinsen. Wie es morgen weitergehen soll, weiß ich nicht, denn die laufenden Kosten müssen ja getilgt werden, vom Betanken der Fahrzeuge ganz zu schweigen. Fühlen wir unseren Auftraggebern auf den Zahn, heißt es gleich, dann nehmen wir ausländische Fahrer, die sind sowieso günstiger.
Es ist so schönes Wetter, ich würde gerne lachen. Aber mir vergeht es langsam...
K.
Hallo Kerstin,
ich verstehe Dich nur zu GUT. Stelle dir die Frage ob Du und dein Mann sich das alles gefallen lassen müßt. (Wer sich die Ohrfeigen geben lässt der bekommt sie)
Stelle dir auch die Frage, ob Selbsständiger im Transportgewerbe der Segen für Euch ist.Frage Dich was ist wirklich Dein bzw. Euer berufliches Ziel. Hör bitte nicht damit auf, bevor Du nicht ein klares Ziel von dem hast, wie es einmal sein soll.
Liebe Grüße aus Österreich
Hans
Zwei Geschenke hab ich von lieben Menschen zum Thema "Umgang mit Sorgen" bekommen:
- den Hinweis auf die Bibel "...und vor der Zeit macht Sorge alt" (AT Buch Jesus Sirach)
- die Antwort meiner Freundin auf den Satz "Ich mache mir Sorgen um Dich" (als sie sehr krank war): "Wenn Du meinst, dass mir das hilft, dann sorge dich weiter. Wenn nicht, dann lass es sein."
Ich glaube aber nicht, dass man das "sich sorgen" einfach so ablegen kann. Und auch, sich damit schriftlich zu befassen, ist ja kein wirkliches Loslassen vom sich-Sorgen.
Die Frage ist, denke ich: Warum mache ich mir ständig Sorgen? Worüber - also wo in meinem Leben habe ich große Angst, brauche mehr innere Sicherheit? Woher kommt diese Sichtweise auf das Leben? Und wozu ist sie - in Maßen - auch gut und nützlch?
Ich glaube nicht, dass man die Gewohnheit, sich zu viele Sorgen zu machen, mit dem bloßen Willen bezwingen kann. Da bewegen wir uns in einem ganz alten Teil der Gewordenheit, den es zu verstehen, anzunehmen und zu integrieren gilt... über eine längere Zeit immer wieder.
Einen zuversichtlichen Tag wünscht
Bianca
Herzlichen Dank für diesen wieder mal wunderbaren Beitrag von Tania Konerth und Ralf Senftleben. "Zeit zu leben" hat mir bereits viele gute Hinweise gegeben. Mir gefällt, wie konzentriert die Dinge auf den Punkt gebracht werden.
Ein Tipp von mir: Das Buch "Ich muss mich nicht für alles verantwortlich fühlen" von Gary B. Lundberg ist zum Thema "Sorgen und deren Lösung" großartig. Ich habe großzügig über die typisch amerikanische (euphorische) Schreibweise hinweggesehen und dafür einen alltagstauglichen Ratgeber für den Alltag gefunden. Er vertieft, was ich Dank der Hilfe einer ehrenamtlichen psychologischen Beraterin vor 3 Jahren endlich lernte: Anderen dadurch zu helfen, indem ich für sie da bin, aber nicht versuche, mir deren Sorgen aufzuladen und gar lösen zu wollen. Ein sehr schwieriges, jahrelang belastendes Problem (drogenabhängiges erwachsenes Kind) löste sich in winzigen Schritten tatsächlich auf (!!!), als ich endlich kapierte, wer die Verantwortung für die Lösung des Problems hat. Das Ergebnis ist erstaunlich: Mir geht es viel besser, ich kann freundlich und verständnisvoll "Nein" sagen und habe gelernt, zuzuhören. Ich weiß, das das Herantragen eines Problems an mich nicht mehr heißt: Bitte löse mir dieses Problem. Es geht nicht nur mir besser, es geht auch meinem Kind besser: Es spürt, dass ich aufgehört habe, mir Sorgen zu machen. Es spürt: Die Mutter traut mir zu, dass ich Probleme selber löse. Es weiß inzwischen, dass es so leben darf, wie es lebt und Änderungen seine eigene Entscheidung sein müssen. Schritt für Schritt gibt es nun positive Veränderungen. Der neue Weg ist so gut, dass mich selbst kleine Hürden (Rückschläge) nicht mehr aus der Bahn werfen. Ich bin gelassener geworden. Und glücklicher.
von marita an maria! wie willst du aus süddeutschland meine situation hier in bayern beurteilen? du sprichst für dich und verteidigst deine ehemaliges heimat! du hast nicht gelesen,was ich schrieb,uns erwarten genug leute in berlin ob vor oder nach der rente, "Raum" wie du es nennst haben wir den leuten gegeben,aber in dieser kleinen gemeinde wo wir wohnen,wäre es -als nur mieter -in einem haus,sehr komisch angekommen, hier eine fete zu geben und das würde nach 20 jahren auch heute noch komisch ankommen und mit der gegenseitigen hilfe auch,weil hier jeder seins macht! du redest wie mit einem dummen kind was nichts verstanden hat,ist auch kein wunder,wenn man weiß ,daß du von hier kommst! das dich die norddeutschen ganz anders aufgenommen haben ist verständlich und hat nichts mit eurem entgegenkommen zu tun ,sondern mit der mentalität der leute,deshalb der heimvorteil,war oft genug in hamburg und umgebung! lies dir die geschichten der leute voher durch,bevor du so spontan antwortest,das kommt nicht so gut an ,auch nicht in norddeutschland!!!!
Vielleicht noch ein paar Worte zu Marita.
Ich kann dich schon gut verstehen, dass du dich am Ort wo du dich befindest nicht wohlfühlst, aber ich glaub das hat NICHTS mit dem Auseinanderleben deiner Beziehung zu tun.
Es muss-auch wenn mann nicht unbedingt Freunde und Bekannte um sich hat-ein Einerlei am Wochendende sein.
Wir sind über 30 Jahre verheiratet, geniesen unsere Wochenenden ALLEINE meist sehr.
lange Spaziergänge, spontane Ausflüge oder einfach nur bei einem Kaffee auf unsrem Balkon, die Woche gemeinsam nochmals aufzuarbeiten...verbindet sehr.
Kontakt, wenn meist auch nur tel. oder durch lange Briefe zu Kindern und Freunden kann auch sehr hilfreich sein.
Ich erzähl dann meinen Mann davon und wir freuen uns gemeinsam drüber.
Kinder und Enkelkinder, Freunde und Bekannte führen auch ein eigenes Leben.
Versuch neue Aspekte in deine Beziehung zu bekommen. Geht aufeinander zu und warte nicht auf Andere.
Freu dich über den Kontakt in der Ferne, bring Deine lieben in deine Wohnung-ich hab eine riesige Pinwand beim Frühstückstisch, aber am Wichtigsten seid ja Ihr Beide dort wo immer man gerade ist.
Ich wünsche euch Beiden kein Einerlei mehr an den Wochenenden. Ändere es und plane deine Wochenenden besonders sorgfälltig auf Euch BEIDE ALLEIN abgestimmt.
An Barbara! von Marita Danke, Du warst die Einzigste,die nett und einfühlsam geantwortet hat und dafür danke ich Dir!Deine Vorschläge sind alle sehr gut und werden schon lange bei mir umgesetzt,habe regen Kontakt zu Eltern ,Tochter und unseren Freunden,ob telefonisch oder per Mail, wir nehmen gegenseitig am Leben des anderen Teil, nur sind wir eben 580 km voneinander entfernt und wenn ich dann in Berlin zu Besuch bin,dann merke ich was mir alles fehlt,die Heimat und das soziale Umfeld und es ist so unendlich schwer geworden,in diese andere Welt zurück zu gehen! Unsere Tochter,hat nach der Ausbildung keine Arbeit gefunden,noch Freundschaften,sie hat hier so gelitten,daß sie fast depressiv wurde und ich ihr nur geraten habe,nach Berlin zu gehen um glücklich zu werden,auch wenn ich sie nur zwei mal im Jahr sehe,freue ich mich,daß sie eine junge selbstbewußte Frau von 26j.geworden ist (seit 6J.weg)und sie mir nach 2Monaten in Berlin sagte,daß sie sich glücklich fühle und die Depression weg ist! Das sagt alles,oder und sie war so jung! Wir sind 26 Jahre verheiratet,aber das Einerlei des Alltags zum Wochenende zu besprechen,wäre ermüdend für uns!Wir haben vieles versucht,ich schrieb es schon, aber manchmal ist man von allem einfach nur noch müde.........ich denke,Du warst es wert,daß ich Dir das noch mal so schrieb,weil Du den Sinn erkannt hast und mir was Gutes rüberbringen wolltest,auch wenn ich nicht weiß,ob Du das noch liest,aber egal ,das mit der "sorgfältigen Planung" werde ich genauso überdenken wie das "Aufeinander zugehen",damit vielen Dank Barbara ,alles Liebe für Dich!.........
An Marita,
danke hab ich gelesen und wünsch dir Energien die Alltagsmüdigkeit zu vertreiben und ich bin zuversichtig ein Neues Aufeinander zugehen nach so vielen Jahren gelingt!!!