Ein bekanntes Prinzip
Von Tania Konnerth • 25 Kommentare
"Was der Frühling nicht säte, kann der Sommer nicht reifen, der Herbst nicht ernten, der Winter nicht genießen."
– Johann Gottfried von Herder
Da wir ja gerade Frühling haben, passt dieses Zitat natürlich gut in die Zeit. Ich habe es aber vor allem deshalb ausgewählt, weil für mich darin eine wichtige Lebensweisheit steckt.
Und zwar geht es um die Erkenntnis, dass wir erst säen müssen, bevor wir ernten können. Zugegeben, eine fast schon triviale Aussage, die aber nur allzu oft im täglichen Leben übersehen wird.
Überlegen Sie doch einmal, wo Sie den Grundsatz des „Erst-Säens“ selbst praktisch leben:
- Ihren Familienangehörigen gegenüber? Achten Sie darauf, respektvoll mit Ihren Lieben zu reden? Gestehen Sie Ihren Lieben zu, Fehler zu machen? Sind Sie bereit zu verzeihen?
- In Ihrem Bekannten- und Freundeskreis? Sind Sie z.B. bereit, zuerst einen Schritt zur Versöhnung zu machen? Sind Sie bereit, zuerst zu geben? Hören Sie als Erste/r auf, hinter dem Rücken anderer zu lästern?
- Im Berufsleben? Sind Sie bereit, hier zuerst zu investieren, bevor Sie einen Gewinn erwarten (ein sehr wichtiges Grundprinzip vor allem für Existenzgründer!)? Engagieren Sie sich, bevor Sie eine Anerkennung dafür erwarten z.B. inform einer Gehaltserhöhung o.ä.?
Allein diese wenigen Beispiele zeigen, dass es unzählige Bereiche gibt, in denen wir zuerst säen können. Häufig ist es dann allerdings ein dickes „aber…“, was uns daran hindert:
- …aber ich habe ja gar nicht angefangen.
- …aber dann werde ich ausgenutzt.
- …aber ich muss doch durchgreifen.
- usw.
Ich für mich ganz persönlich stelle immer wieder fest, dass ich tatsächlich ernte, was ich säe. Wichtig ist dabei zu sehen, dass es auch hier immer wieder darum geht, sich zu überlegen, was man denn eigentlich ernten will. Und damit sind wir einmal mehr bei der Frage „Was will ich eigentlich?“
So wie der Bauer entscheiden muss, ob er Weizen oder Kartoffeln ernten will, so können auch wir uns überlegen, was wir uns vom Leben wünschen. Nicht jeder Samen geht natürlich auf und manch eine Ernte wird zerstört. Aber das Grundprinzip ist dennoch unumstößlich: wir können nur ernten, was wir säen.





Zweifelsohne richtig, man könnte auch sagen: Von nix kommt nix.
Herder war u.a. ja auch Theologe und die folgende Bibelstelle war ihm sicher auch bekannt.
Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.
Die ganz ganz wichtigen Dinge im Leben bekommen wir immer noch geschenkt.
Aber für die anderen müssen wir schon was tun, das ist richtig.
Hubert,
du hast Recht: "Die ganz ganz wichtigen Dinge im Leben bekommen wir immer noch geschenkt."
Und doch bereiten wir dafür oft zumindest den Boden vor: Durch Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft,...
Aber wenn wir schon bei der Bibel sind kommt mir das Gleichnis von der vierfältigen Frucht in den Sinn; So viele Samen fallen auf Fels und können nicht keimen, in die Dornbüsche wo sie nicht wachsen können oder werden zertreten. Nur ein Teil fällt auf fruchtbaren Boden.
In diesem Zusammenhang kommt mir in den Sinn, dass man sich bemühen sollte den Ort an dem man säät, sinnvoll zu wählen und den Mut zu haben unfruchtbaren Boden zu erkennen.
Für mein Leben heisst das: Ich mache immer noch oft den Anfang und ergreife die Initiative - aber wenn die Saat keine Wurzeln schlägt frustriere ich mich auch nicht mehr mit sinnlosen weiteren Versuchen, sonder wähle ein neues Feld.
wie viel weisheit doch manchmal in nur einem kleinen spruch sein kann. werde mir den einmal, auf einen zettel schreiben und dan die pinwand heften.
Ich säe seit etwa einem Jahr Antworten auf einer Web2.0-Seite und glaube damit auch meine Stärken einzubringen. Leider ist das Angebot anonym und niemandem fällt dieses zeitintensive Engagement auf. Vielleicht wird es in mehreren Monaten diese Möglichkeit des Logins geben, vielleicht.
Leider gibt es keine vergleichbare alternative Seite. Vielleicht muss ich mich überwinden und entgegen meiner Natur meine Aktivität einstellen.
Dazu fällt mir noch ein Spruch ein, der mit dem Säen in Zusammenhang gebracht werden sollte: Wer gibt, der erhält tausendfach zurück.
Also säen, ohne Erwartung, aus Liebe und Menschenfreundlichekit, Kollegialität usw. Das Säen nur mit der Erwartung: "dann kriege ich ja später mehr" kann sich leicht ins Umgekehrte wenden. Wenn wir geben, also säen, dann wird uns gegeben, also sollte man das Denken des: Ich muss was tun(säen) um was zu kriegen ( Erwartung= verstecktes egoistisches Ich-Bewusstsein)ablegen ( natürlich ist das jedermanns(frau`s) eigene Entscheidung)Es ist aber erstrebenswert : dies ist meine Entscheidung!
Liebe Grüße
Jürgen
das brauchst du nicht tun, gegen deine Natur zu arbeiten!Manch Samen braucht einfach länger - bis er keimt!!!! zeigt uns wiederum wie sehr man in Erwartung lebt - Erwartungen bringen IMMER Enttäuschungen! Gib der Saat die Zeit, die sie braucht und du wirst sehen,....segne deine Seite und bleibe in HOFFNUNG und setze deinen Glauben noch oben drauf, und ich weiß, das es nicht notwendig ist eine vergleichbare Seite zu erörtern, DU bist EINZIGARTIG - so wie der SAMEN!
Das ist doch wie mit dem Wunsch ans Universum. Wir sollten den Wunsch einmal abschicken bzw. die Saat aussäen und daruf vertrauen, dass alles klappt. Wenn wir im Versandhauskatalog bestellen, bestellen wir auch nicht hundertmal um sicher zu gehen, dass es einmal kommt. und schon gar nicht zweifeln wir daran, dass die Lieferung uns auch erreicht, soviel zum Thema: Glauben.
Lieben Gruß
Mir fällt dazu eine Erkenntnis ein, die ich vergangene Woche hatte und möchte sie mit euch teilen:
In einer Radiosendung am So. auf OE3, in denen sehr häufig sehr bewusst lebende und denkende Menschen zu Gast sind, stellt Fr. Stöckl an ihre Gäste zum Schluss in der Form eines Wordraps u. a. die Frage: "was sollen Ihre letzten Worte sein", diese Frage stellte ich auch mir und meine Antwort lautete: "schön wars", ja und da wurde mir bewusst, um das sagen zu können muss ich wohl jetzt was dazu tun.
Liebe Grüße
Isabella
Hallo zusammen,
immer, wenn ich dieses Zitat höre, muß ich daran denken, daß der liebe Herr Herder und wir alle etwas in diesem Zusammenhang vergessen haben:
"Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt - er flüget und eggt..."
Ohne diese Grundvoraussetzungen ist alles Säen vergebens; denn es hätte keinen vorbereiteten Boden, der den Samen aufnehmen könnte.
Auch in unserem zwischenmenschlichen Beziehungen ist das nicht anders, findet Ihr nicht auch?
Schönen Sonntag noch
Ja, ich stimme dem Spruch zu.
Was aber, wenn man nicht weiß, was man ernten will? Wenn man kein Ziel (mehr) hat? Was soll man dann säen? Das ist in der letzten Zeit ein wirkliches Problem für mich - in beruflicher Hinsicht. Ja, ich bin bereit, zu pflügen, ich bin bereit, zu säen. Aber ich weiß nicht, für was. Ich weiß nur, ich möchte den Lebensunterhalt, Anerkennung und Erfolg ernten. Aber ich weiß nicht, womit ich das erreichen könnte.
Wie findet man die richtigen Samen?
Säen ist schon wichtig dann aber daran weiterarbeiten ist genauso wichtig.
Dorit, wenn Du Dir gegenwärtig diese Fragen stellts;
könnte es sein, das Du gegenwärtig auf dem völlig falschen Acker tätig bist?
moinsen alle miteinander,
ich habe in meinem leben eine menge gesät, durfte einiges ernten.
in letzter zeit habe ich sehr oft falsch gesäat oder habe gehofft ohne zu säan ernten zu können und, ich habe an der Saat gezogen und gezerrt... und sie ist nicht schneller gewachsen!
zum thema säan fallen mir noch ein par dinge ein wie: zur richtigen zeit (wer säat schon im dezember?), an der richtigen stelle,die richtige frucht, das säan was man ernten will (wer kartofeln will sollte keine bananen aussäaen), gedult haben, nicht zerren und ziehen... und zu guter letzt bei der ernte dankbar sein und einen teil des erhaltenen beiseite legen für eine neue saat.
beste grüße, der der das säan neu lernen muss
Hallo Dorit,
die richtigen Ziele und Samen fühlen sich einfach gut. Geh doch mal in Gedanken durch, was Dir Spaß machen würde und Dir gut tut. Dann kannst Du ja auch drei verschieden Ziele ausgeben:
- ein Traumziel, kann auch ein bisschen unreal klingen, dass Du nicht unbedingt erreichen musst, aber es wäre großartig....
- ein Ziel, dass Dir Beachtung und Erfolg bringt
- ein kleines Ziel, dass Du auf jeden Fall erreichst mit ein bisschen Anstrengung...
Auf diese Weise schränkst Du Dich beim Überlegen nicht schon ein ...
LG
Peter
Das mit dem Säen und Ernten ist so ziemlich das Weiseste, was ich in der letzten Zeit gelesen habe.
Von allen Seiten sind immer Erwartungen zu hören... Aber auch hier ist das Wort "Warten" drin. Eine Verhaltensweise, die leider in der heutigen ,schnellebigen Zeit untergeht. Zufriedener bin zumindestens ich, seit ich das akzeptiert habe. Gleichzeitig hilft mir meine Glaube ( nein, nicht ans Universum, ich vertraue ganz klassisch auf Gott, Jesus und den heiligen Geist ) mit den Herausforderungen des Lebens klarzukommen. Schon manches Mal haben sich Dinge, die ich so nicht wollte im Nachhinein als genau richtig herausgestellt.
Allen einen schönen Tag!
Kalinka
Ich habe bemerkt, dass manche POSITIVEN DINGE für uns selbstverständlich werden müssen, weil sonst immer noch `UNSICHERHEIT´ dabei ist und die verleitet andere dazu, sich in diese GRUBE zu setzen und sie zu BE-SETZEN. Für Frauen gilt das ganz besonders, weil ja immer auf unser »Verständnis« für alles und jedes gepocht wird, manchesmal ist TOLERANZ aber falsch:
Der Arzt im Spital kann auch nicht sagen "Ich bin so tolerant" deswegen operiere ich den Patienten jetzt nicht oder mache was FALSCHES. Wie gesagt - meine Überzeugung - Toleranz ist nicht immer gut, eigentlich sogar in den seltendsten Fällen, weil man/frau sich ja dabei selbst VERLEUGNEN muss und Andere sozusagen in die IRRE führt.
JA DIE WAHRHEIT IST MANCHMAL HÄRTER ALS SO MANCHER PRIESTER ES GEPREDIGT oder GELERNT HAT !
Etwas mit SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT und echter ÜBERZEUGUNG machen heißt DRÜBERSTEHEN über allen ZWEIFELN + ANFEINDUNGEN, das ist ein ZIEL, mein Ziel ... ich bin ja am Weg so wie Jede/r andere auch. Natürlich schaut das für Jeden ein bissl anders aus, wir sind ja auch verschieden, GEMEINSAMKEITEN finden sich meist ZU-FÄLLIG und müssen eigentlich wirklich nicht erzwungen werden.
A n d r e a
Hallo Zusammen,
ich finde es schoen, dass Dorit so ehrlich ist und zugibt, dass sie nicht weiss "was sie will." Natuerlich wollen wir alle "Erfolg"-ich wuerde es "in meinen von Gott gegebenen Gaben leben" nennen; ich bin auch grade am Ende meiner Traume, Traume, die ich mal hatte sind gestorben. Ich versuche mir einzureden, dass das auch biblisch und "von Gott sein kann", da er nun seine Absichten zutage bringt. Und ich meine fleischlichen, egoistischen Wuensche nicht leben werde. Aber mache ich mir was vor? Ist das nur ein Verschiebung-Gott gibt das Eigentliche, ja klar. Aber er uebernimmt auch nicht meine Verantwortung. Wie in aller Welt komme ich zurueck zu meinen tiefsten, von Gott gegebenen Traumen und eben wie komme ich zur Umsetzung?
xxx Sonja
Hallo Sonja,
auf Deine Frage ist meine Antwort: "Immer wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von Irgendwo ein Lichtlein her."
Hallo Sonja,
auf Deine Frage ist meine Antwort: "Immer wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von Irgendwo ein Lichtlein her."
Hallo zusammen,
ich fand den Text auch sehr schön.
Ich habe im Moment in meiner Klasse das Gefühl, nicht ganz Anschluss zu haben: Ich habe mit 2,3 Leuten Kontakt, aber Teil der Clique bin ich nicht so. Ich bin sehr schüchtern im Umgang mit Menschen, die ich nicht gut kenne.
Wenn dann auch noch so viele auf einmal da sind... naja, anderes Thema. In meiner Klasse haben sich schon voll Grüppchen gebildet (seit dem Beginn im Oktober 2007) und ich komme nicht umhin zu denken: Das habe ich halt gesät, andere haben auch in die Gruppe investiert. Ich möchte es gern, aber ich finde es sehr schwer, mich zu öffnnen und so stark einzubringen wie andere. Wie kann ich da "weitersäen"?
Leute einladen? Eine kleine Party? Davor habe ich voll Angst auch wenn ich die gar nicht haben brauche.
Liebe Grüße,
Hallo Dorit,
was du schreibst, klingt für mich nach Hoffnungslosigkeit, Entmutigung... ich kenne diese Gefühle und habe für mich herausgefunden, dass ich den Kontakt zu mir selbst, meinen Bedürfnissen und Gefühlen verloren hatte. Stattdessen hatte ich Vorstellungen, wie mein Leben sein soll und ich habe große Anstengungen unternommen, diese zu realisieren,aber ich war nicht verbunden mit mir selbst, dem Lebendigen in mir und so führte selbst der Erfolg nur zu einem Gefühl von Müdigkeit und Sinnlosigkeit. Was mir geholfen hat? Ein Kurs in Bewußtseinsarbeit, in dem ich mich selbst und mein schöpferisches Potential entdeckt habe!
Alles Liebe
Birgit
@ dorit
was du beschreibst kenne ich sehr, sehr gut. ich denke jeder ist irgendwann in seinem leben einmal an diesem punkt, manche vielleicht öfter als andere weil sie unentschlossener sind (zu denen zähle ich mich :-). ich habe festgestellt, dass es für mich persönlich oft am besten ist, einfach irgendwann eine entscheidung zu treffen und irgendwo anzufangen. ich denke eh schon viel über solche dinge nach, mich noch mehr damit zu beschäftigen würde mich eher zusätzlich verwirren. eine mischung aus intuition, zur richtigen zeit am richtigen ort sein und dann handeln.
Hallo NOamy,
das, was du beschreibst, kenne ich auch ein wenig von mir. So ist es mir auch ergangen.
Einfach ein paar Gedanken dazu:
Freu dich über deine Kontakte zu den 2 oder 3 Leuten!
Warum muss es die Clique sein?
Ich war in meinem ganzen Leben nur einmal eine kurze Zeitlang in einer Clique. Es war schön - aber ich muss es nicht haben. Das weiß ich seither.
Was ich brauche, sind eine oder zwei Freundinnen, eine Handvoll guter Bekannter, das reicht mir.
Du bist sehr schüchtern? Das sind viele.
Ja, ich verrate dir: Sogar so ein "Hans-Dampf-in-allen-Gassen" kann sehr schüchtern sein, nur überspielt er das (zu sehr).
Ein Tipp: Übe einfach mal, deine Schüchternheit ein wenig zu überwinden!
Übe es da, wo es nicht "schlimm" ist: Eine Bemerkung zu jemandem, der in irgendeinem Garten werkelt (Oh, so fleißig!), zu jemand, der sich auch durch den Regen kämpft (So ein Sauwetter!), eine (eigentlich unnötige) Frage nach der Uhrzeit bei jemand, der einem entgegenkommt,...
Und irgendwann merkst du, dass du andere ansprechen kannst ohne lange Vorüberlegungen.
Und zu deinen geplanten Unternehmungen:
Fang mit dem an, was dir am leichtesten fällt! Und denk dir nicht alle möglichen (und manche unmöglichen) Komplikationen im Voraus aus!
Lade also jemand ein, nicht gleich zu ner Party, sondern auf ein Eis,...nicht gleich zehn, sondern eineN oder drei (zwei einzuladen ist oft ungünstig, denn eine Dreiergruppe ist manchmal ein wenig problematisch).
Vielleicht nimmst du dir einen von den Zweien oder beide als "Verstärkung" mit, wenn du meinst, es hilft dir. Wenn du aber das Gefühl hast, dann sitzt du wieder als stumme Dritte/Vierte/Fünfte dabei, dann nicht!
Also: Kleine Schritte machen!
Auch da gehen manche daneben - was solls?!!
Dafür gelingen dir sicher viel mehr Schritte auf die anderen zu und bringen dich weiter!
Machs gut! Viel Glück!
Heide
Was für ein dämlicher Text!!!! Wir alle wissen, dass wir etwas tun müssen um etwas zu bekommen. Wir alle quälen uns damit, dass wir uns täglich Vorwürfe machen, dass wir mehr tun müssten und so weiter. Dass es gerade diese anklagende Haltung an uns selbst ist, die uns fertig macht und uns blockiert auch nur irgendetwas zu tun, wird hier überhaupt nicht berücksichtigt!!!
Ist es nicht so, dass wir das meiste brauchen, wenn wir es am "wenigsten verdient" haben ?! Ich finde diesen Text absolut Erhobener Zeigefinger und
sehr sehr schädlich für alle, die auf Seiten wie diesen hier Hilfe suchen!
Der Impuls etwas zu tun kann nicht der Motivation entspringen, etwas "ernten zu wollen". Die Freude am tun entsteht nicht durch diese moralisierende Erwartungshaltung an sich sondern durch Freiwilligkeit, dadurch dass man sich von jeglciher Form des schlechten Gewissens (was hier wunderbar durch diesen unglaublich dämlichen "Satz nur wer sät, erntet" nur gefördert wird)
befreit!!! Wie schön für Sie, dass Sie ernten können. "Schaut her, ich habe es geschafft" - was für eine arroganz, die dahinter steckt. Ich sehe, Sie haben von echten psychologischen Vorgängen überhaupt keine ahnung!!!!!!!!!!!
*Tania Konnerth schreibt:*
Hallo Loretta,
es tut mir leid, dass Sie meinen Text als arrogant empfinden. Ein schlechtes Gewissen entsteht meiner Ansicht nach nur dann, wenn man nach hinten schaut und mit sich hadert, was man getan oder unterlassen hat. Wenn man diesen Satz aber nach vorne orientiert liest, öffnet er alle Türen für eine aktive Lebensgestaltung.
Herzlich,
Tania vom "Zeit zu leben"-Team