Keine Panik!
Von Tania Konnerth • 67 Kommentare
„In einer Welt, in der alles schwankt, bedarf es eines festen Punktes auf den man sich stützen kann.“
– Jules Michelet
Sorgen gibt es in diesen Tagen umsonst – ein Blick in die Zeitungen oder Nachrichten und man kann den Eindruck bekommen, wir alle stünden an einem gähnenden Abgrund.
Vielleicht ist es Medienmache, vielleicht Wirklichkeit. Vielleicht steuern wir tatsächlich in eine ernste Wirtschaftskrise zu, vielleicht ist in zwei Wochen auch schon wieder alles Schnee von gestern.
Keiner von uns kann in die Zukunft schauen, eine Tatsache, die uns vor Angst lähmen kann oder eine, mit der wir aktiv umgehen können. Gerade weil wir nicht wissen, was kommt, haben wir immer wieder die Wahl: entscheiden wir uns dafür, uns Sorgen zu machen, Angst zu haben oder gar panisch zu werden oder nutzen wir unsere Kraft lieber dafür, zu überlegen, wie wir mit dem, was wir befürchten, umgehen können.
Panik hilft niemanden – im Gegenteil: Panik verschlimmert jede Form von Krise. Panik lässt uns vollkommen unreflektiert reagieren und Dinge tun, die sinnlos bis außerordentlich schädlich sind. Wer sich ungefiltert seinen Sorgen und Ängsten hingibt, kann schnell in Panik ausbrechen, deshalb gilt es hier, bewusst gegenzusteuern.
Die Alternative zu Sorgen und Panik ist der Versuch einer einigermaßen realistischen Einschätzung der Situation. Und hier kommen wir zu der Aussage des Zitats von oben: es geht darum, den festen Punkt zu finden, auf den man sich stützen kann, damit man auch in turbulenten Zeiten Halt hat.
Aus meiner Sicht ist ein solcher Punkt die Sache mit der Eigenverantwortung. Ich kann genau in diesem Moment sagen: "Ich bin für mein Leben verantwortlich. Ich kann nicht den Staat oder die Politik verantwortlich machen, nicht die Banken und nicht die Börsen. Wenn es kracht, nützt es nichts, wenn ich sage: Die da sind Schuld. Wenn es kracht, nutzt es nur, wenn ich handlungsfähig bleibe. Handlungsfähig bleibe ich, wenn ich nicht in Panik verfalle, sondern mir praktische Gedanken dazu mache, wie es weitergeht – für mich in dieser konkreten Situation."
Wenn mir etwas Sorgen bereitet, nehme ich mir die Zeit (und den Mut) und spiele in Gedanken verschiedene Verläufe durch, auch den schlimmsten. Ich versuche mir zu überlegen, was ich tun könnte und wie am besten auch durch schlechte Zeiten kommen werde. Durch solche Gedanken nutze ich meine Angst konstruktiv. Nicht dass ich auf diese Weise sichere Antworten auf alle Probleme finde, aber ich fühle mich etwas besser vorbereitet. Ich sehe, dass es immer Wege geben wird – manche sind vielleicht nicht gerade angenehm, aber es geht weiter. Immer.
Daran halte ich mich fest, und Sie?





Einfach immer wieder köstlich - Eure Pauschaltipps für alle Lebenslagen - leider nur für Euren Geldbeutel wirkungsvoll!
Also langsam reichts mir nämlich auch mit euren Pauschaltipps. Ihr schreibt: "Ich bin für mein Leben verantwortlich. Ich kann nicht den Staat oder die Politik verantwortlich machen, nicht die Banken und nicht die Börsen." Dem stimme ich nicht zu: Eine Regierung hat eine Verantwortung gegenüber den Menschen - die Wähler haben die Politiker gewählt und ihnen eine Verantwortung übertragen. Ebenso mit den Banken: Der Kunde übergibt der Bank eine Verantwortung sein Geld in dem Sinne zu vermehren, wie sie es versprochen hat....Was soll das Gequatsche von Eigenverantwortung. Hier geht es eindeutig um delegierte Verantwortung, die missbraucht wurde. Dass die Menschen darüber wütend sind oder in Panik geraten ist wohl nur mehr als menschlich und ich hoffe sogar sehr dass diese Panik endlich mal in Taten umschlägt und diesen Schmarotzern, die auf Kosten der kleinen Leute leben das Handwerk gelegt wird.
Vielen Dank für Eure Kommentare.
Eure Wut kommt deutlich rüber. Wut auf alles und jetzt auch auf mich. Menschlich vollkommen verständlich, aber halt nur bedingt nützlich. Denn genau darum geht es mir: Natürlich können wir uns ärgern, wie können auf die Barrikaden gehen und wir können schimpfen - aber die entscheidende Frage bleibt doch immer wieder dieselbe: Nützt es was?
Mir ganz persönlich nützt es nichts, wenn ich mich über das aufrege, was im Moment passiert, mir persönlich nutzt es viel mehr, meine eigene finanzielle Lage zu analysieren und z.B. zu schauen, ob ich mir geplante Investitionen jetzt leisten kann bzw. will und was ich heute tun kann, um auf weitere Turbulenzen vorbereitet zu sein. (Eine übrigens sehr individuelle Herangehensweise, die nicht pauschal ist.)
Rein aus Interesse: Glaubt Ihr denn wirklich, meine Texte wären nützlicher, wenn ich so etwas schreiben würde wie: "Alles ist einfach nur furchtbar. Wir sind einfach nur arm dran und keiner kann was tun."?
Herzlich,
Tania von "Zeit zu leben"
Ich habe dazu auch noch eine Idee.
Ich persönlich finde es ja nicht schlimm, sich über die Banken und den Staat aufzuregen. Ist zwar nicht mein Vorgehen und ich halte es auch nicht für nützlich, aber ich finde es vollkommen ok und normal, Schlechtes beim Namen zu nennen. Besonders wenn es nicht dabei bleibt, sich nur aufzuregen.
Wenn es einen so richtig wütend macht, dann kann man ja auch etwas unternehmen. Z. B. eine Interessensvereinigung gründen, einen Verein aufmachen, selbst in die Politik gehen und etwas ändern.
Wenn ich mir überlege, was passieren würde, wenn die ganze Wut der Leute und die Energie darin in etwas Konstruktives fließen würde... das wäre schon toll.
Und das typische "Ich kann ja doch nichts machen" ist für mich nur eine Ausrede für die eigene Bequemlichkeit. Denn wenn sich genug Leute finden, die einen Zustand nicht mehr hinnehmen wollen, dann kann man etwas machen. Das hat die Vergangenheit wieder und wieder gezeigt.
Ich denke, man muss zwei Dinge klar unterscheiden:
Auf der einen Seite gibt es eine mittlerweile durch den Neoliberalismus völlig entstellte Welt, und die Verantwortlichen dafür sind auch unschwer auszumachen. Und alles das Christine dazu geschrieben hat ist völlig richtig.
Auf der anderen Seite gibt es Betroffene, in persönlich sehr unterschiedlichen, individuellen Situationen. Nehmen wir das Beispiel aus den letzten Tagen:
Die Entwicklung an den Kapitalmärkten hat dazu geführt, dass sich viele Menschen um die Sicherheit ihrer Ersparnisse, ihrer Altersvorsorge und ihren Arbeitsplatz Sorgen machen. In meinen Augen durchaus berechtigt, in einer Zeit der starken Verunsicherung. Alle Beteuerungen , dass es nichts zu befürchten gäbe sind Unsinn. Schließlich kann man ein bestimmtes Risiko oder Restrisiko nicht auszuschalten. Was mich aber in diesem Zusammenhang in absolutes Staunen und Ungläubigkeit versetzt, ist, dass Leute Aktien kaufen, die nicht einmal den Unterschied zwischen Rücklangen und Rückstellungen kennen. Aber das ist nicht das wirkliche Thema.
Das Fatale an der Sache ist : Viele Menschen machen sich heute permanent über vieles Sorgen und sie verharren dann ihren Sorgen. Sie reden zwar mit anderen darüber, aber dabei belassen sie es auch. Sie tun nichts, um ihr Problem zu lösen. Bleiben aber Aktivitäten aus, nehmen die Stressfaktoren zu, die Anspannung steigt und irgendwann kreisen die Gedanken nur noch um die Sorgen. In solchen Situationen ist die Gefahr groß psychisch zu erkranken.
Ich denke es ist wichtig persönlich zu prüfen, ob ich mir Sorgen machen muss, oder nicht. Gibt es tatsächlich Grund, sollte man Konsequenzen ziehen und handeln, selbst dann wenn das Ergebnis eher minimal ist.
Und nicht daran glauben, dass man Politikern, Bankern, Schreiberlingen in Zeitungen, Börsenreportern oder was sonst noch so auf unserm Erdboden rumläuft vertrauen kann. Ein Göttinger Professor (Namen habe ich vergessen) gab letztens noch einen interessanten Hinweis: Achten sie auf alles was stark beworben wird, und lassen sie davon die Finger.
Guten Morgen allerseits!
Ich glaube, ich wiederhole mich hier immer mal wieder...
Aus meiner Sicht haben wir einen festen Halt in unserem Leben, wenn wir an Gott glauben...
Einfach mal auf diesen Gedanken einlassen!
Euch allen alles Liebe und Gute für diesen Tag!
Danke, dass ihr auch Themen ansprecht, die nicht nur Zustimmung bei den Lesern hervor rufen. Krisen haben immer auch etwas Konstruktives. Wenn mir selbst das Wasser bis zum Hals steht, ändern sich ganz schnell auch meine Denkweisen. Nicht, wie kann ich meine momentane Lebenssituation halten, sondern was brauche ich unbedingt zum Leben. Es gibt keine Sicherheit, weder in einer Partnerschaft, noch im Beruf, ganz zu schweigen von Gesundheit, oder versprochene Absicherungen durch Versicherungen. In solchen Situationen bin ich dankbar für alles was ich einmal gelernt habe. Ich kann mir und anderen immer irgendwie helfen.
Zitat von Beate:
Ich glaube, ich wiederhole mich hier immer mal wieder...
Aus meiner Sicht haben wir einen festen Halt in unserem Leben, wenn wir an Gott glauben...
Ja sicherlich, aber die, die es nicht so mit dem lieben Gott haben, brauchen auch eine Lösung und eine Perspektive, oder ?
Schon mal drüber nachgedacht?
Klar habe ich selbst Verantwortung. Da kann keine Bank was für. Wenn ich einer Bank mein Geld geben, damit sie es "vermehrt" ist da ja meine eigene Entscheidung. Jeder mögliche Gewinn ist mit einem Risiko verbunden. Warum lasse ich mein Geld nicht einfach zuhause liegen? Aus Angst, vor Inflation? Vielleicht. Aber es ist eben meine eigene Entscheidung, es zur Bank, ins Spielkasino oder sonstwohin zu tragen. Peng. Aus.
Zitat Frank:
Aber es ist eben meine eigene Entscheidung, es zur Bank, ins Spielkasino oder sonstwohin zu tragen. Peng. Aus.
Die Wirklichkeit ist natürlich nicht so einfach, wie Du sie siehtst.
Die meisten Leute (zumindest die die nicht wirtschaftswissenschaftlich oder ähnlich vor- oder ausgebildet sind geben mit dem Besuch bei einer Bank ein Stück verantwortung ab.
Ich tue das bei einer Bank oder in Gelddingen nicht, wohl aber wenn ich zum Arzt gehe. Da kann ich kaum mitreden, und vertraue darauf, dass das, was er macht für mich gut und richtig ist.
Und das sollte ein unkundiger Kunde von seiner Bank auch erwarten können. Wenn dem nicht so ist, müssen wir diese Geschäfte aus den privaten Bereich herausnehmen und sie verantwortungsvollen Menschen übertragen. Erste Ansätze hierfür gibt es ja gegenwärtig.
Zitat Hubert:
"...Und das sollte ein unkundiger Kunde von seiner Bank auch erwarten können. Wenn dem nicht so ist, müssen wir diese Geschäfte aus den privaten Bereich herausnehmen und sie verantwortungsvollen Menschen übertragen. Erste Ansätze hierfür gibt es ja gegenwärtig...."
Richtig, die staatlichen Finanzstützen sind gut und nötig für den sozialen Frieden. Dort jetzt Regeln vorzugeben ist absolut gerechtfertigt.
Sehr lebendige Diskussion, hier, auf Zeit zu Leben.
Aber es ging ja um: "Keine Panik!". Und genau unter diesem Aspekt finde ich den Beitrag dann auch recht gelungen. Denn er greift ein Thema auf, das so alt ist wie die Menschheit selbst: die ANGST.
Dazu sinngemäß ein paar Worte von Seneca:
Öfter leiden wir in der Einbildung als in der Wirklichkeit. Sei also nicht unglücklich vor der Zeit; denn das, was dich, als dir drohend, in Angst versetzt, wird vielleicht nie kommen. Was nützt es, seinem Schmerze entgegenzulaufen? Denn selbst das Unglück hat seinen Wankelmut. Vielleicht wird es eintreten, vielleicht aber auch nicht; inzwischen ist es wenigstens noch nicht da. Stelle dir also Besseres vor!
Noch ein Nachtrag zum "sich aufregen" und "lebendige Diskussion". Denn ich finde "Aufregung" u.U. schon sehr nützlich. Akut verschafft sie einem Luft und der Umwelt die notwendige Klarheit über die eigenen Ansichten und die Person. Menschen die "sich aufregen" erlebe ich eher als ehrlich, aufrichtig und authentisch. Sie setzten wichtige Signale.
Aber, und das ist ebenfalls wichtig für mich, die Aufregung darf für das Leben in und um mir nicht besitzergreifend permanent werden. Sehr gut ist, sich hier eine strikte Begrenzung zu setzen und dementsprechend kurze "Attacken" mit angemessener Intensität zu reiten.
Sicher Matthias, es ist meist nicht wahrscheinlich, dass der für alle Seiten größte Schaden eintritt.
Sich mit der Möglichkeit abfinden, dem hingeben, bedeutet das Ende der Angst und gibt wieder Handlungsfähigkeit.
Manchmal fehlt auch einfach nur Wissen, das sich mit der Zeit einstellt.
Wenn man rückblickend die Zeitungen der letzten Jahre liest, dann wird so vieles heiß diskutiert.....
.....und im Nachhinein ist fast alles nur langweilig und nicht der Rede wert. "Bankenkriese? Achja, das war ärgerlich, aber wie immer gings dann viel besser weiter als man dachte" *gähn*
Meiner Meinung nach vergessen die Autoren hier, dass es Menschen gibt, die Spaß dran haben sich aufzuregen, Panik zu schieben und am besten noch möglichst viele andere damit anzustecken. So ist im Leben immer etwas los und außerdem schafft das ein super Zusammengehörigkeitsgefühl.
@Matthias: stimme dir voll zu.
P.S. Ich gehöre übrigens selbst zu den Leuten die sich gerne ab und zu aufregen, das gibt mir den Schwung mitzuwirken und genau daher kommt u.a. die Energie die der Menschheit dazu verhilft, dass es schon immer irgendwie (für die meisten) weitergeht.
Und an die Spammer und die scheinbar unfähigen Admins: Hier muss man immer 7HG1 eingeben, da sich http://www.zeitzuleben.de/shared/img/page/magic-number.gif nie ändert. *aufreg* *grins* :-) :-D :-P
... ich melde mich noch mal zu Wort:
Habe heute morgen mit einer Freundin die Finanzkrise "diskutiert"...
Ich denke, dass diese oder jede andere Krise uns immer wieder nur eines zeigen will: Wir selbst sind für das verantwortlich, was uns umgibt..., nicht immer nur die anderen dafür verantwortlich machen: "die Politiker!" "die Banker!" Wie wäre es denn mal mit der Fragestellung: "Wo ist mein Anteil an dieser Geschichte? Wie gehe ich selbst mit Gier und Macht und... um? Erst wenn ich hier "an der Basis umdenke", kann ich doch etwas bewirken... "Die da oben" werden doch von "uns hier unten" (hört sich blöd an!!!) getragen... und wenn wir uns mehr Mühe geben, setzt sich das nach oben hin fort..., wetten?
Hört auf zu klagen und tut endlich was..., geht raus und lebt so "wie Ihr es von den anderen erwartet"...
Ich bin das ständige Jammern so was von Leid!!!
Zu Hubert:
"Schon mal über Gott nachgedacht?" Oder nur abgelehnt?
Beate
Ein altes Sprichwort: Sich regen bringt Segen.
Manchmal muss es wohl Aufregung sein. Den Schwung sollten wir dann in konstruktives Handeln umsetzen. So wie es jedem eben möglich ist.
Es regt mich auf, dass notwendige staatliche Gelder, die in Bildung oder neue umweltfreundliche Technologien hätten fließen können, nun zur Finanzstützung eingesetzt werden müssen. Es ist jetzt wichtig, dass nicht der Arbeitsmarkt auch noch leidet.
Der Aufschrei, der um die Welt geht, ist sicher vernommen worden und das ist gut so.
@ Beate, auf die Frage, ob ich schon mal über Gott nachgedacht habe.
Wenn es erlaubt ist würde ich gern mit einem Goethe-Zitat antworten, weil es meiner Ansicht nach das trifft, was ich auch denke, ohne mich mit ihm im geringsten vergleichen zu wollen. Ich denke nur es trifft den Kern der Sache:
"Wer Wissenschaft und Kunst besitzt der hat auch Religion; Wer jene beiden nicht besitzt,der habe Religion“
Gedanken über Gott
Der Schweizer Theologe Kurt Marti hat es mal so ausgedrückt:
"Kenne ich Gott? Kennt der Fisch den Ozean in dem er schwimmt?"
Treffender könnte ich mein Gottesbild nicht beschreiben.
Danke an Hubert und Selma...
Sorry, ich war an diesem Tag sehr aufgebracht, weil ich wirklich nur alle jammern und klagen höre...
Ich stecke seit einiger Zeit in einer tiefen Lebenskrise und habe gelernt, dass jammern nichts nützt..., wir müssen "zupacken", um zunächst "unsere kleine Welt" dann unsere "große Welt" gemeinsam zu verändern...
Ich habe in dieser Zeit meinen Glauben als große Kraft empfunden!!!
Euch noch einen schönen Tag!
Hallo Beate,
es gibt hier auf dieser Website auch ein Forum.
Vielleicht hast Du Lust dort mal vorbeizuschauen.
Dort gibt es vielfältige Meinungen zu breitgefächerten Themen und einen regen Gedankenaustausch.
Da wird auch nicht die "große Welt" verändert sondern die "kleine" - oft auch nur in Tippelschritten. Aber die goße Welt wird auch nicht aus den Augen verloren.
Ein schönes Wochenende.
Hallo Beate,
manchmal gerät die Gelassenheit außer Balance, es ist mir ja auch so gegangen in meinen vorigen postings.
Mir gibt mein Glaube ebenfalls Halt, dennoch rege ich mich auch mal auf. Es ist schwer den Perfektionsanspruch an sich selbst loszulassen. Hier ein Zitat dazu, das mir gut gefallen hat und den Druck etwas wegnimmt:
Berti Vogts (Fußballtrainer):
Wenn ich übers Wasser laufe, sagen meine Kritiker, nicht mal schwimmen kann er.
@Beate
Das Zitat von Berti Vogts war weder zynisch noch polemisch gemeint.
Ich selbst versuche mich mit Humor über Wasser zu halten, was aber manchmal zu Missverstädnisse führt oder sogar eine Belastung noch erhöht.
Das wollte ich Dir nicht zumuten.
Herzliche Grüße
Wie heißt es in einem Song der Söhne Mannheims?
"Der Mensch lernt nur, wenn er Scheiße frißt - sonst reift er nicht - er weiß doch nichts."
Zur Finanzkrise: Sie wurde von Experten seit Jahren vorausgesagt.Diese Gier, die den Bankern vorgeworfen wird, können wir uns auch zum Teil an die Backe nageln.
Denn wir wollen preiswert einkaufen..und ja, selbstverständlich auch erfolgreich sein.
Dankbarkeit... für das , was man ist oder hat, findet man selten.
Zur Panik: Hier stört mich das Wort. Und es wäre besser durch Angst ersetzt.
Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich selbst in einer Krise stecke..oder ob ich mir diesen Zirkus "da draußen" angucke.
Eigenverantwortlichkeit ist erst einmal nichts verkehrtes.
Aber manchmal kann ich dieses Wort nicht mehr hören, weil es so "nach selbst Schuld" riecht.
Alles unterliegt noch lange nicht meinem Einfluß, das hat mir mein Leben auch auf sehr schmerzliche Weise gezeigt.
Und wenn Angst in belastenden Lebenssituationen lähmt und handlungsunfähig macht..dann, ja dann liegt es meiner Verantwortung, mir Hilfe zu suchen.
Schönen Sonntag
Annette
*Zitat von Beate*
Ich stecke seit einiger Zeit in einer tiefen Lebenskrise und habe gelernt, dass jammern nichts nützt..., wir müssen "zupacken", um zunächst "unsere kleine Welt" dann unsere "große Welt" gemeinsam zu verändern...
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Da Stimme ich dir vollkommen zu! Jammern über Krankheit, Lebenskrise, Finanzen usw hilft uns nicht weiter. Wenn es so wäre, würde ich auf der Stelle damit anfangen.
Aber hat es wirklich einen Sinn, wenn ich jetzt anfange zu jammern, weil ich nicht normal essen kann(?), weil ich nicht mehr hören kann(?), weil die Finanzen nicht mehr gut aussehen(?), mein Mann fast den halben Tag für den Staat arbeitet, oder sonstirgendetwas ??
NEIN, es hat keinen Sinn zu jammern, wir müssen, wie auch Tania es schon schreibt, uns Gedanken machen, wie wir damit umgehen können. Oder schauen, ob in gewissen Bereichen (Z.B. Finanzen), doch noch etwas ändern könnten.
Zum Thema Gesundheit und Handycaps,da besteht bei mir jeder Tag aus möglichst positiven Gedanken und Ideen. Und das seid 12 Jahren.
Schönen Sonntag mit positiven Ideen wünsch ich euch allen.
Die Aussage von Tina läßt mich erkennen, dass sie Ihre Angst gut formuliert hat. So kann man sich seiner eigenen Verantwortung auch entziehen. Schau deine Angst einfach an Tina. Es gibt inzwischen sehr viele Seelen, die bereit sind sich für die Einheit zu entscheiden, jetzt gilt es nur noch, den Mut zu finden die entsprechenden Schritte wohlüberlegt zu unternehmen. Also nicht in Panik sondern in Ruhe und Bedacht. Wir wissen ja alle, dass die Kraft in der Ruhe liegt und es nur förderlich ist in Gelassenheit die notwendigen Schritte zu unternehmen. Ich vertraue darauf, dass jeder in seiner Verantwortung dazu beiträgt, wenn die Zeit gekommen ist.
@ Annette:
"Eigenverantwortlichkeit ist erst einmal nichts verkehrtes.
Aber manchmal kann ich dieses Wort nicht mehr hören, weil es so "nach selbst Schuld" riecht."
Hallo Annette,
nur als Gedankenexperiment: und was wäre, wenn es "Schuld" nicht gäbe?
Hallo Tania Konnerth,
vielen, vielen Dank für diesen Artikel!
Er spricht mir voll aus der Seele und ich habe zeitweise schon gedacht: bin ich verkehrt, weil ich so denke?
Es ist einfach so: jeder ist nunmal selbst für sein Leben verantwortlich, niemand anders.
Ich habe immer die Wahl, immer. Für meine Lebenssituation, alles, was um mich herum ist, habe ich mich selbst entschieden, bewußt oder unbewußt, was nicht heißt, dass ich nich auch hin und wieder mal Angst habe, doch ich gehe da durch.
Das sage ich absolut nicht aus dem goldenen Käfig heraus sondern durchaus aus einer nicht so ganz bequemen Lage. Ich habe schon viele große und kleinere Dramen erlebt, persönlicher, familiärer, finanzieller Natur und kann nur bestätigen: es geht weiter, immer.
Ich bin durch diese Situationen gelassener und stärker geworden, eben weil ich die Gewissheit habe: es geht weiter, immer.
Und nicht zu vergessen: ich bin ein absolut froher Mensch, lache gerne und viel... was bei meinen Mitmenschen manchmal gar nicht gut ankommt, dabei ist es nie böse gemeint, sondern immer liebevoll.
Liebe, das ist das Stichwort für ein kleines recht bekanntes Gedicht:
Was es ist
Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
(Erich Fried)
Sonnige Grüße aus Siegburg
Gaby Gembolys
Es ist wie es ist
"Zitat von Beate:
Ich glaube, ich wiederhole mich hier immer mal wieder...
Aus meiner Sicht haben wir einen festen Halt in unserem Leben, wenn wir an Gott glauben..."
An Gott glauben?
Kennst du einen Vater, der zuschaut, wie sein Sohn auf grausamste Weise ans Kreuz genagelt und umgebracht wird?
Und wie war das, als Millionen in Nazideutschland vergast wurden? Von Christen?
Einfach mal an Gott glauben?
Andere predigen, an den Markt, die Wirtschaft zu glauben, der sich dann schon von selbst regelt.
Genauso ein Hohn.
Nein, ich glaube nicht, ich denke - ich bete nicht, ich handle!
Es ist leichter gesagt als geten angesichts einer echten Lebens-/oder Finanzkrise , positiv zu bleiben und einen kühlen Kopf zu bewahren, der Voraussetzung für gute Entscheidungen und Handlungsfähigkeit ist.
Menschen in der Krise sind oft angesichts der vielleicht nur "scheinbaren" Ausweglosigkeit und Verzweiflung völlig überfordert.
Es ist nicht nur die Angst vor dem Schreckensszenario was vielleicht kommen mag sondern vielmehr die Hoffnungslosigkeit, die eine Person in der Krise handlungsunfäig machen kann.
Es ist dann gut, wenn man irgendetwas hat, woran man glauben kann. Etwas, egal was das ist, das einem wieder Hoffnung gibt.
Für Tania ist das die "Eigenverantwortung", d. h. das Zutrauen in sich selbst es aus eigener Kraft zu schaffen sich wieder aus der Krise herauszubewegen.
Dazu braucht es Mut anzupacken.
Euch allen wünsche ich viel Mut und dass Ihr etwas habt, das Euch Kraft gibt.
Viele Grüße
Claudine
Das stimmt, daß es angesichts der aktuellen Nachrichten alles andere als einfach scheint, gelassen zu bleiben und sich nicht anstecken zu lassen. Da braucht man nicht nur ein dickes Fell und einen festen inneren Anker - egal in welcher "Glaubens"-Richtung - sondern auch verdammt viel Wachsamkeit. Und zwar Wachsamkeit über meine eigene Reaktion darauf.
Auch wenn es sicher so ist, daß ich nicht immer Einfluß habe auf alles, was passiert in der Welt und um mich herum - in einer Hinsicht habe ich immer (!) die Wahl. Nämlich: "Wie reagiere ich darauf?", "Was mache ich damit", "Was denke ich darüber?".
Hallo,
inzwischen durfte ich bereits einige Krisen in meinem Leben erleben. Gemeistert habe ich sie alle, auch wenn Tränen flossen und sich Angst auftat.
Am Besten halb mir die Handlung darüber hinweg und der Blick nach vorne, sowie auch die Erfahrung bereits „Krisenerfahrener“ :-)
Krisen lassen uns innehalten und nachdenken, neue Lösungen erarbeiten und sind letztendlich auch ein Gewinn - der Gewinn an Erfahrung.
Das Schlimmste in einer Krise ist, wenn man allein gelassen wird.
Für mich ist es in Krisen hilfreich meine Erfahrungen einfach weiterzugeben und dazu beizutragen, Menschen zu sagen, es wird besser werden, wenn wir, auch wieder etwas mehr gemeinsam, uns unterstützen und füreinander da sind.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Menschen bedanken, die für mich da waren und mir einen Perspektivenwechsel aufgezeigt haben.
Ich wünsche allen Menschen viel Glück & Ideen und jemanden, der für ihn da ist, wenn er nich mehr weiter weiß!
Schöne Grüße
Liebe Tania,
deine Worte zum Thema Finanzkriese haben mir aus dem Herzen gesprochen. Ich hatte erst gestern eine Unterhaltung dazu und mir fällt auf, wie häufig sich die Menschen in Panik versetzen lassen und den Bezug zur Realität verlieren. Auf diesem Weg an alle, uns geht es in Deutschland sehr gut und es gibt keinen Grund zum Jammern. Wenn alle Menschen das Unglück einer Wirtschaftskriese herbei beschwören, wird es wohl auch so kommen, denn so ist das nun mal mit selbsterfüllenden Prophezeiung. Meine Devise in dieser Sache ist ganz klar: es gibt Kriesen, ja, aber es geht danach immer wieder Berg auf. Die Finanzkriese führt auf der anderen Seite zu einer gesunden Bereinigung, das ist wichtig.
Der feste Punkt in meinem Leben sind mein Partner und meine Familie, ein großes Geschenk.
Ich freue mich jeden Sonntag über die Gedankenanstöße von Zeitzuleben, vielen Dank.
Stefanie
Hallo an alle,
egal was passiert, und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen...
Das Zitat (von wem auch immer, zugeschreiben wird es Luther) habe ich neulich gelesen und es hat mich nachdenklich gestimmt, mir aber auch Hoffnung gegeben. Das Leben geht weiter....und gejammert wird leider viel zu oft auf hohem Niveau!
Einen schönen Sonntag noch und herzliche Grüße, Leni
Hallo, Ralf, Tanja;
euer Tip, sich auf die Selbstwirksamkeit zu konzentrieren, ist solang hilfreich, wie man noch in der Lage ist, tatsächlich rational auf die eigene Befindlichkeit einzuwirken; ihr werdet argumentieren, dass das prinzipiell immer möglich sei. Ich kenne das jedoch auch anders, und hätte mir in euerm Artikel den Hinweis gewünscht, dass, wenn man seiner Ängste aus eigener Kraft partout nicht mehr Herr werden kann, ein Gespräch mit dem (Haus)Arzt des eigenen Vertrauens empfehlenswert sein kann. Der kann nämlich bei der Feststellung helfen, ob man so weit in seine Angst gegangen (oder getrieben worden) ist, dass man ohne professionelle Hilfe nicht wieder so leicht hinausfindet.
Angst ist nicht gleich Angst, und Panik nicht gleich Panik; von daher: Obacht. Wenn's 6 Wochen nicht besser werden will: Onkel Doktor besuchen und klären ob Gespräche mit ausgebildeten Psychologen sinnvoll sein könnten o.ä.
In solchen Fällen auf keinen Fall "nur" Medikamente als Lösung akzeptieren. Oder Alkohol ;) u.ä. frei erhältliche Substanzen. Gespräche helfen mit, wieder an den Punkt zu gelangen, den Ralf und Tanja beschreiben: Möglichkeiten der Selsbtwirksamkeit (wieder) zu entdecken.
Und wo wir grad dabei sind, ein kleiner Weckruf an die Disskussionsteilnehmer, die [ein höheres Wesen, enter name of choice here] als Trostspender empfehlen:
Gottvertrauen, liebe Freunde, ist auch nur eine Art, Verantwortung zu externalisieren. Sieh dich in deiner Reichweite um; und dann tu, was du tun kannst.
Meines Wissens ist Gott am siebten Tage surfen gegangen und seither nicht wieder zurückgekehrt. Der kosmische Anrufbeantworte ist nach allem, was ich erkennen kann, ebenfalls aus.
In diesem Sinne,
Beste Grüße und, to quote Douglas Adams:
Keine Panik! ;)
am einfachsten geht es mir wenn ich mir folgende fragen selber beantworte:
was ist das beste was mir passieren kann?
(in diesem fall hier, dass nix passiert oder ich sogar noch Geld gewinne?)
was ist das allerschlimmste was mir passieren kann?
(aktuell - evt. dass ich alles verliere. naja, dann fang ich halt wieder von vorne an. wie ihr schon geschrieben habt - sehr unangenehm aber kein beinbruch)
was ist das wahrscheinlichste was mir passieren wird?
(vermutlich nicht sonderlich viel und wenn, dann geht es allen andern auch so)
damit behalte ich meist einen "kühlen" kopf auch in heiklen situationen.
also keep cool beim beantworten dieser 3 einfachen fragen - das schlimmste tritt sehr selten ein!
Liebe Tania, deinen Worten zur Finanzkrise kann ich nur zustimmen.
Deiner Meinung zur Eigenverantwortung für mein Leben ebenfalls.
Ein Zitat, dass ich nicht vergessen will:
Nimm Dein Leben in die Hand.
Und was passiert?
Etwas Schreckliches:
Niemand ist da,
den Du noch verantwortlich machen kannst.
Das beziehe ich auf alle Lebenslagen, wenns auch unbequem ist.
Und mein Verhältnis zu Gott - ich betrachte ihn als Mittel zum Zweck. Er gibt mir die nötige Ruhe und Kraft, aber trotzdem gilt:
Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.
Es grüßt Heidi
Ich finde die Tipps auch reichlich pauschal.
Selbstverständlich bin ich für mein Leben verantwortlich. Wer den sonst? Bisher habe ich mich immer erfolgreich gegen Manipulationen durch andere Menschen wehren können. Die eine oder andere Idee fand ich aber nie schlecht. So fand ich es bis vor einigen Wochen nicht so gut, dass ich mir kein größeres Geldpolster angelegt habe. Und das bei meinem nicht geringen Gehalt!
Nein, da bin ich lieber durch die weite Welt gereist,habe
mein Geld in ****Hotels "auf den Kopf gehauen" und mir schöne Kleidung geleistet.
Jezt sehe ich das anders. Mein Geldbesitz kann jederzeit im Unterstützungsfonds für Ackermann landen oder entwertet werden. Meine Erinnerungen an die wunderschönen Strände und die tolle Zeit mit meinem Partner kann mir keiner mehr nehmen.
Natürlich nützt es den Leuten, die inzwischen viel Geld verloren haben nicht, wenn sie sagen: DIE sind Schuld. Ich
kann ihr Entsetzen aber sehr gut nachempfinden. Jahrelang wurde den Leuten erzählt, sie mögen für das Alter vorsorgen und dann haben die Ersparnisse in Nullkommanix die Lehmann-Brüder.
Hier sind nun einmal die Banken Schuld!
Übrigens werde ich so weitermachen wie bisher. Es wird niemals mein Ziel sein, als reichste Frau auf dem Friedhof zu landen oder den dubiosen Bankern die Luxusyacht zu finanzieren. Wahrscheinlich werde ich bei der nächsten Wahl sehr weit links wählen.
Ver-Antwortung...
wenn ich mein Geld einer Bank anvertraue, mit der Hoffnung,
dass sie es vermehrt, dann meine ich es sei gut versorgt und
habe doch irgendwie die Hoffnung, dass diese Bank dann Gewinn
für mich erwirtschaftet.
Falls dies dann nicht so klappt wie ich es gerne hätte, dann,
denke ich macht es am meisten Sinn, wenn ich die Ver-Antwortung übernehme und mir bewusst werde, dass auch hier nur Menschen am Werk sind.
Ich habe immer mindestens 2 Möglichkeiten.
1. Ich kann jammern und hadern, weil jemand seinen Job nicht zu meiner Zufriedeheit ausgeführt hat...
oder
2. Ich kann mich bei der Nase nehmen und mir eingestehen, dass ich auf's falsche Pferd gesetzt habe.
Ich denke nicht, dass ich mir damit irgend eine Schuld aufbürde. Es könnte aber durchaus möglich sein, dass ich etwas daraus lerne und das nächste mal eventuell ein glüklicheres Händchen habe, in der Absicht mein Guthaben zu vergrössern. Je mehr Erfahrungen wir sammeln desto mehr Verknüpfungen haben wir in unserem Hirn. Man kann dies auch mit Wissensnetz betiteln und dies hat Einstein schon begriffen: Die meisten Menschen Benützen nur ca. 10% Ihres Potential's.
Ist es nicht wesentlich einfacher, wenn wir für unser Handeln oder eben nicht Handeln Ver-Antwortung übernehmen, als irgendwelchen Menschen oder Instuditionen die Schuld zu geben und damit auch die Macht abgeben zu Handeln?
Ich für mich ziehe es vor, die Macht über mein ganzes Leben in meinen Händen zu haben. Dies kann ich aber nur, wenn ich voll und ganz über mein Leben Ver-Antwortung übernehme. Weder das Wetter, mein Partner, die Politik, noch irgendwelche Banken sind zuständig für mein Wohlbefinden ;-)
Ich wünsche Euch weiterhin viel Glück, Freude, Spass und Liebe in Eurem Leben.
Herzliche Grüsse
Pascale
Hallo,
ich möchte mich Tania Konnerth anschließen: Ich bin für mich verantwortlich. Je mehr ich spüre, was ich verändern kann und auch verändere, desto mehr steigt mein Selbstbewusstsein und meine Selbstachtung.
Ein tolles Buch, was mir sehr, sehr geholfen hat: Von Reinhard K. Sprenger "Die Entscheidung liegt bei dir- Wege aus der alltäglichen Unzufriedenheit".
Gaby Gembolys schrieb so schön: "Ich habe immer die Wahl-immer".
Und was Pascale u.a. sinngemäß schrieb, fand ich auch super: Ich bin für mein Wohlbefinden verantwortlich.
Ich konnte beruflich keine Grenzen setzen, hab mich immer wieder vom Chef anbrüllen und beschimpfen lassen. Seit ich mit allen meinen Teilen (mit Herz und Verstand) spüre, dass sich der andere nicht ändern wird, nur weil ich das ungerecht empfinde, fühle ich mich sehr viel besser.
Und wenn ich handle, wird es noch besser.
Es gehören zwei zu einer Sache: Der, der tut, und der, der es mit sich machen lässt.
Wie einfach oder schwer es ist, aus der Situation auszusteigen, steht auf einem anderen Blatt.
Katja
Zitat Stefanie:
Auf diesem Weg an alle, uns geht es in Deutschland sehr gut und es gibt keinen Grund zum Jammern.
Ich möchte nicht anmaßend wirken, aber diese Aussage halte ich für wenig differenziert, wenn nicht gar für schlicht.
Mir geht es auch gut, sehr gut sogar, aber ich sehe doch Menschen, für die viele Dinge nicht erreichbar sind und auch nicht erreicht werden können, sei es aus Krankheit, Alter oder sonstigen Gründen.
Das Jammern nicht hilft, ist jedem klar, aber einen Grund zum Jammern gibt es in diesem Land sicherlich für viele.
Das müssen gar keine finanziellen Aspekte sein. Ausgrenzungen und Demütigungen sind nicht weniger schlimm.
Hallo!
Zitat aus der letzten Mail "ich bin für mein leben verantwortlich" --» ein wichtiger Aspekt eines jeden Menschen ist der, als Teil der Gemeinschaft und als solcher hat man auch Verantwortung. Und das ist mindestens die, sich über die folgen des eigenen Lebens/Konsums imklaren zu sein und daraus Konsequenzen zu ziehen. Stichwort: Umweltverschmutzung, Ausbeutung der dritten Welt. Mit euren Tips macht ihr es euch manchmal ein bisschen bequem.
Ergänzung: wir alle haben von dem bisherigen Wirtschaftssystem ahnungslos profitiert. wenn es nicht sogar Kleinanleger unter den Lesern gibt
Ich habe ein paar Kommentare durchgelesen und frage mich, woher diese Wut kommt.
M. Gandhi hat mal gesagt: "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier". Und für mich zeigt sich auch in dieser Krise wieder, daß sich alles selbst reguliert. Immer, wenn die Gier einzelner zu einem "Hype" führt, gibt es irgendwann einen Crash. Das haben wir schon beim "Neuen Markt" oder bei der Telekom-Aktie erlebt.
Natürlich ist jeder dafür verantwortlich, der den Hals nicht vollkriegen kann und meint er müsse, wenn er sein Geld zur Bank trägt, den höchstmöglichen Ertrag erzielen. Damit hat sich jeder zum willigen Opfer gemacht. Wer jetzt unruhig ist, wird dafür Gründe haben.
Auch ich war mal einer von denen, aber ich habe gelernt zufrieden zu sein. Und damit kann ich auch ruhiger schlafen und brauche mir um meine Ersparnisse keine gedanken zu machen, die liegen sicher und bringen gerade soviel Ertrag, daß die Inflation abgedeckt ist.
Wozu sich also aufregen. Wenn wir uns nciht zu den Erfüllungsgehilfen des systems machen, brauchen wir uns auch nicht zu sorgen. Also nochmal:
"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nciht für jedermanns Gier"!
Ich habe immer eine Wahl, das stimmt in jeder Situation....und ist auch immer eine gute Ausrede, wenn jemand seinen Job nicht tut... es steckt schon manches Mal eine gehörige Portion Arroganz dahinter, wenn an Selbstverantwortung appelliert wird, die Arbeitsteilung und notwendige Spezialisierungen sollten wir nicht außer Achtlassen, gerade so wie es uns paßt....sonst werden wir eine Tages noch behaupten, dass jemand krank geworden ist, weil er zum Arzt gegangen ist, dessen Verantwortung ist doch schließlich uns Medikamente zu verschreiben, die uns krank machen, damit die Pharmaindustrie Gewinne machen kann...;-)
übrigens entsteht bei mir Panik, wenn ich so schnell gewählt habe, dass ich die Wahlmöglichkeiten nicht vollständig erkannt habe und die Wahl später zurücknehmen will......
ich finde Tanjas Inspiration Klasse, Ralfs Einwurf klingt nach meinem Stabülehrer.. den hatte ich schon fast vergessen .....gott sei dank!
Zitat Hubert:
Mir geht es auch gut, sehr gut sogar, aber ich sehe doch Menschen, für die viele Dinge nicht erreichbar sind und auch nicht erreicht werden können, sei es aus Krankheit, Alter oder sonstigen Gründen.
Das Jammern nicht hilft, ist jedem klar, aber einen Grund zum Jammern gibt es in diesem Land sicherlich für viele.
Das müssen gar keine finanziellen Aspekte sein. Ausgrenzungen und Demütigungen sind nicht weniger schlimm."
Wo Ausgrenzungen, Demütigungen, Einschüchterungen und Bevormundungen im Alltag sichtbar werden und die/der Betroffene sich nicht selbst helfen kann, ist Zivilcourage gefragt. Kann man vielleicht nicht immer leisten aber ich würde versuchen einzugreifen - auch wenn ich mir immer mal wieder Feinde mache.
Solche Übergriffe richten sicher schlimmen Schaden an, das glaube ich auch.
Mich spricht der Satz der Woche "In einer Welt, in der alles schwankt, bedarf es eines festen Punktes auf den man sich stützen kann.“ - Jules Michelet - sehr an.
Ich bezeichne meinen eigenen "fesen Punkt" als meinen Kern, als meine Grundhaltung in mir. Das tiefe Verständnis von Liebe, Güte und Freiheit. Es gab Situationen in meinem Leben, da wußte ich nicht mehr weiter. Da half mir auch kein Überdenken von Möglichkeiten, von Verläufen. Mir half in zwei Situationen meines Lebens, die ich als Supergau empfand, daß ich mir mein Scheitern eingestand. Das war für mich in dem Moment sehr schmerzlich, aber gesund. In die Knie gehen, kann sehr gesund sein, es ist eine Form der Demut. Und dann konnte ich wieder Mut für das naheliegende fassen und eigenverantwortlich handeln.
Liebe Tanja, lieber Ralf, ich empfinde Eure Tipps und Hinweise als sehr wertvoll.
Herzliche Grüße vom Bodensee
Gabriele Fleer
Ein herzliches Hallo in die Runde,
und vielen, vielen Dank für all die vielen Kommentare, Gedanken und Reflexionen. Mich freut, wie vielfältig mein Text jetzt diskutiert wird.
Natürlich verstehe ich den Ärger, die Wut und die Verunsicherung - Leute, das geht mir doch nicht anders! Gerade als Selbstständiger kommt man in solchen Zeiten arg ins Grübeln. Hinzu kommt, dass ich eine recht feine Antenne für Ungerechtigkeiten habe und glaubt mir, es gibt eine Menge, worüber ich mich aufregen kann...
Aber es ging mir hier in diesem Text ja um einen konstruktiven Umgang mit Krisen. Also darum, wo wir ansetzen können, was wir tun können und was in unserer Hand liegt. Panik ist für mich nach wie vor die schlechteste Alternative.
Auf einen weiteren, spannenden Austausch,
Tania von "Zeit zu leben"
Hallo,
ich bin auch der Meinung, dass es sehr hilfreich ist in aller Unbeständigkeit einen festen Punkt zu haben, an dem ich mich fest halten kann. Für mich ist und bleibt dies Gott und die Erfahrung, dass letzendlich alles gut ist, auch wenn ich es im Moment des Geschehens nicht verstehe und nur schwer damit umgehen kann. Ich habe es in unzähligen Situationen erfahren, dass ich mich Gott und dem Leben vertrauend auf alle schwierigen Situationen einlassen kann, auch wenn es um mich herum tobt und stürmt.
Ich wünsche Euch diese Erfahrung,
Sylvia
...ist schon sehr erstaunlich, eure Angst. Vor WAS fürchtet ihr euch ? Eine Hungersnot in Hamburg, ein Tsunami über Sylt, eine 3 Meter Schlange bei Media-Markt an der Kasse, ein unbekannter klaut euren Porsche? Was ist los mit euch Leute?
Schafft euren Fernseher ab, entspannt euch, lest ein gutes Buch, umgebt euch mit positiv eingestellten Menschen, und haltet euch fern von Loosern. Wer interessiert sich denn für "Frauentausch" oder "Big Brother" ? Welch kranke Hirne gestalten das Fernsehprogramm ? Welche Schwachköpfe entlohnt solche Weicheier ? Kauft euch ein Kanu, schnappt euch einen netten Partner, oder Partnerin, faht mit dem Rad, macht einen Waldspaziergang oder vögelt euch frei bis die Lungen plazten. Macht irgendwas, aber hört auf damit, euch gegenseitig mit Ängste zu bombardieren. Hört auf Fleisch zu fressen, und zu rauchen.Ist alles ganz einfach und gar nicht langweilig. Boykotiert Alkohol und Tabak, baut Äpfel an meinetwegen, und versenkt eure Handy's in die Elbe. Handyweitwurf z.B.
Blick nach vorn Leute, Albert
Einen guten Tag den Leserinnen und Lesern,
herzlichen Glückwunsch Tania zu Ihrem Mut und ein großes DANKE für Ihre Offenheit. Ich kann Ihre Idee und auch den Sinn Ihrer Gedanken gut verstehen und nachvollziehen – und, wenn Sie es damit geschafft haben nur eine einzige Leserin oder einen einzigen Leser aus seiner Erschrockenheit oder Starre herauszuholen, haben Sie viel erreicht.
Immer, wenn wir den Mut haben uns zu öffnen und bereit sind unsere eigenen Gedanken anderen mitzuteilen, sind die Reaktionen darauf sehr unterschiedlich und das ist gut so. Denn so, und nur so, kommen Dinge in Bewegung, beginnen wir wieder zu reflektieren, nachzudenken. Die mutigen Menschen sind es, die andere wachrütteln. So wie es ja auch hier geschehen ist. Es nützt nichts zu schimpfen oder sich von der Welt abzuwenden, sie ist da und es gut so.
Ich habe mir auch die Frage gestellt, ist das eine wahre „Geld-Krise“ oder will das Geld endlich fließen? Will es losgelassen werden von denen die es festhalten? Die gierig nie genug bekommen können. Schließlich kann das Geld ja nicht einfach von der Welt verschwinden – ja wo ist es denn? Oder wollen da wieder einige mit ihrer Macht spielen um den „kleinen Mann/Frau“ Angst einzujagen? Wenn ich dann die Herren Banker höre, die da sagen, unsere Bank (Deutsche Bank) hat keine diesbezüglichen Probleme und unsere Sparkasse hier am Ort sagt das gleiche – hm –ja – schon komisch – nicht wahr?
Ich denke Ruhe bewahren und nicht so schnell sich in Angst und Schrecken versetzen lassen ist der beste Weg. Dem "Gegner" offen in die Augen sehen und schauen wie es weiter geht und was passiert wirklich in der kommenden Zeit. Angst ist immer der schlechteste Ratgeber!
Im Übrigen steht die ganze Welt in einem hohen energetischen Wandel und in den kommenden Jahren werden sich sicher noch viele Dinge verändern und verschieben. Lassen wir den Dingen doch ihren Lauf und beginnen wir unser Bewusstsein von der „Kontrolle“ zum „Erlauben“ zu wechseln. Ich für meinen Teil gebe dem Glauben und dem Vertrauen in mich selbst einen Platz und spüre IN mir meinen „Festen-Punkt“.
Das wahre Selbst erkennen und dem Gefühl von Glück und Freude den Raum geben, gibt mir die Freiheit zu genießen, zu leben und zu atmen.
Der Treibstoff der neuen Energie ist „die bewusste Wahl.
In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern die Freude in der Seele, das Glück im Herzen und Wunder, in dieser wundersamen Zeit.
Herzlichst Anne
@albert
...ist schon sehr erstaunlich, eure Angst. Vor WAS fürchtet ihr euch ? Eine Hungersnot in Hamburg, ein Tsunami über Sylt, eine 3 Meter Schlange bei Media-Markt an der Kasse, ein unbekannter klaut euren Porsche? Was ist los mit euch Leute?
Du hast völlig recht. Die meisten Menschen haben sich einfach zu sehr an Konsum gewöhnt, nehmen ihn als selbstverständlich hin - und au weia - wenn man dann nicht mehr jedes Zimmer im Haus mit Fernseher ausstatten kann - GROSSE Krise. Ich kenne Harz4 Empfänger, bei denen hat jedes Kind ein eigenes Guckkastl.
Ach ja - und nebenbei haben die meisten dann das "richtige" Leben vergessen. Mit Atmen, Fühlen, Spüren - momentan scheint z.B. die Sonne - merkt das noch wer?
Hallo alle zusammen,
ich stimme Tanja vollkommen zu. Natürlich ist es verständlich und gerecht in Wut zu geraten, wenn man sein sauer verdientes Geld durch Fehlspekulation teilweise verliert. Aber das ist ja genau der Punkt! Wer nämlich in der Vergangenheit nicht spekuliert hat und nicht in Aktien oder Investmentfonds angelegt hat, so wie ich das seit dem Flop mit der Telekomaktie halte, der hat auch nichts verloren. Ist es nicht die Gier nach immer mehr, nach der Wahnsinns-Rendite, die uns blind macht und uns den falschen Gurus vertrauen lässt? Ich kann mich noch gut erinnern, als ich vor vielen Jahren auf einem Erfolgsevent in München einen namhaften Finanzexperten über Immobilien als Anlage spotten hörte:" Ich kaufe mir doch keine Arbeit!" Er predigte nur die Anlage in Aktien sei die Wahl der Klugen. Und so schossen die Finanzexperten wie Pilze aus dem Boden. Kaum den Hauptschulabschluss geschafft, aber mit Aktien spekuliert, dicke Autos gefahren, den Laptop auf dem Schoß um jede Minute mehr und mehr zu schäffeln und die "Dummen", die für ihr Geld noch arbeiten ausgelacht. Dumm gelaufen! Denn jeder wirkliche Experte hat schon vor Jahren gesagt, dass Aktien Risiko und Chance zugleich seien und man gut beraten ist, nur das, was man wirklich nicht braucht, in Aktien- gut gestreut- anlegt und daneben auch andere Anlagemöglichkeiten - auch Immobilien nutzt. Haben die Menschen aus zwei Währungsreformen noch nichts gelernt? Wer ein Haus besaß, hatte in diesen Zeiten noch immer ein Haus!
Seit sich der Kurs einer Aktie nicht mehr an den Erfolgsaussichten der Firma, die dahinter steht, orientiert, sondern an der Gier der Anleger, die durch schnelle Gewinnmitnahmen das Parkett zunehmend ins Wanken bringen, vertraue ich dieser Anlageform nicht mehr. Ich bin mit meinem Tagesgeldkonto bestens bedient. Reicht zwar nicht, um innerhalb kürzester Zeit Millionär zu werden, lässt mich aber herrlich ruhig schlafen- und das ist mehr wert, als ein dickes Konto.
Ich wünsche euch allen mehr inneren als äußeren Reichtum.
Uschi
@ Andrea & Uschi,
das ist genau der Punkt.
Wir sollten uns des Lebens freuen, nicht immer nur rum jammern, und sich darüber freuen, gesund zu sein, in Freiheit zu leben. Es ist viel zu selbstverständlich geworden, morgends das Licht anzu knipsen, sich duschen zu können, seine Mails zu lesen, und sich auf den Monitor ein neues Urlaubsziel an zu sehen zu können. Überhaupt sehen zu können, statt blind zu sein ist schon ein tolles Geschenk finde ich. Wir können sogar per Internet reden miteinander! Das ist doch schon der helle Wahnsinn oder ? Mitnehmen von alle dem kann sowieso keiner von uns etwas. Ich stelle es mir albern vor, als kleine Grabbeigabe seinen Toaster oder Rasierer mitzunehmen. Merkt ihr denn gar nichts mehr? Wenige Flugstunden von hier werden Menschen beim Wasser holen erschossen, entführt, beschnitten und was weiss ich nicht alles ?
Ein erfüllter Wunsch, weckt zwei neue - soll mal irgend ein alter Chinese gesagt haben.
Gruß an alle, albert.
www.cornelissen-online.de
@ Ralph
...ist ja grundsätzlich richtig, was Du da schreibst. Haben wir denn nicht schon genügend Parteien, die sich selbst innerhalb einer Partei nicht einig sind ?
Wir sind doch die jenigen, die diese Leute gewählt haben oder ?
Selbst INNERHALB manchen Familien besteht jede Menge uneinigkeit, wie will man dann ein Millionenvolk, bestehend aus Egoisten unter einem Hut bekommen ?
Die meisten von uns sehen nur sich selbst, wollen möglichst keine Kinder, wir könnten doch selbst dabei zu kurz kommen. Viele von uns zeigen etwas vor, was sie sich im Grunde gar nicht leisten können. Selbst unsere eigenen Eltern werden abgeschoben, und es gerät bei einigen von uns in vergessenheit, was die Eltern, gutes für uns getan haben.Gemessen an Germany, finde ich die Südländer richtig gut. Da gilt die Familia noch etwas. Die wissen noch wie man feiert. Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, weshalb der typisch deutsche Einzelhandel, allmählich von unseren europäischen Nachbarn verdrängt wird ? Schaut doch mal genau hin Freunde. DIE Jungs von Nebenan, sprechen zwar eine andere Sprache, aber sie halten schlicht und ergreifend zusammen, statt sich gegenseitig das Wasser abzu graben.
albert
Wenn ich mir überlege, was passieren würde, wenn die ganze Wut der Leute und die Energie darin in etwas Konstruktives fließen würde... das wäre schon toll.
Und das typische "Ich kann ja doch nichts machen" ist für mich nur eine Ausrede für die eigene Bequemlichkeit. Denn wenn sich genug Leute finden, die einen Zustand nicht mehr hinnehmen wollen, dann kann man etwas machen. Das hat die Vergangenheit wieder und wieder gezeigt
@Beate,
also die Geschichte mit Gott ist so eine Sache Beate.
Hatte Gott auch Eltern ?
War der liebe Gott auch mal ein kleiner Lausbub ?
Wie sah Gott eigentlich aus, gibt es ihn überhaupt noch ?
In Lübeck wird heute ein Sexualstraftäter entlassen, weshalb mit dieser Typ nicht von einem Blitz Gottes, getroffen ?
Den Weihnachtsmann habe ich schon mal gesehen, den könnte ich dir ziemlich genau beschreiben, obwohl er mich früher ständig übersah.
albert
Hallo,
vielen Dank zunächst für die tollen Beiträge. Ich genieße besonders den respektvollen Umgang miteinander. Das ist leider nicht in allen Foren so.
Ich glaube an Gott... allerdings nicht so wie ihn die weltliche Kirche über die Jahrhunderte entstellt hat. Persönlich glaube ich, dass es jemanden wie Jesus gegeben hat. Allerdings nicht als Gottes Sohn sondern als Mensch der seiner Zeit weit voraus war und auch mutig genug dieses kund zutun. Respekt, Liebe, Toleranz, Anerkennung anderer, Nächstenliebe usw. sind Tugenden die dieser nicht nur gepredigt sondern wohl auch gelebt hat. Und genau das ist es was mich am Glauben fasziniert. Ich versuche den Sinn hinter den christlichen Geschichten zu erkennen. Die Weitergabe der Ereignisse um Jesus ist dann wohl dem "Stille Post Syndrom" zum Opfer gefallen. Jeder hat es dazu getan oder auch weggelassen, je nach dem welchen Einfluss er nehmen wollte.
Zum Thema aufregen über Dinge die man nicht ändern kann:
Dazu gehört schon etwas Übung. Und der Mensch ist nun mal emotional und reagiert auch so. Ich gehe dann immer laufen oder dresche auch mal auf meinen Sandsack ein. Das ist herrlich entspannend und ich tue etwas für meine Gesundheit :)
Einen wunderschönen entspannenden Abend noch
Burkhard
@boring:
Du schreibst, dass sich die magische Zahl 7HG1 nie ändert.
Dann kann man nie genau feststellen, wer gepostet hat oder? Können die Admins den Absender des postings feststellen?
Würde ein Admin erkennen, wenn ein Rechner in ein Netzwerk eingebunden ist und der Nutzer es möglicherweise gar nicht weiß?
Hallo Burkhard,
ich glaube auch, dass Jesus uns beibringen wollte, dass Tugenden wie Respekt, Liebe, Toleranz, Anerkennung anderer, Nächstenliebe usw. für das menschliche Fortbestehen unabdingbar sind. Und ich glaube, dass wir täglich ein wenig drüber nachdenken und handeln sollten. Ich versuche es jedenfalls, indem ich dem Obdachlosen, der angepöbelt wird, beistehe zum Beispiel. Aber ich will mich nicht rühmen, ich würd mich freuen, wenn sonst noch jemand eine Idee für eine tägliche, kleine Freundlichkeit hat und sie auch kundtut. Stiften wir uns gegenseitig an im Sinne dieses schönen Zitats: "Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern." (afrikanisches Sprichwort)
Herzliche Grüße
Selma7
*Tania Konnerth schreibt:*
Die Buchstaben-Zahlenfolge, die man eingeben muss, hat hier einzig und allein den Zweck, dass unser Blog so nicht von automatischen Spam-Maschinen mit Werbung vollgepostet wird. Sie dient keiner Erkennung o.ä. :-)
Herzlich,
Tania von "Zeit zu leben"
Hallo Tania,
danke für die Auskunft. :-)
Herzlich, Selma7
Vor zwei Wochen hätte ich noch eure Probleme gehabt!
Inzwischen hat der Spruch den Tanja gewählt hat eine ganz andere Bedeutung.
In meiner Welt schwankt seit dem Ausfall des Gleichgewichtsorganes im rechten Ohr tatsächlich alles. Sich damit zurecht zu finden und dabei den festenPunkt zu finden hat eine völlig andere Bedeutung.
Geld, Politik, Schimpfen auf andere alles gut und schön, momentan steh ich mir selbst am nächsten. Das mag egoistisch klingen, doch ich bin von 200 auf 0 ausgebremst wurden von mir selbst. Weil ich überall mitmischen mußte, weil ich 200% sein wollte, weil ich nichts abgeben konnte von meiner Verantwortung und vielleicht auch weil ich oft die Schuld bei anderen suchte. Und auf einmal ging nix mehr - hilflos den anderen irgendwie ausgeliefert sein. Gegensteuern bestraft der Körper mit Verschlechterung der Situation. Also ausharren und jetzt muß ich lernen: Geduld, Verantwortung für mich selbst - kein Arzt kann mir sagen wie lange das bleibt, da kann ich verrückt spielen oder ich kann sagen "Es ist wie es ist" (Das hat mir mein online Coach geraten)und einfach mal sehen für was das ganze gut ist.
Und so sollten wir auch mit der Finanzkrise umgehen ich kann Tanja nur Recht geben.
Liebe Grüße
Ina
@Burkhard,
Du hast Recht Burkhard, auch ich habe keinen Zweifel daran das Jesus tatsächlich da war. Er mag auch ein außergewöhnlicher Mensch gewesen sein sein, erfüllt vom Gutem.Es ist schlimm genug was ihm widerfahren ist.Wenn wir auch nur halbwegs im Sinne von Jesus oder Ghandi, miteinander umgehen würden, wäre die Welt in Ordnung. Jedes Neugeborene hat wohl einen Jesus in sich, doch die wenigsten sind in der Lage, auf dem Weg zum erwachsen sein - diesen Jesus in sich zu bewahren. Das ist leider so Burkhard.
Albert
@albert
Nicht aufgeben, möcht ich meinen.
Nächstenliebe entwickelt sich, es braucht ein wenig Zeit, besonders nach schweren Einschnitten im Leben.
Es gibt ein schönes Lied zu diesem Thema:
Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün.
Ein christliches Lied.
Danke, Albert du sprichst mir aus der Seele.
Ich würde nicht diese Worte verwenden, aber letztlich genau das Gleiche meinen.
Tanja hat ganz oben am Anfang einmal gesagt, dass die 'Wut auf alles und jetzt auch auf mich' gut rüber kommt. Ist ja kein Wunder: Diejenigen, die sich ohnehin schon ohnmächtig und im Stich gelassen fühlen, fühlen sich noch dazu einfach nur maßlos geärgert , wenn da einer ankommt und ihnen das allround-Rezept der Eigenverantwortung in die Hand drückt. Ich kann mir vorstellen, dass man sich dann veräppelt vorkommt. Dass wir selber verantwortlich sind, wissen wir ja (leider). Wir wissen, dass wir ab 18 alle Geschäfte auf eigene Gefahr abschließen, wissen, dass wir uns täglich neuen Entscheidungen stellen müssen, sei es, ob wir den Brief heute zur Post bringen oder ob der Vater eine Magensonde gelegt bekommt.
Dabei finde ich Wut gut und richtig. Ich würde Wut, Ärger und Aggression auseinanderhalten. Wut ist, wenn ich platze und sage: Mensch, was soll das denn? Da schaufelt sich einer, der ein wenig Geld herumschiebt, Millionen in die Tasche, mehr als jeder lebensrettende Chefarzt und schiebt das dann auf sein Schwarzkonto ins Ausland, um auch noch Steuern zu sparen! Das kann ja wohl nicht wahr sein! Problematisch wird es nur, wenn man in der Wut und Panik dann zu dem Punkt kommt, dass man nicht mehr handeln kann. Handlungsfähigkeit ist das, was uns am Leben erhält, die Fähigkeit, mit unserer Wut, unserer Angst und Panik umzugehen. Daher kann ich der Botschaft, die Tanja am Ende der Nachricht postuliert, zustimmen: Es wird immer weitergehen und wer nicht mitlaufen kann oder will, wird zwischen den Mühlrädern der Zeit zermahlen werden. Daher ist der Schluss, sich einfach hinzusetzen und zu jammern, falsch.
Ich kann aber trotzdem mit Recht sagen, dass die Politker sich viel zu wenig kümmern, dass sie Gesetze erlassen, wo mir Angst und Bange wird (das jetzt gescheiterte Luftsicherheitsgesetz). Wir leben in einem Staat, den man mittlerweile am Rande der Rechtstaatlichkeit bezeichnen kann, wenn es passiert, dass Politiker solche Gesetze überhaupt in Betracht ziehen und erlassen.
Dass das sehr wohl fremde Verantwortung ist, die missbraucht wird, die nun mal nicht dem Einzelnen zusteht, auch wenn der Politkier in einer Legitimationskette steht, ist unzweifelhaft.
@Selma7: *Normalerweise* wird diese Zeichenfolge automatisch und häufig geändert um es den Spammern etwas schwerer zu machen.
» Können die Admins den Absender des Postings feststellen?
Nicht einfach, theoretisch aber über Umwege möglich.
» Würde ein Admin erkennen, wenn ein Rechner
» in ein Netzwerk eingebunden ist und der Nutzer es
» möglicherweise gar nicht weiß?
Du meinst in ein Spam-Netzwerk? Nein, das würde der Admin nicht erkennen. Jeder ist für das verantwortlich was auf seinem Computer läuft. (wobei es auch da gesetzliche Ausnahmen gibt)
@Tania Konnerth: mir wäre das mit dem Bild nicht aufgefallen, würde ich mir nicht bei jedem Lesen überlegen, ob das nun eine 1 oder eine 7 ist am Anfang.