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Wissen Sie, was Ihnen wichtig ist?

Von Ralf Senftleben17 Kommentare

Nicht was ein Mensch sagt, sondern was ein Mensch jeden Tag tut, erzählt uns, was ihm wirklich wichtig ist.

– Quelle unbekannt

Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, was Ihnen im Leben wirklich wichtig ist? Also was für Sie persönlich die größte Bedeutung hat?

Viele antworten hier "Liebe", "Meine Familie" oder "Gesundheit", andere sagen so etwas wie "Geld", "Erfolg" oder "Gott".

Aber was ist es für Sie? Was ist für Sie das Wichtigste in Ihrem Leben?

Um dahinter zu kommen, können Sie sich z.B. die folgenden Fragen stellen:

Wenn Sie herausgefunden haben, was Ihnen am wichtigsten im Leben ist, dann möchte ich Sie zu einer weiteren Frage einladen.

Betrachten Sie doch einmal Ihr alltägliches Verhalten und fragen sich:

Tue ich eigentlich täglich etwas für das, was mir am wichtigsten ist?

Es gibt Leute, die behaupten steif und fest, ihre Familie wäre das Wichtigste, aber sie verbringen täglich 12 Stunden im Büro und sehen ihre Familie kaum. Hier ist wohl eher Geld, Sicherheit, Pflichtgefühl oder Anerkennung das Wichtigste, oder?

Es gibt Menschen, die sagen, dass ihnen Liebe am wichtigsten ist aber sie verhalten sich anderen gegenüber intolerant oder aggressiv.

Wie sieht das bei Ihnen aus? Stimmt Ihr tägliches Verhalten mit dem überein, was Ihnen eigentlich wichtig ist?

Oder eher nicht?

Es erfordert natürlich schon ein bisschen Mut, dahin zu schauen, aber je besser wir uns selbst wirklich kennen, desto eher können wir dafür sorgen, dass es uns gut geht.

Zu wissen, was einem wichtig ist und wirklich danach zu leben, das ist schon ziemlich essenziell auf dem Weg zu einem glücklichen und zufriedenen Dasein. Also erlauben Sie mir bitte, noch einmal zu fragen:

Was ist Ihnen wirklich wichtig?

  1. Renate schreibt am 23. September 2007 um 15:58

    Wichtig für mich ist,das ich Freunde habe,die für mich da sind,weil ich alleine lebe.

  2. Sabine schreibt am 23. September 2007 um 16:26

    Wichtig ist für mich die Beziehung zu Partner und Freunden, nicht nur dass sie für mich da sind, sondern auch dass ich für sie da bin!

  3. Andrea Gabriele schreibt am 23. September 2007 um 17:33

    ...eine EINFACHE WAHRHEIT - es freut mich, dass hier
    keine komplizierten Gedankengänge angestellt werden.
    SCHÖN SO *

  4. Molly schreibt am 24. September 2007 um 00:07

    "Es gibt Leute, die behaupten steif und fest, ihre Familie wäre das Wichtigste, aber sie verbringen täglich 12 Stunden im Büro und sehen ihre Familie kaum. Hier ist wohl eher Geld, Sicherheit, Pflichtgefühl oder Anerkennung das Wichtigste, oder?"

    Hierzu gebe ich zu bedenken, dass es ein Ausdruck und Beweis von Liebe ist, die Existenzgrundlage der Familie nicht zu vernachlässigen!
    Mein Vater war selbstständig, immer im Büro, meine Mutter war unterwegs, um die Aufträge heranzuholen und Kundenkontakte zu pflegen. Wir 5 Kinder haben nie daran gezweifelt, dass wir geliebt und behütet wurden, denn unsere Eltern waren stolz auf uns und lobten uns vor anderen, bezogen uns in ihre Arbeitswelt ein, liessen uns "helfen", d.h. "Arbeiten" verrichten, auch wenn sie dadurch in Wirklichkeitkeit keine Hilfe, sondern Mehrarbeit hatten, weil wir viel zu klein waren, um das, was wir dachten zu tun, auch wirklich zu beherrschen.

    Ich saß oft im Büro, malte Kringel aufs Papier oder tippte mit der Schreibmaschne, verbrauchte Unmemgen Kohlepapier und Papier, weil ich mit Durchschlag "schreiben" wollte, wie die Großen.Mein Vater las mir "meine Geschichten" vor. Ich staunte, dass ich das geschrieben hatte. Oder er ließ sich meine Kringel oder Getippsel, vorlesen und merkte sich alles, um es mir dann noch einmal "vorzulesen". Ich kontrollierte ihn, stellte ihm Fallen und er nahm dann immer die "Schuld" auf sich, sagte mir, dass ich Recht habe und er zu dumm gewesen sei und nicht richtig aufgepaßt habe. Einmal ging ich, ca.3Jahre alt, mit meinem selbst "geschriebenen" Einkuafszettel zum Metzger. Die Metzgersfrau fragte mich, was es denn hieße und ich erklärte ihr, dass mein Vater immer alles von mir lesen könne, auch, wenn ich nicht mehr wüßte, was ich geschrieben hätte, weil ich ja nur schreiben, aber nicht lesen könne. Sie lachte und rief meinen Vater an. Er verriet nicht, dass ich gar nicht einkaufen geheen sollte, sondern bat sie, mir irgendetwas mitzugeben. Als ich stolz nach Hause kam, lobte er mich, dass ich schon alleine einkaufen gehen könne. Er meinte, dass ich mir lieber meine Zettel von ihm noch mal abschreiben lassen solle, denn die Metzgersfrau könne leider keine Kinderhandschrift lesen, weil sie eine neue Brille bräuchte.

    Sie gaben mit uns an und zwinkerten uns zu, weil sie übertrieben und wir sie sonst korrigiert hätten. Wir wurden zur Selbstständigkeit ermutigt und unsere "Fehler" wurden einfach nicht von ihnen kritisiert. Sie vertrauten auf unseren Ehrgeiz und die Fähigkeit, uns selbst zu beweisen und zu korrigieren.

    Ich bin überezeugt, dass es nicht auf die tatsächlich mit jmd. verbrachte Zeit ankommt, sondern auf die Qualität, und dass die Wertschätzung der Geliebten wesentlicher das Gefühl, geliebt zu sein, erzeugt.
    Ich habe gelernt, dass ich gut lebe, wenn ich nicht im "Wartezustand" verbringe, sondern mich mit meinen Dingen beschäftige und erfreut aufblicke, wenn mein Partner oder meine erwachsenen Kinder kommen, wir uns begrüssen und uns dann Zeit und Raum lassen bis einer von uns mit dem Kochen beginnt und nach und nach alle neugierig eintrudeln, zugucken oder mitmachen........ dann gemeinsam essen und quatschen und sich dann nach und nach wieder zu den eigenen Dingen begeben. Auch wir wissen, dass wir für einander wichtig sind, aber der eigene Kram ist jedem von uns eben auch wichtig!!!!!!!!!!

  5. Chrisi schreibt am 24. September 2007 um 09:43

    Wow - ich bion beeindruckt von dieser Übung. Ich dachte das wäre ja alles ganz klar für mich.
    Partnerschaft, Familie und Freunde und meine Arbeit sind für mich sehr wichtig und ich tue auch einiges dafür - damit das so bleibt.
    Was mir aber auch sehr wichtig ist dei finanzielle Freiheit - dafür tue ich nicht genug - oder ich tue es nicht bewußt.
    Heute ist bei mir der groschen gefallen.
    Vielen Dank

  6. Eva-Maria schreibt am 24. September 2007 um 11:27

    Ich behandle andere Menschen so, wie ich selbst behandelt werden möchte.Mir ist wichtig, andere Lebewesen zu tolerieren!

  7. Volker schreibt am 26. September 2007 um 10:17

    Leider merkt man erst was einem wichtig ist, wenn es nicht mehr da ist, oder man (Frau) es nicht mehr hat!

  8. Pebbie schreibt am 26. September 2007 um 10:50

    Innere Zufriedenheit...

  9. Jakob schreibt am 27. September 2007 um 13:19

    Hey ! Was soll das? Darf man hier nicht seine ERNST GEMEINTEN
    Wünsche reinschreiben?

  10. Eva-Maria (2.x) schreibt am 28. September 2007 um 14:34

    Die "Abhandlung" von Molly ist zu lang für mich. Kurz und treffend liest man eher !Sie sollte sich als Autorin für Kurzgeschichten einen Namen machen.;)

  11. Meta schreibt am 30. September 2007 um 18:35

    Ich bin mir wichtig!!!
    Als eines von sechs Geschwistern habe ich früh geheiratet, blieb Tochter meiner Eltern, habe mich viel um meinen Lebenspartner und unsere mitlerweile erwachsenen Töchter gekümmert. War politisch und ehrenamtlich tätig. Habe nach der 12 jährigen Kinderpause wieder in den Beruf zurück gewollt, wurde dabei immer kränker und habe erst jetzt, krebserkrankt, im fünfzigsten Lebensjahr gelernt, das ich mich Zeit meines Lebens viel zu wenig um mich selbst gekümmert habe. Darum, und weil es jetzt möglich ist, und weil ich die Menschen um mich herum nicht mehr mit meiner hilflosen Traurigkeit quälen möchte nehme ich mich und meine Gefühle jetzt wichtiger,( ohne anderen zu schaden)
    Liebe Grüße an Euch von Meta

  12. Tilia schreibt am 30. September 2007 um 22:54

    Molly, ich sge nur: Klasse Eltern gehabt !
    Und wie man sieht, trägt der Samen Früchte. So wie ihr miteinander umgeht. Wir leben auch so. Jeder lässt dem anderen Freiraum und Menschen, die wir neu kennenlernen bekommen einen grossen Vertrauensvorschuss.

  13. Ariane schreibt am 5. Oktober 2007 um 07:43

    Zu dem Thema "Was ist mir wirklich wichtig" fand ich folgenden Link total inspirierend:

    http://www.zen-coaching.com/index.asp?i=131
    und da die Power Tools zum Selbstcoaching (alle)

    Da finden sich zum Beispiel Übungen, wie man nicht im Bedauern stecken bleibt, dass man ja gar nicht macht, was einem am wichtigsten ist, sondern schaut, welche anderen wichtigen Absichten hinter dem Nichtmachen stecken und wie man alternative Strategien finden kann, um alles unter einen Hut zu bringen.

    Kommt von einem in Schweden lebenden Norweger (einem der präsentesten Menschen die ich persönlich kenne), deshalb auf Englisch.

  14. Priesemut schreibt am 9. Oktober 2007 um 21:17

    Ich habe einen Freund der täglich 12Stunden und manchmal noch mehr in seinem Büro sitzt.Es kommt sogar vor das er am Wochenende arbeitet oder in der Weltgeschichte herum fliegt.
    Wir haben einen kleinen Sohn zusammen,der förmlich darum bettelt von seinem Vater abends ins Bett gebracht zu werden.
    Doch das ist für meinen Freund einfach anscheinend nicht machbar.
    Er behauptet immer wir,die Familie seien ihm wichtiger.
    Doch wenn ich das Zitat jetzt so lese,dann bekomme ich wieder mal einen ganz anderen Eindruck.
    Geld verdienen ist eine Sache,doch man sollte dennoch seine Familie nicht vergessen.
    Mein Freund hat sich dieses Zitat mit durchgelesen und ich hoffe,dass es ihm mal zum nachdenken anregt.

    Übrigens fährt er dieses Wochenende mal wieder an die Ostsee - unbezahlt! :-/

  15. Alice schreibt am 10. Oktober 2007 um 20:03

    Geborgenheit in der Familie zu finden und zu geben, gegenseitige Achtung und Anerkennung durch andere zu erfahren, ist mir wichtig.

  16. Dara schreibt am 16. Oktober 2007 um 06:33

    Bitte, liebe Meta, nicht total ins Schneckenhaus kriechen und die anderen von deiner hilflosen Traurigkeit abschotten: sie sind es doch auch!Sie haben auch Panik, Angst, Verzweiflung, Sorgen um dich - neben ihren eigenen alltäglichen "kleinen". Ich wünsche dir Kraft, Mut, Energie

  17. massei schreibt am 28. Oktober 2007 um 11:52

    ich schließe mich gern den Worten von "Meta" an. Auch ich bin endlich dabei, mich selbst zu finden und zu entdecken, ebenfalls nach einer Krebserkrankung.Ich ziehe mich aber nicht ins Schneckenhaus zurück, sondern öffne mich für all die Dinge, die mir in den letzten Jahren gefehlt haben, Kino, Konzert,Theater,Sport etc. Ich freue mich über meine Kinder,Enkelkinder, bin aber glücklich darüber, nicht abhängig zun sein, sondern mittlerweile sehr gut mit mir alleine und meinen Gefühlen zurecht zu kommen. Darauf möchte ich im Leben nicht mehr verzichten.