Wie gehen Sie mit Anregungen um?
Von Tania Konnerth • 71 Kommentare
"Jeder Mensch bekommt zu seiner Geburt die Welt geschenkt. Die ganze Welt. Und die meisten von uns haben aber noch nicht einmal das Geschenkband berührt, geschweige denn hineingeschaut."
– Leo Buscaglia
Mich würde einmal interessieren, was Leo Buscaglias obige Zeilen in Ihnen auslösen:
Nicken Sie beim Lesen eifrig und kribbelt es Ihnen regelrecht in den Fingern, der Ermutigung nachzukommen, und die Welt zu erobern? Oder empfinden Sie diese Aussage vielleicht eher als belastend, weil schon wieder jemand andeutet, dass Sie mehr aus seinem Leben machen sollten?
Es ist immer wieder sehr spannend, wie unterschiedlich Menschen mit Denkanstößen umgehen.
Mit dem Zitat dieser Woche kann man sich z.B. selbst fertigmachen: „Siehst du, da steht’s – du hast es noch zu überhaupt nichts gebracht. Dein Geschenk ist noch eingepackt und so wie ich das sehe, wird es das wohl auch bleiben.“
Oder man wischt das Ganze einfach vom Tisch: „So ein Quatsch, was weiß der Typ schon von meinem Leben. Geschenk? Hah, dass ich nicht lache – in meinem Leben habe ich noch nie was geschenkt bekommen.“
Eine weitere Möglichkeit ist, sich inspirieren und ermutigen zu lassen: „Hey, wenn das stimmt, was da steht, dann ist das ja wundervoll! Oh ja, ich will endlich mein Geschenk auspacken – Welt ich komme.“
Die Reaktionen sind zur Veranschaulichung natürlich etwas holzschnittartig dargestellt, aber ich glaube, es wird deutlich, was ich meine: Es lohnt sich, einmal hinzuschauen, wie man selbst auf Ideen oder Anregungen von außen reagiert. Und wenn man das erkannt hat, kann man überlegen, ob diese Reaktionen eigentlich nützlich sind oder ob es vielleicht eine gute Idee wäre, sich auch für andere Wege zu öffnen.
Was meinen Sie?





Die ganze Welt geschenkt zu bekommen, welch wundervolle Vorstellung!
Ich habe schon oft in meinem Leben beschlossen, dieses Geschenk näher zu betrachten. Es gab auch Situationen, in denen ich mir nicht sicher war, ob dieses wundervolle Paket tatsächlich für mich ist.
Ich denke, es sind viele kleine und auch größere Päckchen, die wir zu unserer Geburt geschenkt bekommen haben. Und ich habe wohl auch schon das eine oder andere geöffnet.
Nun ist dies eine gute Gelegenheit, dem Universum ein großes Dankeschön zu übermitteln. Und ich freue mich auf die anderen, noch verschlossenen Geschenke.
Mich nervt dieses Zitat eher. Nicht jedes Geschenk wird auch als Geschenk empfunden. Der eine freut sich über eine gute CD, jemand anderes über ein Gutschein. Sprich niemand muss das Geschenk Leben gefallen und es wurde auch keiner von uns gefragt ob wir es haben wollen. Jeder kennt das sicher von Geburtstagen oder Weihnachten, das man mal was bekam, was einem nicht gefiel. Da wird dann auch nicht gesagt, Du mußt halt das beste aus dem Geschenk machen. Und die ganze Welt geschenkt bekommen finde ich schon sehr anmaßend. Aber man kann sollte lernen, die vielen kleinen Geschenke wahrzunehmen, das finde ich schon sehr wichtig.
Ich finde es eine wundervolle Vorstellung die ganze Welt geschenkt zu bekommen. Ich darf ja auch entscheiden, wann, wo und wie ich diese(s) Geschenk öffne. Für mich gibt es keine guten, oder schlechten Geschenke. Wichtiger ist für mich die Erfahrung die ich mit dem Geschenk mache, denn diese kann sowohl zeigen das ich mehr Interesse, oder weniger Interesse daran habe. Jedenfalls sehr spannend die Vorstellung der vielfältigen Möglichkeiten.
Interessante Gedanken tun sich da auf :-))bei der Neugier auf das Leben!!
Du kannst ja mal einen Monat im Erdbeben Gebiet von China Urlaub machen, mal sehen ob Du die GANZE Welt dann immer noch so wunderbar findest.
@michael
meine vollste zustimmung.
wie du sagst, die kleinen geschenke sind sehr sehr wichtig und können wunderschön sein.
ich kann diese "sei immer und überall glücklich, egal unter welchen umständen"-mantras echt nicht mehr hören. immer dieser selbstoptimierungsdruck, dass ich angeblich mein leben noch nicht genug ausschöpfe. "wie, immer noch nicht glücklich, immer noch keinen traumjob? tja, selbst schuld" -so lautet doch der subtext.ich bin ein mensch und daher aus den unterschiedlichsten gründen nicht immer glücklich, genau wie alle anderen auch.
das nervt mich auch an ZZL. leider finde ich, dass zuviele artikel in diese einseitige richtung gehen. wir haben nunmal nicht ALLES IMMER in der hand.
deshalb hat mir der artikel von tania neulich so gut gefallen, da ging es darum, sich einfach mal so anzunehmen wie man jetzt schon ist und nicht immer noch besser, positiver usw. werden zu müssen.
ich bin ein sehr positiver mensch, der schon viele kleine geschenke bekommen und wertgeschätzt hat. aber diese einseitigen erfolgsmantren kann ich echt nicht mehr hören.
Ich kann Michael und Mika nur zustimmen. Es ist nicht immer alles positiv und wir müssen auch nicht alles positiv finden. Es gibt Zeiten, da geht es einem schlecht und da nützt es wenig, diese schönzureden. Annehmen, was ist und das ändern, was ich ändern kann - wobei mir immer bewusst sein sollte, dass ich viele Dinge eben nicht in meiner Hand habe.
nochmal zurück zum zitat...
Also ich freu mich immer, wenn ich ein Geschenk bekomme!
Aber ich finde, es steht nicht immer das Geschenk im Vordergrund, sondern auch die Tatsache, dass man jemandem etwas bedeutet...
und oft denkt man sich, dass man ein Geschenk gar nicht verdient hat. aber man bekommt das Geschenk trotzdem, auch wenn man es vielleicht gar nicht verdient hat! Einfach so! ;)
Ich denke, das Geschenk Leben hat noch viele kleine Geschenke in sich drin =)
Und diese kleinen Geschenke sieht man jeden Tag!
Natürlich ist nicht immer alles super und manchmal möchte man sich einfach nur verkriechen...
Aber meiner Meinung nach drückt dieses Zitat ziemlich gut aus, dass das Leben das Kostbarste ist, was wir je bekommen haben.
Und das ist doch schon ein Lächeln wert, oder? :)
also anmaßend finde ich das keineswegs. wir sind alle kinder dieser welt und haben einfluß darauf was passiert, wenn auch nur sehr wenig. jeder kann sein glück in ihr suchen, nur sind viele sehr eingeschränkt in ihren sichtweisen.
auch denke ich, dass das oben gemeinte geschenk keineswegs immer positiv sein muss oder glücklich stimmend. nein, geschenk des lebens kann auch ein erdbeben, tumor oder krieg sein.
krieg kann geschenk des lebens sein?
also das verstehe ich nicht!
ich finde, das zitat passt nicht zum thema, "wie gehensie mit anregungen um".
das ganze leben ist !!! ein geschenk.
jedes geschenk was man bekommt ist von jemandem mit liebe und sorgfalt ausgesucht und ganz alleine für eine einzige person bestimmt.
also,laßt uns unser geschenk auspacken!
es hat doch niemand gesagt,dass uns das gesckenkpapier gefallen muss.
Ich finde es total spannend zu lesen, wie unterschiedlich die Reaktionen auf diesen Text sind...
Ich mache, seitdem sich mein Mann im letzten Jahr von mir getrennt hat (gerade zu dem Zeitpunkt, als mein Vater nach 6 Jahren Krebs gestorben ist), eine sensationelle Erfahrung im Sinne von "das Leben ist ein Geschenk"... Ich glaube schon lange nicht mehr daran, dass das Leben jeden Tag nur "Sonnenschein" bringen muss, sondern dass gerade der Wechsel unseres Lebens (gute Zeiten, schlechte Zeiten, gute Zeiten...) das "Geschenk" ausmachen..., das Geschenk ist für mich die Entwicklungsmöglichkeit, die mir das Leben, die mir (ich bin gläubige Christin) Gott schenkt... Ich will nicht nur Happiness um jeden Preis... Ich brauche Herausforderungen, Anregungen auf die eine oder die andere Weise... und ich stelle fest nach - wieder einmal -einem Jahr voller Tränen: Das Leben ist wundervoll! Ich bin sehr, sehr dankbar für dieses Geschenk! (Ich habe einen wundervollen Sohn, der mir jeden Tag zeigt: "Es lohnt sich!"
Danke für die vielen Anregungen, die ich von Euch bekommen habe!
Kann man das Geschenk "Leben" denn unausgepackt lassen?
Ich denke, es wird jeden Tag ein Stückchen davon für uns ausgepackt.
Manchmal können wir uns entscheiden, welches Stück als Nächstes drankommt, manchmal wird uns das nächste einfach aufgedrängt. Wobei ich dieses Aufdrängen nicht (nur) negativ sehe. Auch ich glaube, dass darin dann sehr oft eine Aufgabe für uns steckt, die wir angehen und lösen müssen.
Die Welt ist schon aufgeteilt und wir bekommen nichts mehr geschenkt.
Bei den momentanen Kraftstoffkosten verwundert es nicht, dass der normale Bürger es nur bis zum Geschenkband schafft. Aber auch in dem kleinen Bereich kann man mit offenen Augen leben und versuchen die schönen Seiten zu sehen.
Ich LIEBE Leo Buscaglias Bücher, und nicht nur wegen des oben angegebenen Zitates sind sie eine Bereicherung für mein Leben!!!
Mich ermutigen diese Zitate, mal wieder genau hinzuschauen, statt unachtsam mein Hamsterrad in Bewegung zu setzen.. scheinbar so, als hätte ich keine Möglichkeiten. "In den alten Trott zu verfallen", das gelingt mir, ohne irgendwelche besonderen Einsätze. Aber BEWUSST zu leben, den Sack meiner Möglichkeiten aufzuschnüren, das erfordert NOCH eine gewisse Anstrengung, besser vielleicht: Aufmerksamkeit, Bewusstheit. Ich habe die Wahl. Da mich solch wundervolle Zitate daran erinnern, wenn ich es im Alltagsgeschehen wieder einmal verdränge, danke ich den Menschen ganz herzlich, die mich wieder zurückführen! Danke also. Leo, und euch. Und dem Leben.
Guten Tag zusammen,
das Geschenk des Lebens ist wie ein Rosenstrauß.
Man bekommt wunderschöne Blüten und verletzende Dornen.
Mir fällt zu diesem Zitat ein anderes ein:
Leben findet zwischen den Katastrophen statt.
Es wurde gesagt in einer naturwissenschaftlichen Dokumentation auf 3sat über die Entstehung der Erde.
Viele Grüße, einen schönen Sonntag
kade.
Die ganze Welt ...! Ich habe in meinem Leben schon viele Facetten der Welt kennen gelernt. Und als ich mich in die Welt hinausgetraut habe, bin ich in die Welt meiner Gefühle hineingetaucht. Da haben sich mir alle Farben des Regenbogens gezeigt, auch die Farben, die bis dahin nicht zu meinen Lieblingsfarben gehört haben. Oder die Farben, die ich nirgends unterbringen konnte. Jetzt kenne ich viele Nuancen. Die Welt möchte entdeckt werden - von jedem/jeder Einzelnen - dann werden die Nuancen unserer Begegnungen so vielfältig, dass die Welt einfach bunt ist.
Viele Herzliche Grüße aus Essen!
Schön, dieser Spruch...und wie wahr!
Ich fummle auch noch am Geschenkband und versuche den Knoten zu öffnen, weil ich vor Neugierde brenne und sehen will was hinter dem Papier ist...aber wieso sagten Alle zu mir ich dürfe nicht die Schere nehmen um schneller den Inhalt erkunden zu dürfen?? Wieso suchen wir uns immer den holprigen, schweren Weg und nicht den direkten und einfachen um ans Ziel zu kommen??? Wer sagt uns daß wir leiden müssen bevor wir glücklich sind??? Und wenn wir glücklich sind, dann sollen wir es nicht zu laut verkünden, sonst verlieren wir es???
Sind wir nicht alle Sklaven unserer negativen Gedanken??? Haben uns nicht all die Weisen gelehrt, das Glück zu empfangen und dankbar zu sein, daß es zu uns gekommen ist???
Wir müssen alle umdenken und uns auf das Positive konzentrieren, vielleicht entsteht eine globale positive Schwingung und wir finden Lösungen für unsere Schwierigkeiten und Probleme....
Liege ich mit meinen Gedanken falsch??
...es geht nicht darum, uns darüber zu beschweren das wir nicht das bekommen was wir wollen, sondern darum, zu verstehen das wir das bekommen was wir brauchen....
Es hat also Sinn, dass wir unsere Geschenke öffnen, um zu erkennen welche Aufgabe darin steckt.
Jedes Geschenk ist ganz individuell auf uns abgestimmt.
Wer Angst vor diesen Geschenken hat, wird sich nicht weiter entwickeln können.
Das Erdbeben in China ist kein Geschenk, keine Aufgabe für mich allein. So wie die Umweltkatsatrophen keine Aufgabe für einen Einzelnen ist, sind die kleinen Geschenke des Alltags für jeden Einzelnen angebracht.
Ein wirklich toller Gedanke von Leo Buscaglia.
Ich erlebe ihn so - eins zu eins.
In dem ich meinen Blickwinkel der Welt entdecke.
Meiner Welt, die mit der ganzen Welt in Kontakt steht, so wie ich dies zulasse.
Und ich fühle mich sichtlich wohl in meiner Welt.
Es macht Freude dieses Geschenkband abzuwickeln und das Geburtsgeschenk stets aufs Neue auszupacken und Impulse zu ziehen.
Ich kann Anja´s Gedanken nur unterstützen.
Herzliche Grüße aus dem Neckartal.
Im Radio hörte ich vor ein paar Wochen, das Leben und die Welt
sei wie ein Komposthaufen. Oben kommt der Unrat hinein, wir sind die Würmer mit der Aufgabe, daraus etwas wertvolles zu schaffen.
Für den Wurm sind seine Verdauungsprodukte von einem anderen Wert als der Kompost für den Gärtner.
Habe ich in meinem Leben etwas (noch) nicht verstanden?
Gott hat Dir Dein Leben geschenkt, was Du daraus machst ist Dein Geschenk an Gott! Dieser Satz hat in mir vieles auselöst und ich glaube da ist etwas Wahres dran.
Ich glaube auch das wir alle wissen in welches Leben wir hineingeboren werden und ich gehe sogar noch weiter und sage wir haben es uns ausgesucht um daran zu wachsen.
Es ist doch so ,daß wenn wir eine schwierige Situation überstanden haben, wir daraus gestärkt hervorgehen.
Hallo !
Ist das die Wahrheit, nach der so viele Menschen suchen ? Mein erster Impuls : Jaaaa, so isses. Wir haben alle Möglichkeiten, Fähigkeiten und Talente in uns schlummern - Geschenke für uns und unsere Mitmenschen. Macht sie auf Leute, teilt sie mit anderen.
Mein zweiter Impuls : Jetzt schreibe ich das auch endlich einmal in einem Forum - was ich sonst nie mache.
Euch allen eine gute Zeit wünscht Astrid
Wow, welch riesiges Geschenk! Jeder Tag, jede Stunde, jede Sekunde. Und das tolle, ich kann (mit)entscheiden, was aus dem Geschenk wird, was ich von dem Geschenk nehmen möchte. Heute morgen habe ich es als wunderbares Geschenk begriffen, durch den Garten zu gehen und die wunderschönen Blumen in meinem Garten zu bewundern, zuzusehen, wie sich von Tag zu Tag die Pflanzen in meinem Gemüsegarten zu prächtigen Gewächsen entwickeln. Die Welt ist so groß im Kleinen. Selbst wenn ich keine Lust habe, ferne Länder zu bereisen, ist die Welt so riesig groß, geheimnisvoll und oft nicht begreifbar, dass ich für dieses Geschenk sehr dankbar bin.
Auch die Schnecke im Garten, die meinen Salat frisst, ist ein Geschenk, da ich von ihrer Zähigkeit, dem Überlebenswillen, der List, allen Widrigkeiten zu begegnen lernen kann.
Liebe Grüße und einen sonnigen Sonntag
Elisabeth
Die Sonne hat mich heut geküsst,
der Wind hat mich ganz zart berührt,
und weil’s ein Tag voll Wunder ist,
ein Kinderlächeln mich verführt,
meine Herz zu öffnen für das Leben
und selbst zu lieben noch den Regen!
Ich habe durch viele, viele "negative" Erlebnisse in meinem 47jährigen Leben gelernt, das Leben anzunehmen wie es ist. Es geht nicht darum, sich alles Schön zu reden! Es geht darum zu erkennen, dass jeder Tag, jeder Mensch, jede Situation, die uns begegnet, ein Geschenk ist, das uns dabei helfen möchte, uns selbst zu erkennen und den Kern unseres Wesen zu finden.
Ich habe, gerade auch durch die unschönen Erlebnisse, die mir widerfahren sind, gelernt, dass nichts ohne Grund geschieht, und dass ich durchaus in der Lage bin, mein Leben selbst zu gestalten. Ich habe gelernt, das Leben einfach so lieben, wie es ist, eben voller Wunder!
Herzliche Grüße von Sabine
Als Geschenk würde ich mein Leben insgesamt nicht bezeichnen.
Mein Schicksal stellt mir die Aufgaben und ich lebe, um die Aufgaben zu erkennen und sie zu erfüllen. Meine Erfahrung ist, wenn ich im Leben tue, was in meiner Macht steht, dann bekomme ich Gottes Hilfe und das würde ich als Geschenk betrachten. Im Rückblick (ich bin 55 Jahre alt)sehe ich, dass mein Lebenskonto ausgeglichen ist. Das Schwere und das glücklich Erfüllende hält sich die Waage.
Manchmal beschleicht mich ein komisches Gefühl bei dem Gedanken, dass meine Lebenszeit nicht ausreichen könnte um mich um alles kümmern zu können, was mich interessiert.
Liebe Grüße
Sigrid
ich meine, so ist es! Das wunderbare ist, das Geschenk ist noch da, vielleicht nur verstaubt, vielleicht auch verschüttet, aber es ist da. Die Frage ist, will ich es jetzt öffnen? Habe ich die richtigen Werkzeuge? Bin ich neugierig und mutig genug?
Das Gedicht "Am Ende einer Angst" fällt mir dazu ein:
Lange Jahre habe
ich mich angepaßt,
habe alles getan,
um zu gefallen.
Hauptsächlich erforderte das
mich-zurecht-stutzen
Und dann
-plötzlich scheinbar-
konnte ich aus eigener Kraft
nicht mehr fliegen.
Jetzt lasse ich mir
langsam Flügel nachwachsen,
stutze nicht mehr
und beginne zaghaft erste Flugversuche.
Doch nun
erzählt man mir
von den Gefahren des Fliegens,
den Möglichkeiten abzustürzen.
Ist das Angst,
ich könnte ihnen nun
davonfliegen?
Ich wünsche mir die Kraft weiter auszupacken.
Schönen Tag!
Dirk
Hallo ihr Denker
Also zuerst denkts da bei mir: hmmm, schön dass Du das Leben als Geschenk siehst!
Dann:
Ein Geschenk: etwas das einen überrascht und freut.
Leben: etwas das einen überrascht, freut und frustriert.
Die Gleichsetzung geht meiner Meinung nicht wirklich auf.
Also muss der Herr dieser Aussage den Umgang mit dem Leben mit dem Umgang von Geschenken gleichgesetzt haben wollen:
auspacken muss man`s ! (Vgl. "Von nichts kommt nichts")
Dahinter steckt ein Widerspruch (? ist es einer), der mich schon seit längerem beschäftigt:
Genügt es, sich innigst zu wünschen, so und so zu werden, und läufts schlussendlich darauf raus, weil man ja gar nichts andres als das im Kopf, sprich im Handeln hatte? Oder - genügt es nicht, sich nur was zu wünschen, weil Denken noch lange nicht Handeln verursacht?
Nach meinen Erfahrungen gebe ich dem Denken (sich was wünschen, sehnen nach ect.) den ersten Platz- dann kommt das Handeln. Denn schlussendlich, nach grossem Bangen und Zittern hab ichs immer irgendwie geschafft- bin plötzlich an einer Stelle gestanden, die ich nie dachte, erreichen zu können. Also würde ich sagen, "von nichts (=nicht denken) kommt nichts (=nicht handeln)". Und nicht "von nichts (=nicht hadeln) kommt nichts (=nicht handeln, passieren)".
Aber: ich kann ja lange noch die Meinung vertreten, dass das Denken allein das Handeln steuert. Das machen ja alle Psychologen (oder?) und aufgeklärten Leute, die eine Vorstellung eines autonomen Menschen gegenüber der Umwelt haben. Die grosse Frage ist aber genau diese, in wie weit wir von unsrer Umwelt beeinflusst werden. Es kann ein Erdbeben, Gewitter, Hauseinsturz, Kinobesuch, Bericht über Erlebnisse andrer Leute, ja, auch eine Werbung sein. Schon das ändert unsre Wünsche, unsre Sehnsüchte, unser Denken. Und demnach unser Handeln.
Das heisst: das Zitat geht ins Leere auf: Ich denke, nur als Embryo könnten wir das Geschenk von aussen sehen. Sobald wir geboren sind, "haben wir das Geschenk", stecken wir drin. Dass da unsere Gedanken von aussen kämen, unsre Sehnsüchte also NICHT vom Lebensinneren, von der Umgebung (Natur, Menschen), verursacht würden, ist doch nicht so sicher, wie wir manchmal tun..
Das Leben als EIN Geschenk (EINE Gabe) ist unmöglich. Es ist uns einfach gegeben oder wir sind da rein gegeben worden. Die einzelnen Ziele innerhalb des Lebens anpeilen, das ist möglich. Aber wie anpeilen? Was heisst WIE „den Knoten öffnen“? Wo sind die praktischen Hilfen gegeben, bei dieser weisen Anleitung, tüchtig zu sein? Oder eben, braucht es diese ja nicht, weil denken, sich was wünschen, automatisch zum „Knoten öffnen“ führt, also ein Zucken in den Fingern, und die Schlaufe ist geöffnet?!!!
logisch wäre:
1. Schritt: sich was wünschen (Geschenke sehen, geschieht automatisch, durch das was uns umgibt)
2. !! Schritt: sich überlegen, wie das Gewünschte erreicht werden kann
3. Schritt: diesen Plan ausführen
a. scheitern (neuer, geänderter Versuch)
b. ankommen
relistisch ist:
1. Schritt: sich was wünschen (Geschenke sehen, geschieht automatisch, durch das was uns umgibt)
2. Schritt: (manchmal, bei genügend Ernsthafigkeit!!) sich überlegen, wie das Gewünschte erreicht werden kann
3. Schritt:
a. diesen Plan ausführen
b. diesen Plan nicht ausführen!
Ja, bei allem Denken und Planen, manchmal macht man doch einfach genau das, wonach man sich so sehr sehnt, nicht!
Und verbringt Stunden, sich darüber einen Kopf zu machen.
Femdverdienst? (Umwelteinflüsse, ...)
Eigenverdienst? (Faulheit, fehlende Umsetzungsmethoden, Angst, ...)
Was ist das, verflixt?
Wer kann mir helfen?!
schöne grüsse, lea
Ja, die Welt ist ein Geschenk. Lange habe ich mich gewehrt, dieses Geschenk zu öffnen. Vor wenigen Monaten habe ich mich getraut und nehme das Geschenk Welt an. Jede Sekunde gehört nur mir und nur ich entscheide mit meinen Gedanken und Gefühlen, was ich aus jeder einzelnen Sekunde mache.
Die Welt ist, was ich von ihr denke hat schon Hesse gesagt.
Die Welt als Geschenk sehe ich seit ich 40 Jahre alt bin. Das ist ein Alter (denke ich) ab dem eine Frau anfängt sich mit sich und der Welt auseinander zu setzen. Die Kinder sind groß und man nimmt wieder mehr Teil. Teil dieses Geschenkes zu sein (und zu werden) empfinde ich selbst als größtes Geschenk. Leider stelle ich immer mehr fest, das viele dieses Geschenk mit "Füssen" treten und es nicht zu schätzen wissen. Ich habe seit 1991 MS und sehe eigentlich erst seit 1999 die Welt als "Riesengeschenk - und Riesenmöglichkeit". Hoffen will ich auch, dass es immer mehr Menschen gibt, die es genauso sehen
In diesem Sinne....
Mir fällt auch hier wieder auf, dass die Welt sich in Optimisten und Pessimisten teilt. Ich gehöre zu den Optimisten und bin dankbar für dieses Geschenk.
Klar, das Leben ist nun mal nicht immer und überall "toll". Dennoch sehen Menschen wie ich viel mehr die positiven Seiten und gehen nicht am Elend der Welt (Kriege, Hunger, Vulkanausbrüche, Erdebeben usw.) zugrunde.
Sehen wir es doch mal realistisch: Unsere Zeit auf diesem wunderbaren Planenten ist begrenzt. Innerhalb dieser wenigen Jahre die Welt zu retten, ist unrealistisch. Also konzentrieren wir uns auf kleine Schritte. Motto: Zwei Schritte vor und einen zurück...
Wenn wir hin und wieder mal das Geschenkband berühren dürfen, sollten wir glücklich sein.
Miesepeter bringen uns auch nicht weiter. Ständiges Nölen ist Energieverschwendung!
Spontan knurrte ich: "wie denn auch, wenn einem der Inhalt d. Geschenkes nicht erklärt wird?"
Normalerweise lese ich sehr gerne sinnvolle Sprüche/Zitate, weil ich mich damit sehr wohlfühle, z.B. konfuzianische Weisheiten. Was mich wirklich ärgert, sind abgehobene Sprüche/Zitate, so wie ich das von Leo Buscaglia empfinde.
Liebe Grüße
Christiane
Hallo,
Anregungen sind immer gut. Doch ich denke durch die Flut von Freizeitangeboten und Bildungs und Selbstverwirklichungsangeboten ist es zunehmend schwerer geworden sich zu entscheiden. Man muss ja nicht gleich alles umsetzten und wenn man eine kleinere Welt hat ist dies doch auch gut. Ich träume auch von vielen Sachen, die ich gerne umsetzten möchte. Doch alles geht nicht auf ein mal.
Und wenn ich selbst mit meinem Leben und dem was ich daraus gemacht habe zufrieden bin, reicht das doch ! Was andere für Ansprüche haben interessiert mich nicht.
Stimmt! Man sollte das Geschenk auspacken
Mache gerade mit 67 Jahren einen 2-Monats Trip durch alle Laender von Suedost-Asien, trainiere meine Organisations-und Kontaktfaehigkeiten und lerne ueberall liebenswerte Menschen kennen.
Helmut
Lieber Helmut,
stimme dir zu, auch ich bin am Geschenk auspacken. Bin 54, lebe eher bieder als Beamter, treffe auch in der Heimat viele liebenswerte Menschen.
Danke für das schöne Zitat.
Helmut, dir weiter viel Freude bei deinem Trip!
Anton
Hallo,
Ja, so ist es wohl oft und ich habe mich gefragt, wie es bei mir so ist. Geöffnet habe ich es schon, an dem Tag, wo mich meine Umwelt, meine Mitmenschen neugierig gemacht haben und ich mehr von allem kennen lernen wollte. Aber oftmals habe ich festgestellt, dass man zu viel auf einmal will. Die Welt lässt sich nur schrittweise kennenlernen und man muss jeden Augenblick genießen. Manchmal die gleiche Stelle, den gleichen Moment auch von einer anderen Seite betrachten, der vollkommen neue Eindrücke bringt und da gibt es dann schon die Schwierigkeit, weil sich Momente i.d.R. nicht wiederholen lassen. Also, genießen wir den Augenblick, bleiben wir neugierig (aber im positiven Sinn), stellen wir Fragen, aber stellen wir nicht immer alles in Frage. Das schönste Geschenke, dass uns Gott gab, ist unser Leben. Es liegt an uns, daraus etwas zu machen. Nicht der Erfolg ist der Maßstab, sondern die Zufriedenheit des Handelns. Das heißt nicht in dem zu verharren, in dem man ist, denn dann hören wir auf, das Geschenk zu entpacken, sondern in der Freude Neues zu entdecken und damit umgehen zu lernen und zu leben. Denn in jedem Entdeckten liegt auch die Chance neues zu entdecken.
So auch vielen Dank für die vielen Gedanken, die uns mit euren Hinweisen die Chance geben, Neues zu entdecken und uns daran zu messen.
Hallo,
habe diese E-Mail heute Mittag bekommen, als ich eigentlich den PC angeschalten hatte, um zu sehen, ob denn jemand an mich gedacht hat. Viele von uns tun das wahrscheinlich jeden Tag.
Habe mich noch nie an so einem Forum beteiligt, aber hier und heute habe ich das Bedürfnis, dies zu tun.
Schon die Tatsache, das wir uns alle hier mit diesem Spruch auseinander setzen, zeigt doch, dass es sich lohnt darüber nachzudenken.
Nachzudenken über das Ich, das Hier, und Heute und über das Morgen.
Habe beim Lesen des Spruches als erstes gadacht:
Geschenk der Geburt: ja! Alles andere, was danach kommt ist wohl ein ständiger Kampf mit sich selbst.
Dem Streben danach, glücklich zu sein, ein erfülltes Leben zu leben.
Der Antwort nach dem Sinn des Lebens, immer ein Stück näher zu sein.
Bin 49 Jahre, habe in meinem Leben sehr viel schönes, aber auch sehr traurige Dinge erleben müssen.
Ich war machtlos ,habe versagt, war resigniert mit der Welt und mit mir und so ziemlich an Ende meiner Vorstellung, eine glückliche Zukunft zu haben.
Und doch kommt immer wieder, teils von außen, teils von mir selbst, wieder so ein Anschub, ein weiteres Ringen.
Und siehe da, wieder neue Erkenntnisse, wieder neue Erfahrungen, die zu einer neuen Einstellung zu den Dingen führen.
Zu sich selbst zu finden, sich selbst auszuprobieren, was einem gut tut, wo man sich wohl fühlt, was einen weiterbringt,um diesem Leben einen erfüllten Inhalt zu geben, das ist wohl mit dem Geschenkband gemeint.
Und dort ist wohl der Pudels Kern.
Viele Menschen wissen nicht einmal, das es dieses Band gibt, das man nur aufziehen muß. Andere wiederum, sehen das Band und sehen einen dicken Knoten, dem sie unfähig gegenüber stehen und bezweifeln, diesen jemals auf zu bekommen.
Es ist an uns, die die sich dessen bewußt sind, diesen Menschen zu helfen, denn dann sind wir unserem eigenem Geschenk auspacken, schon ein großen Stück näher.
Dieses Thema ist weit aus vielschichtiger, als dass man dies mit ein paar Worten durchleuchten kann.
Aber schon der Ansatz, darüber nachzudenken, bringt uns schon ein Stück weiter.
Danke der Redaktion.
Viele Grüße an Alle
Renate
Ich weiß nicht, ich habe heute noch mal über dieses Thema Geschenk nachgedacht und finde eigentlich man muss schon mit zwei geschlossenen Augen durch die Welt laufen wenn man das Leben als Geschenk empfinden will. Ich empfinde das Leben oft wie ein Kampf wie eine Qual. NEIN, ich sehe nicht NUR die schlechten Seiten, ich sehe auch die vielen schönen Dinge im Leben aber dennoch ist mein empfinden, das das Leben für doch recht viele Menschen auf diesem Globus recht harte Rackerei ist. Wie kann man bei dieser schreienden Ungerechtigkeit die auf der Erde unübersehbar herrscht von einem Geschenk reden ? Verstehe ich nicht. Ich zweifle auch sehr sehr oft an einem liebenden allmächtigen Schöpfer. Ein Griesgram der nur das schlechte sieht in ich nicht aber dennoch empfinde ich das Leben eher als Kampf denn als Geschenk. Warum sprießen denn in den letzten Jahren solche Selbsthilfe Ratgeber, Psychotipps wie Pilze aus dem Boden ? Bei jedem mittelschweren Husten wird zu einem Psychologen geraten. Die Hoffnung die mich noch manchmal oben hält ist, das es nach diesem irdischen Leben ein gerrechteres "System" geben wird. Wenn das hier alles war, und danach sind alle für immer tot, dann habe ich ein ziemlich anderes Gerrechtigkeits Empfinden als der Schöpfer.
Das denke ich bei diesem Spruch: Ich freue mich, dass ich dieses Leben geschenkt bekommen habe und hin und wieder das eine oder andere "Stückchen Welt" aus der Verpackung ergattern kann. Manches fällt mir auch einfach zu - und das, wo ich das Geschenkband noch nicht wirklich entdeckt, geschweige denn, entfernt habe. Nicht alles habe ich mir wirklich gewünscht. Es gab bislang - für mich persönlich und auch darüber hinaus - Gutes und weniger Ersehntes. So bleibet noch Vieles anzunehmen und das eine oder andere Geheimnis womöglich zu lüften, solange die Erde uns trägt.
Ich habe von klein auf lernen müssen, mich um mein Leben zu kümmern. Lehrer, Freunde und Verwandte gingen immer wieder über meine Grenzen, so dass ich jedesmal, wenn ich meinte das Leben gehört mir, "Scherben" aufsammeln musste. Nun bin ich dabei aus den "Scherben" eine kunstvolles Mosaikbild zu kreiieren ich empfinde es als schön. Ich lebe mein Schiksal, ich bin auch sehr glücklich.
Es macht mir nur sehr einsam.
Wenn ich die einzelnen Beiträge lese, kann ich das Zitat nachvollziehen.
Wir kommen auf die Welt und sind Teil des Ganzen. Energetisch schwingt in uns das gesamte Universum.
Nutzen wir denn wirklich alle Möglichkeiten, die sich uns mit der Geburt bieten?
Oder schaffen wir es immer wieder, uns nur auf uns zu beschränken und dieses als das ultimative Sein darzustellen.
hallo!
da fällt mir ein sehr gutes zitat ein:
"glück ist ein maßanzug, unglücklich sind meist die, die den maßanzug eines anderen tragen möchten"
ich finde, dieses zitat zeigt gut, was in der welt passiert!
wenn wir nämlich über unser leben nachdenken, dann fällt sicher jedem etwas ein, für das man dankbar sein kann!
schwierig wird es, wenn wir immer nur auf die anderen schauen und uns einreden, denen geht es doch viel besser!
das leben ist ein wunderbares geschenk und wir sollten dankbar sein für das, was wir haben!
Seit vielen Jahren bin ich schon mit dem Auspacken beschäftigt und habe noch immer nicht alle Herrlichkeiten in Augenschein genommen. Wenn es soweit ist, wird auch meine Zeit hier abgelaufen sein denke ich, also will ich noch viel Wunderbares in dem Paket entdecken.
Hallo und Herzlich Willkommen,
die ganze Welt als Geschenk, ja das ist wohl genau so. Doch die meisten würden es nicht einmal merken, wenn man sie nicht ab zu und zu ins kalte Wasser werfen würde. Erst Heute habe ich auf dem Heimweg, es Regnete zeitweise sehr stark garade als ich von der Arbeit nach Haus wollte, so dass ich immer mal wieder Schutz unter einem Baum oder einen großen Strauch suchte. Kurz vor meinem Ziel, kam wieder ein Platzregen, und meine Rettung vor dem durchfeuchten, war ein hoher Strauch mit großen Blättern. Ich wartete also darauf, das der Regen vorbei ging und nutzte die Zeit um ein wenig die Natur um mich herum zu Beobachten, und dabei bemerkte ich dass genau dieser hohe Strauch eine Pflanze war, die ich als Kind schon überhaupt nicht leiden konnte, weil sie so ein pelziges Blatt mit rauer Strucktur hat, und jetzt gab mit dieser Strauch Schutz vor dem Regen. Ich hatte auf einmal ein schlechtes Gewissen und bedankte mich tatsächlich dann bei der Pflanze für Ihren Schutz. Ich würde schon sagen, dass die ein Geschenk an mich ist. Mit ein wenig mehr Bewusstsein und Aufmerksamkeit durchs Leben zu gehen, kann einem manchmal den Anfang der Schleife finden lassen und dann sollte man Sie ergreifen.
Also in mir löst das Zitat auch unterschiedliche Reaktionen aus. Wahrscheinlich hat's damit zu tun, dass ich vor ein paar Stunden auf 3sat eine (wieder einmal sehr gute) Dokumentation über Afrika bzw. den Senegal gesehen habe.
Da geht es für viele Menschen um die Entscheidung, entweder dort, wo sie geboren sind, sich mit den wenigen Möglichkeiten, die sich bieten, etwas Eigenes aufbauen oder mit Hilfe der ganzen Familie oder des ganzen Dorfes mühsam ca. 800 Euro für einen Schlepper zusammenzukratzen und die gefährliche Überfahrt in das vermeintliche Paradies Europa zu wagen, um dann von dort aus die Daheimgebliebenen zu versorgen. Manchmal oder sehr ist der Ausgang dieser Reise höchst ungewiss...
Also ich denke, dass das Geschenk "Welt" noch immer sehr unterschiedlich "verpackt" ist und ich werde dann immer sehr dankbar, in welcher Verpackung ich's bekommen habe.
Das ein Mensch geboren wird, kann er nicht verhindern. Das bestimmen die Eltern!
Bei der Geburt bekommt man NIEMALS DIE WELT GESCHENKT. Man bekommt lediglich die eigene Existenz geschenkt.
Wenn der Mensch das Geschenkband berührt, dann spürt er eher heutzutage die starken Probleme, Ungerechtigkeiten und Belastungen der Welt.
Und wenn man dann in das Geschenk hineinschaut, spürt man die eiskalten Schauer.
DIE AUSSAGE VIN LEO BUSCAGLIA ist nichts weiter als ein Spruch, um DIE WELT IN FANTASIEWELTEN ZU FÜHREN ODER RUHIG ZU STELLEN. ES SIND LIEBEVOLLE FLOSKELN, DIE MAN GERN HÖRT, ABER REAL NICHT DA SIND!!!
danke denise!!!
ich kann dieses theoretisch-abstrakte schönreden nicht mehr hören, du hast toll dagegen argumentiert!
dabei bin ich auch kein schwarzseher. da sind soooo viele kleine und große geschenke.
aber es ist doch schwachsinn immer so zu tun, als hätten wir bei allem die wahl, als gäbe es keinen zufall und kein "glück gehabt".
es gibt keine regeln für ein gelingendes leben, jeden tag wurschteln wir und wieder von neuem durch.
dabei gibts schönes, mittelmässiges und furchtbares.
aber das ALLES pauschal als geschenk zu bezeichnen - ja vielleicht, jetzt in diesem moment kann ich das sagen, da es mir gut geht, aber das ist doch nicht immer so.
nur, die ganze welt schenkt mir doch niemand!!!!
Hallo zusammen,
so spät am Abend möchte ich nicht mitdiskutieren, welchen Teil der Welt wir geschenkt bekommen ;-)
Die Geschenke im Zitat stehen für mich für die Talente, die uns allen geschenkt werden. Und es steckt auch die Pflicht darin, diese Talente zu nutzen.
Für mich sind solche Zitate, die anregen, Grenzen zu erkennen und zu überwinden immer positiv!
Gute Nacht wünscht in die Runde
Carolina
Vielleicht kann das Geschenk auch im Rückblick gesehen werden, ich bin schon oft in meinem Leben "heil" aus schwierigen Situationen rausgekommen. Das war teilweise mein eigenes Zutun, aber ohne ein quäntchen Glück ( ich betrachte dies als das Geschen der Welt oder des Lebens) hätte ich nicht gut wieterleben können. Das ist der Grund warum ich mich über mein Leben freue!
Wie viele Perspektiven auf so einen "kleinen" Satz :-)
Für mich hat das diese Interpretation: im Grundsatz ist alles für uns möglich auf dieser Welt (so wie sie ist mit allem was "gut" oder "schlecht" ist). Aber wenn wir nicht wissen was alles möglich ist in diesem "Geschenk", hängen wir draussen rum und hadern mit unserem vermeintlichen Los oder freuen uns an dem vermeintlich wenigen das wir uns zugestehen.
Ich glaube auch, dass wir die Wahl haben, das Band und das Papier aufzureissen und heftig drin rumzuwühlen und uns DAS RAUSZUSUCHEN was WIR für uns für gut und richtig befinden. Aber vermutlich haben nur wenige den Mut dazu und sich das "funktionierende Vorgehen dazu" angeeignet.
Aus Erfahrung kann ich sagen, in dem Geschenk ist unglaublich viel drin (mehr noch als die Welt) und es braucht enorm viel Kreativität und Mut das zu finden was man denkt, dass einen glücklich macht. Denn wenn ich das falsche rauspicke, kann ich ja niemand anderem die Schuld mehr geben, ausser mir....
Tja, so sehe ich das heute und wünsche jedem, dass er das "funktionierende Vorgehen" auch für sich entdeckt!
Einen wunderschönen Tag mit viel Auspack- und Wählfreude!
Carolyn
Ich arbeite daran, aber irgendwie flutscht mir der Zipfel von der Geschenkbandschleife immer wieder aus der Hand ;-)
Manchmal fällt aber eine Kleinigkeit aus dem Loch im Geschenkpapier und was dann abgeht ist feuerwerkmäßig!
kurz und knapp: Denise, ich sehe das anders.
Ich denke das Zitat ist völlig zutreffend.
Es gibt viel Menschen, die Rumjammern, dass aus ihnen nichts geworden ist oder sie das und das nicht schaffen, jedoch liegt es jedem in der eigenen Hand etwas aus seinem Leben zu machen.
Ich persönlich kann mich nicht völlig mit dem Zitat identifizieren, da ich schon mit meinen 19 Jahren eine Menge erreicht habe.
Es gibt jedoch auch Punkte, wo ich sage, wenn ich jetzt nich anfange, dann werde ich in das Geschenk auch nicht reinschauen.
Sabine
Ich möchte an dieser Stelle einmal Danke sagen für die Zusendung der wöchentlichen Beiträge zum Leben, zu den Alltagsproblemen und zu den persönlichen Problemen. Ich empfinde sie als eine wohltunende Anregung zum Nachdenken und zum Überdenken einzelner Handlungen und Gefühle, doch vor allem als eine kostenlose Hilfe und einen guten Start in die Woche.
"Jeder Mensch bekommt zu seiner Geburt die Welt geschenkt. Die ganze Welt. Und die meisten von uns haben aber noch nicht einmal das Geschenkband berührt, geschweige denn hineingeschaut."
Leo Buscaglia
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Ein toller Spruch, der in MIR absolute Zustimmung auslöst.
Das Leben ist schön! Trotz aller Härten, Rückschlägen und Stolpersteinen auf dem Weg. Soweit ich zurückdenken kann, also von Kind an, habe ich mich immer voller Lebensfreude und Energie mitten ins Leben geschmissen - jeden neuen Tag. Trotz aller Schwierigkeiten.
Ich werde oft für meine Lebensbegeisterung verurteilt und bekomme absolutes Unverständnis ins Gesicht gesagt.
Aber diese Lebensfreude und mein Lachen, das lasse ich mir von niemandem nehmen...dafür war mein Leben in der Vergangenheit einfach zu hart.
Ich geniesse MEIN Geschenk jeden Tag aus vollen Zügen aufs neue, möchte diese Fähigkeit niemals verlieren und wünsche allen Menschen von Herzen, dass sie ihr Lebensgeschenkpaket auch voller Freude auspacken...nur Mut, es ist wunderschön!
mit ganz lieben Grüßen an alle,
Meike
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"walk with dignity"
Der Spruch ist vollkommen richtig. Ich habe das Geschenk ausgepackt und festgestellt, dass es sehr viele Möglichkeiten und Herausforderungen gibt. Allerdings bekommt man auch manchmal etwas von den weniger schönen Dingen, die auch auf der Welt gibt. Wir sind da, um uns allen Herausforderungen zu stellen. Das ist Leben!
@denise:
ist das wirklich deine Welt ? Meine ist es nicht.
Darum bitte nicht " man " und " wenn der Mensch.... " sondern "ICH".
Kennst du die Geschicht von dem Hund und dem Raum der 1000 Spiegel ?
Liebe Grüsse
Balancer
Ein Geschenk ????
Ich in aufgeregt es zu öffnen ...was ist in dem schönem papier verborgen ... HOFFUNG ....GLÜCK ...ERFOLG ...
keiner wird es dir beantworten können .. mach DEIN PAKET auf ... vielleicht in 35 oder 40 oder 45 oder wie ich nach 52 jahren. alles sehe ich mit anderen augen .. und ich mache es auf ..anders ...zupfen an der schleife ..
knistern des papier ...und dann kommt die realität ...
Schau einfach nach ... dass, was du in deinem paket gefunden hast ... ist es wirklich da ..
Ganz liebe grüsse ... ulli
Ach ihr vielen lieben Beschenkten,
ich bin beeindruckt, welche Resonanz dieser Satz auslöst. Und so unterschiedlich wie wir alle sind und doch findet sich der oder die eine oder andere in vielen Beiträgen wieder. Das ist doch die Welt! Du und ich, die Vielfalt der Meinungen und Erfahrungen. Öffnen wir uns dem Dialog und wir werden reich aneinander! Die Welt ist da draußen und auch in uns drin. Öffne die Tür oder dein Fenster und sie liegt dir zu Füßen. Warum in die Ferne schweifen.... Oder um mit dem kleinen Prinzen zu sprechen: "...es gefällt einem nie da wo man ist..."! Macht die Augen und Ohren auf und die Welt gehört euch. Egal ob in einem kleinen Nest in Niederbayern oder in New York oder im Erdbebengebiet von China.
Danke an Dirk für das schöne Gedicht, das Mut macht, über seine Grenzen hinaus zu gehen um seinem Herzen zu folgen. Das kann man auch ohne einen einzigen Schritt aus dem Haus zu tun. Nur Mut und liebe Grüße von Uschi
Ich empfinde bei den Zeilen von Leo Buscaglia eine Bestätigung für meine Entwicklung in den letzten Jahren. Nämlich die Entwicklung genau dieses über Umwege erkannt zu haben. Man könnte seine Worte auch so auslegen, dass selbst negative Erlebnisse und Lebensphasen ein Geschenk sind und Teil der Welt, aus denen man unheimliche Energie schöpfen kann und nach dem Überwinden erst recht weiter "auspacken" kann, viel intensiver und mutiger!So erging es mir.
wohl hätte ich vor eineiger Zeit von solchen"Sprüchen" wenig hören wollen, die Kunst liegt jedoch darin diesen Anstoß für sich selbst ganz individuell zu nutzen!
viele grüße Anne!
"Jeder Mensch bekommt zu seiner Geburt die Welt geschenkt. Die ganze Welt.
Das stimmt, nur das der Mensch keinen Einfluss darauf hat worein er geboren wird. Tritt er durch den Geburtkanal, lässt sich in diese Welt fallen, muss er erst einmal damit klar kommen wo er hingeraten ist.
Vielleicht trifft er es mit seinen Eltern, Erziehern oder so, gut an, der Mensch hat doch keinen Einfluss darauf wo er hingeschickt wird, wo rein geboren wird.
Wenn er aber Glück hat oder sein Schicksal ihm Wohlgesonnen ist, dann ist er gefordert:
Und die meisten von uns haben aber noch nicht einmal das Geschenkband berührt, geschweige denn hineingeschaut."
Dies sehe ich dann als Aufforderung, etwas aus seinem Leben zu machen. (Auch in dem Sinne „Vom Tellerwäscher zum Millionär“)
Jetzt kommt mir der Gedanke: habe ich etwas aus meinem Leben gemacht? Ja, die größte Zeit schon! Es gab da Zeiten, wo ich vor Bequemlichkeit die Hände in den Schoß gelegt habe, im Sinne nur nicht Aufmucken, nicht Anecken, aber auch andere Zeiten. Jetzt erst recht! So nicht mit mir. Als ich gemerkt habe hier gehst du mit Bequemlichkeit unter, hier ist Kampf angesagt, da habe ich gekämpft und wenn man es weiter so drastisch betrachten will, auch gesiegt.
Also wenn es drauf ankommt, habe ich dass ganze Geschenk gepackt, Geschenkband hinuntergerissen und geschaut was ist noch drinnen.
Es war noch viel drinnen, manchmal viel zu viel. Aber natürlich keine „Tellerwäscherin zur Millionärin“. Aber lebenswerte, liebenswerte Überraschungen.
Ja, es ist wirklich interessant wie wir mit Denkanstoessen umgehen. Denn als ich das Zitat las, sind mir sofort Menschen eingefallen, die diese Chance nicht haben und ihrem Umfeld ausgesetzt sind. Ist doch ein grosser Unterschied, ob ich bettelarm oder wohlhabend aufwachse. Für viele - sieht man von Ausnahmen ab - sind die Karten doch schon vorgegeben.
Betrifft mich zum Glück nicht, ich habe schon mehr als nur das Geschenkband geöffnet. Ich hatte Glück, sozusagen Glück, das Glück im richtigen Moment zu schnappen.
Also dann - noch erntereiche Zeiten
:-)
Hallo Tanja, Hallo Ralf und Hallo Ihr Alle,
Wieder einmal zunächst ein "UFF" von meiner Seite: Was da alles geschrieben wurde. Kompliment!-
Zunächst fiel mir zu dem Zitat ein: Da gibt es sicher eine DIN-Verordnung der Deutschen Post wie so ein Paket zu öffnen ist... ? Bitte nicht ernst nehmen)
Dann: In Zitaten sehe ich immer den tiefsten Punkt einer Erkenntnis/Erfahrung dessen, der sie kreiiert. Mit dem aktuellen Zitat kann ich wenig anfangen.
Leben bekomme ich nicht geschenkt.Ich habe es mir ausgesucht (besser meine Seele), um all die Erfahrungen zu machen, die ich bisher in 60 Jahren machte und hoffentlich noch machen werde; irgendwann hoffentlich nur noch mit einem herzhaften innerlichen,vor Spass und Freude "strotzenden" Lachen - ohne eine Wertigkeit dieser Erfahrung zuzuornen.Uff.., meine schönste Vision.Mit worten beschreiben tut das sehr schön Eckhardt Tolle in seinem Buch "Jetzt". Erfahren muss ich es "von Augenblick zu Augenblick" selbst..Liebe Grüsse an alle und viel Mut zu Euren jeweiligen kraftvollen Visionen sagt Johannes
Ein Geschenk zu empfangen hat in erster Linie etwas mit Vertrauen zu tun. Auch wenn ich nicht weiß, was drinnen ist, kann ich darauf vetrauen, daß das Geschenk gut gemeint ist. In diesem Sinne kann jeder das Geschenk seines Lebens aufmachen im Vertrauen darauf, daß er etwas darin findet, was mit Liebe genau für ihn ausgewählt wurde und ihm nützen wird.
Der Kollege bringt es auf den Punkt. Wir erleben es jeden morgen beim Aufwachen und übersehen es einfach. Logisch, es ist meine Welt die ich erblicke,denn wenn ich eingeschlafen bin gibt es keinerlei Beweis für mich, dass meine Welt noch ist. Ich kann mich tagsüber mit anderen über die Welt unterhalten, aber ich kann mir niemals sicher sein, das seine Welt genauso wahrgenommen wird wie ich meine. Nun könnte ich entscheiden wieviel Liebe ich meiner Welt entgegenbringe......und wenn man dann weiter geht öffnet man das besagte Geschenkband und es kommt die Zeit des Staunens zurück, egal wie die derzeitige Situation ist.
(Viele Quantenphysiker sehen die Sache übrigens genauso, siehe Amit Goswami "das bewusste Universum")
Wolte nur mal kurz anmerken, zu denen, die auf die eher negativen Seiten anspielen:
Klar erlebt sicher jeder mal was Schlechtes.
Wie groß und wie schwer ist unterschiedlich.
Immer nur Sonnentage würde uns nicht gut tun, weil wir dann an diesen Tagen nicht mehr so viel Spaß hätten.
Als Idee: Wenn´s dir grad nicht gut geht, such dir einen, dems (auf ner anderen Art vielleicht) nicht gut geht und hilft ihm.
Vielleicht gehts dir dann wieder viel besser.
Überhaupt sollte man seine Relationen immer wieder überdenken.
Sonst wird ein (für mich großes) Problem noch größer.
Es gibt aber Menschen, denen das gar nichts sagt, weil sie andere und größere Probleme haben.
"Ich grollte, weil ich keine gute Hose hatte, da fand ich einen, der keine Beine hatte, und der lächelte mich an und wünschte mir einen schönen Tag." Hab ich irgendwo mal gelesen (so ähnlich jedenfalls)
AUsserdem
was heißt Problem?
Pro = für
blem = mich
also Problem = für mich
ergo ne Chance, stehen zu bleiben, zum Nachdenken kommen, vielleicht einiges anders gestalten oder anders machen und daraus etwas lernen.
WÜnsche allen eine schöne Zeit, viele neue Erfahrungen und Anregungen und eine stetige Weiterentwicklung zu dem hin, wo ihr wirklich hin wollt.
Shalom
CLaus
Wie weise dieser Ausspruch von Leo Buscaglia wohl ist. Ich bin schwer begeistert!
Jahrzehnte habe ich gebraucht - nun bin ich fast 60 - bis ich vollends realisierte, dass es wirklich die ganze Welt ist, die wir geschenkt bekommen und alle, aber auch wirklich ALLE denkbaren Moeglichkeiten bekommen wir noch dazugeschenkt. Und das hat jetzt in Wahrheit herzlich wenig mit "Schoenreden" zu tun, wie einige hier, vom Leben merklich frustriert und daher verstaendlich stoehnen.
Wie wir, als Einzelne diese Welt erleben, ist einzig und allein eine Frage der persoenlichen Betrachtung. Will ich fuer alles dankbar sein bzw. mache ich aus allem das Beste, werde ich diese Welt ganz und gar als Paradies erleben, motze ich aber mehrheitlich herum und bilde mir noch dazu ein, die Welt oder Gott waeren ungerecht (was wirklich eine klare Fehlbeurteilung ist!), dann erlebe ich diese Welt halt mehr als Hoelle. Also wie will ich die Welt betrachten und folglich auch erleben? Es liegt allein an mir...
Der Schoepfer (wer auch immer das sein mag), hat uns mit dieser Welt mal grundsaetzlich ein Paradies geschenkt und - Achtung, jetzt kommt's - die wunderbare Freiheit dazu, dieses Paradies auch zu einer persoenlichen Hoelle zu machen. Viele nehmen von dieser Freiheit fleissig gebrauch und das ist auch voellig in Ordnung. Ich habe mir auch lange genug meine Hoellen kreiert, aber endlich habe ich es begriffen und jetzt geniesse ich (fast) nur mehr das Paradies und das aber wirklich und fast immer!
Ja, und weil hier auch immer wieder die Begriffe Krieg und Katastrophen strapaziert werden. Ich, als ueberzeugter Pazifist, der sich eher selbst toeten lassen wuerde, als jemand anderen zu toeten, bin zur wichtigen Erkenntnis gekommen, dass Kriege und Katastrophen eben auch dazugehoeren (und es war gar nicht so einfach zu einer solchen, mir anfangs sehr unsympathischen Erkenntnis zu gelangen). Deshalb muss ich sie, die Kriege, ja noch lange nicht selber machen oder unterstuetzen. Ich kann meine Energie ja dennoch auf das Thema Frieden lenken und dazu beitragen Kriege, wie auch Katastrophen moeglichst zu verhindern.
Eines der Hauptprobleme der meisten Menschen scheint mir zu sein, dass sie den (nur scheinbar unausweichlichen) Tod noch als etwas negatives betrachten. Allein deshalb haben sie bei Kriegen und Katastrophen schon so starke emotionale Reaktionen und auch blanke Angst. Sehen wir den Tod als das, was er in Wahrheit ist, naemlich bloss eine wundersame Transformation, ein blosser Uebergang in einen anderen Zustand, der jedoch ebenfalls Leben ist (weil ja nichts jemals zu Ende ist), dann wird bereits so manches in unserem irdischen Geschehen viel entspannter. Vielleicht hilft der folgende Ausspruch auch ein wenig weiter...
Was fuer die Raupe der Tod ist, nennt der Weise einen Schmetterling (die Herkunft des Ausspruchs ist mir leider nicht bekannt)
Ich danke allen, die hier so emsig Beitraege beisteuern und wuensche ein wunderschoenes Paradies auf Erden oder eben auch eine heisse Hoelle (interessanterweise am selben Ort, ist das nicht sonderbar?), jeder darf waehlen und gegebenenfalls auch hin und her wechseln. Viel Spass dabei!
In grosser Dankbarkeit,
Gabriel G. Marn aus Oesterreich (seit mehr als 11 Jahren auf der Insel Bali , also wahrhaftig im Paradies zu Hause)
gabrielbali@hotmail.com
ich verstehe: glück ist dein geburtsrecht, du hast einen freien willen und das recht auf eigenverantwortung. punkt. damit kann ich jetzt machen, was immer ich will. es macht den raum zum handeln/leben einfach unendlich weit und gleichzeitig fordert es mich auf, zu erkennen, erst, wenn ich mich entscheide, die füsse genau an dem punkt, an dem ich mich befinde, bin ich frei, diese weite zu ertragen, weil ich die wahlfreiheit genützt habe, mir den raum zu nehmen, der mir von der "ganzen welt" zusteht/passt, mich erfüllt und den ich ausfülle. dann lebe ich auch in der gegenwart und erkenne gleichzeitig, dass ich zwar die ganze welt habe und das gleichzeitig bedeutet, dass die einzige gelegenheit (welt?) die ich habe, die ist, die ich jetzt habe, es gibt keine versäumten und keine zukünftigen. das finde ich schön und nimmt mir die angst vor der "ganzen welt", die ja, wenn ich nur das wort höre, schon "zuviel" ist.
sabina schreibt am 29.06.2008
"du hast einen freien willen und das recht auf eigenverantwortung"
Sabina, so treffend ich Deinen Kommentar finde und so sehr ich Dich darum beneide, mit wie wenig Worten Du so viel Kluges ausdruecken kannst (was ich selbst immer noch nicht kann), eine Sache in Deinen Ausfuehrungen will ich nicht unkommentiert lassen:
"Recht auf Eigenverantwortung" klingt schon sehr gut, das Wort "Recht" koennte in diesem Zusammenhang aber schnell missverstanden werden, denn in Wahrheit ist es kein Recht, sondern eine echte Verpflichtung, um die wir Menschen niemals herumkommen. Wir tragen immer und ohne Ausnahme fuer alles, was in unser Leben kommt, die Verantwortung - wir muessen sie auch tragen, niemand koennte sie uns abnehmen!
Wir haben aber das Recht, diesen (wichtigen!) Umstand nicht bewusst wahrnehmen zu muessen, wir haben die Wahl, diese Eigenverantwortung gar nicht wahrzunehmen oder eben doch. Tun wir es nicht und versuchen wir unsere Verantwortung abzuschieben (was ja ungemein beliebt und auch allgemein ueblich ist) entstehen Konflikte schier ohne Ende, denn die Verantwortung fuer alles ist und bleibt immer bei uns selbst. Versuchen wir Verantwortung abzuschieben, haben wir diesen Unfug immer selbst auszubaden. Ja, der Versuch Verantwortung abzuschieben ist ein Unfug, denn niemand anderer, nicht einmal Gott "der Allmaechtige" kann Einfluss auf das nehmen, was uns widerfaehrt. Jegliche Versuche in diese Richtung scheitern (wobei Gott ohnedies nicht Einfluss nehmen will und es ja auch gar nicht versucht). Gott hat uns Menschen - JEDEN EINZELNEN VON UNS - als freie Wesen erschaffen und er hat uns ebenfalls zu Schoepfern gemacht. Wir schoepfen und erschaffen auch stets, selbst waehrend wir schlafen oder traeumen, tun wir das, und auch dann tun wir es, wenn wir es ueberhaupt nicht bemerken wollen. Wollen wir es nicht doch langsam bemerken? Oder sollten wir's vielleicht sogar? ;-)
In dem Mass, wie wir Menschen die Verantwortung fuer unser Leben bewusst uebernehmen, werden wir uns auch unserer Freiheit bewusst, eine Freiheit, die ohnedies stets da ist. Wer die Verantwortung fuer sein Leben, fuer sein Schicksal bewusst traegt - und zwar zu 100% - der hat auch die Freiheit zu 100% gewonnen und das ist das Hoechste, das der Mensch erreichen kann. Jeder kann es auf der Stelle ueberpruefen und sogar sofort ausprobieren.
Uebernimm auf der Stelle die Verantwortung fuer Dein Leben (auch fuer das, was Du in Deiner Vergangenheit ansiedelst und was Du vielfach immer noch anderen in deren Verantwortungsbereich schieben willst!) und staune, denn dann bist Du auf der Stelle frei und bestimmst Dein Leben wie Dein Schicksal nur mehr selbst (was Du - ohne Dir dessen ueberhaupt bewusst zu sein - ohnedies schon immer tust). Jetzt machst Du es aber bewusst und das macht den entscheidenden Unterschied und damit die nun bewusst erlebbare, "wahre Freiheit" aus. Wagen wir, die Verantwortung fuer unser Leben voll zu uebernehmen, wird unser Leben augenblicklich zu einem reinen Vergnuegen, selbst dann, wenn es mitunter immer noch Tod, Krieg und Katastrophen geben sollte...
Wer mir nicht glaubt, kann, ja sollte, es selber ausprobieren... ;-))
Gott zum Gruss!
Om Santi, Santi, Santi Om, aus dem fernen Bali!
Und was soll das sein, Verantwortung für sein Leben übernehmen ?
Michael fragt: "Und was soll das sein, Verantwortung für sein Leben übernehmen?"
Nur wenige Menschen scheinen zu realisieren, dass jeder Mensch sein Schicksal selbst gestalten darf und auch gestalten MUSS. Niemand anderer kann wirklich Einfluss darauf nehmen (auch wenn es manchesmal ganz anders aussehen mag). Jeder Mensch traegt fuer sein eigenes Leben die volle Verantwortung bzw. hat sie zu tragen, auch dann, wenn dies - was ja meist der Fall ist - bewusst gar nicht wahrgenommen werden sollte.
Solange wir irgendjemanden oder irgendetwas im Aussen dafuer verantwortlich machen wollen, wenn es uns mal nicht so gut geht, haben wir die Verantwortung fuer unser Leben nicht wirklich bewusst uebernommen. Wird uns bewusst, dass wir alles, was in unser Leben tritt selbst kreiert und damit auch selbst zu verantworten haben, werden wir frei und koennen ganz bewusst unsere Zukunft - und damit auch unser Schicksal - gestalten. Unbewusst tun wir es (bzw. unsere Seele tut es) ohnedies in jedem Augenblick. Allein schon mit unserem Denken, aber auch mit unseren Traeumen und Wuenschen tun wir es staendig, d. h. wir kreieren und gestalten pausenlos. Wir produzieren z. B. mit unseren negativen Gedanken alle negativen Ergebnisse, die sich uns zeigen und mit unseren positiven Gedanken eben auch die positiven Ergebnisse. Wer das begriffen hat, hat wirklich die freie Wahl, aus seinem Leben etwas positives zu machen - oder eben auch nicht.
All jene, die noch jammern, statt einfach die Kreationen zu veraendern, haben das Gesagte noch nicht begriffen. Denn jammern und sich beklagen geht immer Hand in Hand mit "die Verantwortung fuer sein Schicksal nicht tragen wollen" bzw. "andere fuer seine eigene Misere verantwortlich machen wollen".
Ich weiss, dass dies nicht ganz so leicht verstanden wird, aber es lohnt sich, da dran zu bleiben, vorausgesetzt, der Mensch will die Freiheit bewusst erleben, die Freiheit, die er ohnedies schon immer hat und auf ewige Zeiten haben wird. Die Dinge sind halt wirklch sehr selten so, wie sie zu sein scheinen, damit muss man sich wohl anfreunden, wenn man wirklich ein entspanntes, wie auch erfuelltes Leben erleben will...
"Im Radio hörte ich vor ein paar Wochen, das Leben und die Welt sei wie ein Komposthaufen. Oben kommt der Unrat hinein, wir sind die Würmer mit der Aufgabe, daraus etwas wertvolles zu schaffen."
"Gott hat Dir Dein Leben geschenkt, was Du daraus machst ist Dein Geschenk an Gott! Dieser Satz hat in mir vieles auselöst und ich glaube da ist etwas Wahres dran."
Es hängt halt davon ab, welcher Gott einem welches Leben schenkt und wo man anfängt, auszupacken. Dann gibt es Leute, denen wird das Geschenk einfach geklaut schon in der Kindheit und andere spielen eben Komposthaufen, denn das Geschenkpapier muss ja auch wieder irgendwie recycelt werden. Ansonsten bin ich der Meinung, dass Geschenke eigentlich keine Verpflichtung zum Zurückschenken enthalten sollten, darum bin ich mir mit dem "Geschenk" von Gott nicht sicher? Mich hat schon immer gestört, dass die, die reicht beschenkt wurden, denen, denen es nicht so gut geht, versuchen, das leidige Leben als Geschenk zu verkaufen, anstatt einfach die Lebensbedingungen zu verbessern oder von ihrem eigenen Geschenk etwas abzugeben. Dann könnte man sich diesen Satz vielleicht einfach sparen?
Und gerade fiel mir noch ein, dass manche Leute bei der Geburt die ganze Welt geschenkt bekommen, allerdings verpackt und ohne Gebrauchsanweisung, wie man das Ding auspackt, manche sogar mit einem Verbot, das Ding anzufassen. Andere werden einfach geboren und fangen an zu leben und stellen hinterher fest, dass das ja ein schönes Geschenk war. Wütend werden bei solchen Sätzen wie dem Zitat von Buscaglia die ersteren, zu Recht finde ich.