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Wahre Liebe

Von Tania Konnerth8 Kommentare

"Es gibt nichts Schöneres als geliebt zu werden, geliebt um seiner selbst Willen oder vielmehr: trotz seiner selbst."

– Victor Hugo

Das mit der Liebe ist so eine Sache. Klar lieben wir unsere Lieben, aber da gibt es eben immer auch dieses Aber… Dieses Aber, dass all die Dinge beinhaltet, die wir eigentlich gerne anders hätten.

Wenn wir mal ehrlich sind, haben wir eigentlich an jedem immer irgendetwas zu meckern, oder? Liebe macht schließlich nicht blind oder eben nur am Anfang – irgendwann sehen wir unsere Lieben dann eben doch klar und uns fallen all die kleinen und größeren Dinge auf, die wir gerne anders hätten, die uns nerven und die manchmal auch ziemlich unerträglich sind.

Nun bedeutet Liebe aber auch Annahme. Nicht zwingend das Gutheißen aller Eigenschaften und Eigenheiten, aber ein Sein-lassen-können.

Ich denke, Victor Hugo schenkt uns mit seinen Zeilen einen ganz wichtigen Aspekt für die Liebe… – lieben nicht zwingend immer wegen all der Abers, aber eben trotz ihnen.

Wir ändern Menschen nicht, indem wir ihnen ihre Fehler und unschönen Verhaltensweisen ständig aufs Butterbrot schmieren (was wir bei uns nahestehenden Menschen übrigens oft viel öfter und auch weit grober machen als bei Menschen, die wir nicht gut kennen). Damit erreichen wir nur Trotz oder Gegenvorwürfe.

Wenn wir jemanden lieben, so wie er ist und eben auch trotz der Dinge, die uns stören, können wir gemeinsam Wege suchen, die unser Miteinander bereichern.

Statt Vorwürfe zu machen, können wir erst einmal herausfinden, warum wir uns so an einer Verhaltensweise stören oder warum uns so wichtig ist, dass jemand dies oder das macht. Darüber zu reden, schenkt einen ganz andere Basis als die Vorwürfe, die wir machen.

Vorwürfe schaffen Distanz, denn jemand der Vorwürfe hört, fühlt sich schnell ungeliebt. Beginnt man aber über sich selbst im Zusammenhang mit bestimmten Verhaltensweisen oder Eigenarten des anderen zu sprechen, zeigt man etwas von sich. So entsteht Nähe.

Wenn Sie also das nächste Mal wieder vor allem auf das schauen, was Sie gerade an einem Ihrer Lieben nervt, denken Sie an das heutige Zitat und sagen Sie innerlich ganz deutlich: Ich liebe Dich trotz dieser Sache. Und fühlen Sie es.

  1. der Bär schreibt am 27. Oktober 2010 um 07:34

    es ist schön zu lesen, aber ist nicht für die meisten Menschen Liebe nur ein Wort? ein Wort, welches aus dem Kopf kommt und nicht aus dem Herzen? Ist nicht mit der Liebe ein Ziel verbunden was erst einmal im Vordergrund stehet, das erreicht werden soll?
    Ich glaube, bei keinem Wort wird in der heutigen Zeit soviel gelogen wie bei dem Wort Liebe, es wird schnell gesagt, und wenn der Begriff nicht für alle gleich ist, gibt es Komplikationen.
    Die Liebe wird im 1. Korintherbrief so treffen beschrieben:

    Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf.

    Es wird schwer sein, so zu lieben, aber das ist die Liebe die immer bleiben wird. Es ist das
    Was die Liebenden immer weiter bringen wird.

    Ich wünsche allen viel Liebe im Herzen.

    Der Bär

  2. Jana schreibt am 31. Oktober 2010 um 08:10

    Ohhhh, Euer Text spricht mir aus der Seele. Und wie schön, man kann jeden Tag wieder erneut anfangen sich und seine Gedanken zu prüfen. Denn diese "meckrigen" Gedanken vergiften nicht nur meine Beziehung, sondern mich selbst auch. Es macht viel mehr Spaß - einfach den Fokus auf die Liebe zu legen.
    Danke für den Reminder :o))

  3. Christine schreibt am 31. Oktober 2010 um 10:12

    Seit ich für mein Denken und Fühlen die Trennung der Gefühlsebene von der Beziehungsebene vollzogen habe, fällt es mir leichter, mit Konflikten umzugehen.
    Die Liebe ist da - oder nicht. Man kann sie weder hervorrufen noch festhalten noch verhindern. Wenn mir ein Mensch sagt, dass er mich liebt, ist das sein Gefühl, nicht meins.
    An einen Menschen, den ich liebe, habe ich gar keine Erwartungen. In einer Beziehung habe ich sehr wohl Erwartungen, sonst funktioniert sie nicht.
    Eine gut funktionierende Partnerschaft erfordert ganz andere und viel mehr Dinge als nur die Liebe. Vertrauen, Kooperation, Komunikation, Bescheidenheit, Offenheit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, ... und die feste Überzeugung, den anderen nicht ändern zu wollen, sich selbst aber immer wieder anzupassen an die Veränderungen, die das Leben bringt.
    Die Liebe ist der Glanz, der die Beziehung zum Leuchten bringt.

  4. Claudia schreibt am 31. Oktober 2010 um 11:28

    Hallo ihr LIEBEN

    für mich hat das Wort LIEBE in den letzten Wochen wieder eine besondere Bedeutung bekommen. Ich habe mal gelesen, das die LIEBE die stärkste "Macht" im Univserum ist. Alles was ich liebe, wie die Pizza, die Wohnung, die Klamotten, den Job, die Nachbarn aber vor allem MICH, dann wird mir alles besser gelingen. Dinge ua, die wir weniger lieben, werden uns immer weniger gefallen. Wir haben daran keinen Spaß. Wenn ich also etwas habe, was ich eigentlich nicht liebe, fange ich einfach an, es zu lieben.
    Auch mich musste ich erst lieben lernen. Wenn uns das gelingt, strahlen wir das auch aus.
    Vielleicht für einige nicht nachvollziehar, aber seit dem ich zB meiner Leidenschaft, den Orchideen, Liebe schenke, sie bewundere und pflege und hege, blühen sie immer und immer wieder.Genau so klappt das auch mit allem anderen, ob nun mit Freunden, Partnern, Familie uvm. Akzeptieren wir die kleinen Ecken und Kanten an anderen und anderem, dann wird es schon werden ;-)) denn wir begrüssen es ja auch oder wünschen es uns, das unsere Ecken und Kanten auch akzeptiert werden.

    einen liebevollen Sonntag
    wünscht euch Claudia

  5. Dirk schreibt am 31. Oktober 2010 um 19:21

    Hallo,

    ich hab mal vor einem halben Jahr ein Experiment gemacht. Ich schrieb alle die Eigenschaften auf ein Blatt Papier, die mich an anderen Menschen nerven. Die Liste war ganz schön lang. Nach ein paar Wochen kam ich auf die Idee, dass die Dinge, die mich an anderen Menschen nervten, doch vielleicht auch was mit mir zu tun haben könnten. Als schaute ich tief in mich hinein und fragte mich: Dirk, was davon sind vielleicht Charakterzüge, die du selbst aufzeigst. Das war ein wirklicher Aha-Effekt...

    Was könnte das nun mit der Liebe zu tun haben?

    Na ja, wenn euch ständig eine bestimmte Art an eurem Partner stört, dann fragt euch doch mal, was das mit euch zu tun haben könnte. Ist es vielleicht eine Eigenart an euch, die ihr nicht leiden könnt und deshalb an eurem Partner energisch bekämpft????

    Und an dieser Stelle möchte ich anknüpfen an das, was Claudia schon angedeutet hat: Es wird schwer andere zu lieben, wenn ich mich nicht lieben kann...

    War das vielleicht gemeint mit: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."???

    In diesem Sinne:

    Alles Liebe und ein frohes Gesicht
    Dirk

  6. Pia schreibt am 31. Oktober 2010 um 20:09

    Glückwunsch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Treffender konnte "WAHRE" Liebe nicht beschrieben werden. Da erübrigt sich jegliches Wort! Dieser Beitrag hat mich wortlos gemacht! Vielen Dank! LG Pia.

  7. v1 schreibt am 1. November 2010 um 16:42

    Liebe ist Entscheidung!

  8. Wolfgang Elser schreibt am 2. November 2010 um 09:04

    Hallo, wollte kurz einen meiner Lieblingssätze mit(euch)teilen:

    Glücklich zu sein ist einfach! Aber einfach zu sein ist meist schwierig!

    einfache Grüße

    Wolfgang