Wie ein Kaninchen vor der Schlange?
Von Tania Konnerth • 4 Kommentare
Nehmen wir an, Sie stoßen auf eine Schwierigkeit: Sei es, dass Ihr Chef Ihnen mit Kündigung droht, dass Ihre Partner/in an Ihrer Ehe zweifelt oder dass Ihr Konto ins Minus geht. Neigen Sie dann auch dazu, wie das sprichwörtlich hypnotisierte Kaninchen vor der Schlange vor Ihrem Problem zu kauern und es regungslos anzustarren?
Als eine erste Reaktion ist das nur allzu verständlich. In der Regel taucht für uns ein Problem recht plötzlich auf und selbst wenn wir es hätten vorausahnen können, ist es meist ein Schock, wenn es wirklich da ist. Und da ist eine Schockreaktion angemessen.
Der Punkt ist nur, dass Sie nach dem ersten Schreck wieder in Bewegung kommen sollten. Tun Sie das nicht und bleiben weiter vor Ihrem Problem hocken, dann sehen Sie sehr schnell nicht anderes mehr als eben dieses Problem. Sie starren auf das, was sich Ihnen da so beängstigend und verunsichernd präsentiert.
In dieser Weise vollkommen auf das Problem fixiert, ist es natürlich alles andere als leicht, eine Lösung zu finden!
Achten Sie einmal ganz bewusst darauf, wie sehr Sie sich oft durch ein Problem in Ihrem gesamten Denken und Handeln beeinflussen lassen. Kann Ihnen ein Streit mit Ihrem Partner den ganzen Tag vermiesen und stürzen Sie finanzielle Sorgen in eine deprimierte Grundstimmung? Genau das sind Hinweise darauf, dass Sie Ihren Problemen zu viel Macht über sich geben.
Wenn wir unseren Fokus allein auf unser Problem richten, wird es immer größer und größer und scheint unser Leben mehr und mehr zu beinträchtigen. Wir als Kaninchen fühlen uns immer kleiner und hilfloser und die Schlange wird immer größer und bedrohlicher. Was beim Kaninchen in der Realität eine trickreiche Überlebensstrategie ist, taugt leider nicht für unsere Schwierigkeiten.
Der einzige Weg aus diesem Dilemma ist, sich aus der Schreckstarre zu lösen und den ängstlichen Blick von dem Problem abzuwenden. Nur so können Sie erkennen, dass es in Ihrem Leben weit mehr gibt, als nur Ihr Problem, wodurch der Weg frei für Lösungsansätze wird.
Erst einmal aus der Lähmung gelöst, können Sie dann einige Schritte zur Seite machen. Betrachten Sie Ihr Problem von dort aus einem anderen Blickwinkel. Lachen Sie vielleicht über Ihr Problem. Fragen Sie sich, was es Ihnen unter Umständen an Chancen und Möglichkeiten bietet. Bitten Sie andere Menschen um Hilfe. Und lassen Sie nicht zu, dass dieses Problem Ihr Leben beherrscht, sondern befassen Sie sich ruhig auch mit etwas anderem. Oft finden wir durch das Loslassen viel schneller eine gute Lösung.
Ich wünsche Ihnen einen bewegten Blick und viele gute Lösungen.





Viel Wahres dran.Nur gibt es auch Probleme die sich einfach in jedem Lebensbereich,in jeder Situation auswirken.Da "den Blick zu lösen" halte ich für sehr,sehr schwer.Dann bleibt vielleicht nichts anderes, als mit dem Problem im Blick die Lösung zu suchen.
Andrea
Andrea schreibt: ".. den Blick zu lösen halte ich für sehr sehr schwer."
Ja, genau so ist das.
Arbeitsplatz ist wichtig, Ehe und Partner sind wichtig, Geld ist wichtig.
Solange das alles wichtiger ist als wir selber, wird das auch so bleiben.
Wir sollten die Dinge nicht so absolut, sondern etwas relativer sehen. Kein Arbeitsplatz ist wichtiger als wir, und auch kein Partner. Geld ist wichtig, aber wir sind nicht sein Sklave.
Die Antwort liegt meiner Ansicht nach nicht darin, die Lösung "mit den Problemen im Blick" zu suchen, sondern darin, unsere programmierte Einstellung zu den Dingen sozusagen mit neuen Werten zu überschreiben. Erst wenn das Problem kein Problem in der Werteskala mehr ist, ist die Lösung gefunden.
hi
mir fällt dabei rumpelstizchen ein: als die müllerstochter das dritte rätsel gelöst bekam, versprach sie ihr erstes kind. als sie dann heiratet steht im märchen: sie lebte glücklich. ich habe nicht verstanden wie sei glücklich leben kann wo sie doch ihr erstes kind versprochen hat. aber ich konnte dann entdecken, dass sie durch dieses gute leben dann als das thema auftauchte, stärker war und es gelang ihr mit der list des namens das kind zu retten. hätte sie das ganze jahr sorgenvoll verbracht, wäre sie schwächer gewesen.
Das Kanninchen kann nur richtige Entscheidungen treffen wenn es gesund ist. Dummerweise hatte das Kanninchen einen sehr schwehren Unfall und rennt weder vor der Schlange noch vom Löwen davon. Schlimmer noch es beleidigt sie und wird nicht gefressen weil es als Opfer zu einfach ist. Das Kanninchen überlebt schwehr verletzt aber es lebt zu lange. Die Jungle Welt wundert sich und versucht das Kanninchen an den Abgrund zu treiben. Doch eines Tages kommt ein Buschdocktor und heilt das Tierchen auf wundersame Weise. Gesund muß mann sein um im Leben zu besehen doch leider ist manche Krankheit sehr schwehr zu sehen. Liebe Grüße