Tagebuch inkl. Videokurs Gelassenheit

Arschtritt

Vor einiger Zeit schrieb mir Tanja auf die Mail mit meiner Wissensdiät:

„Danke dir für diese E-Mail! Sie ist mein persönlicher Arschtritt! Ich faste Wissen mit. Die kopflastige Tanja :-)“

Ja, manchmal brauchen wir das. Den Arschtritt.

Das:

„Go, go, go … du schaffst es!“


Wobei ich früher darauf allergisch reagiert habe.

Weil ich es immer alleine schaffen wollte. Aus mir heraus. Ohne die anderen.

Aber irgendwann habe ich erkannt:

„Das ist doch Quatsch. Niemand muss irgendwas alleine schaffen.“

Diese Einsamer-Cowboy-Nummer ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Nicht schlau. Nicht lebensdienlich.

Es ist doch so: Sich Hilfe zu organisieren, ist eine der nützlichsten Fähigkeiten überhaupt auf der Welt.

Hilfe bei Dingen, die ich nicht gut kann.

Ich brauche einen neuen Job!

Aber welchen? Was kann ich? Was will ich? Welcher Job passt wirklich zu mir? Wo finde ich die guten Jobs? Fragen über Fragen. Antworten findest du hier: Projekt: Traumjob.

Und dabei nicht darauf warten, dass jemand mir Hilfe anbietet.

Da kannst du manchmal lange warten.

Weil die anderen ja auch mit ihrem Leben beschäftigt sind. Und oft gar nicht wissen, dass du Hilfe brauchst.

Aber wenn du fragst, bekommst du erstaunlich oft Unterstützung.

Also den Mund aufmachen und sagen: „Hey, hier komme ich nicht weiter. Ich bekomme das nicht hin.“

Oder: „Hey, in dieser Sache bin ich einfach schlecht.“

Dann: „Kannst du mir bitte helfen?“

Wir alle brauchen Hilfe in manchen Bereichen.

Ich bin zum Beispiel extrem schlecht, wenn es um finzelige Detailarbeiten geht. So wie Buchhaltung.

Oder Rechtschreibung. Ja, das hast du bestimmt schon gemerkt.

Und mein Kopf ist ein Sieb, durch das alles fällt, was gerade nicht zu meinen Top-3-Prioritäten gehört.

Ich könnte noch ein Weilchen weiterschreiben, was meine Schwächen angeht.

Und bei meinen Schwächen brauche ich Hilfe.

Ich kann und sollte aber auch anderen helfen. Etwas zurückgeben. In den Bereichen, in denen ich gut bin. Dort, wo ich etwas zu geben habe. Hier kann ich meinen Teil beitragen.

Vielleicht ist es ja auch meine Aufgabe, manchmal den liebevollen Arschtritt zu verteilen.

Aber ich verspreche: Ich trete nicht mit Springerstiefeln.

Ich ziehe mir vorher weiche Puschen an.

Solche mit Ohren dran.

Okay?

Ein Hoch auf das Geben und Nehmen, auf die Schwächen und Stärken. Und auf die Liebe. Immer.

Ralf

PS: Wenn du lernen möchtest, weniger oft einen Arschritt zu brauchen: Selbstmotivation lernen.

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Kommentare

  • Ich kann Heides und Mariettas Meinung verstehen und nachvollziehen … doch wird ein Haufen Hundekot „besser“, „leichter bekömmlich“ oder gar „genießbarer“, wenn man ihn nicht „Hundescheiße“, sondern „animalisches Exkrement“ nennt?

    Wer sagt denn, „Eduart, Du hast animalische Exkremente an Deinen Sohlen!“?

  • Ein hilfreicher Artikel für mich!

  • Nun wir brauchen im täglichen Leben immer einen Anstoss – einen Tritt in den Hintern – einen Tritt ans Schienbein oder einfach eine ehrliche Motivation: Hey du schaffst es – hast schon anderes durchgestanden, oder in ähnlicher Weise.

    Ausdrücke wie: Arschtritt – oder auch über die „Arschengel“ zu lesen – nun ich weiss nicht. Bei krampft sich jeweils der Magen zusammen, wenn ich dies lese. Für mich hat eine „gepflegte“ Ausdrucksart auch etwas mit Respekt und Anstand dem Gegenüber zu tun. Mögen solche Ausdrücke wohl „cool“ sein – für mich persönlich stimmt es nicht. Wenn ich mit solchen „Ausdrücken“ herumwerfe, wie weit gehe ich dann noch ………..? einfach nur so ein Gedankenspiel. Und wie schnell ist dann der Respekt dem anderen gegenüber „aufgeweicht“ ?
    Ich lasse mich gerne belehren – nehme jede Kritik ernst – doch – es ist nicht meins.

    • Marietta Mahler schreibt am 31. Oktober 2016

      Mir geht es genau so, dass diese Ausdrücke mich befremden und eher daran hindern, mich auf das Thema eines Beitrags einzulassen. Wie kann ich erwarten, dass der Autor etwas schreibt, was für mich von Belang ist, wenn schon seine Wortwahl so weit von meiner entfernt liegt und er daher in einer anderen Sphäre zu denken scheint?

      Abgesehen von den Vulgärismen kann ich mir aber auch nicht vorstellen, dass Tritte in irgendeiner Weise hilfreich sein können. Entweder bittet mich jemand um Hilfe, dann kann ich ihn unterstützen oder erinnern, muss und darf ihn aber nicht treten. Oder ich bin persönlich in sein Verhalten verwickelt, dann kann ich ihn (in meinem Interesse!) in Form einer Ich-Botschaft um Veränderung bitten – bitten, nicht treten. Oder es liegt weder das eine noch das andere vor – dann habe ich erst recht kein Recht zu treten.

      Motivieren, ermuntern, aufrichten, trösten, stützen, das ist sicher sinnvoll und hilfreich; das hat aber keinen tretenden, sondern bergenden Charakter. Niemand braucht einen Schubs, wenn er nach einer Haltestange greifen will.

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