Suggestionsformeln entwickeln – Teil 1
Suggestionsformeln – auch Affirmationen genannt – sind Schlüsselsätze, die Sie auf der Grundlage Ihrer Zielsetzungen formulieren. Diese Sätze sagen Sie sich dann selbst immer und immer wieder. Dadurch, dass Sie Ihre Aufmerksamkeit und Konzentration auf diese Sätze – und damit ihre Aussage – richten, bewegen Sie sich fast automatisch in die Richtung.
Beispiel
Sie wollen jeden Tag eine halbe Stunde joggen, können sich aber dazu einfach nicht aufraffen. Einige Suggestionsformeln könnten hier sein:
- "Ich jogge jeden Morgen eine halbe Stunde und fühle mich dabei wunderbar."
- "Meine körperliche Fitness steigert sich von Tag zu Tag."
- "Meine Lust zu joggen wird jeden Tag größer und größer."
- "Morgens zu joggen ist gut für mich."
- "Morgens zu joggen ist für mich das Beste, was es gibt."
Ihr Unterbewusstsein ist der Schlüssel für den Erfolg Ihrer Affirmationen
Siehe auch
Ein bisschen vereinfacht könnte man das Ganze einmal so zusammenfassen: Indem Sie sich Ihre Affirmationen immer wieder selbst sagen – laut oder leise – täuschen Sie quasi Ihrem Unterbewusstsein vor, dass Sie bereits daran glauben. Und so wird Ihr Unterbewusstsein dabei helfen, dass Sie sich in diese Richtung bewegen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Affirmationen von Ihrem Unterbewusstsein auch verstanden werden können. Nur wenn die Suggestionsformeln von Ihrem Unterbewusstsein richtig verstanden und aufgenommen werden können, kann Autosuggestion Erfolg haben.
Und so entwickeln Sie erfolgreiche Affirmationen, die Ihr Unterbewusstsein versteht
Im folgenden zeigen wir Ihnen an einem Beispiel, wie Sie nun Ihre Affirmationen erarbeiten. Nehmen wir an, Sie sind jedes Mal, wenn Sie Ihrem Chef gegenüber stehen, sehr unsicher. Sie fühlen sich dabei unwohl, können keinen klaren Gedanken fassen und haben das Gefühl, sich nie richtig gut selbst präsentieren zu können. Demnach weiß Ihr Chef gar nicht, wie Sie wirklich sind und das wurmt Sie. Das wollen Sie nun ändern.
Die Grundformel ist positiv und in der Gegenwartsform
Versuchen Sie als allererstes eine Grundformel zu finden, die Ihr Ziel positiv und in der Gegenwart beschreibt, so als hätten Sie das Ziel schon erreicht. In dem Beispiel könnte die Grundformel lauten: "Ich trete meinem Chef gegenüber souverän und selbstsicher auf."
Keine Verneinungen
Es ist ratsam, darauf zu achten, dass Sie in Ihren Suggestionsformeln auf Verneinungen verzichten. Viele Mentaltrainer sind der Ansicht, dass unser Unterbewusstsein keine Verneinungen verstehen kann. Wenn Sie sich sagen: "Ich will nicht mehr unsicher sein", dann versteht Ihr Unterbewusstsein demnach nur "unsicher sein" – und genau darauf wollen Sie sich ja nicht programmieren. Also sagen Sie sich besser: "Ich bin selbstsicher und selbstbewusst ." Da ist die Botschaft an Ihr Unterbewusstsein klar auf Ihr Ziel gerichtet. Beschreiben Sie also besser nie, was Sie nicht wollen, sondern immer was genau Sie anstelle dessen wollen.
Die Affirmationen sollen Sie motivieren
Es geht vor allem darum, Sätze zu finden, die Sie motivieren. Sie sollten möglichst ein Kribbeln im Bauch spüren, wenn Sie Ihre Suggestionsformeln lesen oder sie sich selbst sagen – wie aus Vorfreude, Ihre Ziele zu erreichen. Affirmationen sollen positive Emotionen in Ihnen wachrufen. So motivieren Sie sich mental auf Ihr Ziel.
Verstärken Sie Ihre Emotionen durch Details und Adjektive
Tipp
Schreiben Sie 20 Sätze und Formulierungen auf, die positive Gefühle bei Ihnen hervorrufen.
Verstärken Sie Ihre Affirmationen durch zusätzliche Elemente, die Ihre Emotionen noch stärker anregen. In unserem Beispiel könnte das so aussehen: "Ich fühle mich wunderbar, weil ich meinem Chef gegenüber selbstsicher und ruhig auftrete." oder "Durch mein selbstbewusstes Auftreten beeindrucke ich meinen Chef. Mein Chef ist stolz und lobt mich. Ich bekomme eine Gehaltserhöhung und werde befördert."
Spüren Sie für sich selbst, welches die Sätze sind, die Sie emotional motivieren. Suchen Sie ganz gezielt nach Formulierungen und Wörtern, die positive Gefühle bei Ihnen auslösen und bauen Sie sie in Ihre Suggestionsformeln ein.
Verstärken Sie die Wirkung durch Ihren eigenen Namen
Um die emotionale Wirkung noch zu verstärken, können Sie auch Ihren eigenen Namen zu Ihren Affirmationen hinzufügen: "Ich, Stefan Bauer, bin meinem Chef gegenüber selbstbewusst und selbstsicher."
Sie verstärken damit die Botschaft für Ihr Unterbewusstsein .
