Zusammengefasst: Alle wesentlichen Elemente des effektiven Lernens
Hier fassen wir noch einmal zusammen, worauf es beim Lernen wirklich ankommt.
Ihre eigene Einstellung entscheidet über den Lernerfolg
Das allerwichtigste beim Lernen ist Ihre persönliche Einstellung. Wenn Sie nicht lernen wollen, wird es Ihnen sehr schwer fallen. Wir boykottieren uns so oft selbst und sehen uns darin bestätigt, dass lernen schwer und schrecklich ist. Beginnen Sie deshalb zunächst mit Ihrer Einstellung und dann mit dem konkreten Lernen.
Motivieren Sie sich zum Lernen – Machen Sie sich unbedingt klar, wofür Sie lernen. Das kann ein gewünschter Schulabschluss sein, die Fähigkeit, eine Sprache zu sprechen oder einen weiteren Schritt auf der Karriereleiter zu erklimmen. Machen Sie sich Ihr Ziel hinter dem Lernen klar. Malen Sie sich aus, wie es sein wird, wenn Sie das können, was Sie lernen wollen und denken Sie immer wieder an Ihr Ziel, wenn Sie das Lernen als lästig empfinden. Motivieren Sie sich mit kleinen Belohnungen für Ihre Erfolge beim Lernen.
Neugierig und offen sein – Versuchen Sie, eine kindlich-neugierige Grundeinstellung zum Lernen zu bekommen. Wann immer Sie etwas lernen, entdecken Sie etwas Neues. Als Kinder war das für uns das Allerwichtigste, die Welt zu entdecken und Neues zu lernen. Wenn Sie heute lernen sollen, können Sie einmal versuchen, sich wieder ein Stück von dieser kindlichen Offenheit zurückzuholen und so spielerisch und voller Neugier an ein neues Themengebiet zu gehen.
Lernen findet durch Wiederholen statt
Ein wesentliches Element des Lernens ist das Wiederholen. Wichtige Lerninhalte sollten Sie systematisch wiederholen, um Sie dauerhaft zu behalten. Eine Richtlinie ist folgendes Vorgehen:
- Wiederholung nach ca. 15 Minuten
- Wiederholung nach ca. 2 Stunden
- Wiederholung nach ca. 12 Stunden
- Wiederholung nach 2 Tagen
- Wiederholung nach einer Woche
Sie müssen sich natürlich nicht sklavisch an diese Zeiträume halten – finden Sie Ihren eigenen Rhythmus zum Wiederholen. Vielleicht stellen Sie fest, dass Sie am Anfang viel öfter wiederholen müssen und am Ende weniger oder umgekehrt – jeder von uns lernt anders. Wichtig aber ist, dass Sie Ihren Lernstoff überhaupt wiederholen.
Pausen sind so genauso wichtig wie das eigentliche Lernen
So seltsam das klingen mag, aber Pausen sind mindestens so wichtig, wie das Lernen selbst. Tatsächlich lernen Sie erst in den Pausen richtig, denn dann beginnt Ihr Gehirn das Gelernte zu verarbeiten. Ohne diese Möglichkeit werden Sie vieles schnell wieder vergessen, da das Gelernte nicht bis in Ihr Langzeitgedächtnis vordringen kann. Planen Sie in Ihre Lernzeit konsequent Pausen ein. Wie oft und wie lange Sie Pausen machen wollen, sollten Sie für sich selbst herausfinden – die Bedürfnisse sind hier sehr unterschiedlich. Keinesfalls sollten Sie aber Pausen streichen, um Zeit zu sparen. Eine Richtzahl könnte sein: eine dreiviertel Stunden lernen und dann 15 Minuten Pause machen.
Je entspannter Sie sind, desto leichter fällt Ihnen das Lernen
Wir wollen hier noch einmal kurz die Bedeutung der Entspannung für das Lernen betonen. In einem mentalen Entspannungszustand können Sie Informationen viel leichter aufnehmen und verarbeiten. Deshalb ist es sehr hilfreich, sich eine mentale Entspannungsmethode anzueignen und jede Lerntätigkeit mit einer kurzen Entspannungsphase einzuleiten.
Lernen Sie ganzheitlich
Siehe auch
Mehr dazu finden Sie unter unseren Lerntipps.
Artikel Ganzheitlichkeit fürs Gehirn von Tom Freudenthal
Um möglichst effektiv lernen zu können, sollten Sie immer beachten, dass Körper, Geist und Seele zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Deshalb macht es keinen Sinn, sich nur einen Teil aus diesem System zu nehmen – z.B. den Geist – und dann ohne Rücksicht auf die anderen Elemente zu arbeiten. Das rächt sich schnell. Ihr Körper wird z.B. mit Verspannungen reagieren oder Sie fühlen sich plötzlich gereizt. Achten Sie auf ein Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele.
Literatur zum Thema:
- Vera F. Birkenbihl: Das neue Stroh im Kopf?
- Sebastian Leitner: So lernt man lernen
- Regula Schräder-Naef: Lerntraining für Erwachsene
- Carla Hannaford: Bewegung – das Tor zum Lernen
