Lernen verbinden wir meist nur mit unserem Kopf und vergessen dabei, dass auch unser Körper beachtet werden will, um den Lernprozess optimal zu unterstützen. Wenn wir unsere körperlichen Bedürfnisse beim Lernen ständig unterdrücken, kann das unsere Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen – z.B. in Form von Verspannungen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche u.ä. Es gibt aber eine Reihe von hilfreichen Tipps , wie Sie dafür sorgen können, sich nicht selbst körperlich zu blockieren.
Unser Gehirn braucht Sauerstoff zum Lernen. Nur mit ausreichend Sauerstoff können wir uns dauerhaft konzentrieren. Nun überlegen Sie einmal, wie das z.B. früher in der Schule war oder wie es jetzt vielleicht auch bei Ihnen ist, wenn Sie gerade etwas lernen müssen: Oft sitzen wir stundenlang in ein und demselben Raum, ohne auch nur einmal das Fenster zu öffnen. Die Luft ist verbraucht und wir wundern uns, warum unsere Lernenergie nachlässt .
Ab sofort wissen Sie es besser: Lüften Sie gerade wenn Sie lernen besonders oft. Das Beste ist, bei offenem Fenster zu lernen (zumindest in den wärmeren Monaten). Machen Sie in regelmäßigen Abständen eine kurze Pause und gehen Sie einige Schritte draußen spazieren oder setzen Sie sich einen Moment auf den Balkon. Tanken Sie so oft wie möglich Sauerstoff.
Wie kommt der Sauerstoff in den Körper? Richtig! Durch das Atmen. Wenn wir hochkonzentriert sind, vergessen wir manchmal regelrecht zu atmen. Unsere Atmung geht dann ganz flach und fast jeder Muskel in unserem Körper ist angespannt. Um gut lernen zu können, müssen Sie einerseits Sauerstoff aufnehmen und andererseits sich auch wieder entspannen. Atmen Sie deshalb immer wieder tief durch. Dreimal hintereinander tief ein- und ausatmen. Das tut gut, erfrischt und macht locker.
Ebenso wichtig wie das Atmen sind auch Bewegungspausen. Wenn wir geistig arbeiten, vergessen wir manchmal, dass wir ja immer noch einen Körper haben. So sitzen wir oft stundenlang auf einem Stuhl hinterm Schreibtisch und bewegen uns überhaupt nicht. Damit aber verkrampfen wir uns und die überschüssige Bewegungsenergie in uns kann nicht abgebaut werden. Sie sollten wenigsten in jeder Stunde einmal fünf bis zehn Minuten eine Bewegungspause machen. Am besten gehen Sie dazu an die frische Luft und laufen ein bisschen auf der Stelle, hüpfen oder springen. Haben Sie Spaß dabei und mobilisieren Sie körperliche Energien. Dehnen Sie verspannte Muskeln und strecken Sie sich ausgiebig. Räkeln Sie sich und gähnen Sie herzhaft. So beginnt Ihr Kreislauf wieder zu arbeiten, Sie werden sich frischer und wacher fühlen und können sich besser konzentrieren.
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