Schau mal ...

„Lebensfreude per E-Mail?“

Wir haben für Sie 15 einfache Methoden zusammengestellt, mit denen Sie sich Ihre Lebensfreude zurückerobern können. Das Ziel ist, dass Sie sich lebendiger fühlen und mehr Kraft und Energie im Alltag haben. Wie geht das?

 

Sind Sie eigentlich nett zu sich?

Von Tania Konnerth

Es gibt viele Artikel und Bücher zum Thema "Miteinander" - also darüber, wie wir also am besten mit anderen Menschen umgehen, um z.B. Konflikte zu vermeiden oder besser miteinander auszukommen.

Aber haben Sie sich schon einmal überlegt, wie Sie eigentlich mit sich selbst umgehen? Vielleicht hört sich das jetzt etwas seltsam für Sie an, aber tatsächlich behandeln wir uns selbst ja auch auf die eine oder andere Art. Und es lohnt sich, da einmal genauer hinzuschauen.

Vom Umgang mit sich selbst

Zum Umgang mit sich selbst gehört:

  • wie wir auf das reagieren, was wir tun oder lassen, z.B. indem wir uns für Fehler beschimpfen, uns selbst kritisieren oder im positiven Fall trösten oder aufbauen,
  • welche Botschaften wir uns in unseren Gedanken selbst mitteilen,
  • wie wir uns aufbauen oder auch entmutigen,
  • wie gut oder schlecht wir für uns sorgen
  • u.a.

Nun ist es ein weit verbreitetes Phänomen, dass Menschen sich selbst oft am schlechtesten behandeln. Wir sind manchmal zu wildfremden Menschen oder selbst zu Personen, die wir gar nicht leiden können, netter als zu uns selbst – und sind uns dessen nicht einmal bewusst.

Das kann einen doch schon nachdenklich machen, oder?

Wie wir uns selbst behandeln...

Die Art, wie wir mit uns selbst umgehen, zeigt sich oft schon zu Beginn des Tages: Was geht Ihnen als Erstes durch den Kopf, wenn Sie aufwachen? Fällt Ihnen da ein, was Sie heute alles vorhaben und treiben Sie sich selbst an, endlich aufzustehen, weil Sie schon wieder zu spät dran sind? Überlegen Sie mal, wie Sie den Tag beginnen würden, wenn Sie sich liebevoll begrüßen und sich positiv für den Tag motivieren würden...

Und wie geht es dann weiter? Der erste Blick in den Spiegel ist für die meisten Menschen der nächste Anlass, sich selbst mies zu behandeln: "Wie seh' ich denn schon wieder aus?" oder "Mensch, habe ich Augenränder." Aber was wäre, wenn Sie sich selbst mit einem Kompliment verwöhnen würden?

Diese Beispiele ließen sich nun für den gesamten Tagesablauf weiterführen. Da sich aber die wenigsten mal ausdrücklich Gedanken darüber machen, wie sie mit sich selbst umgehen, passiert das meistens ganz automatisch. Und diese Programme sind bei sehr vielen Menschen alles andere als förderlich oder motivierend.

... beeinflusst, wie wir uns fühlen

Die Art und Weise, wie wir mit uns selbst umgehen, hat einen großen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen.

Sehr viele Menschen, die über ein geringes Selbstwertgefühl klagen, nörgeln ständig an sich selbst herum und lassen kein gutes Haar an sich. Sicher kennen Sie auch Menschen, die gerade etwas Tolles erreicht haben und die, wenn man sie lobt, dann so etwas sagen, wie: "Ach, das war doch nichts." oder "Ne, so gut war das wirklich nicht, ich hätte mich noch mehr anstrengen müssen."

Vielleicht gehören Sie ja selbst dazu?

Achten Sie doch einmal ganz bewusst auf Folgendes:

  • Was sind Sätze, die Sie häufig über sich selbst sagen – für sich allein, aber auch vor anderen?
  • Wie reagieren Sie auf Lob von anderen? Was antworten Sie darauf?
  • Wie fühlen Sie sich, wenn Sie eine Aufgabe erledigt haben?
  • Was denken Sie über sich, wenn Sie einen Fehler gemacht haben oder wenn Sie einen Misserfolg erleiden?
  • Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie etwas vergessen haben, wenn Sie zu spät gekommen sind oder wenn Sie etwas nicht so durchziehen, wie Sie es sich vorgenommen haben?
  • Was denken Sie, wenn Sie sich im Spiegel betrachten?
  • Was sagen Sie, wenn jemand Fotos von Ihnen gemacht hat und Sie diese anschauen?
  • Was würden Sie antworten, wenn Sie jemand bitten würde, sich kurz selbst zu beschreiben?

Gehen Sie diese Fragen einmal ganz ehrlich durch und spüren Sie nach, was Ihre Antworten in Ihnen auslösen. Sie können hier einen guten Eindruck davon bekommen, wie Sie mit sich selbst umgehen – und in vielen Fällen wird das leider alles andere als nett sein.

Warum es gut ist, netter zu sich selbst zu sein

Es gibt eine ganze Reihe guter Gründe, warum wir zu uns selbst netter sein sollten:

  • Nett zu sich selbst zu sein, steigert die Lebensqualität - genauso wie es sich besser anfühlt, wenn unsere Mitmenschen gut zu uns sind, ist es auch viel schöner, wenn wir nett zu uns selbst sind.
  • Wir fühlen uns besser - ganz automatisch.
  • Es ist förderlich für das Selbstbewusstsein - wer nett zu sich selbst ist, baut sich auf, statt sich fertig zu machen und das steigert das Selbstwertgefühl.
  • Wir gewinnen viel Kraft und Energie, wenn wir uns selbst gut behandeln - denn wir sparen die Energie, die wir sonst darin investiert haben, mit uns zu schimpfen.
  • Wir trauen uns mehr zu - denn wir können uns selbst motivieren und Mut machen.
  • Misserfolge machen uns viel weniger aus - weil wir, wenn wir gut für uns sorgen, uns aufbauen statt uns noch eins oben drauf zu geben.
  • Wir werden auch zu anderen netter - weil wir, wenn wir uns selbst gegenüber liebevoller sind, genau das auch anderen geben können.
  • Wir lachen mehr - weil wir lockerer werden und auch mal die komischen Seiten sehen können, wo wir vorher nur streng waren.

Sicher finden Sie noch viele weitere, gute Gründe, wenn Sie erst einmal damit beginnen, netter zu sich selbst zu sein. Und wie Sie das tun können, erfahren Sie im Folgenden.