Nachdem Sie erfahren haben, warum es wichtig ist, netter mit sich selbst umzugehen, haben wir auch noch 5 Tipps für Sie, wie Sie das schaffen können.
Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wie schlecht sie sich selbst behandeln.
So wissen viele, dass es wichtig ist, sich selbst zu mögen und sie denken, sie tun das auch. Die Botschaften, die wir uns ständig selbst geben, finden aber häufig ganz unbewusst statt. Und deshalb ist es so wichtig, hier einmal genau hinzuschauen.
Halten Sie ab sofort mehrmals am Tag inne (stellen Sie sich am besten einen stündlichen Erinnungspiepser ein) und fragen Sie sich:
Um klarer zu sehen, wie Sie sich selbst behandeln, können Sie auch hin und wieder einmal überlegen, ob Sie so, wie Sie mit sich selbst umgehen, auch einen sehr lieben Freund behandeln würden.
Relativ eng mit dem ersten Punkt verbunden ist dieser Tipp: Lernen Sie sich selbst besser kennen, denn je besser Sie sich selbst verstehen, desto besser können Sie auch für sich sorgen.
Wenn wir Freundschaften schließen oder eine neue Beziehung eingehen, investieren wir viel Zeit und Energie darin, den anderen wirklich kennen zu lernen. Das schafft viel Nähe und auch eine gemeinsame Basis. Wir lernen die Stärken und die Schwächen des anderen kennen und können sein Verhalten deutlich besser einschätzen.
Und genau das gilt auch für uns selbst!
All dies und noch vieles mehr sind Fragestellungen im Rahmen des weiten Felds der Selbsterkenntnis.
Zugegeben: es ist nicht immer leicht, sich mit sich selbst zu befassen. Aber es ist unendlich lohnenswert. Wenn wir damit beginnen, uns selbst besser zu verstehen, fällt es uns auch viel leichter, nett zu uns selbst zu sein. Wir begreifen dann, warum wir uns manchmal so "blöd" verhalten und wir müssen uns dafür nicht mehr verachten oder mit uns schimpfen. Wir können uns selbst Verständnis entgegenbringen und gewinnen so, wen nötig, Kraft dafür, uns zu ändern.
Sich selbst kennen zu lernen, heißt:
Und all das Ihnen dabei, immer besser für sich zu sorgen.
Kernstück eines netten Umgangs mit sich selbst, ist zu lernen, nachsichtiger mit sich zu sein. Oft sind wir mit uns selbst unendlich streng. Bei anderen Menschen können wir vieles verzeihen und nachsehen, doch wenn wir z.B. nur einen winzigen Fehler machen, beschimpfen wir uns oder hadern mit uns. Auf diese Weise senden wir uns selbst permanent Botschaften. Und es ist wirklich erschreckend, wie viele Menschen sich in ihren Gedanken selbst ständig beschimpfen und klein machen...
Wer sich aber selbst andauernd so etwas sagt wie "Ich tauge einfach zu nichts." oder "Du blöde Kuh, schon wieder hast du das falsch gemacht." muss sich nicht wundern, wenn das Selbstbewusstsein im Keller ist und man sich zu nichts motivieren kann. Achten Sie einmal darauf, was Sie sich selbst sagen, vielleicht werden Sie geschockt sein, wie unfreundlich Sie mit sich umgehen.
Warum nur? Glauben wir damit zu erreichen, "besser" zu werden? Glauben wir auf diese Weise uns besser in den Griff zu bekommen und mögliche Fehler zu vermeiden?
Meine Erfahrung ist, dass Menschen die sehr streng mit sich selbst sind, eine große Portion Lebensqualität einbüßen. Denn wir können vor uns selbst genauso viel Angst entwickeln wie vor anderen. Überlegen Sie einmal, wie sich Kinder von überstrengen Eltern fühlen, die eigentlich keine Chance haben, es ihnen recht zu machen: sie haben vor allem eines, nämlich Angst. Und wenn Sie nun selbst wie ein überstrenger Elternteil alles vernichtend kommentieren, was Sie anpacken, werden Sie immer weniger Mut und Kraft haben, Neues zu beginnen.
Menschen, die lernen, nachsichtiger mit sich selbst zu sein und die sich ermutigen, statt fertig zu machen, gewinnen damit ein großes Motivationspotential. Genauso wie es uns gut tut, wenn andere an uns glauben, tut es uns auch gut, wenn wir uns selbst gut zureden und bei Fehlern oder Niederlagen nicht noch in die Wunde stechen.
Erlauben Sie sich Fehler – sie gehören zum Leben dazu. Viele Fehler sind nötig, damit wir etwas lernen können. Registrieren Sie, was Sie falsch gemacht haben und lernen Sie daraus. Sagen Sie sich, dass Sie immer Ihr Bestes geben – Sie vergeuden nur Energie, wenn Sie sich selbst fertig machen.
Weitere Tipps zu diesem Thema finden Sie auch in dem Artikel "Self-Talk" – Wie reden Sie eigentlich mit sich?
Gerade Menschen, die sich sehr viel mit den Fragen und Themen einer aktiven Lebensgestaltung befassen, tun manchmal ein bisschen zu viel des Guten in Sachen Persönlichkeitsentwicklung. Geht Ihnen das vielleicht auch manchmal so?
Wenn Sie hier nicken, dann ist dieser Tipp besonders wichtig für Sie: Nett zu sich selbst zu sein, heißt auch, sich mal einfach in Ruhe zu lassen.
Sie müssen nicht ständig an sich arbeiten. Sie sind ok, wie Sie sind – ganz egal, was es alles noch zu verbessern gäbe. Erlauben Sie sich immer wieder ganz bewusst das, was man "die Seele baumeln lassen" nennt: Auszeiten, Ruhephasen, Entspannung und Erholung.
Ganz wichtig ist es auch, anderen Grenzen zu setzen. Nett zu sich selbst zu sein und gut für sich zu sorgen, heißt unter Umständen auch, anderen Menschen klarzumachen, dass sie zu weit gehen oder dass sie sich unangemessen verhalten.
Nehmen wir an, Sie haben eine schwierige Phase im Job. Ihre Kollegin versucht, Sie auszubooten und Sie müssen sich Einiges einfallen lassen, damit Ihr Chef keinen schlechten Eindruck von Ihnen bekommt. Wenn nun Ihr Partner zu Hause auch noch Witze darüber macht, dass Ihre Karriere ins Stocken gekommen ist, steht an, ihm klarzumachen, dass das jetzt weder hilfreich noch erwünscht ist. Sagen Sie deutlich, was Sie sich wünschen und was Ihnen jetzt nicht gut tut. Damit geben Sie dem anderen die Chance, etwas für Sie zu tun, viel wichtiger aber noch: Sie sorgen auf diese Weise gut für sich selbst.
Für sich selbst einstehen heißt auch, zu den eigenen Werten zu stehen und nichts mitzumachen, was einem gegen die eigene Natur geht. Offenheit und Toleranz in allen Ehren, es ist aber auch wichtig, sich selbst treu zu bleiben.
Wir hoffen, dass die Anregungen und Tipps aus diesem Artikel Ihnen dabei helfen, sich selbst etwas mehr zu mögen – seien Sie sich das selbst wert!
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