Schau mal ...

„Das 12-Wochen-Selbstcoaching-Programm“

Manchmal stehen wir uns selbst im Weg und was machen wir dann? Oft bleibt uns nichts anderes übrig, als uns selbst auf motivierende und verständnisvolle Weise selbst ein guter Coach zu sein. Dazu gibt es zum Glück erprobte und wirkungsvolle Werkzeuge, mit denen Sie... ...Weiterlesen

 

Gelassenheit als Lebenseinstellung

Hier finden Sie 5 praktische und leicht umsetzbare Tipps:

Tipp Nr. 1: Nie das Atmen vergessen

So trivial es vielleicht klingt, aber es ist ein ernstgemeinter Tipp: Was auch passiert – atmen Sie immer erst einmal tief durch. Wenn wir unter Stress stehen, uns eine Situation überfordert, wir nervös oder auch ängstlich sind, geht unsere Atmung schnell und flach. Durch gezielt tiefes Atmen können wir aber Stress, Anspannung – ja sogar Angst regelrecht wegatmen. Für unsere Gefühle sind Körperreaktionen verantwortlich – und indem Sie tief durchatmen, können Sie Ihrem Körper zeigen, dass die Situation "nicht so schlimm" ist. Damit unterbrechen Sie den normalerweise unbewussten und automatischen Prozess, durch den Sie immer verspannter und unruhiger werden.

Übung

Probieren Sie das doch gleich einmal aus: Atmen Sie für eine kurze Zeit ganz schnell und flach, so als wären Sie gehetzt oder sehr erschrocken. Achten Sie darauf, wie Sie sich dabei fühlen.

Atmen Sie dann ruhig und tief durch. Lassen Sie bewusst Ihren Atem ein- und ausströmen und zählen Sie innerlich mit jedem Atemzug mit. Wie fühlen Sie sich jetzt?

 

Tipp 2: Gehen Sie auf Distanz und schauen Sie sich die Situation von dort aus an

Ein Grund dafür, warum wir es oft nicht schaffen, ruhig und gelassen zu bleiben, besteht darin, dass wir ganz und gar in dem Geschehen sind und nun panikartig gegen "das Untergehen ankämpfen, um nicht zu ertrinken". Wir sind dann meist gar nicht mehr in der Lage, überhaupt einmal nachzudenken, sondern reagieren nur noch und steigern und selbst in die Panik hinein. Deshalb ist es so wichtig, dass wir in der Lage sind, in einer solchen Situation einen Schritt neben uns selbst machen zu können.

Gewöhnen Sie sich an, immer dann, wenn Sie merken, dass Sie Ihre innere Ruhe verloren haben, die Augen zu schießen und sich selbst vor Ihrem eigenen inneren Auge zu sehen. Holen Sie sich die aktuelle Situation und auch die Vorgeschichte zu dieser Situation vor Augen und beobachten Sie sich selbst, wie Sie eine andere Person beobachten würden. Fragen Sie sich dann, was Sie einer anderen Person in dieser Situation raten würden. Schreiben Sie sich diese Antwort gleich auf.

Erstens erreichen Sie durch diese kleine Übung eine Unterbrechung des Panik-Teufelskreises und zweitens können Sie sich so sehr wahrscheinlich mit tröstlichen oder ratspendenden Worten selbst beruhigen, denn einem anderen könnten wir in fast jeder Situation einen Tipp geben.

Tipp 3: Vier Fragen für alle Fälle

Siehe auch

 Anti-Sorgen-Formular

 

Ein Kartei-Kärtchen mit den folgenden Fragen kann Ihnen in jeder Situation Ihre Gelassenheit retten.

  • Was genau ist im Moment so schlimm / beängstigend / stressig?
  • Was könnte mir oder anderen im schlimmsten Fall passieren?
  • Wie wahrscheinlich ist das?
  • Was kann ich jetzt tun?

Beantworten Sie sich in jeder Situation, in der Sie Ihre Gelassenheit verloren haben, systematisch diese vier Fragen. Sie schalten damit automatisch Ihren Kopf ein und es können dann nicht mehr nur Ihre Gefühle herrschen. Die gewinnen ein bisschen Abstand von der Situation und kommen entweder auf Lösungsansätze oder erkennen, dass Sie nichts tun können. Beides erleichtert.

Tipp 4: Bringen Sie die Dinge in einen zeitlichen Rahmen

Eine Situation, in der wir unsere Gelassenheit verlieren, erscheint uns als besonders erschreckend oder stressig, weil wir sie in dem aktuellen Augenblick als beherrschend und alles ausfüllend erleben. Da hilft es sehr, sich einmal klarzumachen, in welchem zeitlichen Rahmen das Geschehen eine Rolle spielt.

Fragen Sie sich dazu immer:

  • Welche Bedeutung hat dieses Ereignis in einem Jahr?
  • Welche Bedeutung hat das Ereignis in fünf Jahren?
  • Welche Bedeutung hat das Ereignis in 20 Jahren?

Damit soll nicht die Wichtigkeit Ihrer Gefühle heruntergespielt werden, aber diese Fragen ermöglichen es Ihnen, Ihre momentane Panik zu unterbrechen, um dann wieder "klar" denken zu können.

 

Berufszielfindung – Welcher Job passt wirklich zu mir?

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Tipp 5: Machen Sie sich klar: keiner kann wissen, wozu etwas gut ist

Der letzte dieser Tipps ist, einmal die Geschichte Wer weiß...? zu lesen und vor allem zu verinnerlichen. Diese sehr weise Geschichte macht deutlich, dass keiner von uns wissen kann, wozu ein bestimmtes Ereignis gut ist. Was heute bedrohlich wirkt, kann sich morgen als Glücksfall herausstellen.

Nichts schafft mehr Gelassenheit, als sich klarzumachen, dass unsere Reaktion auf ein Ereignis eine subjektive Wertung ist, die im nächsten Moment schon wieder ganz anders aussehen kann. Begrüßen Sie deshalb jede Situation und auch Ihre emotionale Reaktion darauf zunächst einfach und denken Sie an den alten Mann aus der Geschichte.

"Wer weiß..., wer weiß schon, wozu es gut ist?"

Literatur zum Thema: